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Für die, die wir lieben

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Het
Aro Demetri Felix Jane OC (Own Character)
11.08.2020
21.04.2021
52
89.049
8
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.04.2021 1.426
 
Hallöchen

doch noch ein Kapitel heute fertig geworden.
Eigentlich ist es sehr kurz und wollte es nicht so hochladen, aber das Ende des Abschnitts gefiel mir zu gut, weswegen es doch kommt.
Daher wohl morgen eher weniger dann.
Sorry

Viel Spaß

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„Nele“, hauchte Alistair und sofort war ich auch an ihrer Seite.
„Carlisle“, brüllte ich automatisch, die Augen nicht von Nele weg gewandt.
„Wie geht es dir meine Liebe?“, fragte Alistair.
„Durst“, hauchte sie und versuchte aufzustehen.
„Warte. Ich helfe dir“, sagte ich und wollte sie halten, doch sie schlug sofort meine Hand weg.
„Ich dachte du bist weg…“, gab sie trocken zurück.
Meine Kehle schnürte sich zusammen. Sie hasste mich immer noch. Ich ging einige Schritte zurück, ohne den Raum zu verlassen. Augenblicklich kam Carlisle herein und schaute zu Nele. Er merkte aber auch, dass ich etwas bedrückt wirkte.
„Alles okay?“, wisperte er zunächst zu mir.
Ich nickte. Danach wandte er sich zu Nele.
„Wie geht es dir denn?“
„Ich bin durstig und… kraftvoll zugleich.“
Carlisle nickte.
„Da du nicht sofort jagen kannst, werden wir dir erst ein Mal Menschenblut geben. Keine Sorge. Wurde freiwillig gespendet. Keiner ist gestorben. Nach ein paar Tagen, werden wir dann die Ernährungsumstellung beginnen.“
„Muss es Menschenblut sein?“, fragte sie und ich konnte förmlich den Vorwurf spüren.
„Es ist am Anfang das Effektivste. Wenn du direkt Tierblut zu dir nimmst, werden nicht alle Sinne voll ausgebildet“, sprach Carlisle ruhig weiter.
„Ich werde es dir in einem Glas reichen. Ich glaube allerdings, die Anwesenden Herrschaften sollten dafür gehen…“, dabei schaute er zu mir und Alistair.
„Nein. Er soll bleiben“, wimmerte Nele und hielt Alistairs Hand fest.
„Wenn ich das Menschenblut rieche, werde ich mich nicht beherrschen können“, versuchte ihr Mann ihr zu erklären.
„Und deine Schwester…“, dabei schaute er zu mir.
„Ich bin das Monster hier und trinke immer noch Menschenblut, daher es auf mich eine noch größere Anziehung hat. Ich verstehe schon. Ich werde mir Demetri und Felix selbst jagen gehen. Ich denke drei Stunden sollten genügen…“, dabei verließ ich den Raum.

Wir waren etliche Kilometer weit weg und ich versuchte durch das Rennen einen klaren Kopf zu bekommen. Ich war mir nicht sicher, ob ich erleichtert, oder enttäuscht war.
„Hey. Mia. Bleib stehen“, rief Demetri, der mich dann an einer Schulter zum stehen bewegte.
Irritiert schaute ich zu ihm.
„Was?“
„Du bist schon an etlichen Menschen vorbeigelaufen. Die letzte Stadt haben wir vor 15 Minuten durchquert. Wenn du nicht bis nach Alaska laufen willst, sollten wir hier jemanden finden.“
Ich schaute meine Begleiter an und merkte, dass sie ein unsicheres Gesicht machten.
„Sorry. Etwas unkonzentriert…“
„Du solltest was trinken“, kam einfach von Felix und ich musste dabei grinsen.
Für ihn war vieles ganz einfach zu klären. Wie ein Mensch, dessen Lösung immer Essen war.
„Ja. Sollte ich...“
„Ein Glück, das ich eben noch zwei Wanderer entdeckt habe“, grinste Demetri und deutete in die Richtung, aus der wir gekommen waren.
Wanderer oder Jäger waren perfekt. Sie waren alleine, isoliert und man konnte es in der Wildnis gut als Tierangriff aussehen lassen.
„Nur zwei?“, fragte ich und hob eine Augenbraue.
„Na ich kann mir was mit Felix teilen. Du hast es nötiger. Wir waren schon jagen die Tage…“
„Soso… teilen. Einer links, der andere rechts oder teilt ihr ihn in der Mitte? Oben und unten?“
Demetri schubste mich, wodurch ich einige Meter taumelte.
„Hey!“ Dann rannte er los.
„Wer zuerst da ist, darf sich den Leckeren holen!“
Von wegen alter, weiser Vampir war. Männer änderten sich wirklich nie!
Ich leckte über meine Lippen und konnte mir ein stöhnen nicht verkneifen. Felix hatte recht. Trinken half wirklich.
„So gut?“, kicherte Demetri, der mit Felix den anderen erledigt hatte und dessen Leiche schon auf dem Schnee lag.
Ich hatte mir etwas mehr Zeit beim trinken gelassen.
„Ich hatte zwar schon bessere. Aber auch schlechtere. Er hat sich gesund gehalten“, dabei schaute ich doch etwas unsicher auf den Mann.
Unschuldige jagte ich ungern, aber hier konnte man nicht sehr wählerisch sein. Es gab nicht so viele Menschen in der Region.
„Sie ist also wirklich ein Vampir“, sprach Demetri das aus, was mir durch den Kopf ging.
„Ja…“
„Unsere Mission ist beendet“, sprach er weiter.
„Ich weiß…“
„Aro wird wollen, dass wir bald zurück kommen.“
Ich seufzte entnervt. All das wusste ich selbst. Aber wie konnte ich meine Schwester jetzt verlassen?
„Aro kann warten“, sagte dann Felix und überraschte uns beide damit.
„Hä?“, fragte ich blöde.
„Wir sollten sicher sein, dass sie die nächsten Tage kein Auffallen macht. Neugeborene sind die ersten Tage am explosivsten“, kam eine nüchterne, logische Antwort von seinen Lippen.
Demetri verrollte theatralisch die Augen, wo jede Frau neidisch drum geworden wäre.
„Dann erkläre ich es mal Aro, das wir noch etwas bleiben. Hoffe dass er nicht sauer wird“, damit zückte Demetri ein Handy und ging etwas weiter weg.
Wahrscheinlich um Empfang zu finden.
„Danke Felix“, sagte ich und meinte es.
Neugeborene waren zwar ein Risikofaktor, aber die Cullen würden sicher es unter Kontrolle kriegen. Felix hatte es nur als Ausrede genommen, damit ich bei ihr noch sein konnte. Nur noch ein wenig und vielleicht die Dinge zwischen uns klären.
Der sanfte Riese schaute mich an und die Farbe seiner Augen war so strahlend und tiefrot, wie es nur nach direkter Zufuhr von Blut war und irgendwie verlor ich mich für einen Augenblick in diesen Augen. Offensichtlich ging es ihm genauso, denn seine Augen wichen nicht meinen und ich konnte meine Reflektion in seinen sehen. Eine Hand streichelte meine Wange und ich realisierte, dass es seine war. Wir waren uns näher gekommen und davon hatte ich nix gemerkt. Der Anblick war sicher zum schießen. Mitten im blutroten Schnee, zwischen zwei Leichen standen ein 2m großer Hüne, der nach unten schaute und in die Augen einer Frau blickte, und umgekehrt.
„Deine Augen. Sind wunderschön“, sprach er leise und ich hätte schwören können, das eine Gänsehaut über meinem Rücken lief.
Diese Worte waren so voller Liebe, Sehnsucht und Ehrlichkeit. Da wurde mir klar, das Nele sowas nie sagen würde. Sie fand diese blutroten Augen zum Fürchten. Und auch die Cullen würde sie nie als wunderschön bezeichnen.
„Sie sehen aus, wie alle Augen von uns“, hauchte ich und konnte mich nicht von seinen lösen.
„Nein“, sagte er sanft. „Deine sind direkt um die Pupille etwas heller als bei anderen.“
Das überraschte mich nun. Ich hatte immer gedacht sie sähen bei allen gleich aus. Blutrot nach dem trinken und immer dunkler, bis schwarz wenn wir durstiger wurden.
„Du hattest als Mensch helle Augen…“, sprach er weiter.
„Woher…Hast du sie noch als Mensch gesehen?“
Er schüttelte mit dem Kopf.
„Darauf hatte ich nicht geachtet. Dein Blut. Hat mich davon etwas abgelenkt“, ein entschuldigendes, unschlüssiges Lächeln zierte seinen Mund.
„Hab ich denn gut gerochen?“
Ich war nun einfach neugierig. Ich wusste, wie unterschiedlich Blut riechen und schmecken konnte. War ich normaler Durchschnitt oder doch ein Leckerbissen?
„Für mich schon…“
„Schade, dass du es nicht schmecken konntest. Nur dieser Idiot, den ich angezündet habe und Aro haben es probiert.“
Wieso ich das sagte, wusste ich nicht. Aber in dem Moment wollte ich, dass er gewusst hätte, wie ich geschmeckt habe. Ein absurder und irgendwie intimer Gedanke zugleich.
„Er geht dir immer noch aus dem Weg“, grinste Felix.
Ich hatte bei dieser Wache einen eindeutigen Eindruck hinterlassen.
„Und ich hätte dich gerne probiert. Aber hätte Angst gehabt, mich nicht zu beherrschen…“
Nun biss ich mir auf die Unterlippe. Ich hatte schon von Liebesbissen gehört, aber dieses Geständnis und die Art, das ich dieses Geständnis sehr erotisch fand und zugleich seine liebevolle Art zum Vorschein kam, waren neu für mich und verwirrend. Wir schwiegen uns beide weiter an, denn ich wusste nicht, wie ich darauf antworten sollte.
„So ihr zwei. Aro hat das okay gegeben“, ertönte Demetris Stimme und sofort sprangen Felix und ich auseinander.
Wie zwei Teenager, die von ihren Eltern überrascht wurden, wobei wir nichts Unerlaubtes getan hatten. Wir hatten uns nur in die Augen geschaut.
So wie mir noch nie ein Mann in die Augen geschaut hatte. Direkt in meine Seele.
Demetri schien nix bemerkt zu haben und begann die Leichen etwas zu präparieren, damit sie Wildtiere verscharren würden.
„Hättet ja auch schon was tun können“, nuschelte er und dann half Felix ihm.
Als alles fertig war, wollten wir uns auf den Rückweg machen. Ehe wir los gingen, wandte ich mich zu Felix.
„Felix…“, sagte ich und traute mich nicht ihn anzuschauen.
Ich spürte jedoch, dass ich seine Aufmerksamkeit hatte und er seinen Blick zu mir gedreht hatte.
„Sie waren grau“, und damit rannte ich los.
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