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Für die, die wir lieben

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Het
Aro Demetri Felix Jane OC (Own Character)
11.08.2020
23.04.2021
53
89.189
8
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11.08.2020 2.392
 
Hallöchen

Meine Gedanken sind oftmals sehr chaotisch und durcheinander und so kommt es vor, dass ich aus dem Nichts an Twilight denke und dann eine FankFik im Kopf habe.
Ich kann nciht garantiere das sie gut wird oder lange oder das ich regelmäßig hieran schreibe, da ich auch noch mehrere andere FankFiktion habe.
Deswegen ist diese auch nur als Kurzgeschichte gelistet, weil ich sie auch wirklich KURZ halten will. (--Notiz April 2021: Sie wird NICHT kurz ... sorry--)

Viele Worte nun das erste Kapitel.
Viel Spaß :)

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Ich lachte in der Sonne und rannte von einem Gebäude zum nächsten. Ich hatte es nach Jahrelangem betteln geschafft meine Schwester zu einem Road-Trip zu überzeugen. Mittlerweile waren wir in Italien, in einer kleinen Stadt namens Volterra gelandet. Es war ein spontaner Besuch gewesen aber diese Stadt hatte mich sofort bezaubert mit ihren alten Gebäuden und Geschichte. Nele dackelte mir einfach nur nach und verrollte die Augen bei jeder historischen Tafel, an der ich stehen blieb und die ich mithilfe meines Wörterbuches versuchte zu entziffern.
„Können wir weiter? Ich will irgendwo feiern gehen.“
Wir waren wirklich wie Tag und Nacht und dennoch liebte ich sie. Wir waren fast 10 Jahre auseinander und sahen uns auch nicht ähnlich. Sie hatte lange blonde Haare, die wie Wellen ihren Rücken hinab fielen. Ich schulterlange braune Haare, die einem Mopp ähnelten und die ich immer zu einem seitlichen Zopf trug. Auch hatte ich graue Augen und sie wunderschön grasgrüne. Auch charakterlich waren wir komplette Gegenteile. Ich war eher spontan, chaotisch, ein Bücherwurm und kämpferisch. Sie ordentlich, durchdacht und feierte gerne. Und das wollte sie auch tun. Ich hatte ihr zugesagt in jeden angesagten Club auf unserer Reise zu gehen, wenn sie mit mir die Touristen-Schiene durchzog. Aber hier in dieser kleinen Stadt gab es keinen Club. Ich rannte weiter umher und meine Schwester setzte sich einfach an den Brunnen und sonnte sich. Noch etwas, worin wie uns unterschieden. Ich wurde direkt rot, sie wie eine griechische Göttin braun. Manchmal fragte ich mich wirklich ob wir die gleichen Eltern hatten. Vertieft in meine Recherche, hatte ich nicht bemerkt, wie sich eine große, schlanke Frau mit einer dicken Sonnenbrille, mir genähert hatte.
„Scusa?“, fragte sie und ich schaute sie verwirrt an.
„Oh. Non parlo italiano“, antwortete ich.
Die ersten Worte die ich gelernt hatte.
„Oh sind sie Deutsche?“, fragte mich die Frau akzentfrei.
Ich nickte.
„Ich habe sie beobachtet, wie sie hier rumgerannt sind und all die historischen Fakten aufgegabelt haben. Vielleicht Interesse an einer Führung? Sie wird in mehreren Sprachen durchgeführt. Der Untergrund von Volterra.“
Sie hielt mir einen Flyer hin und ich nahm es. Es klang mehr als verlockend. Man würde unterirdische Gänge zu sehen bekommen.
„NELE!“, rief ich meiner Schwester zu, die zu mir kam.
„Was gibt’s? Können wir hier weg?“
Ich reichte ihr das Prospekt und die unbekannte Frau wartete.
„Nicht dein ernst oder? Das ist soooo langweilig!“
Ich verrollte die Augen.
„Ist es nicht. Das ist Geschichte. Etwas Wissen würde dir gut tun. Komm. Lass und das hier machen und dann geht’s morgen direkt weiter! Versprochen. Du darfst das nächste Ziel bestimmen.“
„Na gut“, grummelte sie.
Sofort kaufte ich zwei Tickets und erfuhr, dass die Tour gegen 18 Uhr beginnen würde.

Wir richteten uns in einem kleinen Hotelzimmer ein und fanden uns dann zu dem vereinbarten Treffpunkt ein. Nele neben mir war vollends gelangweilt.
„Okok. Das nächste Mal schleppe ich dich nicht mehr mit, wenn du so ein Gesicht ziehst.“
Jetzt war ich genervt. Ich wollte diese Zeit zusammen genießen. Sie hatte nach ihrem Abitur ein Jahr Pause gemacht, bevor sie ins Ausland zum studieren gehen würde. Auch wenn man es ihr nicht ansah, so war sie hoch intelligent und hatte ein Stipendium in Amerika erhalten. Da ich weniger begabt war, arbeitete ich einfach in einem Büro.
„Herzlich Willkommen. Wir werden jetzt direkt in den Untergrund gehen und dort ihnen interessante Dinge zeigen. Folgen sie mir“, und dann begann die Masse los zu laufen.
Es waren sicher über 30 Leute, aus vielen verschiedenen Ländern. Ausschließlich Touristen. Wir wurden durch einen großen Bogen geführt und dann stiegen wir einige Treppen in die Tiefe. Sofort wurde die Luft kühler und angenehmer und ich konnte besser atmen, als dort oben in der Hitze Italiens. Wir wurden durch viele Räume und Gänge gelotst und die Führerin erzählte immer wieder interessante Fakten über die Stadt.
„Wenn sie uns hier vergisst, werden wir nie wieder hier alleine rausfinden“, nuschelte Nele neben mir und ich musste lachen.
Man musste sich hier wirklich auskennen um sich nicht zu verlaufen.
„Nun kommen wir zu einem ganz besonderen Highlight“, kündigte uns die Dame an und wir folgten ihr in einen Raum, an dem eine Frau an einem Schreibtisch saß.
„Was macht die denn her?“, fragte mich meine Schwester und ich zuckte die Schultern.
„Vielleicht jemand der aufpasst, dass wir vollzählig sind?“
Ich lächelte der Frau zu, die keine Miene verzog. Irgendwie war sie komisch. Am Ende des Raums war eine große hölzerne Doppeltür die sicher Jahrhunderte alt war. Sofort begann mein Herz höher zu schlagen. Wieso auch immer, aber Antiquitäten ließen mich immer strahlen. Kein Mann hatte so etwas bei mir je geschafft. Knarrend wurde diese geöffnet und die Führerin deutete mit einer Handbewegung uns an einzutreten.
Als die gesamte Truppe drin war stockte ich kurz. Irgendwas war hier komisch. Der Raum war zwar atemberaubend und die Konstruktion und das Mobiliar erstaunlich, aber es standen etwa genauso viele unbekannte Menschen hier, wie die Gruppe groß war. Die schweren Holztüren schlossen sich und mein Unbehagen wurde immer größer.
„Bleib bei mir“, zischte ich meiner Schwester zu, die mich irritiert ansah.
„Was ist denn?“, fragte sie.
„Etwas stimmt nicht“, murmelte ich zurück.
„Oh. Eine der Lämmer scheint etwas zu ahnen“, hörte ich eine tiefe Stimme und eine der unbekannten Personen schaute mich an. Wie hatte er mich hören können? Alle Alarmglocken in mir fingen an zu schrillen und ich griff sachte in meine Handtasche und steckte etwas in meine Hosentasche. Unbewaffnet würde ich nie aus dem Haus gehen.
Die Touristenführerin ging nun zu einem Podium, wo drei Männer standen, verbeugte sich kurz und wartete dann.
„Gut gemacht Heidi“, antwortete der in der Mitte. „Das Essen ist serviert“, sprach er und dann kam Bewegung in die Menge.
Die unbekannten Menschen stürmten in einer Schnelligkeit auf unsere Gruppe zu und ich hörte nur Schreie und Flehen. Ich griff nach dem Arm meiner Schwester und rannte los.
„Mia“, wimmerte meine Schwester, die ich weiter zog, als sie sah, wie die Unbekannten ihre Zähne in uns „Lämmer“ steckte.
„RENN!“, brüllte ich und dann wurden wir getrennt.
Es passierte in einem Bruchteil einer Sekunde, doch der Mann, der vorhin den Kommentar mit den Lämmern gemacht hatte, hatte sich auf mich gestürzt und mich brutal auf den Boden geschmissen. Ich wollte ihn wegdrücken, doch sein Körper war wie aus Stein und ich schaffte es nicht.
„LAUF!“, brüllte ich wieder zu meiner Schwester, die mich geschockt ansah.
„LAUF VERDAMMT!“, brüllte ich abermals und dann rannte sie los.
Mein Kopf war hart auf dem Marmor aufgekommen und ich blutete sicher, aber das ignorierte ich. Ich musste mich befreien. Und dann sah ich es.
Die rot leuchtenden Augen und die spitzen Zähne. Ein Vampir.
Mit seinen Armen drückte er meine Schultern auf den Boden und dann rammte er seine Zähne in meinen Hals. Es war ein schmerzvolles Gefühl, aber ich musste mich auf eine Flucht konzentrieren. Das Gefühl, wie das Blut aus mir gesogen wurde, kann ich nicht beschreiben. Es war einfach nur unangenehm und schmerzerfüllt. Mit der eingeschränkten Freiheit die ich hatte, kramte ich in meine Hosentasche und griff nach der erstbesten Sache. Ein Feuerzeug. Ohne groß nachzudenken entflammte ich es und hielt es an den Mann über mir. Vielleicht brannten Vampire nicht. Aber seine Klamotten sicherlich und ich brauchte nur einen Überraschungsmoment. Und es gelang mir sogar. Total Perplex riss er sich von mir los. Seine Zähne hatten sicher bei dieser heftigen Bewegung ein Loch in meinem Hals gerissen, aber egal. Eilig suchte ich den Raum ab und sah dann die Person die ich suchte. Meine Schwester. Sie zog und hämmerte an der großen Tür, doch sie schien verschlossen zu sein. Noch war sie unbeschadet doch zwei Männer näherten sich ihr ganz langsam. Wie Wölfe, die mit ihrer Beute spielen wollten. Ich kniete mich auf und ignorierte den Vampir, der panisch seine Klamotten versuchte zu löschen. Eine Hand hielt ich an meinen Hals und so rannte ich zu ihr. Ich kam sogar vor den zwei Männern an und stellte mich beschützend vor meine kleine Schwester.
„Finger weg von ihr“, knurrte ich und Nele schaute mich, mit Tränen in den Augen an.
„Mia… dein Hals…“
„Egal…“, gab ich nur zurück und versuchte mich auf den Beinen zu halten.
Die beiden Männer blieben stehen und fingen nun lauthals an zu lachen. Das Blut tropfte mir von meinem Hals und ihre Blicken waren mehr als eindeutig. Sie wollten mein Blut. Bevor sie sich auf mich stürzen konnten, war Ruhe eingekehrt.
Keine Kampfgeräusche oder Schmerzensschreie waren mehr zu hören.
Ein kurzer Blick genügte mir um das Massaker festzustellen. Alle anderen waren Tod und ihre Leichen lagen im Raum verteilt. Der Mann, der vorhin den Befehl zum Angriff gegeben hatte kam mit zwei weiteren, die auf dem Podium standen zu uns. Ich stand noch immer beschützend vor meiner Schwester und versuchte jede Bewegung zu erhaschen, wobei mir klar war, dass die Situation ausweglos war.
„Du kleines Miststück“, kam nun von dem Kerl, den ich angezündet hatte und er wollte sich schon auf mich stürzen, als der Befehlshaber eine Hand hielt und ein weiter Mann, groß, muskulös, mit kurzen schwarzen Haaren und ziemlich attraktiv, ihn rasch festhielt.
„Interessant. Ein Mensch, der sich wehrt“, kam vom Befehlshaber und er kam langsam immer näher.
Nele hinter mir schien zu weinen und panische Angst zu haben. Ich durfte jetzt keinen Fehler machen und auch zu so einem Wrack werden.
„Die Wunde sieht aber unschön aus“, flötete er.
„Dann sagen sie mal dem da“, dabei deutete ich auf den angezündeten Kerl „Das man Gäste nicht so behandeln sollte.“
Überrascht über meine Worte blieb er stehen.
„Aro. Wieso zögerst du. Sie ist nur ein Mensch“, sprach einer der anderen Podiums-Männer.
„Nur mit der Ruhe Caius. Lass es uns genießen. Oder wann hatten wir das letzte Mal einen Menschen, der sich wirklich wehren konnte? Die Idee mit dem Feuerzeug war wirklich brillant.“
Ich hörte dem Gespräch einfach nur zu und biss meine Zähne zusammen. Irgendwas stimmte mit meinem Körper nicht. Es fühlte sich wir Lava an, die sich langsam ihren Weg durch meinen Körper machte und nun bildeten sich Schweißperlen auf meinem Gesicht.
„Oh. Seht. Das Gift fängt an zu wirken“, kommentierte der dritte im Bunde.
„Wie Recht du hast. Hmh... Vielleicht sollten wir sie noch etwas quälen. Jane meine Liebe.“
„Kann jemand dieses wimmernde Wesen hinter ihr erst mal zum Schweigen bringen?“, fragte der Mann namens Caius und sofort drückte ich meine Schwester enger an mich und sie hörte auf zu weinen oder irgendeinen Ton zu machen.
„Fass sie an und ich schwöre dir, ich reiße dich persönlich mit in meinen Tot!“
Auch wenn meine Worte nur leeres Gefasel waren, schien es ihn zu überraschen oder eher zu schockieren.
„Wie willst du das denn schaffen?“, fragte nun Aro neugierig.
Mittlerweile war ein junges Mädchen, vielleicht 14 Jahre, zu ihm herangetreten.
„Soll ich?“, fragte sie doch er hob die Hand
„Erst will ich ihre Antwort abwarten.“
Ich schaute mich im Raum um und bemerkte nun einige Waffen an den Wänden.
„Naja… Feuer schien nicht uneffektiv zu sein. Wir wäre es mit zerstückeln und brennen? Egal was ihr seid. Das klappt eigentlich doch bei jedem Wesen.“
„Sie ist clever. Hat nicht erst von Weihwasser oder Silber gesprochen.“
„Tut mir leid, dass ich das nicht dabei habe“, kommentierte ich dies. „Wenn es gegen euch hilft, dann besorge ich es gerne und komme einen anderen Tag wieder.“
Zu meiner Überraschung fing dieser Aro nun leicht an zu lächeln.
„Sehr amüsant. Aber mal schauen ob du gleich noch so ein großes Mundwerk hast. Jane, meine Liebe.“
Plötzlich spürte ich neben der Lava in meinem Körper noch Schmerzen, als ob ich in Flammen stand. Jede Zelle meines Körpers zerrte an mir und schrie nach Erlösung. Es fühlte sich an, als ob jeder Alptraum meines Lebens wiederholt wurde. Ich wusste nicht was schlimmer war, die Lava oder das Feuer. Doch, das Feuer war schlimmer, denn es übertönte die Lava. Ich sackte auf meine Knie und biss meine Zähne zusammen. Egal wie das kleine Mädchen das anstellte, sie würde kein Ton von mir zu hören kriegen. Denn wenn ich Schreien würde, wüssten sie, dass ich leide. Und wenn sie das wussten, war niemand mehr für Nele da. Nach einer gefühlten Ewigkeit verebbten die Schmerzen und ich sog rasch Luft in meine Lunge.
„Wie erstaunlich. Kein Schrei. Jane?“, dabei wandte sich Aro an das Mädchen, das verärgert wirkte.
„Es tut mir Leid. Ich habe ihr die volle Ladung gegeben.“
Nun schienen auch die übrigen Personen verwundert zu sein und tuschelten miteinander.
„Äußerst interessant. Ich glaube wir schauen mal wie sich entwickelt.“
„Bist du dir sicher?“, fragte der dritte Mann.
„Na, wenn sie nichts ist, können wir sie immer noch entfernen.“
„Was habt ihr vor?“, fauchte ich.
„Oh. Wir werden abwarten ob du die Verwandlung überstehst.“
Dann traten zwei Männer auf mich zu und hoben mich hoch.
„Lasst eure Finger von mir!“
„MIA!“, schrie meine Schwester.
„Was sollen wir mit der da machen?“, fragte nun ein relativ großer, schlanker Mann, der wie die andere eine helle Haut hatte, aber einen leicht Olivinen Unterton. Er hatte wie alle rote Augen und braune Haare, die gegelt waren.
„Ist mir egal.“
„NEIN“, brüllte ich. „Finger weg von ihr“, und versuchte mich aus den Klauen der zwei Männer zu reißen.
„Vielleicht sollten wir sie noch am Leben lassen? Sie scheinen sich viel zu bedeuten“, sprach nun Jane und ich blickte sie verwundert an.
„Wie meinst du das?“, fragte nun Aro.
„Falls sie sich als nützlich rausstellen sollte, hätten wir ein Druckmittel…“
Jetzt machte ihre Aussage auch für mich Sinn. Ich wusste nicht ob es mir gefiel oder nicht. Aber wenn sie sie als Geisel hielten, so würde sie nicht sterben.
„Hmhm… Von mir aus. Sperrt sie weg. Aber falls diese hier“, dabei deutete er auf mich.
„Stirbt, dann kümmert euch um dieses weinerliche Exemplar eines Menschen.“
 
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