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Davonlaufen

von Stokely
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
12.08.2020
07.05.2021
49
196.349
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03.04.2021 3.139
 
Kapitel 45
-Das Besondere-

Gibbs POV

»Jetzt müssen wir uns nur überlegen, wen wir darum bitten werden uns morgen Abend abzuholen. Eine Fahrt mit dem Taxi von hier bis nach Hause wird viel zu teuer kommen«, meint Tony zu mir, als wir gegen fünf Uhr auf den Weg von meinem kaputten Wagen zurück zur Villa von Katherine Donovan sind.
Der Tanz, aus dem mehrere Tänze geworden sind, hat zu meiner eigenen Freude dazu beigetragen, dass es Tony wieder besser geht. Wir haben sogar danach noch unser Mittagessen beendet, obwohl es durchaus hätte sein können, dass ihm der Appetit vergangen wäre, nachdem er von Thomas´ Einbruch erfahren hatte. Während Tony sich anschließend nicht dabei helfen ließ, sich um den Abwasch zu kümmern, habe ich mich Madame Francine angenommen, die meine Nähe suchte. Anscheinend mag sie es sehr von mir gekrault zu werden. Ob Tony das so gut findet, dafür würde ich nicht meine Hände ins Feuer legen. Denn ich meine mir die leicht neidvollen Blicke nicht nur eingebildet zu haben. Dann hatten wir uns die Artikel und Fotos an den Wänden im Herrenzimmer vorgenommen, um mehr über die Familiengeschichte der Donovans herauszufinden. Doch leider wurde gerade Tonys Neugierde nur minimal gestillt. Und schließlich war uns nach drei Billard-Runden eingefallen, dass wir noch gar keinen Abschleppwagen bestellt hatten. Da ich die Visitenkarte meiner Stammwerkstatt im Handschuhfach des Autos und keiner von uns die Nummer der Auskunft im Kopf hatte, die uns mit ihr hätte verbinden können, haben wir einen Spaziergang zu dem Ort gemacht, wo unsere Reise in der vorangegangenen Nacht geendet hatte. Denn im Internet nach der Telefonnummer zu suchen, war ja aufgrund des fehlenden Empfangs nicht möglich.
»Vielleicht Ducky. Wenn es Victoria gut genug geht, kann er sie ja mitbringen, sodass sie die Möglichkeit hat ein wenig mit ihrer Freudin zu reden.«
»Ja, darüber würde sich seine Mutter bestimmt freuen«, stimmt DiNozzo meinen Vorschlag zu. »Bin mal gespannt, was die Reparatur kosten wird.«
»Vor allem würde ich gerne wissen, was genau zerstört ist, weshalb der Wagen nun nicht mehr anspringt. Den Schaden an der Front und die kaputten Scheinwerfer sieht man ja, aber das andere ist mir ein Rätsel.« Hatte ich doch eben noch mal selbst ein Blick unter die Motorhaube geworfen.
»Zum Glück bist du versichert und ich bin zudem sehr erleichtert, dass tatsächlich kein totes Tier in der Nähe lag. Was möchtest du gleich nach dem Anruf tun?«
»Ehrlich gesagt würde ich mir gerne mal die Bücher in der Bibliothek näher ansehen. Vielleicht sind dort auch viele alte dabei. Es interessiert mich.«
»Dann tun wir das«, Tony nickt zustimmend, bemerkt jedoch meinen Seitenblick. »Was denn? Denkst du etwa ich lese nie? Ja, ich bin ein Film-Freak aber gegen ein gutes Buch ist nichts einzuwenden. Tim würde die Bibliothek bestimmt auch gerne sehen wollen. Leider wäre es doch ziemlich unhöflich hier einfach Besuch einzuladen, oder? Falls Ducky uns morgen abholen kommt, sind die Donovans ja schon wieder da. Und sie entscheiden, ob sie ihn noch hereinbeten werden. Aber heute, so ohne Erlaubnis?«
»Nein, ich denke, das können wir nicht einfach machen. Wir könnten ja auch ihn bitten uns abzuholen, aber dann wissen wir immer noch nicht, ob sie ihm es gestatten würden, sich die Bibliothek im Herrenzimmer anzusehen.«
»Fragen kostet ja nichts. Aber versuchen wir erst unser Glück bei Ducky, schließlich wollen wir zwei älteren Damen nicht die Chance verwehren, sich treffen zu können.«

Wir erreichen das Anwesen der Donovans, doch anstatt direkt zur Eingangstür zu gehen, schlägt Tony die Richtung zum Geräteschuppen ein, welcher von der Größe her eher als Gerätehaus bezeichnet werden müsste. Da wir uns an den Händen halten, werde ich automatisch mitgezogen.
»Was hast du vor?«
»Mich hier nur ein bisschen umsehen. Wenn wir schon die beiden oberen Stockwerke nicht betreten dürfen. Was wir übrigens gleich doch noch mal unerlaubterweise tun sollten. Wir müssen die Lage im Puppenzimmer checken.« Tony versucht die mächtige Schiebetür des Schuppens zu öffnen. Bin ich zunächst wirklich überzeugt davon, dass sie garantiert verschlossen ist, werde ich nun eines Besseren belehrt.
»Wow!«, entfleucht es aus DiNozzos Mund und auch ich staune nicht schlecht, als wir neben ein paar Gartengeräten, die an den Wänden angebracht worden sind, einen alten Cabrio-Oldtimer erblicken.
»Ein Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost«, sage ich beeindruckt. »Vermutlich Baujahr 1912. Und äußerlich in einen einwandfreien Zustand. Zumindest, so weit ich es von hier beurteilen kann.«
»Dann lass uns näher an ihn herangehen.« Kaum ausgesprochen geht Tony in das Gerätehaus hinein, ich folge ihm. Ganz vorsichtig streicht er mit den Fingern über den dunkelroten Lack, während ich mir das Armaturenbrett ansehe. »Der Wagen muss doch total viel wert sein! 800.000 Dollar mindestens! Warum lässt Mrs. Donovan den hier einfach in einem unverschlossenen Schuppen stehen?«
»Ich weiß nicht. Entweder es ist ihr egal, wenn er gestohlen wird, oder aber sie weiß gar nicht, dass sie ein kleines Juwel hier stehen hat. Wer den wohl gekauft hat? Ihr Großvater? Oder doch erst ihr Vater?«
» Keine Ahnung. Aber...ich würde ja mal zu gerne wissen...«, Tony unterbricht sich und sieht mich über das Auto hinweg an. »Meinst du, wir finden in der Villa den Fahrzeugschlüssel?«
»Tony, nein«, erwidere ich, wohlwissend, worauf er hinaus will.
»Als ob du ihn nicht auch fahren wollen würdest«, entgegnet er und hat damit nicht ganz unrecht.
»Das will ich auch nicht abstreiten, dennoch werden wir nicht mit diesem Auto fahren.«
»Ach, komm schon. Nur eine kleine Spritztour. Wenn es sein muss auch im Schneckentempo. Die werden nicht merken, dass wir ihn bewegt haben.«
»Tony, auch wenn du mich gerade mit einem sehr süßen Hundewelpenblick ansiehst«, beginne ich und kann darüber einfach nur lächeln, was mir erschwert nicht klein beizugeben, »wir dürfen das nicht. Und das weißt du auch. Und außerdem würde ich viel lieber die ganze Zeit mit dir zusammen verbringen. Und das kann ich nicht, wenn du nach deiner Tour erst mal mit Autowaschen beschäftigt bist. Denn Dreck wird garantiert von dem Forstweg an dem Wagen zu finden sein.«
»Guter Einwand«, er hält einen Finger in die Höhe. »Aber wie wäre es damit? Du könntest mir helfen?«
»Könnte ich, aber werde ich tatsächlich dazu gewillt sein?«, antworte ich ihm frech, worauf es kurz in seinen grünen Augen blitzt. Dann leckt er sich scheinbar unbewusst über die Unterlippe, senkt seine Lider etwas nach unten. Mit verführerischer Stimme unterbreitet er mir einen Vorschlag. »Und wenn du mir einfach dabei zu sehen würdest? Nicht nur Frauen können bei der Autowäsche sexy sein.« Der anschließende Biss auf seine Lippe zaubert nicht nur Bilder vor meinem geistigen Auge, sondern lässt mich dazu noch einen erregten Laut von mir geben.
Ich muss mich räuspern, nehme sein Gewinnerlächeln anerkennend zu Kenntnis, doch er sollte sich nicht zu früh freuen. Meine Vernunft siegt in diesem Fall am Ende doch noch über meine aufkommende Lust. »Netter Schachzug, mein Liebster. Jedoch vergebens.«
Er steckt seine Niederlage allerdings gekonnt weg. Lässt er mich doch nun selbstbewusst wissen: »Na, du bist derjenige, der dabei mehr verliert. Ich hoffe, dir ist das klar.«
»Erinnere mich bloß nicht daran, sonst überlege ich es mir noch anders.«

*****

Nach meinen Anrufen bei der Werkstatt und Ducky, haben wir nachgesehen, ob der Vogel inzwischen seinen Weg hinausgefunden hat. Zum Glück war dies der Fall, weshalb wir beide Fenster in dem Raum schlossen und ich noch die Puppe zurück auf die Kommode setzte. Tony hatte sich geweigert es zu tun und es hat ihm nicht mal was ausgemacht, dass ich ihn deswegen ein wenig aufzog.
Dann waren wir im Herrenzimmer, um die sich dort befindende Bibliothek näher in Augenschein zu nehmen. Jeder mit einem Buch bewaffnet machten wir uns es auf den Sesseln in der Leselounge gemütlich, um uns ein wenig darin zu vertiefen. Madame Francine hat es sich dabei auf meinem Schoss gemütlich gemacht, was von Tony nur mit einem abschätzenden Seitenblick kommentiert wurde. Meine Belustigung darüber schien er mir zumindest für wenige Sekunden übel zunehmen. Doch dann forderte er mich sogar auf, die pelzige Lady zu streicheln, schließlich würde sie nur darauf warten. Hat er sich da noch für ihr Wohlbefinden eingesetzt, überließ er es mir jedoch um sieben Uhr alleine, mich um die Futterausgabe für die Katze zu kümmern.
Nach ihrer Mahlzeit hat sich Madame Francine ins Wohnzimmer zurückgezogen, während ich wieder meinem Lebensgefährten Gesellschaft leistete, bis um zwanzig vor acht ein Hupen verkündete, dass der Abschleppwagen vor der Villa wendete, nachdem er mein Auto aufgeladen hatte. Ich ging hinaus, um das Auftragsformular zu unterschreiben.

Jetzt sitze ich draußen auf der Terrasse im Strandkorb und lasse mir den leichten Sommerwind um die Nase wehen, während ich auf Tony warte. Er ließ es sich nicht nehmen für uns eine Kleinigkeit zum Abendbrot zu machen, und meinte, ich solle es mir doch schon gemütlich machen, anstatt ihm zu helfen. Ich glaube, Tony gibt es ein gutes Gefühl mich zu umsorgen, was widerum ein warmes in mir auslöst.
Die Terrassentür wird aufgeschoben, DiNozzo tritt mit einem Tablett in den Händen hinaus. Als ich mich erheben möchte um ihm zu helfen, lehnt er ab. »Bleib ruhig sitzen, ich krieg das hin.« Wie schon beim Mittagessen verschließt er die Tür wieder mit seiner Hüfte, kommt zu mir und stellt das Tablett seitlich zwischen uns, nachdem er sich zu mir gesetzt hat.
»Das duftet aber lecker. Und sieht auch köstlich aus.«
»Ach, das ist nur gebratener Käsetoast, mit Speck und Rührei. Dazu gibt es Eistee. Ich hoffe, es wird dir schmecken.«
»Da bin ich mir sicher«, ich beuge mich zu ihm rüber und gebe ihm einen kleinen Kuss. »Guten Appetit.«
»Den wünsche ich dir auch.«

Es herrscht keine unangenehme Stille zwischen uns, als wir unser Essen verspeisen. Wir genießen einfach nur unsere gemeinsame Zeit und die schöne Umgebung.
»Wenn es nicht so weit ab von der Stadt wäre, würde ich sogar sagen, hier lässt es sich gut leben«, meint Tony, als er mit seinem Teller fertig ist und sich sein Glas an die Lippen setzt, um einen Schluck zu trinken.
Ich nicke, ist mir doch bewusst, dass DiNozzo nicht völlig ohne Trubel wie Kino oder Barbesuche leben würde können, auch wenn er ebenfalls die ruhigen Momente sehr zu schätzen weiß. Das würde auch nicht zu ihm passen. »Weißt du, was mir gerade durch den Kopf geht?«
»Ich hoffe, du wirst mich gleich darüber aufklären.« Neugierig gerate ich in seinen Fokus.
»Ich spiele mit den Gedanken Mrs. Donovan zu fragen, ob wir noch ein paar Tage hier bleiben können. Natürlich würden wir ihr dafür Geld geben, denn unsere Hilfe benötigt sie nach ihrer Rückkehr ja nicht mehr.«
»Du meinst wegen Thomas Landau?«
»Ja. Ich weiß nicht, ob er auf der Suche nach dir ist oder ob es einen anderen Grund für ihn gab in dein Apartment einzubrechen. Und auch wenn mir nicht bekannt ist, wie er über mich Bescheid wissen sollte und somit über uns beide, ist eins ganz sicher. Über unseren hiesigen Aufenthalt kann er keine Kenntnis haben. Ich möchte dich in Sicherheit wissen. Gerade weil ich nicht weiß, ob er eine Gefahr für dich sein kann. Und falls es so sein sollte, ob ich dich wirklich vor ihm beschützen kann. Obwohl ich alles dafür tun würde, wie ich dir heute am frühen Nachmittag schon sagte.«
Tony greift nach meiner Hand und hält sie ganz fest. Er zögert für einige Momene, ehe er mir seine Ansichten mitteilt. »Das ist lieb von dir. Aber... Ich will nicht, dass wir uns verstecken müssen. Ich möchte nicht vor ihm weglaufen. Durch seine Tat war es überhaupt erst möglich gewesen, dass ich des Mordes verdächtigt werden konnte. Ich will nicht, dass er noch mehr Macht über mich bekommt. Weiter über mein Leben bestimmt.« Er drückt fester zu. »Andererseits würde Thomas auch nicht in deine Nähe kommen können, wenn wir hier bleiben würden. Vielleicht sollten wir Mrs. Donovan tatsächlich fragen, ob wir unseren Aufenthalt hier verlängern können. Vielleicht gibt es ja irgendetwas hier zu tun, was wir als Dankeschön für sie erledigen könnten. Aber ich möchte nicht dieses Gefühl haben, dass Thomas unser Leben beeinflusst. Wenn auch nur bis zu dem Zeitpunkt, bis er endlich geschnappt wurde.«
Ich kann den Zwiespalt, in dem sich mein Lebengefährte befindet völlig nachvollziehen. Und muss mir eingestehen, dass ich überhaupt nicht darüber nachgedacht, was die Entscheidung, weiterhin fernab der Stadt zu bleiben, auch bedeutet. »Lass uns einfach eine Nacht darüber schlafen, einverstanden? Vielleicht wissen wir morgen früh, was für uns das Beste ist.«
»Einverstanden«, erwidert Tony und ist diesmal derjenige, der sich mit seinem Gesicht meinem nähert, damit wir einen Kuss austauschen können.

Eine halbe Stunde später sitzen wir im Wohnzimmer an der Bar und genehmigen uns einen der edlen Tropfen. Die Auswahl ist groß, weshalb es uns beiden schwer fiel uns für etwas zu entscheiden. Vermutlich wird unser jetziges Glas deshalb nicht das letzte sein. Ein weiteres werden wir uns bestimmt noch gönnen. Im Hintergrund läuft diesmal leise der Gesang von Billie Holiday, während Madame Francine ein Nickerchen auf der Couch macht.
Tony schwenkt den Alkohol in seinem Glas ein wenig, bevor er einen Schluck davon nimmt. Anschließend ziert ein irgendwie schon schräges Lächeln sein Gesicht.
»Woran denkst du gerade?«, versuche ich in Erfahrung zu bringen.
»Um ehrlich zu sein an meinen Dad. Ich hab mir gerade ausgemalt, wie er reagieren wird, wenn er von unserer Beziehung erfährt. Ich glaube, es wird ihm die Sprache verschlagen. Und einen DiNozzo so zu erleben ist doch eine Seltenheit.«
Auch meine Mundwinkel wandern nach oben. Doch dann werde ich ernst. »Möchtest du ihm denn von uns erzählen? Nachdem er dich damals auf dem College mit einem Kerl im Bett erwischt und dir danach deine Kommilitoninnen schöngeredet hat, hast du deine bisexuelle Seite doch vor ihm verborgen.«
»Das stimmt. Weil ich keinen Stess mit ihm haben wollte. Oder vermutlich wohl eher, weil ich seine Intoleranz nicht erleben wollte, wenn ich jetzt mal ehrlich zu mir selbst bin. Aber ich bin jetzt mit dir zusammen, Jethro. Ich liebe dich und das wird sich nie ändern. Damit wird er klarkommen müssen, ich lass ihm keine andere Wahl. Sollte er es nicht können, tja, dann ist es so. Es ist ja nicht gerade so, dass wir viel Kontakt miteinander hätten. Wenn er dann gar nichts mehr mit mir zu tun haben will, werde ich damit leben müssen. Nur dich will und darf ich nicht verlieren. Ich werde zu uns stehen, diesmal keinen möglichen Konflikt mit meinem Dad aus dem Weg gehen. Für dich werde ich mich ihm stellen.«
»Du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet«, erwidere ich und meine es auch genauso. Jedoch hätte ich ihm auch keinen Vorwurf gemacht, wenn er seinen Vater nicht über unser Beziehung in Kenntnis hätte setzen wollen.
DiNozzo streichelt mir zärtlich über die Wange, ehe er sein Glas anhebt, in der Aufforderung, dass ich mit ihm anstoße. »Auf uns.«
»Auf uns.«

******

Schwer atmend von meinem eigenen Orgasmus, der mich nur wenige Sekunden zuvor überrollt hat, versuche ich mir den Moment einzuprägen, indem Tony seinen Höhepunkt erreicht.
Mit einem Unterarm aufgestützt, befindet er sich mit seinem Körper über und mit seinem Glied tief in mir. Sein Gesicht ist meinem so nah, ich spüre jeden Hauch seiner Atmung auf meiner Haut. Die befriedigende Erlösung ist deutlich bei ihm zu erkennen, sodass mir selbst ein weiteres erregtes Stöhnen entweicht.
Erschöpft küsst er mich, teilt dann das Lächeln mit mir, welches ich ihm schenke. Ich kann gar nicht anders. Eigentlich hatten wir nur gekuschelt, dass daraus unser zweite Mal entstehen würde, kam für mich doch unerwartet. Nach der Nachricht über den Einbruch, hätte ich nicht gedacht, dass meinem Freund heute danach wäre.
Diesmal war es nicht so hektisch, wir haben uns mehr Zeit gelassen. Ich habe die Kontrolle an Tony abgegeben und mich bereitwillig von ihm leiten lassen. Er hat das Tempo bestimmt, immer auf mich achtend. Er hat mich stets fühlen lassen, dass ich ihm vertrauen kann. Auch wenn dieser Sex ebenfalls in wilder Leidenschaft endete, haben wir diesmal ein längeres Vorspiel genossen und zu DiNozzos eigener Beruhigung, konnte er mich besser vorbereiten. Sodass ich dieses Mal, als wir miteinander verschmolzten, wirklich kaum Schmerz empfand und ich daher nicht wieder in Versuchung geriet, diesen vor ihm zu verstecken, damit er sich keine Sorgen machen muss.

DiNozzo entzieht sich mir, legt sich dann seitlich eng an mich dran. Seine Hand ruht auf meinem Bauch, mein Arm um seine Taille.
»Tony, das war...«, ich ringe nach den passenden Worten, bin aber noch zu aufgewühlt von meinen Empfindungen, um mich richtig artikulieren zu können.
»Ich verstehe dich«, erwidert er grinsend, drückt mir seine Lippen auf die Wange, ehe er unseren Akt kurz und knapp bewertet. Und dennoch so treffend. »Es war schön.«
»Das war es«, bestätige ich ihm, kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es jemals anders sein sollte. »Wie fühlst du dich?«
»Berauscht«, antwortet er mir. »In einem guten Sinne.«
»Na, das hoffe ich doch. Schließlich ist unsere Liebe beinahe wie eine Droge. Anders kann ich mir nicht erklären, wie glücklich ich mit dir bin. Ich habe noch nie so empfunden, Tony. Ich habe noch nie jemanden so geliebt wie dich.«
DiNozzo streckt seinen Kopf etwas nach hinten, sodass wir uns ansehen können, als auch ich meinen in seine Richtung drehe. Gerührt glänzen seine Augen. »Und ich keinen anderen wie dich.«
Zärtlich küssen wir uns. Dann offenbahrt er mir: »Jethro, du bist das Besondere.«
»Was meinst du damit?«, hake ich leise nach.
»In der Nacht in deinem Keller, als wir Eis gegessen haben, da habe ich dir erzählt, dass ich bei Männern etwas Besonderes sehen muss, um mich ihnen zu nähern. Etwas für sie fühlen zu können. Wegen meiner schlechten Erfahrung mit Dillon. Nachdem wir beide zusammen gekommen sind, hast du mich nie gefragt, was ich bei dir als besonders ansehe. Aber ich will, dass du es weißt. Weil ich möchte, dass es dir klar ist«, er macht eine Pause, legt seine Hand an meine Wange und streichelt mit dessen Daumen über meine Haut unter den Lippen. »Du bist besonders, Jethro. Dein ganzes Wesen. Ich glaube, es war unvermeidbar, dass mein Herz sich dich ausgesucht hat. Früher oder später wäre es irgendwann passiert.«
Wieder einmal scheitere ich bei dem Versuch die richtigen Worte zu finden. Überwältigen mich doch seine. Vermutlich wäre jedes einzelne, wie sie auch gelautet hätten, zu wenig gewesen. Deshalb entschließe ich ihm zu zeigen, wie nah mir sein Geständnis geht, wie viel es mir bedeutet. Ich küsse ihn, fast schon zu vorsichtig, nur um ihn dann so fest in meine beiden Armen zu ziehen, dass es ihm eigentlich wehtun müsste. Als mir der Gedanke kommt, lockere ich sofort meinen Griff und lasse ihn dann doch noch etwas wissen. In der stillen Hoffnung, dass es ihm bereits vorher bewusst gewesen ist. »Du bist mein besonderer Mensch, Tony. Ich liebe dich.«
»Ich liebe dich auch, Jethro.«

-Fortsetzung folgt-

Ich wünsche euch und euren Familien Frohe Ostern.
LGe, Stokely
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