Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wie der Weihnachtsmann seine Kräfte bekam. [A Christmas Prince]

von Tankii
KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P6
15.08.2020
15.08.2020
1
1.262
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
15.08.2020 1.262
 
Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land namens Aldovien. Dort lebte eine wunderschöne Prinzessin, welche sehr begehrt war, da sie die Fähigkeit besaß Menschen Zauberkräfte zu verleihen, ihr Name war Froon. Sie hatte lockiges braunes Haar und man erkannte sie stets am Schneeweißen Spitzenkleid mit roten Saum, dekoriert mit Tannenbäumen, roten Schuhen, Geschenken und Sternen. Sie wanderte gerne durch das ganze Land um sich Geschichten anzuhören und Menschen zu helfen. Jedes mal wenn sie jemanden antraf der eine reine und ehrliche Seele hatte, verschenkte sie ein Stück ihrer Zauberkraft, damit er anderen auch helfen konnte. Sie konnte nur Menschen Kräfte verleihen dessen Absichten rein und ehrlich waren.
Doch eines Tages wurde sie auf einen ihrer Wandertouren von einem großen braunen Oger mit tiefschwarzen Augen angehalten. Er sagte „Du bist die die Zauberkräfte verleiht. Gib mir welche.“, doch Prinzessin Froon weigerte sich mit den Worten „Niemals, nicht bei solch frevelhaften Benehmens.“. Diese Antwort gefiel dem Oger überhaupt nicht, er packte sie, warf sie über seine große Schulter und entführte sie. Auf dem Weg wehrte sich die zierliche Prinzessin so stark sie nur konnte, doch der Oger war viel stärker, sie verlor bei dem Fluchtversuch lediglich ihre Schuhe. Als sie die Kraft verließ fragte sie den Oger „Wer bist du und wo bringst du mich hin?“, der Oger antworte mit seiner rauen, tiefen und kratzigen Stimme „Ich bin Grundel und ich bring dich zu meinem Schloss.“.
Auf dem Weg zu Grundels Schloss sah Prinzessin Froon einige Tiere, die sie noch nie in Aldovien gesehen hatte und diese schienen gar keine Angst vor dem schrecklichen Oger zu haben. Die Tiere waren überhaupt nicht scheu, es wirkte viel eher so als würden sie sich freuen Grundel wieder zu sehen, eine kleine Schildkröte folgte ihnen sogar bis zum Schloss welches nun langsam am Horizont auftauchte. Das Schloss war riesig und es schien vollkommen auf Eis zu bestehen, aus ihm ragten drei pompöse Türme in Richtung Himmel. Die Prinzessin staunte nicht schlecht, sie hatte noch nie ein so großes und schönes Schloss gesehen. Selbst Grundel benötigte viel Kraft um das große Eingangstor zu öffnen, er schloss die Tür direkt als die beiden und die Schildkröte im Schloss waren.
Nun lies er die Prinzessin runter und sagte „Die Tür bekommst du nie alleine auf, also darfst du hier frei rumlaufen.“. Doch Prinzessin Froon konnte sich kaum bewegen, ihre nackten Füße froren am Boden fest, der Oger bemerkte dies, hob sie wieder hoch und trug sie in den Ostflügelturm des Schlosses, dieser hatte ein Zimmer welches vollkommen eingerichtet war und auch einen Teppich hatte. Er setzte sie auf das weiche Bett beugte sich runter und hauchte warme stinkige Luft auf ihre noch sehr angefrorenen Füße. Danach ging er raus und lies die Prinzessin allein, welche erstaunt war wie schön das Zimmer dekoriert war. Es gab hier wirklich alles was man braucht, ein großes weiches Himmelbett, zwei Kommoden und einen gigantischen Kleiderschrank. Selbst ein Fenster mit feinen Vorhängen hatten das Zimmer, sie stand schmerzverzerrten Gesichtes auf und hinkte zum Fenster um zu schauen ob sie dort fliehen könnte, doch es ging weit hinunter.
Am Abend des gleichen Tages wie sie angekommen waren, kam die Schildkröte ins Zimmer mit einer Schüssel warmen Wasser auf dem Rücken. Sie sagte „Verzeiht dem groben Grundel, seine Umgangsformen sind etwas rau, aber im Herzen ist er ein guter. Dieses Wasser habe ich für eure Füße gebracht, ich hoffe es lindert die Schmerzen.“. Total verdutzt sah die Prinzessin die Schildkröte an und stotterte „Du.. du.. du kannst Sprechen..“, sie antworte darauf „Ja, das kann ich. Früher war ich eine Zirkusattraktion, bis Grundel mich befreit und her gebracht hat. Seit dem bin ich seine Hausschildkröte und kümmere mich gewissen haft um das Schloss, den Hof, den Wald und alle Tiere des Waldes. Sie alle hat Grundel vor den Menschen gerettet, doch leider ist unser Lebensraum durch die immer größer werdende Menschenstadt bedroht und unser Essen geht langsam zur neige.“. Das alles war für die zartbesaitete Prinzessin zu viel und sie kippte einfach in das Bett um und schlief ein.
Am nächsten Morgen, wachte sie auf und merkte ihre Füße taten gar nicht mehr weh, sie schaute nach und sah sie waren gereinigt und verbunden worden. Das kann unmöglich die Schildkröte gewesen sein, es musste Grundel getan haben, aber wieso pflegte er sie wenn er sie doch entführt hatte? Sie stand auf und an der Tür standen zwei wunderschöne kristallklare Schuhe, diese zog sie an und ging hinunter. Dort wartet bereits eine großzügig gedeckte Tafel auf sie, an der Grundel saß und ebenfalls auf sie wartete. Sie setzte sich zu ihm und frühstückte, während dessen fragte sie „Warum hältst du mich gefangen Grundel?“. Grundel schaute sie an und Antwortete „Du bist so schön das es weh tut, aber das ist nicht der Grund. Ich will das du mir Zauberkräfte verleihst.“. Die Prinzessin erhob ihre Stimme und sagte „Du kannst mich nicht dazu zwingen!“, danach senkte sie wieder ihre Stimme und sagte ruhiger weiter „Ich muss das von Herzen machen.“. Grundel sprang wütend auf schlug das Essen vom Tisch und schrie „Dann werd ich dich Fressen und sie werden in mein Fleisch und Blut einsickern.“.
Bevor er Prinzessin Froon erreichte unterbrach ihn seine Hausschildkröte die von draußen rein kam, sie sagte „Schaut doch ich habe dieses Baby im Wald gefunden, es scheint Mutterlos zu sein.“. Selbstlos kam Prinzessin Froon der Schildkröte entgegen, hob das Baby auf und fütterte es mit etwas Brei vom Frühstückstisch. Das Baby war komplett unterkühlt und nieste sehr oft und stark. Die Prinzessin brachte es auf ihr Zimmer und pflegte es.
Als Grundel sah wie liebevoll und herzlich Prinzessin Froon das Baby versorgte, machte er sich Vorwürfe für sein so schlechtes Verhalten. Er war vollkommen überwältigt von ihrem großen Herzen und verliebte sich prompt in sie. Jetzt hatte er verstanden, das nicht alle Menschen böse sind, auch Menschen haben ein Herz und können nett und freundlich sein. Die nächsten Jahre half Grundel Prinzessin Froon das Baby zu versorgen bis es wieder Gesund war. Inzwischen war das Baby auch kein Baby mehr sondern ein junger Mann. Nach all den Jahren begleitete Grundel die Prinzessin zum Haupttor, sagte „In all den Jahren bevor ich dich kannte hasste ich die Menschen. Sie waren für mich immer nur Monster, nun habe ich verstanden das ich für euch auch ein Monster gewesen sein muss. Ihr dürft gehen, ihr seid frei.“ und öffnete das Tor.
Prinzessin Froon verlieh nun dem Kind welches die beiden groß gezogen haben Zauberkräfte und sagte „Mögest du anderen in diesen Tagen, soviel Glück, Freude und Zuversicht schenken. Wie du es mir geschenkt hast vor all den Jahren an diesem einen Wintertag.“. Danach ging die Prinzessin zu Grundel und sagte ihm „Ich habe verstanden wieso du mich entführt hast, du wolltest nur den Tieren hier im Wald helfen. Du bist nicht schlecht, nur unbeholfen.“, auf diese Worte küsste sie den Oger und er verwandelte sich in einen schmucken Rittersmann in einer weiß-goldenen Rüstung. Er wunderte sich was nun passiert war schaute sich an und war überwältigt. Sie strich ihn über die Wange und sagte „Von nun an passt dein Antlitz zu deinem Herzen.“.
Grundel weinte erst vor Freude und dann vor Trauer, Prinzessin Froon bemerkte das und fragte „Möchtest du kein Mensch sein?“, Grundel antwortete schluchzend „Doch, aber nun werdet ihr gehen und ich werde euch nie wieder sehen und..“. Bevor Grundel ausreden konnte gab Prinzessin Froon ihn noch einen Kuss, sagte darauf „Wer sagt denn das ich dich verlassen möchte?“ und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast