Maria

von LiisxD
GedichtSchmerz/Trost / P12
15.08.2020
15.08.2020
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15.08.2020 718
 
Ich wurde geboren in einer Zeit der "Kommunikation", zu viel Daumenkommunikation  
Wieder schreibst du ich soll zu dir kommen.
Ich muss, so hört es sich an.
Mein sturer Kopf streubt sich vor deiner Aufforderung, doch meine Hoffnung bleibt, dass sich alles einmal klären wird.
Dir geht es schlecht, schlecht wegen mir.
Du willst Nähe, ich will Abstand.
Mir geht es schlecht, schlecht wegen dir.
Ich brauche Luft, Luft zum Atmen.
Immer schreibst du, nie reden wir richtig.  
Baby immer diskutieren wir und immer schreiben wir den gleichen Scheiß.
nie redest du mit mir, aber das ist wichtig.
Ich will nicht mehr schreiben, ich will normal reden.
Du willst immer schreiben, auch wenn ich dann bei dir bin. Wir könnten reden, aber du schreibst mit anderen. Du kannst nicht umgehen mit mir. Nicht so. Du siehst mich und kannst nichts mit meinem Blick anfangen.
Ich geh nachhause und du schreibst mir, das du mich vermisst. Am liebsten würd ich das Handy weg schmeißen.
aber dann bist du traurig. Du sollst nicht traurig sein, aber ich will kein Hin und her. Ich will nicht mehr..

Ich will nicht mehr schreiben.
Es bringt nichts, nur Missverständnisse.
Immer willst du was klären, obwohl nichts ist. Nichts nur bedeutungslose Buchstaben.
Du tippst deine Wörter mit 100 Emotionen in dir, die ich nicht verstehen kann.
Wir streiten, wir halten Abstand um später neu zu beginnen. Ich bekomme Luft, denn von dir kommt nichts mehr. Ich bekomme Angst, denn von dir kommt nichts mehr, nur ein Status in dem du sagst "aus und vorbei".
Meine letzte Bitte an dich, ist das was ich immer will. Reden. Doch du fängst wieder an mit deinem Spiel. Bis unsere Freundschaft dann doch zerfiel..
Maria..

Es vergeht die Zeit, denn wir dachten man bräuchte Abstand. Abstand vom Streit und dem Druck. Ein Freund von uns sagt ständig "geht euch einen Ruck"
doch jetzt hat mich der Mut verlassen. Der Mut für uns zu hoffen. Schon so oft war ich an dem Punkt und auch wieder steh ich hier, das selbe Gefühl, der selbe Schmerz in meiner Brust.
Wir sind wir Fremde, Fremde die sich einmal wirklich mochten. Wir wollten uns verlieben, verlieben in einander. Doch jetzt haben wir uns verlaufen und stehen uns so gar nicht mehr nah. Wir waren so dumm und glaubten es wäre immer so einfach, ganz einfach.
Du schreibst mir, sogar mit Emojis, aber ich kann nichts mit ihnen anfangen. Du bist mir fremd geworden und woher soll ich wissen was davon echt ist? Sagst manchmal das was ich hören will, doch das will ich nicht hören. Verstehst du Baby?

Wir stellen uns oft doof an und oft lachten wir darüber. Wir lachten und sagten uns, das wir uns einfach mit Humor nehmen. Du fragst warum es nicht mehr so einfach ist? Weil es mehr wurde als ein kleiner Witz, es wurde mir ernst und real, doch du fühlst es anders. Sagtest mir ich nehme das nicht ernst, nehme dich nicht ernst.
Die Wahrheit ist, ich nehme dich ernster als mich, doch du glaubst mir nicht mehr.

Ein Freund sieht wie wir uns entknoten und versucht aus uns wieder eine schöne Schleife zu machen. Schließlich sind wir nicht in allem schon Erwachsen. Er sagte wir sind manchmal wie Kinder.. Naiv und unbeholfen. Er will uns helfen die Schleife neu zu binden, den Streit zu entknoten und den Knoten im Kopf zu lösen.
Wir haben geredet und geredet, es wurde ernster und ernster, lauter und lauter. Die Schlaufen lösten sich, sie wurden überstrapaziert, so wie unsere Nerven. Im nächsten Moment wurden wir Müde, so müde vom Schmerz den wir uns immer unbewusst zufügen. Daraus entstand irgentwie was schönes. Schon so oft waren wir erschöpft und halfen uns gegenseitig. Waren da, leider vergaßen wir das Gefühl durch den Abstand und unserer Unsicherheit. Es geschieht ganz automatisch, ich zeige das ich zuhören will, wirklich zu hören. Du hörst auf mir Vorwürfe zu machen und siehst mich wirklich. Siehst dass ich dir nichts böses will, dass ich nicht so hart bin wie es immer scheint. Ein Neuer Bund entsteht aus unserem Versprechen uns immer aufzufangen, also rennt diesmal keiner weg. Du bist hier und ich bin hier. Es ist ein ganz Neues Gefühl und das Beste.. es ist mit dir.
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