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forest of ravens

GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
Ciel Phantomhive Sebastian Michaelis
11.08.2020
20.10.2020
16
14.743
5
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14.09.2020 617
 
Rachel machte große Augen, als sie Sebastian und Ciel in ihr Haus kommen sah. Der Regen draußen hatte begonnen, daher waren die beiden gelaufen und Ciel hatte von Sebastian dessen Jacke umgehängt bekommen. Verlegen unter Rachels Blick löste Ciel seine Hand aus Sebastians und murmelte eine Begrüßung und dass sie sich abtrocknen würden. Rachel nickte nur benommen und sah ihrem Sohn nach, der einen großen, lächelnden Mann hinter sich her führte, dessen schwarz rot kariertes Hemd an seinem muskulösen Oberkörper klebte. Immer noch ganz verwirrt ging sie zurück in die Küche. Als Ciel gesagt hatte, er sei bei seinem besten Freund, hatte sie nicht mit dem Goth Kerl gerechnet, dessen Lavendelstrauch Ciel in seinem Zimmer hatte.

Nachdem Ciel Sebastian ein Handtuch gegeben hatte und ihn dazu brachte, ein paar trockene Kleidungsstücke von seinem Vater anzuziehen, kamen die beiden die Treppe hinunter. Ciel selbst hatte sich ebenfalls umgezogen, aber er fror trotzdem noch. Sebastian zog sein Hemd wieder aus, um es Ciel zu geben, der dagegen protestierte und versuchte, Sebastian davon abzubringen seinen Oberkörper zu entblößen. So fand Vincent die beiden. Er starrte Sebastian genauso verblüfft an, wie er es bei ihrer ersten Begegnung getan hatte. Ciel zerrte an Sebastians Hand, um ihn mit sich ins Esszimmer zu bringen, anstatt ihn bei seinem Vater stehen zu lassen, und Sebastian gab nach. Er musste schmunzeln, da die zwei aussahen, als würde ein Chihuahua einen Dobermann an der Leine ziehen.

Zu seinem Glück konnte er ein Lachen verkneifen. Stattdessen half er Rachel und Ciel dabei, den Tisch zu decken. Da sie gehört hatte, dass sie einen Gast erwarteten, hatte Rachel sich mit dem Abendessen Mühe gegeben. Auf dem Tisch standen Schüsseln mit Salat, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch und neben den Tellern lagen Servietten. Sebastian setzte sich neben Ciel, ihnen gegenüber saßen Rachel und Vincent und warfen sich gelegentlich gegenseitig Blicke zu. Rachel konnte man am Gesicht ansehen, dass sie entspannter wurde. Sie nickte zustimmend als sie beobachtete, wie Sebastian jede Schüssel erst Ciel anbot, bevor er sich selbst davon nahm.

Vincent brauchte länger, um sich an Sebastians Anwesenheit zu gewöhnen. „Ganz schön mieses Wetter.“, bemerkte er, nachdem er ein bisschen über die Arbeit gesprochen hatte. „Wie? Oh, ja, wenn man Regen nicht mag, dann stimmt das.“, erwiderte Sebastian. Er hatte einige Schalen auf seiner Terrasse aufgestellt bevor sie losgegangen waren, um Regenwasser darin aufzufangen und hatte gelacht, während sie durch den Regen gerannt waren. „Aber ich bin sicher bis zum Fest wird es sich aufklären.“, ergänzte er noch, bot Ciel Salat an und nahm sich dann selbst welchen.

Rachel und Vincent betrachteten ihn verwirrt, was Sebastian bemerkte, aber gekonnt überspielte. „Das jährliche Mittelalterfest mit dem altertümlichen Markt und dem Ritterturnier findet schließlich in einer Woche statt. Bis dahin wird der Boden bestimmt wieder trocken sein. Auf dem Festplatz ist der Boden hart. Das wird nicht matschig bleiben.“, erklärte er. Ciel sah zu Sebastian und ignorierte, wie erleichtert seine Eltern darüber aussahen, dass sie nicht nach einer Erklärung fragen mussten. „Wirst du auch teilnehmen?“, fragte er. Sebastian sah ihn überrascht an. „An dem Turnier? Ich glaube nicht.“, sagte er. „Ich meinte den Markt. Die freuen sich doch bestimmt über jemanden, der dressierte Raben hat und aus Karten lesen kann.“, erwiderte Ciel.

Sebastian überlegte und stocherte in seinem Salat herum. „Na ja, zugegeben, die diesjährigen Einnahmen gehen unter anderem an einen Vogelschutzverband, also würde das eine zumindest passen, aber... Ich hab da noch nie mitgemacht.“, murmelte er und musterte Ciels Gesicht. „Möchtest du, dass ich teilnehme?“, wollte er wissen. Ciel lächelte. „Es wäre bestimmt schön dir zu zusehen.“, sagte er. Man konnte fast sehen, wie Sebastian daraufhin stolz die Brust anschwoll. „Nun, es gibt für alles ein erstes Mal.“, murmelte er.
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