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Für die, die wir lieben

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Het
Aro Demetri Felix Jane OC (Own Character)
11.08.2020
23.04.2021
53
89.189
8
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07.04.2021 2.721
 
Hallöchen

Sorry das es heute nur ein Kapitel gibt.
Die Grippe hat mich echt niedergerissen und nachm Duschen war ich so fertig, dass ich nur noch den ganzen Tag schlief.

Hoffe es gefällt euch dennoch.

Kurze Info zu dem Lied. Ja, es ist noch nicht so alt. Ja, es passt zeitlich nicht richtig rein. Aber es gefällt mir so gut, dass ich es dennoch rein gemacht habe.

Viel Spaß

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Demetri, Felix und ich hatten uns dann schnell aus dem Staub gemacht, da wir nicht unnötig der Versuchung mehr ausgesetzt sein wollten. So hatte Mike keine Chance mich nochmal anzuquatschen, was mir nicht leid tat!
Ich hatte die Perücke sofort ausgezogen als wir im Haus ankamen und schmiss mich in dem rosa Ungetüm auf das Sofa im Wohnzimmer. Unsere Kontaktlinsen hatten sich schon aufgelöst und so warteten wir einfach ab, bis die anderen heim kommen würden. Zeberus schnarchte in einer Ecke und ich starrte die Decke an.
„Lief doch gut“, sagte Demetri, der sich auf einem Sessel bequem machte und eine Zeitung durchblätterte.
„Keine Tote“, kommentierte ich es trocken.
„Braun steht dir besser“, kam wieder von Demetri.
„Finde ich auch…“
Stille.
Wie lange wir so ruhig saßen, wusste ich wieder nicht. Zeit war als Vampir wirklich relativ. Aber irgendwann war draußen lautes Lachen zu hören und zisch Vampire und meine Schwester kamen rein. Sie trug immer noch ihr Kleid und schien wirklich glücklich zu sein.
„Oh. Ihr seid hier“, kam von ihr, als sie uns drei sah.
„Wo sollten wir denn sonst sein?“, kam etwas giftig von mir.
Sie wusste genau, dass wir hier bleiben mussten, bis sie gewandelt war. Die Cullen schwiegen und verteilten sich nun auch im Raum, ebenso wie die Denali.
Ich hatte kaum Kontakt zu ihnen, und ignorierte sie daher.
„Ich hatte nur meine Tasche vergessen. Danach fahren wir“, gab sie pappig zurück.
„Welche Tasche? Wohin geht ihr?“, fragte ich nun hellhörig.
Wenn sie wo hin ging, mussten wir mit.
„Das geht dich nichts an! Du musst mir nicht überall hin folgen! Es ist meine Hochzeitsnacht!“
Da klingelten alle Alarmglocken in mir.
„Was meinst du mit Hochzeitsnacht?“
Ich war mittlerweile aufgesprungen und musste mich beherrschen.
„Du bist zwar prüde, aber so dumm kannst du nicht sein!“
„Du wirst NICHT mit Alistair schlafen, solange du ein Mensch bist!“, kam nun knurrend von mir.
„Er ist mein MANN. Natürlich werde ich mit ihm schlafen.“
„Mia. Wir haben schon versucht mit ihr zu reden“, brachte Edward hervor.
„Oh nein! Sie wird nicht mit ihm schlafen! Ihr wisst genau, was passieren kann!“, dabei deutete ich auf Bella, da Nessie und Jacob nicht da waren.
Sie waren die Einzigen die Schlaf brauchten und waren schon daher im Bett.
„Es ist ihr Wunsch. Sie will noch als Mensch…“, begann Alistair kleinlaut.
„Oh NEIN! Sie hat da kein Mitsprache Recht! Es ist eine Sache, dass sie als Mensch von unserer Existenz weiß. Aber so ein Kind zu zeugen ist sowas von verboten!“
„Du und deine Regeln. Ich pfeife drauf! Du bist doch nur eifersüchtig, das DICH keiner Mal nimmt. Du bist untervögelt!“, brüllte nun Nele.
„Bitte was?“
„Du hast richtig gehört! Du bist untervögelt. Wann hast du das letzte Mal Sex gehabt? HAST du denn schon als Vampir Sex gehabt?“
Ich war überrumpelt. Wieso redeten wir über mein Sex-Leben nun.
„Da spielt hier keine Rolle…“, versuchte ich die Situation zu retten.
„Also nein. Und als Mensch hattest du auch lange keinen Sex. Also vollkommen untervögelt. Naja. Dich wollte ja eh keiner. Und da bin ich so nett, sage Mike, dass du scharf auf ihn bist, damit du mal flach gelegt wirst und du bist MIR dann noch undankbar und lässt ihn abblitzen.“
„Du hast was? Du hast ihn auf mich angesetzt? Spinnst du komplett? Er ist ein Mensch! Wenn ich mit ihm schlafen würde… Gott. Ich könnte ihn einfach so zerreißen!“
„Genau das ist dein Problem. Du gehst nicht auf Männer ein…“
„Hörst du dir mal zu? Du warst schon immer blauäugig, aber jetzt tickst du total am Rad! Wenn du diese Tür verlässt und wirklich Sex als Mensch hast, dann garantiere ich für nichts!“
Nun waren auch alle anderen Vampire hellhörig.
„Ach willst du mich umbringen?“, fauchte nun Nele.
„Leg es nicht darauf an Nele. Du bist meine Schwester und ich liebe dich, aber du gehst zu weit!“
„Dann komm doch!“, schrie sie nun und stapfte auf mich zu.
Doch weit kam sie nicht, denn Alistair hielt sie fest. Ebenso war ich in ihre Richtung unterwegs, wurde aber von Felix festgehalten.
„Das hier ist ein Streit unter Schwester!“, knurrte ich beide Männer an.
„Genau!“, beichtete Nele mir bei.
„Ich werde lieber gehen“, sagte Alistair kleinlaut.
„Du bleibst!“, brüllte meine Schwester ihren Mann an, dem das alles sichtlich unangenehm war.
Doch er schaute mich nur entschuldigend an, ehe er blitzschnell aus dem Haus rannte. Nele starrte die Stelle, an dem er gestanden hat, noch fassungslos an.
„Jetzt hast du ihn vergrault! Danke. Ich hasse dich!“, brüllte sie, ehe sie sich umdrehte und dann auch raus stapfte.
„Wohin gehst du?“, brüllte ich.
„Ich werde ihr folgen“, sagte Edward und war auch weg.
„Na immerhin lebt sie. Pf…“, dabei verschränkte ich meine Arme und war einfach nur sauer.
Sie merkte nicht, dass ich ihr dauernd das Leben rettete.
„Sie meint das sicher nicht so…“, kam von Alice.
„Oh doch tut sie. Und ist mir egal…“

Klein Nele war immer noch sauer, als sie unsere Verwandten einige Tage später verabschiedete und der Tag der Wandlung anstand. Alistair hatte sie, zu meiner Verwunderung, wirklich nicht angefasst. Es würde im Haus der Cullen stattfinden, damit man genug Kontrolle hatte. Auch war der Denali-Clan noch da, um Beistand zu leisten. Sie trauten uns also nicht.
So war Nele, ohne mich eines Blickes zu würdigen in den „Behandlungsraum“ gegangen, zusammen mit Carlisle und Alistair. Da ich sicher nicht zurückbleiben würde, war ich einfach trotzig gefolgt.
„Was willst du hier?“, keifte sie mich direkt an.
„Ich bin immer noch als Volturi hier, um zu sehen, ob du gewandelt wirst“, gab ich nüchtern ihr zu verstehen.
„Kannst du auch von draußen. Ich will dich nicht hier haben.“
„Tja. Pech. Ich bleibe hier. Sei froh, dass es nicht Demetri oder Felix ist!“
„Bitte Nele“, sprach nun Alistair mit leiser Stimme zu ihr und streichelte sie sanft über den Arm.
„Na gut“, gab sie bei und schaute ihren Mann mit so viel Liebe an, das mein eigenes Herz sich etwas zusammen zog.
Egal was ich davon hielt, das sie ihr menschliches Leben aufgab und was ich auch dachte, was ihre vorherigen Beziehung waren. In diesem Moment liebte sie Alistair wirklich.
„Wenn du dich bitte hin legst Nele. Wir werden dir etwas Morphium geben. Es wird die Schmerzen zwar nicht stoppen, aber deinen Körper ruhig halten, damit du dich nicht verletzt“, sagte Carlisle und ich konnte mir in dem Moment gut vorstellen, dass er ein begnadeter Arzt war.
Nele küsste Alistair nochmal sehr innig, ehe sie sich auf die Behandlungsliege legte.
„Kann los gehen.“
Ich stand an ihrem Fußende und biss mir auf die Lippe. Auch wenn wir uns stritten, so hatte ich Angst um sie. Angst dass sie die Wandlung nicht überstehen würde. Alistair nahm eine Hand von Nele und schaute ihr liebevoll in die Augen. Auch ihr Blick wandte sich nicht von Alistairs Augen ab. Dann nahm Carlisle die erste Spritze.
„Erst das Gift und dann danach das Morphium. Ansonsten würde dein noch menschlicher Körper das nicht überleben.“
Sachte legte er die Spritze an und ich sah zu, wie ganz langsam das Gift in ihren Körper sickerte. Jetzt war es zu spät für einen Ausstieg. Zunächst passierte nichts und wir drei schauten einfach auf Nele. Doch von einer Sekunde, auf die nächste stöhnte sie auf.
„Es brennt“, quetschte sie durch die Lippen und ich wusste aus eigener Erfahrung, dass das nur der Anfang war.
„Carlisle. Das Morphium“, bettelte Alistair, als Nele anfing seine Hand feste zu quetschen.
„Noch nicht. Ihr Körper würde es noch nicht aushalten. Nur etwas Geduld noch ,mein Freund.“
Auch ich war bis zum Reißen angespannt. Meine eigene Wandlung war nicht lange her und ich konnte jedes Schreien, jeden Schmerzensruf verstehen und nachfühlen, denen Nele machte. Es schien eine Ewigkeit zu sein, ehe Carlisle das Morphium ihr spritzte und ihr Körper dann wie in eine Art Koma fiel.
„Bella sagte, der Schmerz wäre immer noch vorhanden, aber so verletzt sie sich nicht“, wiederholte Carlisle, ehe er aufstand.
„Nun müssen wir warten…“
„Ich bleibe“, sagte ich automatisch, nahm einen Stuhl aus der Ecke und setzt mich zu Neles linken Seite.
Alistair stand mir gegenüber, auf der anderen Seite und hielt noch Neles Hand.
„Ich auch“, sagte Alistair.
„Aber denk dran, jagen zu gehen, wenn es zu lange dauert“, sagte Carlisle, ehe er den Raum verließ.
„Danke dass du hier bleibst“, kam nun vom Mann meiner Schwester und ich blickte ihn überrascht an.
„Wieso dankst du mir?“
Alistair schwieg eine Weile und schien über die richtigen Worte nachzudenken.
„Sie hat dir viele böse Worte an den Kopf geworfen. Auch ich habe mit Edward geredet und deine Sicht erfahren. Ich glaube… Sie hat einen Schutzmechanismus aufgebaut um das vergangene auf ihre Art und Weise zu verarbeiten…“
„Indem sie mich zum Monster macht?“
Er zuckte mit den Schultern.
„Klingt das nicht einfacher? Eine Schwester, die sich gegen einen gewandt hat, die freiwillig ein Monster wurde, als dafür verantwortlich zu sein, dass die Schwester ihr Leben verloren hat?“
Nun war ich diejenige, die schwieg. An diese Denkweise hatte ich gar nicht gedacht. Vielleicht war es so. Vielleicht konnte sie nicht damit leben, dass ich ihr Leben über mein eigenes gestellt habe. Vielleicht gab sie sich tatsächlich die Schuld an meiner Situation und deswegen versuchte sie die Dinge zu verdrehen. Unterbewusst.
„Es könnte ein Trauma sein…“, sprach Alistair weiter.
„Du meinst, ein menschlicher Schutz? Wird aber die Wahrheit nicht über ihr hereinbrechen, wenn sie kein Mensch mehr ist?“, fragte ich nun etwas beunruhigt.
Wenn er Recht hatte, würde ihre Wandlung nicht nur körperlich was mit ihr anrichten. Auch würden die selbstschützenden Brücken wegfallen.
„Ja…“, sagte er langsam und streichelte mit seinem Daumen über ihren Handrücken.
„Deswegen bin ich dankbar und froh, dass du da bist. Vielleicht kannst du sie dann auffangen.“
Ich rieb mir meine Schläfe und schaute zu dem ruhigen Gesicht meiner kleinen Schwester.
„Was, wenn sie aber erst wieder wütend wird? Ich bin das streiten leid...“, gab ich kleinlaut zu.
„Das zeigt nur, dass du eine gute Schwester  bist. Ich kann dir nicht versprechen, dass sie nicht wütend wird. So wie ich sie kenne, wird ihr hitziges Temperament nur noch stärker werden… Aber da ihr die Ewigkeit vor euch habt, könnt ihr vielleicht irgendwann eure Differenzen beilegen… Die Ewigkeit im Streit ist sehr lange…“
„Hitziges Temperament...“, lachte ich. „Das hatte sie, als ich ein Mensch war noch nicht. Sie war eher der durchdachte, geplante, kalkulierte Mensch. Der, der alles erst von jeder Seite betrachtete, ehe er etwas tat oder sagte.“
„Dann hat sie diese Eigenschaft wohl von dir übernommen, nachdem du weg warst. Denn ich finde, dass ihr  beide große Dickköpfe seid und gut streiten könnt…“, grinste Alistair.
Er hatte ein nettes Grinsen. Normalerweise war er zurückhaltend und sehr in sich gekehrt, aber diese Seite war neu und sehr angenehm.

Der erste Tag verging.

Der zweite Tag verging.

Nach einer Woche war sie immer noch bewusstlos.

Man sah, dass das Gift sie veränderte. Ihre Haut wurde langsamer heller und feiner. Daher war ich mir sicher, dass sie bald die Augen öffnen würde. Ich war keine Minute von ihrer Seite gewichen, ebenso wie Alistair, auch wenn viele nachfragten, ob sie uns ablösen sollten. Sogar Felix und Demetri. Aber ich hatte keinen Grund und keine Lust zu gehen. Mir ging es gut. Die anderen Vampire waren mittlerweile zwischendurch jagen gegangen, nur Alistair und ich nicht. Im Gegensatz zu mir, nagte wohl der Hunger jedoch langsam an ihm.
„Geh schon jagen. Ich bleibe bei ihr“, sagte ich am 7ten Tag zu ich.
Er wirkte unentschlossen.
„Sie hat Recht mein Freund. Du bist noch nicht lange Vegetarier. Da musst du öfters was trinken“, sagte Carlisle, der wie jeden Tag noch uns schaute.
Nach einigem hin und her, ging er. Versprach aber bald wieder zu kommen. Zum Glück ging er nicht alleine und er wurde von Esme und Jasper begleitet. Carlisle kam dann zu mir und legte eine Hand auf meine Schulter.
„Geht es dir denn auch gut? Du hast auch noch nichts getrunken.“
Ich hob meinen Kopf und schaute zu ihm rauf.
„Mir geht es wirklich gut. Vielleicht hab ich einfach eine höhere Schwelle als die meisten…“
Er blieb neben mir harren.
„Du warst lange auf Entzug…“
Nun zuckte ich die Schultern.
„Bitte sag uns, wenn du zu großen Durst hast…“
„Werde ich Carlisle. Aber ich will einfach bei ihr bleiben.“
Und dann ging auch er und wir waren alleine.
„Ich liebe dich Nele“, flüsterte ich und strich eine Haarsträhne ihrer blonden Mähne zur Seite.
Da das reden mir irgendwie gut tat, sprach ich weiter:
„Weißt du, als du noch ein kleines Kind warst, kamst du immer zu mir ins Bett und wolltest, dass ich dir was vorsang oder etwas vorlese. Ich fand das am Anfang total nervig. Immerhin war ich ein Teenager. Also der Anfang. Aber trotzdem erzählte ich dir jedes Märchen das es gab. Und dann, als wir in der Schule Englisch hatten und englische Lieder durchnahmen, hab ich dir das erste, mir bekannte, englische Lied vorgesungen. Sicher war es grausam. Denn mein Englisch war schlecht und meine Stimme ist eindeutig nicht die einer Sängerin. Aber du schliefst nach ein paar Strophen immer seelenruhig ein. Ich nahm das als Anreiz, dass es dir gefiel und nicht, dass du einschliefst um der krummen Geige zu entkommen…“
Nun schmunzelte ich, als ich an diese Momente dachte. Im Gegensatz zu Nele war ich kein Wunschkind. Ich war ein Unfall, der in den jungen Jahren unserer Eltern passiert war. Nele dagegen war geplant und daher bekam sie all ihre Liebe und Aufmerksamkeit ab. Dass sie auch noch ein Genie war und dazu unendlich attraktiv, kam erschwerend hinzu und waren nur weitere Punkte, weswegen unsere Eltern sie vorzogen. Aber all das hatte mich nie gestört, denn sie hatte es nie so gesehen. Sie kam immer lieber zu mir, wenn sie Kummer hatte. Egal ob es eine Sturmnacht war und sie nicht schlafen konnte, oder ein idiotischer Kerl, der sie als Teenager doof angemacht hatte. Dieser Kerl hatte nie wieder mit ihr gesprochen, nachdem ICH mit ihm geredet hatte. Und von all den Dingen, die wir zusammen durchgemacht hatten, dachte ich nun an die Zeit zurück, wo alles einfacher war. Ich ihr vorsang und sie in meinem Bett neben mir einschlief. Genau so ruhig und friedlich wie damals, wirkte sie nun jetzt auf mich. Ohne zu wissen wieso, fing ich leise an zu summen und dann zu singen:
„Hush now – my story
Close your eyes and sleep
Waltzing the waves
Diving the deep
Stars are shining bright
The wind is on the rise
Whispering words, of long lost lullabies…

Oh won´t you come with me
Where the Moon I made of gold
And in the morning sun
We´ll be sailing
Oh won´t you come with me
Where the ocean meets the sky
And as the clouds roll by
We´ll sing the song of the sea”

Wie lange ich da saß und über ihre Wange streichelte und leise vor mich hin sang, konnte ich nicht mehr sagen. Immer wieder wiederholte ich das Lied.
„Ein schönes Lied“, sprach jemand neben mir und meine Stimme verstummte.
Ich hatte nicht gemerkt, dass jemand den Raum betreten hatte.
„Schönes Lied. Schiefe Stimme“, sagte ich und rückte etwas von Nele weg.
„Ich fand es sehr schön“, sagte Alistair, ehe er sich wieder neben Nele setzte.
„Geht es dir besser?“, fragte ich um das Thema zu wechseln.
„Ja“, kam nur eine kurze Antwort.
„Sie wird bald aufwachen“, lächelte ich meinen Schwager an.
„Sie muss“, hauchte er leise und gab ihr einen Kuss auf die Hand, die er wieder hielt.

Die Nacht war wieder eingebrochen und somit war auch der 8te Tag angebrochen. Nach dem ganzen Sitzen stand ich auf und tigerte etwas herum. Ich hatte zwar keinen Durst, war aber mittlerweile unruhig.
„Du bist auch nervös“, sagte Alistair.
„Ja… Es dauert zu…“, da schaute ich zu ihr und sah, wie sie ihre Augen öffnete.
Blutrote Augen.
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