Spitzentreffen

OneshotAllgemein / P12
OC (Own Character) Till Lindemann
11.08.2020
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Spitzentreffen:
Ein neues Lied muss her, allerdings ist mein Kopf wie leer gefegt. Also hat Christian die glorreiche Idee, wandern zu gehen, um den Songtext zu schreiben. Für ein Wochenende nehmen wir uns alle frei, um zusammen nach Südtirol zu fahren.
„Na, freust du dich schon auf unseren kleinen Wochenendtrip?“, fragt der immer gut gelaunte Paul, als er sich zu mir in mein geräumiges Auto setzt. „Wird bestimmt nicht schlecht", antworte ich ihm und fahre weiter, um unsere anderen Kollegen abzuholen. „Ich freue mich auf jeden Fall schon! Nur das Wandern wird bestimmt anstrengend sein.“, fängt mein Freund an zu plappern. Nach etwa fünf Minuten biege ich in die Einfahrt von Schneiders Haus ein. Christoph steht schon mit einem kleinen Koffer vor der Haustür. „Danke fürs abholen. Wie geht's?“, fragt der Drummer, während er sich auf die zweite Sitzreihe sinken lässt. „Ist doch selbstverständlich, mir geht es gut. Und dir?“, erwidere ich und biege auf die Hauptstraße ab. Meine beiden Mitfahrer fangen ein Gespräch an. Als nächstes stößt Richard zu uns, der sich direkt im Gespräch beteiligt. Mit Christians Koffer wird es im Kofferraum langsam eng, aber auch Olis Koffer hat noch Platz.
Nachdem alle in meinem Auto sitzen, fahren wir auf die Autobahn in Richtung Süden. Der Gedanke, dass wir erst in zehn Stunden ankommen, trübt meine Vorfreude kaum.
Wir fahren jetzt seit ungefähr vier Stunden. Nach einer kurzen Pause vor einer halben Stunde hat Oliver das Steuer übernommen. Gerade singen unsere Gitarristen um die Wette. Gelangweilt schaue ich aus dem Fenster und lehne meinen Kopf an die kalte Scheibe.
Ich höre eine Autotür zugehen und öffne verschlafen meine Augen. Bin ich doch tatsächlich eingeschlafen. „Unser Dornröschen Till ist aufgewacht!“, dringt die Stimme des Rhythmus-gitarristen an mein Ohr. „Wir sind da, Till. Zum Glück hat dich die Tür geweckt, einen Prinzen hätten wir erst mit Schick-Schnack-Schnuck auswählen müssen“, zwinkert Flake und steigt aus dem Auto.
Ein komisches Gefühl von Schmerz, spüre ich nach dem langen Sitzen in meinen Beinen. Ich stehe vor einem hübschen Haus mit 2 Stöcken. An der Wand sind hölzerne Balkone. Durch eine große elektrische Glastür gelangen wir ins innere des Hotels.
An der Rezeption holen wir uns die Schlüssel ab, wir bekommen vier Einzelzimmer und ein Doppelzimmer. Mit Schick-Schnack-Schnuck gewinne ich das Doppelzimmer.
Nach einer wunderbaren Nacht in dem großen Bett, sitze ich um sechs Uhr Morgens im Frühstücksraum und warte auf meine Mitreisenden. Um halb sieben gesellt sich Oliver zu mir. Um sieben sind dann alle anwesend und wir planen die Tour für den heutigen Tag.
Wir entscheiden uns für eine Wanderung auf die Mutspitze. Über eine Hütte namens ‚Hochganghaus' wollen wir die ‚Hochgangscharte' hoch gehen. Dann die Spronserseenplatte entlang, und bei einem Gasthaus namens ‚Oberkaser' einkehren. Nach einer Pause dann auf die Mutspitze und über die ‚Taufenscharte' absteigen und zurück zum Hotel.
Gesagt, getan. Mit Rucksäcken und Wanderschuhen machen wir uns auf den Weg.
Nach ungefähr einer Stunde sind wir bei den Spronserseen angekommen und legen eine kleine Trinkpause ein. Wir sitzen auf Steinen am Rand des Weges. Gerade kommt eine größere Gruppe an uns vorbei.
Nach 15 Minuten - wir packen unsere Flaschen gerade ein, hören wir schnelle Schritte von hinten und sehen eine Junge Frau mit hell blonden Haaren auf dem Weg joggen. Verwundert schauen wir uns an, wir sind alle schweißüberströmt, aber die Frau sieht nicht annähernd erschöpft aus.
Gerade kommen wir an der Mutspitze an und siehe da, die Frau von vor ein paar Stunden sitzt gemütlich auf einem Stein und redet mit einem etwas älteren Mann.
„Ehm, entschuldigen Sie, könnten wir ein Foto machen?“, fragt die Frau. „Klar“, sage ich reflexartig und lasse mich mit ihr ablichten. „Vielen Dank!“, bedankt sie sich. „Sind Sie nicht eben an uns vorbei gejoggt?“, frage ich. “Ja, das kann sein.“, lächelt das blonde Mädchen. „Ich bin übrigens Till, aber das weißt du ja" „Ja, das konnte ich mir fast denken. Ich heiße Lotta. Und da hinten, das ist mein Bruder Leon", Lotta zeigt auf den Mann hinter ihr, der eben das Foto gemacht hat. „Lotta, so leid es mir tut, wir müssen los. Du willst doch nicht, dass Kevin alleine fliegt.“, kommt es von ihrem Bruder. „Also, ich muss los. Vielen Dank für das Foto! Es war schön Sie kennen zu lernen.“, Lotta winkt mir zum Abschied und joggt mit Leon den Weg runter.

Ich sitze mit einem Block auf meinem Schoß im Wintergarten des Hotels und schreibe mir meine Gefühle und Gedanken, in Form eines Liedtextes, von der Seele.
Ich liebe dich
Ich liebe dich nicht
Ich liebe dich nicht mehr
Ich liebe dich nicht mehr oder weniger als du mich geliebt hast
Als du mich noch geliebt hast

Die schönen Mädchen sind nicht schön
Die warmen Hände sind so kalt
Alle Uhren bleiben stehen
Lachen ist nicht mehr gesund und kahl

Wie ich dich hinter dem Licht
Wo bist du
So allein will ich nicht sein
Wo bist du
(…)
ooooo0ooooo0ooooo0

Ein kleiner Oneshot zu einem meiner Lieblings Lieder Von Rammstein, ‚Wo bist du’. Ich hoffe es hat euch gefallen!
LG Nimbus2001
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