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DeAged Troubles

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Eri Himiko Toga Hizashi Yamada / Present Mic Izuku Midoriya Shouta Aizawa / Eraserhead Touya Todoroki / Dabi
13.08.2020
22.07.2021
49
98.873
21
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67 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
22.07.2021 2.437
 
Hey ihr lieben! ^__^

Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr euch bereits aufs Wochenende freuen könnt! Wenn ihr Ferien habt, dann ist das ohnehin hinfällig, weil ihr euch auf jeden Tag freuen könnt! xD

Da ich in den letzten Tagen nachgedacht habe und der Stress leider nicht weniger wird, habe ich mich dazu entschlossen, dass nächsten Donnerstag erstmal Pause ist.  Das nächste Kapitel kommt also erst am 5.8.! Außerdem habe ich nun auch wieder die Familiengeschichte von Shota ein bisschen umgeworfen und noch eine weitere Person angefügt, also brauche ich etwas Zeit, um das Chaos wieder auf Vordermann zu bringen und logisch klingen zu lassen. (In Kapitel 50 erfährt er nämlich ein bisschen was über seine Abstammung. Deswegen sollte ich das erstmal alles soweit fertig geplant haben.) Hoffentlich ist niemand sauer oder traurig deswegen. ^__^

Viel Spaß beim Lesen!

Lg Tina <3

~*~*~*~

Der nächste Schultag verging wie im Flug. Die beiden jugendlichen Helden konnten es kaum erwarten, das Klassenzimmer zu verlassen, da Hizashi Shota unbedingt beim Training zusehen wollte. Den Blonden interessierte es, was sein Freund außerhalb des Unterrichts so machte, und wohin er mit Yagi so regelmäßig verschwand. Bisher hatte er noch keine Zeit gehabt, ihn zu begleiten, aber das wollte er nun ändern. Vor allem, nachdem ihm gestern Nacht aufgefallen war, dass der Dunkelhaarige bereits etwas muskulöser wirkte als zuvor. Aber vielleicht bildete er sich dies auch nur ein, weil er ihm schon länger nicht so nahe gewesen war. Außerdem wollte er ebenso fragen, ob er mitmachen durfte. Eigentlich war es ja ursprünglich geplant gewesen, dass er Shotas Trainingspartner wurde, doch da Aoyama ihn regelmäßig aufgehalten hatte, war daraus bisher nichts geworden. Yamada wollte das nun endlich nachholen, nachdem die beiden Jugendlichen sich nun näher als je zuvor gekommen waren.

Die beiden hätten fast die gesamte letzte Nacht auf dem Dach verbracht, wenn es ihnen am Ende nicht auch mit der Decke zu kalt geworden wäre. Bisher hatten sie kein Wort darüber verloren, und sich auch nicht anders verhalten als sonst. Erst als sie allein den Gang entlang schlenderten, auf dem Weg zum Lehrerzimmer, fanden ihre Hände ihren Weg ineinander. Auch wenn es sich wie das natürlichste auf der Welt anfühlte, konnten die beiden spüren, wie ihre Wangen sich rosa färbten, als ihre Finger sich berührten. Alles war noch so neu für die beiden, und sie waren froh, dass sie keiner auf den gestrigen Kuss und Shotas Flucht angesprochen hatte. Das einzige Thema der Schüler war nach wie vor das Kampftraining und die gebrochene Nase von Mister Blaster. Niemand schien sich also für das dumme Flaschendrehspiel zu interessieren. Oder aber jeder versuchte diese Peinlichkeit einfach zu vergessen. Immerhin waren Hizashi und Shota gestern nicht die einzigen gewesen, die man ihn eine unangenehme Situation gebracht hatte. Doch scheinbar waren sie eine der wenigen, die etwas davon mitgenommen hatten.

Allerdings ließen beide wie von der Tarantel gestochen wieder los, als plötzlich Shinsou vor ihnen auftauchte. Ganz bereit dafür, offen zu zeigen, dass sie nun irgendwie zusammen waren, waren die beiden noch nicht. Der violetthaarige Junge hatte die gesamte Zeit beschämt zu Boden gesehen, und war vollkommen überrascht, als er die beiden vor sich sah. Scheinbar hatte er nicht darauf geachtet, wohin seine Beine ihn trugen und wäre fast in die beiden gelaufen. „Oh hey …“, grüßte er unsicher und wollte zwischen ihnen hindurch schlüpfen, um die beiden nicht weiter zu stören. Außerdem wollte er alleine sein. Im Moment war ihm einfach nicht nach Gesellschaft. Alle um ihm herum waren viel zu laut und er wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Obwohl die beiden mittlerweile seine Freunde waren, hatte er gerade eher das Gefühl, seinen Lehrern wieder gegenüber zu stehen und darauf hatte er gar keinen Bock.

Hizashi legte allerdings seinen linken Arm auf die Schulter des Violetthaarigen, um ihn daran zu hindern, einfach zu verschwinden. Etwas an dem Blick des anderen erinnerte ihn zu sehr an Aizawa, wenn er niedergeschlagen war. Aus diesem Grund wollte er den anderen Jungen auf keinen Fall im Stich lassen. Sein Bauchgefühl riet ihm dazu, Shinsou nicht aus den Augen zu lassen. „Hey, Hitoshi … was ist mit dir los?“, fragte der Blonde besorgt. Die letzten Male, in denen sie den anderen Jungen gesehen hatten, war er nicht so niedergeschlagen gewesen. Eigentlich müsste er sogar Freudensprünge machen nach gestern. Schließlich durfte er in den Heldenkurs wechseln! Das war doch eigentlich ein Grund zur Freude.

Shota war ebenso näher herangetreten, um dem Schüler der Allgemeinen Fakultät den Weg abzuschneiden. Irgendetwas an dem Gesichtsausdruck des anderen war beunruhigend. Obwohl die beiden Schüler keinerlei Erinnerungen an ihr Leben als Erwachsene hatten, konnten sie spüren, dass mit dem anderen Jungen etwas nicht stimmte. Ob man als Lehrer einen sechsten Sinn entwickelte, den man behielt, egal in was man sich verwandelte? Vermutlich erinnerte Hitoshi ihn einfach zu sehr an sich selbst und nachdem der andere damals von Selbstverletzung gesprochen hatte, läuteten Shotas Alarmglocken nun wie wild. „Du kannst mit uns reden“, versicherte der Dunkelhaarige sofort.

Unsicher kratzte Shinsou sich im Nacken und wich ihren Blicken aus. Kurz schien er zu überlegen, ob er etwas sagen oder lieber weitergehen sollte, ehe er schwer seufzte. Auch wenn er die beiden nicht als nervig empfand, würden sie ihn vermutlich dennoch nicht in Ruhe lassen, ehe er nicht irgendetwas von sich gab. „Meine Klassenkameraden waren schon immer … schwierig, aber jetzt können sie es kaum erwarten mich loszuwerden“, erklärte der blasse Junge kleinlaut. Den genauen Wortlaut, den seine Mitschüler benutzt hatten, wollte er lieber gar nicht erst wiederholen. „Sie haben gehört, dass ich in die Heldenklasse wechseln werde … aber …“ In den letzten Monaten, in denen er gemeinsam mit Eraserhead nach der Schule trainiert hatte, war es ihm so einfach gefallen, alle Gemeinheiten auszublenden. Nun, da er seinem Traum so nahe war, fiel es ihm zunehmend schwer, die Beleidigungen der anderen auf taube Ohren stoßen zu lassen. Dabei hatte er gehofft, dass sie damit aufhören würden, wenn er es erst einmal in den Heldenkurs geschafft hatte. Immerhin war es der Beweis dafür, dass er nicht zum Schurken geboren wurde. „Sie sind der Meinung, dass ich dort nicht hingehöre und bestimmt bald von der Schule fliege“, fügte der Junge kleinlaut an und starrte auf den Boden vor ihren Füßen.

Wütend ballte Aizawa seine rechte Faust, als er das hörte. Es erinnerte ihn nur zu gut an seine eigenen Mitschüler, die ihn tagein und tagaus gequält hatten. „Solchen Menschen kann man es nie recht machen. Hör einfach nicht auf die Idioten.“ Natürlich war es einfach das zu sagen, denn auch Shota hatte lange gebraucht, um diese Worte ausblenden zu können. Nur dank Shirakumo und Hizashi hatte er es geschafft, überhaupt genug Mut zu fassen, um nicht nach dem ersten Schuljahr schon die Flinte ins Korn zu werfen. Nun war er jedoch selbstbewusster, weil er Freunde hatte, die immer hinter ihm standen, egal was passierte. Und da Hitoshi nun auch zu ihnen gehörte, war er es ihm schuldig, ihm ebenso zu helfen. „Am Ende werden wir drei eine erfolgreiche Agentur aufmachen und die gucken dann blöde aus der Wäsche“, meinte der Dunkelhaarige dann und grinste breit. Ebenso hatte er den Drang, in die 1-C zu spazieren und den Jugendlichen die Hölle heiß zu machen, doch in seinem momentanen Körper hatte er wohl nicht den nötigen Auftritt und die gewünschte Wirkung. Schließlich hatte die A-Klasse ihm bereits erklärt, wie furchteinflößend sein erwachsenes Selbst war. Im Augenblick würde er sich allerdings nur lächerlich machen und am Ende den Hintern voll bekommen, wo er doch nicht gerade der begabteste Kämpfer war. „Schade, dass man sie nicht irgendwie bestrafen kann …“

„Ach, ich könnte einfach mal rüber gehen und ein Solo hinlegen“, verkündete Hizashi, der seine linke Faust geballt hatte und finster drein sah. Bei sowas verstand er echt keinen Spaß. Immerhin wusste er, wie verletzend die Beleidigungen anderer sein konnten. Nicht nur, weil er miterlebt hatte, wie schwer es Aizawa mitnahm, sondern auch weil er selbst oft genug an den Kopf geworfen bekam, dass er nervte oder zu laut war. Er versuchte allerdings, es sich nie so zu Herzen zu nehmen, aber er wusste, dass es oft schwer sein konnte.

„Wofür du von der Schule fliegst oder später gefeuert wirst, wenn du wieder erwachsen bist“, kommentierte Shota trocken und schüttelte den Kopf. Auch wenn er diese Idee mochte und ihr nur zu gerne zustimmen würde, mussten sie doch realistisch bleiben. Sie waren immerhin Heldenanwärter bzw. richtige Helden und durften solche Dinge einfach nicht tun. „Wenn du möchtest, kannst du den restlichen Tag mit uns rumhängen. Wir wollen trainieren gehen“, fügte Aizawa dann jedoch an Shinsou gerichtet an, den das kurze hin und her zwischen den beiden Jugendlichen ein bisschen zum Schmunzeln gebracht hatte. Immerhin hatten sie es schon geschafft, ihn etwas auf andere Gedanken zu bringen.

Nachdem Hitoshi genickt hatte, setzten sie ihren Weg fort, Shinsou in ihrer Mitte. „Sag mal, meinst du das wirklich ernst mit der Agentur?“, griff Hizashi die Worte wieder auf, die Aizawa zuvor ausgesprochen hatte. Für sein jugendliches Gehirn war es noch nicht so lange her, dass er, Shota und Oboro über diesen Plan gesprochen hatte und der Dunkelhaarige zu Beginn gar nicht so erfreut darüber gewesen war, weil er Angst hatte, zu sehr in den Fokus der Medien zu rücken oder zu viel Arbeit übernehmen zu müssen. Ihn nun freiwillig darüber sprechen zu hören, brachte den Blondschopf breit zum Grinsen. „Falls ja, brauchen wir noch jemanden, der mit mir den öffentlichen Dienst macht. Weil, eure beiden Macken sind für Undergroudeinsätze bestens geeignet und ihr solltet im Schatten agieren. Aber ich will nicht allein einem Schurken gegenüberstehend! Das kann nur schief geben“, gab er offen zu. Vor allem nachdem das letzte Training so mies verlaufen war. Unbewusst fasste er sich an seinen verletzten Arm. Diese Niederlage saß tief.

„Du könntest wunderbar einen Schurken allein auseinander nehmen“, versicherte Hitoshi ihm und stieg freudig bei der Planung einer Heldenagentur mit ein, auch wenn er ahnte, dass es wohl nie dazu kommen würde. Wenn Yearthief erst einmal geschnappt war und die beiden wieder normal wurden, würden sie diese Pläne schnell vergessen. Für den Augenblick brachte es ihn allerdings auf andere Gedanken, die so weit weg schweiften, dass er die nächsten Worte unbedacht aussprach. „Vielleicht wäre Kaminari ein guter Kandidat. Seine Macke ist auch eine für größere Effekte und er steht gern im Mittelpunkt.“ Sofort biss er sich auf die Zunge, während seine Wangen leicht rosa anliefen, bei dem Gedanken an den Elektrohelden.

Was Shota verborgen blieb, stach Hizashi allerdings ins Auge, der Hitoshi heimlich zuzwinkerte. „Zwei blonde Schönlinge als Aushängeschild, während die beiden Insomniacs die Arbeit im Hintergrund machen. Klingt doch nach nem Erfolgsrezept! Und Sushi bleibt weiterhin als unser geplantes Maskottchen“, freute sich der Blonde lautstark. Mit dieser Aussage färbten sich auch Shotas Wangen rosa, während Hitoshis Gesicht ein wenig dunkler wurde und Yamadas Lächeln wurde nur noch breiter.

Scheinbar war das Flaschendrehen ein voller Erfolg gewesen. Denn Mina hatte durchaus ein Ziel damit verfolgt. Eigentlich sogar mehrere. Schließlich gab es einige potentielle Pärchen in der A- & B- Klasse, denen man erst einen Schubser geben musste. Der Voicehero konnte sich also nicht beklagen, immerhin war alles zu seinem Gunsten verlaufen und diesen Tritt in den Hintern hatte er wirklich gebraucht. Laut Yagi hatte er es wohl selbst als Erwachsener nicht geschafft, seine Gefühle für Shota offen zu legen. Ein kleiner unfreiwilliger Kuss war alles, was nötig war. Bestimmt war es auch anderen so ergangen. Wieso sollte Hitoshi sonst von Kaminari sprechen?

„Ich dachte, wir würden die Arbeit fair aufteilen?“, erinnerte sich Aizawa und zog eine Augenbraue nach oben, ignorierend, dass seine Wangen glühten. Das würde ja was werden. Eine Agentur mit zwei Kindsköpfen gründen. Immerhin war Denki nicht gerade reifer als Yamada. Schließlich hatten beide Blondschöpfe es bereits geschafft, Shota in Schwierigkeiten zu bringen und zu Dummheiten zu überreden. Entweder waren die beiden sehr gute Überredungskünstler, oder Aizawa war gar nicht so erwachsen und reif, wie er gerne alle glauben machte.

„Natürlich machen wir das! Das war doch ein Scherz! Ich lass dich doch nicht hängen“, versicherte Yamada ihm sofort, hielt inne und legte ihm kurz seine Hand auf die Wange. Mehr brauchte es nicht, um Shotas Gesicht noch eine Nuance dunkler werden zu lassen.

„Und wer ist eigentlich Sushi?“, fragte Hitoshi, als peinliche Stille sich auszubreiten drohte.

„Unsere Findelkatze!“, erklärte Hizashi, „Sho hat sie gefunden und ihr seinen Regenschirm geliehen. Dafür kam er komplett klatschnass zum Unterricht!“

Nun war Shotas kompletter Kopf rot und glühte. „Gerettet hat sie allerdings Oboro … ich kann nicht mal ne Katze …“

Sofort lag Yamadas Finger auf Aizawas Lippen, um ihn zum Schweigen zu bringen. „Wage es bloß nicht den Satz zu Ende zu sprechen, Little Sho! Du hast seither so viel geleistet … und du hast ihr immerhin deinen Schirm zum Schutz überlassen, während du dich selbst dem Regen ausgesetzt hast. Das war heldenhaft!“ Während es Oboro damals egal war, einfach ein Tier mit in den Unterricht zu bringen, hatte Shota eben die Schulregeln im Kopf und nicht daran gedacht, das Kätzchen mitzunehmen. Deswegen sollte er sich auch nicht schämen. Dennoch schien es ihn nach wie vor zu beschäftigen.

Auch wenn man es dem Dunkelhaarigen an den Augen ablesen konnte, dass er noch einiges sagen wollte, brachte er kein Wort über seine Lippen, während der Finger des anderen auf ihnen lag. Für einen kurzen Wimpernschlag lag Stille zwischen den drei Jugendlichen, ehe sich Schritte näherten. Sofort ließ Hizashi seinen Arm wieder sinken und wandte sich ab. „Oi, da seid ihr ja!“, rief Aoyama schon von weitem aus. Innerlich seufzte Shota schwer und unterdrückte den Drang, die Augen zu verdrehen. Auch wenn er nun wusste, wieso er Yuga nicht so ganz leiden konnte, wurde es nicht einfacher, so etwas wie eine Freundschaft zu dem exzentrischen Jungen aufzubauen. Auch wenn er es Hizashi zu liebe versuchte. „Wieso seid ihr ohne mich weg? Unfair! Außerdem solltest du gar nicht trainieren, Darling!“, erklärte er. Aussagen wie diese waren es, die es Shota schwer machten, ihn zu mögen.

Hinter dem fabulösen Blondschopf folgte Izuku, der entschuldigend dreinblickte. „Yuga hat euch gesucht, und ich lag wohl richtig mit der Vermutung, dass ihr hier entlang seid“, meinte der Junge und lachte nervös auf, „immerhin ist doch Trainingstag, oder nicht?“ Trotz des verletzten Arms würde sich der Undergroundhero bestimmt nicht davon abhalten, zu trainieren und Izuku hatte tatsächlich Recht mit dieser Annahme.

Ohne darauf einzugehen, setzte sich Shota in Bewegung. Er wollte sich nicht weiter aufhalten lassen und am Ende noch zu spät kommen. Unpünktlichkeit war etwas, was er sich nicht aneignen wollte. Außerdem wollte er nicht noch mehr Möglichkeiten offen legen, sich zu blamieren.
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