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DeAged Troubles

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Eri Himiko Toga Hizashi Yamada / Present Mic Izuku Midoriya Shouta Aizawa / Eraserhead Touya Todoroki / Dabi
13.08.2020
13.01.2022
72
148.523
24
Alle Kapitel
106 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.11.2021 2.353
 
Hallo ihr Lieben! ^__^

Ich möchte euch für eure bisherige Unterstützung und dafür, dass ihr diese FF lest, einmal danken! Glaube, das sage ich nicht oft genug! Also: Danke fürs Lesen, Kommentieren, Voten, Empfehlen, Favorisieren, etc. <3

Viel Spaß beim Lesen des neuen Kapitels!  ^__^

lg Tina

~*~*~*~*~

Nachdem Hizashi die neugierigen Gemüter seiner Klassenkameraden soweit befriedigt hatte, half Hitoshi dem Blondschopf dabei, den schlafenden Shota auf seinen Rücken zu hieven, damit sie ihn in sein Zimmer bringen konnten. Der Dunkelhaarige war, nachdem er kurz zuvor noch mit ihnen geredet hatte, wieder so tief und fest eingeschlafen, dass er keinen Mucks von sich gab, als Yamada seine Arme um seinen Hals warf und ihn aus dem Raum trug, als wäre Aizawa ein Rucksack. Eri trottete ihnen hinten nach und wollte ihnen nicht mehr von der Seite weichen. Immerhin hatte sie zuvor doch versprochen, auf Shota aufzupassen und das nahm sie furchtbar Ernst.

Im Zimmer des jungen Undergroundheros ließ Yamada den Schlafenden sanft auf sein Bett fallen. „Und nun suchen wir in einem freien Zimmer nach ner Matratze für dich!“, beschloss der Blondschopf an Hitoshi gewandt, „Eri passt erstmal auf Sho auf, damit ihn keine Bettwanze in den Po kneift.“ Bevor der Violetthaarige Widerworte geben konnte, packte Hizashi ihn am Arm und zog ihn aus dem Raum. Für Yamada stand es außer Frage, dass Shinsou heute bei ihnen übernachten würde. Ein Matratzenlager in Aizawas Zimmer war genau das, was sie alle nach so einem Tag brauchten. Er würde ganz bestimmt nicht zulassen, dass Hitoshi zurück in sein Wohnheim musste, und dort den dämlichen Mobbern ausgesetzt wurde. Shota würde das bestimmt auch nicht wollen.

Zwei Matratzen und ein paar geliehene Klamotten später waren auch die beiden Jungs und Eri fertig fürs Bett. Shinsou war dem jungen Voicehero verdammt dankbar, dass er die Nacht über bei ihnen verbringen konnte. Ohne darum Bitten zu müssen, hatte Yamada einfach beschlossen, eine kleine Pyjamaparty abzuhalten. Vor allem Eri fand das toll, weil sie mit dabei sein durfte und sich sofort an Aizawa kuschelte.

Obwohl sich Hitoshi im ersten Moment ein wenig unwohl dabei gefühlt hatte, gemeinsam mit seinen Lehrern so viel Zeit zu verbringen, fand er mittlerweile Gefallen daran und erachtete die beiden tatsächlich als seine Freunde. Auch wenn er bereits seit ihrer Planung zur gemeinsamen Agentur darüber nachgedacht hatte, wie schräg es werden könnte, sollten die beiden erst einmal wieder Erwachsene werden, hatte sich dieses Problem wohl nun ebenso in Luft aufgelöst. Immerhin waren Shota und Hitoshi Cousins. Sie waren eine Familie, auch wenn sich das ebenso momentan noch so unwirklich anfühlte. Wer hätte jemals angenommen, dass es tatsächlich eine Verbindung zwischen Aizawa und ihm gab und Todoroki nicht nur fantasierte. Was hätte der Junge nur dazu gesagt, wenn sie ihnen nicht nur von den Geschehnissen um Mister Blaster, sondern auch von dem plötzlichen Auftritt ihrer Tante erzählt hätten? Doch Shinsou war froh darüber, dass Yamada dieses Detail ausgelassen hatte, denn sonst wären sie nie so einfach aus dem Zimmer gekommen. Außerdem wusste der Violetthaarige noch nicht einmal, ob es Aizawa auch recht gewesen wäre, wenn sie davon erzählt hätten. Am nächsten Tag würden sie hoffentlich darüber reden können, sobald Shota wieder wach und bei Kräften war.

Hitoshi war jedoch viel zu aufgeregt, um zu schlafen, weswegen er die halbe Nacht an seinem Smartphone verbrachte, um die Zeit tot zu schlagen. Er brauchte zum Glück meist weniger Schlaf als ein normaler Mensch, was vermutlich auch an seinen Genen und vor allem an der Macke seines Vaters lag. Der brauchte so gut wie gar keinen Schlaf. Seine Gedanken wanderten ständig zu seinem alten Herren, der ihm so viel verheimlicht hatte, was seine Familie und Herkunft betraf. Was würde er nur sagen, wenn er erst herausfand, dass seine verlorene Schwester einen Sohn hatte, der Hitoshi zu einem Helden ausbildete? Nut gut, dass er ihm von vornherein gar nichts von dem Training mit Aizawa erzählt hatte. Vermutlich würde er ausflippen!

Als der Morgen langsam dämmerte, regte sich Shota vorsichtig auf dem Bett und streckte sich. Der Dunkelhaarige fühlte sich gerädert, obwohl er stundenlang geschlafen hatte. Vermutlich war er allerdings vom vielen Schlafen so müde, weswegen er sich langsam aufsetzte und versuchte, seine Augen zu öffnen.

„Das sieht echt übel aus“, kommentierte Hitoshi, der sich aufgesetzt hatte, sobald er bemerkte, dass Aizawa aufgewacht war. Sein Blick glitt über das Gesicht des jungen Undergroundheros, und obwohl er versuchte, keine Miene zu verziehen, konnte er nicht verhindern, eine Grimasse zu ziehen.

Das linke Auge bekam Shota gar nicht erst auf, doch er konnte fühlen, wie das Lid pulsierte. Auch wenn es unglaublich wehtat, konnte er dem Drang nicht wiederstehen, die Verletzung anzufassen. Ein Fehler, wie er sofort schmerzerfüllt stöhnend, feststellen musste. Wieso hatte Recovery Girl nicht alles zu gleichen Teilen zumindest halb geheilt, anstatt ihn nun mit einem zugeschwollenen Auge herumlaufen zu lassen? So sollte er nun vor seine Tante treten, die er gestern erst kennen lernen durfte. Klasse.

„Wie geht’s dir?“, wollte der Schüler aus der 1-C wissen, entschuldigend dreinblickend, weil er zuvor so ein unfreundliches Kommentar vom Stapel gelassen hatte. Vermutlich war es besser, erst einmal freundlich nach dem Wohlbefinden zu fragen, bevor er seinem Freund erklärte, dass er zum Gruseln aussah.

„Als ob ein gigantischer Schurke auf mir rumgetrampelt wäre“, grummelte Shota, der sich den Kopf hielt, der ebenso schmerzte. Als ob es nicht schon reichte, dass er kaum etwas sehen konnte. Seine Macke würde er wohl auch kaum einsetzen können, solange sein Gesicht nicht komplett verheilt war. Das war doch beschissen.

Von dem leisen Grummeln wurden auch Eri und Hizashi wach. Während das kleine Mädchen sich gähnend aufsetzte, riss Yamada seine Augen weit auf, als er das Gesicht seines Freundes sah. „Scheiße, Mann! Das sieht echt schmerzhaft aus!“, fluchte er sofort laut, ehe er aufsprang und zu Shota eilte, „gut, dass der Arsch nicht mehr hier ist, ich würde ihn auseinander nehmen und ihm so heftig ein Solo ins Ohr brüllen, dass sein kleines Hirn als Suppe auf der andren Seite rausläuft!“ Wütend verzog Yamada seine Miene, während er das geschwollene Auge musterte.

Ein leises Wimmern erklang, und erinnerte die Jugendlichen daran, dass das kleine grauhaarige Mädchen noch immer hier war. „Zashi, du solltest nicht so viel fluchen, wenn Eri bei uns ist! Sonst lernt sie nur Blödsinn“, zischte Aizawa, ehe er sich zu dem Mädchen umwandte, das erschrocken zusammenzuckte, als sie sein Gesicht sah. Sofort wandte sich Shota wieder um, da er sie nicht weiter verängstigen wollte. „Tut mir leid“, murmelte er leise.

Das Kind brauchte einen Augenblick, um sich zu sammeln, ehe sie auf den Dunkelhaarigen zu rutschte und ihn von hinten umarmte. „Schon gut. Ich hatte vergessen, dass du verletzt bist“, gab sie leise von sich und knuddelte ihn fest, das Gesicht in den Stoff seines T-Shirts versteckt. Sie konnte es einfach nicht ertragen, wenn Aizawa verletzt war. Wenn sie ihre Macke nur schon besser im Griff hätte, könnte sie ihm einfach helfen, dann müsste er keine Schmerzen mehr haben. Doch soweit war sie noch nicht, und ihr Training musste nun pausieren, weil Shota sich nicht daran erinnerte und ihr sonst kein anderer dabei helfen konnte.

Nachdenklich tätschelte Shota ihre Hand, die auf seinem Oberkörper lag. Nach so einer Reaktion wollte er erst gar nicht den Raum verlassen, geschweige denn seine Tante treffen. „Wann hat Recovery Girl gesagt, dass sie den Rest heilt?“, wollte er verzweifelt von den beiden anderen Jungen wissen, ehe er aufsah. Mit so einem Gesicht konnte er auf gar keinen Fall irgendwohin gehen.

„Ähm … morgen, damit du genügend ausgeruht bist“, antwortete Hitoshi und verzog mitleidig seine Miene. Er konnte verstehen, dass es unangenehm für Aizawa wäre, so herumzulaufen. Aber da musste er nun durch. Zumindest bis Recovery Girl ihn noch einmal heilen wollte. Vermutlich war die alte Frau der Meinung, dass es ungünstig wäre, wenn Shota auch heute den ganzen Tag nach ihrem Bussi nur herumliegen würde.

Auch Yamada verzog kurz sein Gesicht, ehe er auf seine Unterlippe biss und sich nachdenklich am Hinterkopf kratzte. „Wir könnten die Mädels fragen, ob sie uns mit ein bisschen Make-Up aushelfen. Gibt bestimmt nen Abdeckstift, der zumindest die Farbe verdeckt“, schlug er vor und merkte schnell, dass Shota nicht sonderlich begeistert von der Idee war. Also winkte er schnell ab. Es gab immerhin noch eine andere, wenn auch kleinere Option, es etwa abzumildern. „Oder ich hol dir erstmal irgendwas, womit man die Schwellung ein bisschen Kühlen kann. Vielleicht geht sie ja etwas zurück, bevor ihr euch mit Miss Seki trefft!“ Einen Versuch war es zumindest wert, und noch bevor Shota widersprechen konnte, sprang Hizashi auf, und verschwand. Vielleicht gab es immer noch die Packung Tiefkühlerbsen, die Yamada bereits beim letzten Mal verwendet hatte, um Aizawa zu helfen.

Während Shota verzweifelt dreinblickend ein wenig in sich zusammensank, konnte Hitoshi ein kurzes Auflachen nicht weiter unterdrücken. Es war wirklich amüsant, wie der Dunkelhaarige sich verhielt. Doch anscheinend war ihm das nicht klar, weswegen er nun verwirrt aufsah. „Ich musste gerade darüber nachdenken, dass dir als Erwachsener vollkommen egal ist, was andere über dich denken! Du bist als Mumie im Klassenzimmer aufgetaucht, nachdem ein überstarker Schurke dich zu Brei geklopft hat. Und wenn du müde bist, kletterst du einfach in deinen Schlafsack und legst dich in eine Ecke, egal was gerade um dich herumpassiert. Dir ist es auch ständig egal, wenn irgendjemand glaubt du wärst ein Penner!“, erklärte Shinsou leicht lächelnd, während er sich an die Trainingsstunde mit Eraserhead zurückerinnerte, „und jetzt hast du schiss davor, dich mit dem Veilchen des Jahrhunderts mit unserer Tante zu treffen. Dieser Unterschied ist so krass …“ Irgendwie machte es Hitoshi tatsächlich Mut. Auch er war sich oft unsicher und manchmal hatte er das Gefühl, nicht mutig genug zu sein, doch scheinbar fügte sich alles, wenn man erst Erwachsen wurde.

Da der dunkelhaarige Junge jedoch keine Gedanken lesen konnte, und nicht wusste, dass Shinsou sich nicht über ihn lustig machen wollte, ließ Shota beschämt den Kopf sinken und wich seinem Blick aus. Er wusste selbst, dass er ein Schwächling war, der viel zu viel darauf gab, was andere von ihm dachten. Nie war er gut genug. „Jaja … Eraserhead ist so viel besser als ich“, seufzte er leise. Er hatte es wirklich satt, ständig mit dem verglichen zu werden, was aus ihm werden würde. Schließlich zählte doch im Augenblick nur das hier und jetzt und nicht das, was sein könnte. Irgendwie hatte Aizawa gedacht, dass Shinsou nicht so wäre wie die anderen, die ihm ständig vorhielten und ihn mit Eraserhead verglichen.

Verwirrt über diese Worte hielt Hitoshi inne und musterte den Jugendlich vor sich, der betrübt wirkte. Hatte er etwas Falsches gesagt? „Das meinte ich nicht“, versicherte er ihm sofort, „ich wollte damit eher ausdrücken, dass ich froh bin, dass man als Erwachsener lernt über solchen Dingen zu stehen. Du bist immerhin mein Vorbild.“ Während er die letzten Worte sprach, wurde er immer leiser, während seine Wangen sich immer dunkler färbten. Es war ihm ein wenig unangenehm, das zu zugeben, immerhin hatte er auch seinem Mentor noch nie davon erzählt. Insgeheim freute er sich auch riesig darüber, dass er mit Shota verwandt war. Schließlich brachte ihn das seinem Idol noch viel näher.

Mit schiefgelegtem Kopf sah Aizawa auf. Hatte er sich gerade verhört? Es musste so sein. Wieso sollte jemand gerade ihn als Idol haben wollen? Er war doch weder jetzt, noch später jemand, zu dem man aufsehen sollte. Zumindest wenn er nach den Erzählungen der anderen ging. Trotzdem stand vor ihm ein Junge, der verlegen seinem prüfenden Blick auswich und es wirklich ernst zu meinen schien. „Okay“, murmelte Shota leise und war froh, dass im nächsten Moment die Tür aufgerissen wurde, und Hizashi zurückkam mit einer Packung Erbsen.

„Ich dachte grade echt, dass Katsuki mich auffrisst, nur weil er die da fürs Mittagessen heute verwenden wollte. Er soll mal froh sein, dass wir sie für ihn auftauen!“, scherzte Hizashi und reichte die eiskalte Tüte an Shota weiter, „die andren wollten zumindest alle wissen, wie es dir geht! Die machen sich richtig Sorgen.“ Aus diesem Grund hatte es auch etwas länger gedauert, ehe er zurückkehren konnte. Es war irgendwie schön, dass sie diesmal ein Teil der Klasse und so richtig integriert waren. Damals war das nicht so und es fühlte sich so wunderbar an, dazu zu gehören. Etwas, was sich Hizashi immer gewünscht hatte, auch wenn er seine beiden Freunde natürlich gegen nichts eintauschen wollte. Aber in dieser Klasse fühlte er sich wohl und geborgen und hatte keine Angst davor, sich zu blamieren, weil er seine Macke einmal nicht im Griff hatte.

Vorsichtig drückte der Dunkelhaarige die kalte Packung auf sein linkes Auge. Scharf die Luft einsaugend, zuckte er kurz zusammen, ehe er seufzte. „Iu … will die Erbsen dann überhaupt jemand essen, wenn die in meinem Gesicht waren?“, fragte er leise und mit leicht angeekelten Gesichtsausdruck.

„Da ist doch die Packung dazwischen!“, versicherte Yamada ihm lachend und klopfte ihm sanft auf die Schulter. Manchmal war Shota ein bisschen doof.

„Trotzdem eklig. Sieh ihn dir doch an!“, alberte Hitoshi herum und zwinkerte Shota lachend zu. Zum Glück verstand der Dunkelhaarige den Scherz und setzte ein breites Lächeln auf. „Das Auge sieht so aus, als würde es jeden Augenblick rausspringen! Stell dir mal vor, wenn das nachher im Erbsenpüree mit drin schwimmt und dich anguckt“, scherzte der Violetthaarige weiter, was auch Yamada schlussendlich zum Lachen brachte.

Zumindest solange bis sie jemanden entsetzt nach Luft schnappen hörten. „Oh nein! Sowas ist doch nicht lustig!“, meinte Eri entsetzt und drückte Shota fest an sich, „wir müssen da etwas dagegen tun!“ Immerhin brauchte Aizawa doch beide Augen. Das Mädchen konnte gar nicht verstehen, wieso die Jungen ihre Worte nur noch mehr zum Lachen brachte. „Ihr seid gemein!“

„Alles ist in Ordnung Eri, es war nur ein Scherz“, erklärte der Dunkelhaarige, während er versuchte sich ein bisschen zusammenzureißen und das Gelächter unterdrücken wollte, doch es klappte nicht. Allein die Vorstellung, dass ein Auge aus dem Teller zu ihm hochsah war so witzig, dass er erneut zu Kichern begann.

„Hmpf.“ Eri verschränkte die Arme und zog eine Schnute. Jungs konnten so doof sein! Daran war absolut gar nichts witzig.
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