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DeAged Troubles

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Eri Himiko Toga Hizashi Yamada / Present Mic Izuku Midoriya Shouta Aizawa / Eraserhead Touya Todoroki / Dabi
13.08.2020
23.09.2021
55
113.498
22
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13.08.2020 2.214
 
Die heutige Aufgabe der 1-A Klasse war eine relativ simple. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, im angrenzenden Wald ausgesetzt und unter die Aufsicht von Aizawa und Yagi gestellt. Eine der Gruppen sollte eine Schurkenbande darstellen, während die anderen Helden waren. Gegenseitig sollten sie sich möglichst schnell und unbemerkt einfangen und ausschalten. Dabei sollten sie jedoch keine Waldtiere oder Bäume zu schaden kommen lassen. Eine Abwechslung zu den Trainingseinheiten auf den verschiedenen Übungsplätzen, bei denen es sonst nur Wohnhäuser oder Industriegebiete gab. Schließlich gab es manchmal auch Einsätze in Waldgebieten oder grünen Landschaften. Die Schüler mussten einfach auf alles vorbereitet sein, daher sollten sie lernen in solchen Situationen auch in großen Gruppen gut zusammenarbeiten zu können. Die beiden Lehrer waren jeweils nur als Aufsicht bei den Gruppen, hielten sich aber eigentlich zurück, um ihnen Freiheiten zu lassen.

Um nicht allzu viel zu stören, hatte Eraserhead sich in einen hohen Baum zurückgezogen, um die Schüler zu beobachten und die Lage im Blick zu haben. Vermutlich war es nicht gerade die beste Idee gewesen, die Klasse nach der einfachsten Option in zwei Hälften zu teilen. Aizawa hätte zumindest gern dafür gesorgt, dass Bakugo und Midoriya nicht in einer Gruppe waren, doch sein Kollege war der Auffassung gewesen, dass die zwei nur miteinander warm werden mussten. Dennoch hatte er sich nicht dazu überreden lassen, eben jene Gruppe mit den beiden Problemschülern auch zu übernehmen. Stattdessen hatte der jüngere Lehrer nun das Vergnügen sich Katsukis Gekeife anzuhören. Wenn er weiterhin so laut sein würde, dann war es ein Einfaches für die andre, sie auszumachen und anzugreifen.

Tatsächlich hörte Shota auch schon etwas im Unterholz rascheln. Jemand schien sich zu nähern. Vorsichtig beugte er sich nach vorne, um ausmachen zu können, welcher der gegnerischen Schüler sich wohl näherte, und welche Taktik sie in so kurzer Zeit ausgewählt hatten, während die Kinder seiner Gruppe immer noch an ihrem Plan feilten. Er konnte jedoch niemanden entdecken. Vielleicht nutzte Koda seine Macke, und hatte ein Tier als Späher voraus geschickt.

Währenddessen bekamen die angehenden Helden natürlich nichts davon mit. „Kyoka, du könntest lauschen, wann jemand sich nähert und herausfinden, wo die anderen sich gerade befinden und Toru kann sie dann ausspionieren, damit wir ihren Plan kennen“, schlug Izuku seiner Gruppe vor.

„Wer hat dich zum Boss ernannt?“, motzte Katsuki und verschränkte die Arme.

„Fangt bitte keinen Streit an! Sonst fallen wir alle durch! Ihr habt doch Aizawa-sensei gehört!“, erinnerte Momo sie an die Worte des Lehrers und seufzte, als sie auf taube Ohren stieß.

Immer noch angestrengt lauschte Aizawa, und versuchte das Geschnatter seiner Schüler auszublenden. Auch wenn es eine Übung für die Kinder war, hieß das nicht, dass man sich als Lehrer auf die faule Haut legen konnte. Vor allem nach den letzten Ereignissen, und der Tatsache, dass man den Verräter noch immer nicht hatte ausmachen können, war Shota gerade bei solchen Übungen sehr aufmerksam. Daher entging ihm auch das verdächtige Rascheln im Unterholz nicht.

Im nächsten Moment ließ sich Eraserhead mit Hilfe seines Fangtuchs von dem Ast gleiten, auf dem er gesessen hatte, und stellte sich schützend vor seine Schüler. „Irgendetwas stimmt nicht“, erklärte er kurz angebunden und schob seine gelbe Brille auf die Nase. „Jiro, prüfe ob jemand in der Nähe ist.“ Er wusste natürlich, dass da jemand war, aber es galt herauszufinden wer und wie viele es waren. Schüler oder andere Lehrer waren es mit Sicherheit nicht. Dafür hatte er seine Mitmenschen zu gut beobachtet, um den Unterschied ausmachen zu können. Vor allem seit er auf Toga getroffen war, erschien es ihm wichtig vorbereitet zu sein.

Die Schülerin nickte und schickte ihre Plugs gen Boden. Doch es war nicht notwendig, denn genau in jenem Augenblick schoss etwas, das aussah wie eine Klinge aus dem Gebüsch vor ihnen und zielte auf Bakugo. Sofort warf Shota sich in die Gefahrenzone und warf sein Fangtuch in die Richtung, aus der die Waffe gekommen war. Die Klinge bohrte sich in die rechte Seite seines Oberkörpers, ehe sie sich zurückzog und eine kleine Wunde hinterließ. Doch auch das Fangtuch hatte sein Ziel nicht verfehlt. Fest zog Aizawa an dem Tuch und zog den Angreifer somit aus dem sicheren Gebüsch auf sich selbst zu. Rasch löschte er seine Macke, sobald er ihn sehen konnte und setzte ihn mit einem festen Schlag außer Gefecht.

Das Ganze hatte nicht mehr als ein paar Minuten, wenn nicht sogar nur Sekunden, gedauert, weswegen die Schüler erst jetzt realisierten, was gerade passiert war. Glücklicherweise waren sie nun in Alarmbereitschaft und Kyoka kam endlich dazu, zu prüfen, ob sie mittels Vibrationen des Bodens weitere Angreifer ausmachen konnte. „Da drüben!“, lokalisierte sie rasch einen weiteren versteckten Angreifer, der jedoch gar nicht erst dazu kam, zu reagieren. Sofort stürzten Shoto und Katsuki los. Während eine Explosion die Erde um den Busch aufwirbelte, vereiste Shoto eine verhüllte Gestalt. Erneut wollte Bakugo mit einer Explosion angreifen, doch keinen Wimpernschlag später zerfloss der Schurke zu einer dunklen Pampe.

„Die Liga der Bösen“, murrte Eraserhead finster und presste eine Handfläche auf die Stichwunde, „los, zurück zur Schule. Ich werde einstweilen die anderen suchen. Nehmt denn hier …“ Als er zu dem ersten Angreifer hinab sah, denn er außer Gefecht gesetzt hatte, entdeckte er ebenfalls nur etwas, das nach einem Haufen Dreck aussah. Wie schon damals im Sommercamp empfand er diese Macke mehr als ärgerlich. „Vergesst es. Seht einfach zu, dass ihr schnell … argh …“ Gerade als er den Satz beenden und die Schüler damit in Sicherheit schicken wollte, verkrampfte sich sein rechter Arm und begann höllisch zu schmerzen.

„Sie sind verletzt. Vielleicht sollten wir zusammenbleiben und gemeinsam …“, versuchte Midoriya vorzuschlagen und trat auf seinen Lehrer zu, der ihm jedoch einen ziemlich giftigen Blick zu warf.

„Verdammt, Problemkind, kannst du bitte einmal das tun, worum man dich bittet?“ Tatsächlich klang es nur halb so wütend, wie man meinen könnte, wenn man Eraserhead so ansah. „Wir wissen nicht, wie viele davon noch hier rumlaufen, also tut mir einen Gefallen, bleibt zusammen und lauft zum Schulgelände zurück. Passt aufeinander auf“, mahnte er sie, während er sich selbst aus seinem Tuch eine Armschlaufe zusammenband, „mir geht es gut. Und nun los!“

*

Die Erinnerung an das Sommercamp und die Entführung von Bakugo war in den Köpfen der Schüler und auch bei Aizawa im Moment ziemlich präsent. Aus diesem Grund hatte es auch keine Widerworte mehr gegeben. So leise wie möglich eilte Shota durch den Wald, um Toshinori mit seiner Gruppe ausfindig machen zu können. Der ehemalige Held war ein leichtes Ziel für solche Angriffe, dass er seit dem Kampf in Kamino keinerlei Kräfte mehr hatte, um sich und die Schüler beschützen zu können. Natürlich machte Eraser ihm keinerlei Vorwürfe, viel eher machte er sich Sorgen. So wie er seinen Kollegen kannte, würde er vermutlich dennoch versuchen, die Schüler zu schützen und sich selbst in Gefahr bringen. Bei dem Gedanken beschleunigte er seine Schritte.

Der Krampf in seinem rechten Arm hatte zum Glück endlich nachgelassen, weswegen er bei seiner Suche schließlich dazu überging, sein Fangtuch wie eine Liane zu nutzen, um sich schneller und unbemerkter fortbewegen zu können. Dabei war jedoch scheinbar nicht still genug, denn plötzlich schoss ein Schwarm Vögel auf ihn zu und brachten ihn aus dem Konzept, was dazu führte, dass daneben griff und abstürzte. Den Boden erreichte er jedoch nicht, da Ochako ihren Lehrer erkannt hatte, und ihn mit Hilfe ihrer Macke schweben ließ, damit er sich nicht verletzte.

„Eraserhead als Vorhut? Ich dachte, wir machen nicht mit bei der Übung“, scherzte Yagi und half seinem Kollegen auf die Beine, nachdem Uraraka die Schwerelosigkeit gelöst hatte. Aufmerksam, wie der Blonde war, begann er damit, die Zweige und Blätter aus Shotas Haaren und von der Kleidung zu zupfen, ehe er innehielt, weil er das Loch im T-Shirt und den dunklen Fleck entdeckt hatte, der sich auf dem schwarzen Stoff gebildet hatte. „Ist etwas passiert?“

„Wir wurden angegriffen. Ich hab die Gruppe zurück zur Schule geschickt, um nach euch zu suchen. Ist hier alles in Ordnung?“, fragte er sofort und musterte die anderen zehn Schüler seiner Klasse und schließlich All Might. Alle wirkten nicht so, als ob etwas Unvorhergesehenes passiert wäre. Shota ertappte sich dabei, wie er zweimal durchzählte, ob auch alle noch da waren.

„Dann sollten wir auch schnell zurück. Wie konnte das nun wieder passieren?“, seufzte Toshinori und deutete den Schülern, dass die heutige Aufgabe somit beendet war, „bleibt zusammen und achtet auf eure Mitschüler und die Umgebung!“ Seit dem Sommercamp waren alle Lehrer dazu angehalten, immer sicher zu gehen, dass kein Schüler verschwand.

„Ich weiß es nicht. Eigentlich waren es keine richtigen Angreifer. Wie damals im Camp waren es nur Doppelgänger, die bei einem harten Schlag zerstört werden können. Es scheint so, als wollen Sie uns auf der Nase herumtanzen“, ärgerte sich Shota und versuchte seine Umgebung zu überblicken, setzte sich etwas von der Gruppe ab, um besser lauschen zu können.

*

Glücklicherweise schien niemand mehr außer ihnen im Wald zu sein, dennoch alarmierte Aizawa sofort den Rektor und die anderen Lehrer, die allesamt ausströmten, um nach weiteren fremden Personen suchten und sie festnehmen wollten. Nur zu gerne wäre er mit Midnight und Mic losgezogen, doch stattdessen stand er im Wohnheim seiner Klasse und prüfte gemeinsam mit All Might, ob die Schüler alle in Ordnung und vor allem vollzählig waren.

Dabei musste er dreimal zu zählen beginnen, weil er mittendrin immer unaufmerksam wurde und sich verzählte. Letztendlich schaffte er es, und alle zwanzig Schüler waren noch anwesend. Niemand wurde entführt. Erleichtert seufzend wischte er sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Nachdem alles gut gegangen ist, sollten wir den heutigen Tag … sollten wir … ähm“, meinte Eraserhead nachdenklich und kratzte sich im Nacken. Was war denn nur los? Er hatte komplett den Faden verloren. Er holte tief Luft und versuchte den Kopf klar zu bekommen. „Den restlichen Tag habt ihr frei, wir wiederholen die Übung morgen auf einem der Übungsplätze“, erklärte er nach einer kurzen Pause und rieb sich den rechten Arm, der erneut zu krampfen begann.

Nicht nur Toshinori sah den Dunkelhaarigen leicht besorgt an. Auch den meisten Schülern stand ins Gesicht geschrieben, dass sie ihren Lehrer am liebsten zu Recovery Girl bringen würden. „Du solltest zur Alten, nur um sicherzugehen“, schlug zum Glück der Schüler All Might schließlich vor, „wenn du willst, begleite ich dich auch.“

Doch Aizawa dachte nicht daran und schüttelte den Kopf. „Es ist nur ein Kratzer, nichts Ernstes. Ich werde jetzt erstmal nach Eri sehen“, erklärte er stattdessen und verabschiedete sich von seiner Klasse. Wenn die Liga des Bösen im Wald war, dann bestand auch die Gefahr, dass sie auf dem Gelände herumlaufen könnten. Da nun alle Helden im Wald unterwegs waren, wäre es ein Einfaches für die Schurken, hier Unruhe zu stiften. Ein kleines Mädchen sollte daher nicht allein sein.

Das Wohnheim der Lehrer lag zum Glück ziemlich zentral und in der Nähe, sodass er es schnell erreichte. Wie schon zuvor trieb die Sorge um das Kind ihn dazu an, immer schneller zu werden. Tatsächlich überkam ihm ziemlich schnell ein leichter Anflug von Panik, als er Eri nicht sofort ausmachen konnte. In ihrem Zimmer fand er sie schließlich, wo sie gerade mit ihren Stofftieren eine kleine Teeparty abhielt.

Auch wenn er nicht wusste, was ihn dazu hatte überreden können, spielte er eine Weile mit, ehe er entschied, dass es Zeit für ein Bad für Eri und schließlich auch eine Dusche für ihn selbst war, um dann recht früh ins Bett zu fallen zu können. Die anderen waren noch immer nicht zurück im Wohnheim, weswegen er die Ruhe ziemlich genoss, als er nach einem Verbandskasten suchte, um die Stichwunde behandeln zu können. Er war jedoch bereits zu müde, um irgendetwas in der Art finden zu können, weswegen er sich damit zufrieden kam, dass Eri eines ihrer bunten Katzenpflaster darauf klebte. So stolz wie sie dabei wirkte, brachte sie sogar Shota dazu, sanft zu lächeln.

Als die anderen Helden zurück ins Lehrerwohnheim kamen, fanden Hizashi und Nemuri Shota und Eri längst schlafend in Eris Bett wieder. Dabei war es draußen noch gar nicht dunkel. Vorsichtig deckte Kayama die beiden zu. Nachdem Toshinori ihnen erzählt hatte, dass Aizawa verletzt worden war, hatte sie sich ein wenig Sorgen gemacht, doch es schien alles in Ordnung zu sein.



~*~*~*~*~*~
Anmerkung:
Ja, ich weiß, schon wieder eine FF die mit einer Kampfszene beginnt, wie öde! Kann die denn sonst gar nichts?
Scheinbar nicht xD Allerdings ist dieser Anfang zeitgleich mit meiner anderen FF "Demon in his mind" entstanden, weswegen es hier wohl ein paar klitzekleine Parallelen gibt. Natürlich ist der restliche Verlauf jedoch komplett anders, weniger dramatisch, viel niedlicher.
Und im Gegensatz zu meinen bisherigen längeren BNHA FFs ist "DeAged Troubles" auch noch nicht komplett fertig vorgeschrieben. Momentan schreibe ich zwar schon am 23. Kapitel davon, allerdings ist noch kein Ende in Sicht. (Die ganze Sache ist eigentlich nur aus einer einzigen Idee zur ener Szene entstanden und suddenly sinds 36.000 Worte ... wtf)
Aus diesem Grund - weil ich immer gerne alles noch einmal zig mal überarbeite und ungerne mittendrin eine FF abbreche - werde ich diese FF nur einmal pro Woche aktualisieren! Ich hoffe man verzeiht es mir, wo ich doch bisher immer jeden Tag ein Kapitel bei den anderen FFs geliefert habe ^__^
Ich hoffe, dass es trotzdem jemanden gefällt.
Plus Ultra!

LG Tina ^__^
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