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A Perfect Wedding

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
Newt Scamander Porpentina "Tina" Goldstein
14.08.2020
14.08.2020
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Herzlich Willkommen zu meiner aller ersten (offiziellen) Harry Potter FF!
Wie man es wohl unschwer am Titel erkennen kann, ist das hier eine kleine Geschichte zu Newts und Tinas Hochzeit, welche sich die liebe Vanillahorse von mir gewünscht hat. Ich hoffe wirklich sie gefällt dir!!!
Character x Character ist ja nicht gerade das, was ich normalerweise schreibe, deshalb hoffe ich natürlich ich konnte es gut umsetzen. Am Anfang hatte ich einige Probleme in die Story reinzukommen, aber irgendwann lief es wie von alleine und ich hatte richtig Spaß! ^^

Ich wünsche euch denselben Spaß beim Lesen!

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A Perfect Wedding

"Ein perfekter Tag für eine Hochzeit im freien", singt Queenie vor sich hin, während sie zusammen mit ihrer Schwester aus dem kleinen Anwesen schreitet. Zusammen gehen sie über den bereits ausgelegten weißen Teppich, welcher vom Haus aus direkt zu einem kleinen Podest führt.

"Queenie warum stehen hier so viele Stühle? Newt und ich hatten doch gesagt wir wollen eine kleine Hochzeit", beschwert sich Tina als sie die Reihen von Stühlen links und rechts vom Teppich passiert, welche alle mit weißen Bändern und Blumen geschmückt sind. "Es sind doch nur ein paar", winkt Queenie ab. "Das nennst du ein paar? Unsere Familien und Freunde hätte gereicht", Tina merkt wie sie um einiges nervöser wird.

Natürlich freut sie sich darauf in nur wenigen Stunden die Frau von Newt zu sein, trotz allem gehen langsam die Nerven mit ihr durch. Da tragen die zusätzlichen Gäste, die sie nicht erwartet hat, auch nicht gerade dazu bei diese zu beruhigen. Wobei sie eigentlich hätte wissen müssen, dass Queenie sich nicht komplett an ihre Wünsche halten würde, so war ihre kleine Schwester nun einmal. Manchmal meint sie es einfach etwas zu gut.

Am Podest angekommen bleibt Tina stehen. Ihr Blick wandert über das kleine Podest, welches bis auf zwei große aufgestellte Blumensträuße an den hinteren Ecken leer ist. Hinter dem Podest steht ein großer Rosenbogen, um welchen sich schön drapiert weiße Rosen und Bänder ranken. Die grünen Blätter und Stiele der Blume helfen das ganze farblich ein wenig aufzulockern.

Tina atmet einmal tief durch. Es wird nicht mehr lange dauern und sie wird diesen Teppich hinunter gehen, an deren Ende Newt auf sie warten wird. Als sie dieses Szenario wie schon so oft in den letzten Tagen in ihrem Kopf durchspielt kann sie nicht verhindern, dass ein kleiner Schmerz ihre Brust durchzuckt.

Sie denkt an ihre Eltern, ihren Vater. Er sollte es eigentlich sein, welcher sie den Weg zum Altar begleitet. Sie beide sollten heute hier sein und sich für sie freuen. In Momenten wie diesen fühlt sich Tina wieder wie ein kleines Mädchen, welches gerade erst ihre Eltern verloren hat. Plötzlich legt sich ein Arm um ihre Schultern und zieht sie in eine enge Umarmung.

"Mom und Dad wären so stolz auf dich Teenie", Queenie hatte natürlich gehört was ihr durch den Kopf gegangen ist. "Ich bin mir sicher sie sehen uns heute zu und Dad wird beleidigt sein, dass Newts Bruder dich heute in deinem Hochzeitskleid zum Altar begleiten wird", sie kichert, doch auch in ihrer Stimme kann man die Trauer hören, auch wenn sie versucht sie zu verbergen.

Noch einen Moment halten sich die Schwestern fest, bis Queenie sich schließlich löst. "Na komm, wir sollten hinein gehen. Immerhin müssen wir langsam anfangen dich in eine Braut zu verwandeln." Jetzt ist Queenies Gesicht wieder am Strahlen und sie ist ganz in ihrem Element.

Bei diesem Enthusiasmus kann Tina nicht anders als ebenfalls zu Lächeln und sich dann bei ihrer Schwester einzuhaken. Zusammen schlendern die beiden zurück über den Teppich und hinein ins Anwesen. Dort werden sie gleich von Newts Mutter begrüßt, welcher dieses hübsche kleine Anwesen gehört.

Die Frau mit denselben etwas wilden hellbraunen Haaren wie Newt nimmt Tina in ihre Arme. "Es ist so schön euch zu sehen Mädchen." Auch Queenie zieht sie kurz darauf in eine Umarmung. Sie ist eine liebenswürdige ältere Hexe mit sonnengebräunter Haut durch die vielen Stunden, die sie draußen bei ihrer Hippogreifzucht verbringt und einem Lächeln, bei welchem man sich sofort Zuhause fühlt.

"Dann wollen wir doch gleich mal anfangen. Du wirst einfach wundervoll aussehen Tina", damit schiebt die ältere Hexe die Schwestern auch schon hoch in den ersten Stock. Oben angekommen bugsiert Newts Mutter die Beiden in ein großes Gästezimmer, welches bereits voller Sachen ist, welche Tina am Ende des Tages zu einer wunderhübschen Braut machen sollen.

Tinas Nervosität ist mit einem Schlag zurück. Plötzlich schwebt jedoch ein Sektglas vor ihr und irritiert nimmt sie es entgegen. Als sie sich zu den anderen beiden Hexen im Raum umdreht sieht sie Newts Mutter mit ihrem Zauberstab in der Hand. "Gegen die Nerven", Newts Mutter zwinkert Tina lächelnd zu. "Auf eine wunderschöne Hochzeit", damit prostet sie den Mädchen zu und diese tun es ihr gleich.

Nachdem die Gläser geleert sind fliegen sie zurück auf einen kleinen Beistelltisch in der Ecke des Raumes und füllen sich wie von selbst erneut mit der prickelnden Flüssigkeit. "Das Bad ist nun bereit Miss", ein Hauself kommt aus einer Seitentür, welche offenbar in ein Badezimmer führt. "Vielen Dank Daisy", Mrs Scamander wirft ihr ein Lächeln zu.

"Du solltest dich erst einmal in Ruhe waschen. Lass dir ruhig ein wenig Zeit und entspann dich", sagt sie nun an Tina gewandt. "Wir sind hier und bereiten schon einmal alles vor", Queenie drückt einmal die Hand ihrer Schwester und schiebt sie dann leicht in Richtung Badezimmer. "In Ordnung", damit schreitet Tina durch den Raum und betritt das Badezimmer.

Die große Badewanne in der Mitte des Raumes ist bereits gefüllt mit dampfendem Wasser und etwas, das von ihrer Position an der Tür so aussieht wie kleine Zweige. Tina tritt hinter einen Raumtrenner und entkleidet sich, bevor sie zu der Wanne geht und sich schließlich in das heiße Wasser gleiten lässt.

Augenblicklich merkt sie wie sich ihre Muskeln entspannen. Tina hatte gar nicht bemerkt wie angespannt sie eigentlich schon den ganzen Morgen ist. Aus den Augenwinkeln sieht sie wie ihre Kleidung vom Boden in die Luft schwebt und sich dann über den Raumtrenner hängt, bevor ein paar große Ohren an die Wanne treten.

"Kann ich Ihnen noch etwas bringen Miss?" Daisy, die Hauselfin, bleibt neben der Wanne stehen. "Nein, vielen Dank Daisy", antwortet Tina mit einem Lächeln. "Wenn sie doch etwas brauchen rufen Sie einfach." Nach einer kurzen Verbeugung ist Daisy auch schon disappariert.

Tina lässt sich noch ein Stückchen weiter in die Wanne gleitet, so dass ihre Schultern vom Wasser bedeckt sind. Sofort fängt ihre Nackenmuskulatur an sich ebenfalls zu entspannen. Genüsslich atmet Tina tief ein und stößt dann ihre ganze Anspannung mit einem Schwung wieder aus.

Sie würde die nächsten Stunden genießen und sich nicht mit ihrer Nervosität den Tag verderben. Sie ist schließlich Aurorin, da sollte sie auch die Nerven behalten können. Noch eine ganze Weile sitzt Tina in der Wanne und hängt ihren Gedanken nach, jedoch ist sie dabei sehr entspannt. Sicherlich tragen die kleinen Lavendelzweige im Badewasser auch ihren Anteil dazu bei.

Nachdem sie sich schließlich gewaschen hat und anschließend aus der Wanne steigt, um sich abzutrocknen, schwebt ihr sogleich ein flauschiger Bademantel entgegen. Mit Sicherheit das Werk von Daisy die sich im Hintergrund hält.

Als Tina schließlich zurück in das Gästezimmer kommt, ist es dort noch voller als zuvor. Vor allem fällt ihr der große Kleidersack auf, welcher ihr gegenüber an einer Schranktür hängt. "Ach Teenie, gut dass du fertig bist. Dann können wir gleich weiter machen!" Queenie kommt in den Raum gewuselt und trägt bereits ihr Kleid.

Es ist in einem hübschen rosa, mit lockeren halblangen Ärmeln aus Spitze und einem runden Ausschnitt und fällt ihr locker bis zu den Knieen. Ein fliederfarbenes Band um ihre Mitte lockert das Ganze ein bisschen auf. "Du siehst super aus Queenie", doch diese winkt das Kompliment nur weg.

"Heute geht es aber nicht um mich, sondern um dich und du wirst die hübscheste Person in ganz England sein, verlass dich darauf!", enthusiastisch lächelt Queenie ihre Schwester an. Von ihrem Enthusiasmus angesteckt fängt Tina an zu grinsen. "Ich verlasse mich auf dich." Mit einem breiten Grinsen drückt Queenie Tina also an den kleinen Schminktisch im Raum und fängt dann an um sie herum zu wuseln.

Gerade als Tina mit ihren Gedanken abschweifen will, kommt Newts Mutter wieder in das Zimmer. Auch sie ist bereits in ein hübsches Gewand gekleidet und bringt ein Tablett mit kleinen Sandwiches mit sich. "Du sollst ja nicht auf dem Weg zum Altar umkippen", amüsiert zwinkert sie Tina zu, woraufhin ihr Magen sich auch sofort meldet und Tinas Wangen leicht erröten.

Da sie bereits seit heute Morgen so aufgeregt ist, hat sie beim Frühstück so gut wie nichts herunterbekommen. Also nimmt sie sich sogleich eines der Sandwiches und beißt hinein. Es schmeckt köstlich und kurz darauf hat sie schon ein zweites in der Hand.

"Newt und Jacob sind vor einigen Minuten angekommen, sie machen sich ebenfalls fertig. Zum Glück ist auch Theseus bereits eingetroffen. Newt wirkt so nervös, er würde am Ende noch seinen Frack falsch herum anziehen", witzelt die ältere Hexe über ihren jüngsten Sohn. Augenblicklich schwirren die Schmetterlinge wieder durch Tinas Bauch bei der Erwähnung ihres Verlobten.

"Na dann sollten wir auch endlich anfangen", damit stellt sich Queenie hinter ihre Schwester und fängt an ihre Haare mit einer Bürste zu bearbeiten. Newts Mutter fängt währenddessen an Tina zu schminken, wenn auch nur dezent.

Natürlich könnte man das alles auch mit einem kurzen Wink mit dem Zauberstab machen, aber auf diese Art ist es doch etwas persönlicher. Tina lässt die beiden machen und schließt die Augen. Schon kurz darauf driften ihre Gedanken zu dem Tag an welchem Newt ihr den Antrag gemacht hat.

Es war an einem schönen Sommertag im August. Queenie und Jacob kamen das glücklich zusammenlebende Paar in London besuchen und Newt hat vorgeschlagen Picknicken zu gehen. Weshalb es die vier am Ende an einen Strand verschlagen hat. Tina hat einen Spaziergang den Strand hinunter gemacht und Newt hat sich kurze Zeit später zu ihr gesellt, nur um ihr kurz darauf seinen Antrag zu machen. Natürlich hat Tina diesen sofort angenommen, nichts hätte sie in diesem Augenblick glücklicher machen können.

Plötzlich wird sie von Queenie aus ihren Erinnerungen gerissen. "Genau so ein Lächeln will ich nachher auch sehen." Tina schlägt ihre Augen auf und sieht sich im Spiegel des Schminktisches an. Auf ihren Lippen hat sich ein breites Lächeln gebildet, ohne dass sie es selbst gemerkt hat. Kurz fängt Queenie ihren Blick durch den Spiegel auf - natürlich hat sie genau mitbekommen an was ihre Schwester gerade gedacht hat - lächelt ihr zu und konzentriert sich dann wieder auf Tinas Frisur.


Newt und Jacob sind mittlerweile fertig umgezogen und halten sich nun im Erdgeschoss des kleinen Anwesens auf. Nervös zupft Newt immer wieder an seinem Frack und seinen Ärmeln herum. Glücklicherweise brauchte er nicht die Hilfe seines Bruders, um sich korrekt zu kleiden, doch nervös ist er trotzdem.

Am liebsten würde er sich mit seinen Geschöpfen ablenken, doch dies wurde ihm verboten. Nicht dass er am Ende noch seine Hochzeitskleidung verdreckte. Nicht einmal zu den Hippogreifen seiner Mutter durfte er hinaus gehen. Jacob hat schon so einige Male versucht ihn zu beruhigen, doch viel gebracht hat dies bis jetzt nicht.

In diesem Moment zeigt Jacob ihm die Hochzeitstorte, welche er eigenhändig für seine Freunde gebacken hat. Sie hat mehrere Stockwerke und ist von einer Masse aus Marzipan und Zuckerguss überdeckt.

Gerade fängt Jacob an ihm zu erklären welche unterschiedlichen Schichten die Torte hat, doch Newts Aufmerksamkeit schweift schon ab. Von draußen sind bereits einige Stimmen zu hören und er drückte sich davor zu ihnen nach draußen zu gehen, um sie zu begrüßen. Er stand nun mal noch nie gerne im Rampenlicht.

"Fantastisch nicht wahr Newt?", Jacob beendet sein Selbstgespräch und sieht Newt begeistert an. Dieser sieht nur etwas überrascht zurück, nickt dann jedoch und fügt nervös lächelnd ein "Wirklich fantastisch" hinzu.

Jacob merkt sofort, dass sein Freund ihm nicht zugehört hat, kann ihm aber auch nicht böse sein. Immerhin sieht man ihm seine Nervosität sichtlich an. Er will gerade noch etwas sagen, in dem Versuch die Nerven seines Freundes zu beruhigen, als er sieht wie sich im Nebenraum von selbst ein kleines Büfett aufbaut, um den kleinen Hunger vor der Veranstaltung zu stillen.

"Oh Newt sieh mal, Sandwiches. Es macht dir doch nichts aus, wenn ich mir mal eben ein oder zwei hole, oder?", Jacobs Blick wandert zwischen den Platten voller Sandwiches und Newt hin und her. "Nein nein geh ruhig", das lässt Jacob sich nicht ein zweites Mal sagen und Newt bleibt allein zurück.

Nervös schweift sein Blick durch das ihm aus Kindertagen so vertraute Zimmer, bis es schließlich an einem großen Spiegel hängen bleibt. Er betrachtet sein Spiegelbild in dem so ungewohnten Gewand. Newt findet ihm steht diese Kleidung nicht wirklich. Am liebsten hätte er gar keinen großen Aufriss gemacht, nur eine kleine Feier. Aber die Schwester seiner Verlobten ließ sich nicht bremsen und wenn es Tina am Ende glücklich machen würde, dann würde er alles über sich ergehen lassen, was da auch kommen mochte.

Bei dem Gedanken an Tina schleicht sich ein Lächeln auf seine Lippen. Unbewusst stellt er sich etwas gerader hin und besieht sich dann noch einmal im Spiegel. Er trägt einen schwarzen Frack über einer grauen Weste und einem weißen Hemd. Um seinen Hals ist eine cremefarbene Fliege gebunden und an seiner Brusttasche ist eine weiße Lilie befestigt, wie sie auch in der restlichen Hochzeitsdekoration zu finden ist.

Freundschaftlich klopft jemand Newt auf die Schulter und dieser zuckt zusammen. Er hat niemand näherkommen hören und auch nicht im Spiegel gesehen. "Nervös Bruder?", erklingt da die Stimme Theseus neben Newt. Seine Anspannung verfliegt und er nickt seinem Bruder zu.

Theseus lächelt ihn stolz an und klopft ihm noch zwei Mal auf die Schulter. "Du hast dir eine großartige Frau ausgesucht Newt. Ich freu mich für dich", daraufhin zieht er seinen kleinen Bruder in eine Umarmung. Zwar ist Newt immer noch nicht wirklich ein Freund von solchen brüderlichen Zuwendungen, jedoch lässt er es über sich ergehen und erwidert die kurze Umarmung.

"Du solltest deine Gäste begrüßen, es wird nicht mehr lange dauern", da er seinen kleinen Bruder kennt, bugsiert Theseus Newt einfach nach draußen wo sich schon einige Gäste versammelt haben. Auch wenn Newt sich nicht gerade freut von seinem Bruder nach draußen geschleift zu werden, ist er ihm trotzdem dankbar, dass er an seiner Seite bleibt und die meisten Gespräche übernimmt.

Gerade als sie sich von einem Gespräch mit ihrer Tante losreißen können, kommt Newts Assistentin Bunty auf sie zu. "Mr. Scamander, Sir", sie sieht Theseus dabei an, nachdem sie Newt nur ein kleines Lächeln schenkt. "Es ist Zeit", damit verschwindet sie in Richtung des Anwesens.

Mit einem Schlag ist Newts Nervosität zurück. Theseus schlägt ihm noch einmal freundschaftlich auf die Schulter. "Ich werde sie wohlbehalten bei dir abliefern", nach einem kleinen Zwinkern verschwindet auch er in Richtung des Anwesens.


Staunend sieht Tina in den Spiegel. Ist das wirklich sie, die dort aus dem Spiegel zurücksieht? Queenie und auch Newts Mutter haben ganze Arbeit geleistet, um sie zurecht zu machen. Tina steckt nun in ihrem weißen Hochzeitskleid und dreht sich ein bisschen nach links und rechts, um sich genau zu betrachten.

Bis zu ihrer Brust ist das Kleid aus normalem weißem Stoff, doch alles darüber besteht aus Spitze. Die Spitze läuft an ihrem Hals zu einem Kragen zusammen und zieht sich dann als enge Ärmel bis zu ihren Handgelenken. Von der Brust bis zur Hüfte liegt das Kleid eng am Körper und fällt dann locker bis zum Boden, gerade so, dass es nicht über den Boden schleift und ihre Schuhe ein Stück sichtbar sind. Es ist ein wirklich hübsches Kleid und genau nach Tinas Vorstellung, sodass es nicht zu viel Haut zeigt.

Überwältigt steht Tina noch immer vor dem Spiegel als ihre Schwester wieder zu ihr tritt und ihr von hinten die Hände auf die Schultern drückt. "Du siehst wunderbar aus Teenie." Lächelnd legt Tina eine Hand auf die von Queenie. "Das habe ich dir zu verdanken." Einen Moment stehen die Schwestern nur da und sehen sich durch den Spiegel an.

"Ich habe noch eine Kleinigkeit für dich", fällt da Queenie ein und löst sich von ihrer Schwester. Sie geht zu einem Tischchen im Raum und nimmt eine kleine schwarze Schatulle in die Hand, mit welcher sie zurück zu Tina geht. Gespannt sieht Queenie Tina an, als sie den Deckel der Schatulle öffnet.

Tina erkennt die Ohrringe sofort, welche feinsäuberlich auf dem Samtkissen im inneren der Schatulle liegen. "Das sind Moms Ohrringe", flüstert Tina. "Ich dachte mir, heute wäre doch ein perfekter Tag, um sie zu tragen. Es bringt doch niemanden etwas, wenn sie nur verstaubt in der Ecke liegen", sagt Queenie fröhlich, da sie erfreut über Tinas Reaktion ist, und nimmt die Ohrringe heraus um sie Tina anzustecken.

Diese betrachtet sich erneut im Spiegel und am liebsten würde sie anfangen zu weinen, da die Emotionen gerade etwas mit ihr durchzugehen drohen. "Nichts da Tina! Du wirst nicht unsere ganze Arbeit zunichtemachen!", warnt ihre Schwester sie, woraufhin diese anfängt zu lachen und die aufgestiegenen Tränen weg blinzelt.

"Schon gut schon gut." In diesem Moment kommt Newts Mutter erneut in den Raum. Schon die ganze Zeit ist sie am hin und her wuseln, um überall im Haus nach dem Rechten zu sehen. In der Hand hält sie einen silbernen Reif.

"Dieser Reif ist schon seit Generationen in dem Besitz meiner Familie und es heißt er soll Glück in der Ehe bringen. Ich hoffe dieses Glück wird er euch auch bringen", sie hält Tina den Reif entgegen, damit sie ihn betrachten kann. Den Reif bilden mehrere kleine Eulen, die hintereinander fliegen und es sieht fast so aus als würden sie wirklich mit den Flügeln schlagen.

"Er ist wirklich schön", haucht Tina. "Lass mich ihn dir anstecken", damit Newts Mutter den Reif besser befestigen kann, setzt Tina sich erneut vor den Schminktisch. In diesem Zug wird ihr auch gleich der Schleier angesteckt, welcher unteranderem von dem Reif gehalten wird. Ihr nun leicht gewellter Bob verschwindet unter dem Schleier, welcher ihr bis zur Hüfte geht und ihre Arme umspielt.

"Jetzt ist es fast so weit", lächelnd steht Newts Mutter hinter Tina und betrachtet sie durch den Spiegel. "Etwas Altes, etwas Neues und etwas Geborgtes. Jetzt fehlt nur noch etwas Blaues." Die alten Ohrringe ihrer Mutter, das neue Brautkleid und der geborgte Reif von Newts Mutter. Diese war es auch, die auf diesen englischen Brauch bestanden hat.

"Keine Sorge, ich habe daran gedacht", Queenie wühlt kurz in einer der Taschen und hält dann ein blaues Strumpfband in die Höhe. Kurz hebt sie das Kleid an und schiebt das Strumpfband dann an Ort und Stelle, bevor sie das Kleid wieder über Tinas Beine fallen lässt.

"Oh ich sollte mich vermutlich auch fertig machen. Ich bin sofort wieder da", fällt Queenie dann auf und huscht schnell aus dem Raum, um sich in einem anderen Gästezimmer zu Ende herzurichten. "Ich kann es kaum erwarten, bis du wirklich meine Schwiegertochter bist", setzt Newts Mutter nach einer kurzen Stille an.

"Ich hatte schon fast aufgegeben, dass mein Sohn jemanden findet mit dem er Sesshaft werden möchte", lacht sie daraufhin und auch Tinas Lippen ziert ein Lächeln. "Ich glaube wir beide hätten es uns nicht vorstellen können, als wir uns damals in New York trafen."

Kurz denkt Tina zurück an die erste Begegnung von ihr und Newt, als sie ihm aus der Bank gefolgt ist und ihn dann zum MACUSA gebracht hat, weil er Jacob nicht obliviiert hat. Bei dieser Erinnerung wird ihr Lächeln noch ein bisschen breiter. Seitdem ist einiges passiert und Tina ist wirklich glücklich schon bald den Rest ihres Lebens mit Newt verbringen zu können. Ganz offiziell als Mann und Frau.

Lange sind die beiden Frauen nicht allein, denn Queenie kommt schon wieder ins Zimmer - nun fertig gekleidet. Zu ihrem rosa Kleid schmiegt sich jetzt eine lange cremefarbene Perlenkette um ihren Hals und ihre Füße befinden sich in ebenso cremefarbenen Pumps. Ihre Haare sitzen fast so wie immer, nur wurde auf der einen Seite eine hübsche rosafarbene Blume angesteckt.

"Dann lasst uns hinunter gehen", Newts Mutter geht voran aus dem Zimmer und dann die Treppe hinunter. Aus der Eingangshalle kann man bereits die Gäste hören, die alle draußen sind und sich unterhalten. Newts Mutter verschwindet kurz, um das Signal zu geben, dass sie bereit sind.

Jacob ist der erste der zu ihnen stößt. "Wow", bringt er nur heraus als er die beiden Schwestern sieht. "Danke, wie süß von dir Darling", sagt Queenie fröhlich, die seine Gedanken gelesen habt. Sie löst sich von der Seite ihrer Schwester und stellt sich neben Jacob. Jetzt fällt Tina auf, dass Jacobs Kleidung farblich auf das Kleid von Queenie abgestimmt wurde.

Neben einem schwarzen Anzug und einem weißen Hemd trägt er eine cremefarbene Weste. Sein als Krawatte gebundenes Halstuch und das Einstecktuch haben denselben Rosaton wie Queenies Kleid. Da Jacob der Trauzeuge von Newt ist und Queenie die von Tina werden die beiden zuerst gemeinsam den Weg zum Altar beschreiten, bevor ihnen Tina folgen wird.

Da kommt Newts Mutter bereits wieder aus einem Nebenraum. Vor sich her schweben lässt sie zwei Blumensträuße und hinter ihr kommt ein Mann in den Raum, welcher ein großes Kameragestell trägt. "So meine Hübschen, dann lasst uns schon mal ein paar erste Fotos schießen", sagt Newts Mutter fröhlich.

Der Kameramann nickt den Anwesenden einmal zu und baut dann sein Gestell auf. Die Blumensträuße fliegen auf die beiden Mädchen zu. Queenies ist nur ein kleines Bouquet bestehend aus weißen und vereinzelten rosa Rosen. Tinas Strauß hingegen besteht aus einem wunderschönen Bouquet aus weißen Rosen und Lilien, welche durch das Begleitgrün etwas aufgelockert werden. Von vorne sieht es so aus, als würde der Strauß etwas nach unten fließen.

"Na kommt Mädchen, ihr seid als erste dran", Newts Mutter winkt die Schwestern zu sich und drapiert sie so hin, wie sie sie haben möchte. Die Beiden sagen nichts, sondern Lächeln nur. Als sie dann nebeneinander stehen, hakt sich Queenie bei ihrer Schwester unter. Die Schwestern lächeln dem Kameramann entgegen, der gibt ein kurzes Zeichen und nach einem kurzen grellen Blitz ist das Bild schon gemacht.

In verschiedenen Kombinationen stehen die Anwesenden vor der Kamera und lassen sich ablichten. Tina versteht nicht ganz warum jetzt schon die ganzen Fotos geschossen werden, immerhin werden die gleichen Bilder nach der Trauung noch einmal zusammen mit Newt aufgenommen, aber Tina beschwert sich nicht, sondern lässt ihrer Schwiegermutter in spe diese Freude.

Während die Fotos gemacht wurden, ist auch Theseus zu ihnen gestoßen. Er ist derjenige der Tina heute zum Altar begleiten wird. Da nicht nur Tinas Vater, sondern auch der von Newt bereits verstorben ist, war Theseus die beste Wahl für diese Aufgabe. Über die Bitte seines Bruders und dessen Verlobten hat er sich sehr gefreut und natürlich sofort zugestimmt.

"Dann lasst uns beginnen!", freudig blickt Newts Mutter einmal in die Runde und verschwindet dann nach draußen, um allen nun wirklich zu zeigen, dass es los geht. Jacob bietet Queenie seinen Arm an und diese hakt sich vergnügt bei ihm ein und zusammen gehen sie schon einmal bis zur Tür, welche in den Garten führt.

Auch Theseus hält seiner schon bald Schwägerin lächelnd seinen Arm entgegen, nachdem er ihr den Schleier vor das Gesicht gelegt hat. Mit einem etwas gequälten Lächeln hakt sich Tina bei ihm ein. Die Nervosität ist zurück und nun noch heftiger als zuvor. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Am anderen Ende des Weges wartet Newt auf sie. Stockend atmet Tina aus.

Queenie, die natürlich Tinas Gedanken gehört hat, dreht sich zu ihrer Schwester um, die nun hinter ihr steht. "Ach Teenie. Keine Sorge, alles wird gut werden", sie drückt Tinas eine Hand und lächelt ihr aufmunternd zu. "Das wird schon!", versucht auch Jacob ihr zuzusprechen. Dankbar lächelt Tina, aber ihre Nervosität bleibt.

Da setzt auch schon von draußen die Musik ein und die Türen schwingen auf. Queenie und Jacob drehen sich nach vorne und schreiten dann langsam den Weg über den Teppich zum Altar hinunter. Tina versucht noch einige Male tief Luft zu holen und sich so zu beruhigen. Da legt sich eine warme Hand auf ihren Arm, welcher den von Theseus fest umklammert. Sie sieht zu Theseus hinauf, welcher sie nur anlächelt.

"Keine Sorge, Newt ist genauso aufgeregt wie du." Daraufhin zieht Tina nur die Augenbrauen zusammen und sieht nach draußen. "Ich weiß nicht, ob mich das wirklich beruhigt." Theseus kann nicht anders und fängt leise an zu lachen. "Nein, wahrscheinlich tut es das nicht. Aber er kann es gar nicht erwarten mit dir dort vorne zu stehen", beruhigend tätschelt er Tinas Arm, die langsam ihren Griff lockert, sodass sie sich nicht mehr festkrallt.

"Weißt du, ich bin dir wirklich dankbar", Tinas Blick wandert fragend zu ihrem Begleiter. "Dafür, dass du ihn so glücklich machst", fügt er lächelnd hinzu und sieht dann nach draußen. "Ich habe mir ein wenig Sorgen um ihn gemacht. Wie das wohl so ist, als das älteste Kind." Tina muss schmunzeln, immerhin versteht sie ihn in diesem Aspekt ganz gut. "Ja, das ist wohl üblich."

"Aber ich weiß, dass er bei dir in guten Händen ist", er drückt noch einmal kurz ihre Hand, bevor er sich schließlich in Bewegung setzt. Tina hat keine andere Wahl und schreitet zusammen mit Theseus aus dem Anwesen hinaus.

Sie versucht die Menschen, die in den Stuhlreihen stehen und sie ansehen zu ignorieren. Ihre Augen sind nach vorne gerichtet, wo ihr Blick erst zu Queenie wandert, die auf der linken Seite steht und sie anlächelt und dann nach rechts zu Newt schweift.

Ihr Herz fängt plötzlich wie wild an zu klopfen und ein schüchternes, jedoch breites Lächeln ziert ihre Lippen. Newt steht am Altar und sieht ihr ebenso schüchtern lächelnd entgegen. Sobald sich ihre Blicke kreuzen, können sie den Blick nicht mehr voneinander lösen. Der Rest des Weges dauert Tina schon fast zu lange und sie ist erleichtert, als Theseus ihre Hand endlich an seinen Bruder übergibt.

Dieser sieht sie liebevoll an und drückt ihre Hand, die nun in seiner liegt. Dabei bemerkt Tina, dass seine Hand leicht zittert. Mit einem ebenso liebevollen Blick erwidert sie den Druck seiner Hand, was ihn etwas entspannen lässt. "Du siehst wunderschön aus", flüstert er, sodass nur sie es hören kann. "Danke", flüstert sie mit klopfenden Herzen zurück.

Bevor Newt sie die kleine Stufe zum Podest hochführen kann, dreht Tina sich noch einmal kurz nach Theseus um. Dieser stellt sich gerade neben seine Mutter in die erste Reihe. Da fällt ihr das Bild auf, welches auf dem Stuhl gleich neben Newts Mutter aufgestellt wurde.

Ihre Eltern blicken ihr entgegen und winken ihr zu. Tina muss die Tränen unterdrücken, die aufsteigen wollen, als sie ihren Eltern ebenfalls zu lächelt. Dabei drückt sie Newts Hand etwas sehr fest, doch dieser streicht nur beruhigend mit seinem Daumen über ihren Handrücken, als er sie die Stufe auf das Podest begleitet.

Dankbar sieht Tina ihre Schwester an, denn sie weiß, dass es Queenie war, die für das Bild ihrer Eltern gesorgt hat, sodass sie auf gewisse Art und Weise doch bei der Hochzeit ihrer Tochter dabei sein können.

Erst als Tina sich schließlich nach vorne wendet, fällt ihr der, in einen schicken Anzug gekleidete, Mann auf, welcher vor ihr und Newt steht. Sie war bisher einfach zu sehr auf Newt fixiert, um ihn zu bemerken. Er gehört zum Zauberei Ministerium und arbeitet in der Abteilung, welche für Hochzeiten und Eheregistrierungen zuständig ist. Er lächelt Newt und Tina an und als er die Aufmerksamkeit der beiden hat, bedeutet er den Gästen sich zu setzen.

"Verehrte Anwesende, wir sind heute hier zusammengekommen, um der Eheschließung zwischen dieser Hexe und diesem Zauberer beizuwohnen“, fängt der Beamte mit seiner Rede an. Tina ist viel zu nervös, um sich komplett auf die Rede zu konzentrieren. Nur am Rande bekommt sie mit wie er etwas zu der Geschichte von Newt und ihr erzählt, bis er schließlich langsam zum Ende und somit zu den wirklichen wichtigen Dingen kommt.

Aufgeregt drückt Tina wieder Newts Hand, welcher den Druck sogleich erwidert. Der Beamte gibt ein kleines Zeichen und Queenie tritt mit einem breiten Lächeln an ihre Schwester heran, um ihr den Brautstrauß abzunehmen. Nachdem Tina diesen abgegeben hat, drehen sie und Newt sich einander zu und halten sich jetzt an beiden Händen, während sie sich lächelnd in die Augen sehen.

"Und so frage ich Sie, Newton Artemis Fido Scamander, nehmen Sie die hier anwesende Porpentina Esther Goldstein zu Ihrer Frau und versprechen Sie, ihr die Treue zu halten in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, und sie zu lieben, zu achten und zu ehren, bis dass der Tod Sie scheidet? So antworten Sie mit: Ja, ich will."

Der Beamte sieht Newt an, dieser wendet seinen Blick aber nicht von Tina ab. "Ja, ich will", sagt er mit einem breiten Lächeln und drückt Tinas Hände. Diese erwidert den Druck und schenkt ihm ein ebenso bezauberndes Lächeln. Der Beamte nickt lächelnd und wendet sich dann Tina zu.

„Und so frage ich auch Sie, Porpentina Esther Goldstein, nehmen Sie den hier anwesenden Newton Artemis Fido Scamander zu Ihrem Mann und versprechen Sie, ihm die Treue zu halten in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, und ihn zu lieben, zu achten und zu ehren, bis dass der Tod Sie scheidet? So antworten Sie mit: Ja, ich will.“

Auch Tina wendet sich dem Beamten nicht zu, sondern sieht nur lächelnd zu Newt hoch. „Ja, ich will“, sagt sie mit so viel Kraft in der Stimme, dass es keinen Zweifel an ihren Gefühlen lässt. Falls es überhaupt möglich ist, strahlen Newts Augen in diesem Moment noch mehr Liebe aus als zuvor, als er auf Tinas Worte hin ihre Hände ein weiteres Mal drückt.

„Ich bitte Sie nun zum Zeichen Ihrer Liebe Ihre Ringe zu tauschen und damit das Gelöbnis vor allen Anwesenden rechtsgültig zu machen.“ Auf dieses Stichwort hin wendet sich die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf den Teppich, über welchen gerade ein Abraxaner Fohlen stolziert.

Im Hintergrund sieht man noch Bunty, die sich darum gekümmert hat, dass das Fohlen auf seiner Position ist und rechtzeitig losläuft. Auf dem Kopf des stolzen Tieres liegt ein schön geflochtener Blumenkranz aus weißen Rosen und auf seinem Rücken, dort sitzt Newts Niffler und zwar mit dem Kissen, auf welchem die glänzenden Eheringe liegen.

Bei dem Anblick hebt Newt dann doch die Augenbraue. Ob es eine gute Idee war dem Niffler diese Aufgabe zu geben? Am Ende würden sie die Ringe nicht ohne eine der sonst so üblichen Hetzjagten bekommen. Tina kann über dieses Bild vor ihr jedoch nur leicht Lachen, was auch Newt ein wenig entspannt.

Als das Tiergespann näher kommt kann das Brautpaar den nervösen Blick des Nifflers erkennen, der sich deutliche Mühe gibt nicht einfach die Ringe in seine Bauchtasche zu stopfen und zu verschwinden. Das Abraxaner Fohlen hält seitlich vor dem Podest, sodass der Niffler direkt vor Newt und Tina sitzt.

Jetzt können die beiden auch sehen, dass dem Niffler eine Fliege umgebunden wurde, woraufhin beide nur Lächeln können, da es ein süßes Bild abgibt. Jacob geht die Stufe herunter, um dem Niffler das Kissen abzunehmen. Er streckt ihm die Hände entgegen, zum Zeichen er soll ihm das Kissen überreichen.

Es dauert eine Weile, da der Niffler immer wieder Jacob das Kissen entgegenstreckt, es dann aber doch wieder zu sich zurückzieht. Am Ende schafft er es schließlich doch, was wohl aber auch daran liegt, dass Jacob ihm zwei Goldstücke entgegenhält. Mit einer Hand nimmt Jacob das Kissen und mit der anderen übergibt er dem Niffler die Goldstücke.

Glücklich sitzt dieser auf dem Rücken des Abraxaner Fohlens, welches jetzt umdreht und zurück zu Bunty trabt. Jacob tritt mit dem Kissen vor seine Freunde und grinst, während Newt ihm einen anerkennenden Blick zuwirft. "Ich habe halt einiges von Newt gelernt", sagt er mit einem Augenzwinkern.

Newt nimmt als erstes einen der Ringe in die Hand. Lächelnd zieht er sanft Tinas linke Hand zu sich und steckt ihr den Ehering an den Ringfinger, bevor er sich vorbeugt und den Ring an ihrem Finger küsst. Tina macht es ihm nach. Sie nimmt den zweiten Ring, schiebt ihn Newt auf den linken Ringfinger und küsst ihn danach.

Im Anschluss fassen ihre gestreckten linken Arme ineinander, sodass sie das Handgelenk des jeweils anderen festhalten. Jacob ist mittlerweile zurück in den Hintergrund getreten, sodass auch jeder Anwesende diesen Moment mitverfolgen kann.

Der Beamte holt seinen Zauberstab hervor und tippt mit der Spitze einmal Tinas und einmal Newts Handgelenk an, woraufhin sich von beiden Handgelenken Lichtfäden abheben, eine Visualisierung ihrer Magie. Auf einen Wink mit dem Zauberstab verweben sich die Fäden miteinander und somit auch ihre Magie, nun nicht mehr zwei einzelne, sondern eine gemeinsame.

"Kraft meines Amtes erkläre ich Sie nun zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut nun küssen." Lächelnd tritt der Beamte einen Schritt zurück, während Newt vorsichtig Tinas Schleier anhebt und ihr über den Kopf legt. Schüchtern aber unglaublich glückselig lächelnd beugt Newt sich dann zu Tina hinunter und küsst sie.

Die Anwesenden fangen an zu klatschen und von einigen sind Glückwunsch-Rufe zu hören, doch Newt und Tina sind gerade in ihrer eigenen Welt. Sie werden erst herausgerissen, als Blütenblätter auf sie niederregnen. Überrascht sehen die beiden nach oben und dort auf dem Rosenbogen sitzen Pickett und einige seiner Bowtruckle Freunde und lassen die Blüten auf das frisch vermählte Paar regnen.

Dieses Bild lässt das Brautpaar lächeln und Tina wirft den Tierwesen einen Kuss zu. Dann tritt Queenie auf ihre Schwester zu. Als Tina sich zu ihr umdreht, zieht ihre Schwester sie in eine feste Umarmung. "Herzlichen Glückwunsch Teenie, ich freu mich sooo sehr dich so glücklich zu sehen. Ich wünsche dir alles Gute!" Queenie schiebt ihre Schwester ein Stück weg und gibt ihr einen Kuss auf die Wange. "Danke Queenie. Für alles." Auch Tina gibt ihrer Schwester einen kurzen Kuss auf die Wange.

Währenddessen gratuliert Jacob seinem Freund mit einem freundschaftlichen Klaps auf den Oberarm. "Glückwunsch Newt!" "Vielen Dank Jacob." Die beiden Trauzeugen tauschen kurz die Plätze und gratulieren dem jeweils anderem Teil des Baupaares, bevor Queenie Tina wieder ihren Brautstrauß in die Hand drückt.

"Wenn ich bitten darf Mrs. Scamander", mit einem unbeschwerten Grinsen hält Newt seiner Frau den Arm hin. Tina erwidert das Grinsen und hakt sich mit ihrem freien Arm bei ihrem Mann ein. "Sehr gerne Mr. Scamander." Damit gehen die Beiden den Pfad zurück zum Anwesen und lassen sich dabei von den Gästen beglückwünschen.

Die Feierlichkeiten sind zwar noch lange nicht zu Ende, doch Tina ist sich sicher, glücklicher als jetzt kann sie nicht mehr werden. Immerhin ist sie nun als Newts Frau an seiner Seite und was könnte sie sich mehr wünschen.

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Das war es auch schon. Ich hoffe euch hat meine kleine Hochzeitsstory gefallen!
Und falls sich jemand wundern sollte, in England werden die Eheringe an der linken Hand getragen, nicht so wie bei uns.

Bis dann, Chocola~
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