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вℓα¢к яσѕє

von Lechey
GeschichteDrama, Krimi / P18 / Gen
Betty Cooper FP Jones Jellybean Jones Jughead Jones Penny Peabody
10.08.2020
03.12.2020
26
61.915
2
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Dieses Kapitel
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10.08.2020 2.114
 
I want it

Langsam fielen die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages durch das leicht geöffnete Fenster, auf weiße zerwühlte Bettlaken. Eine warme Brise wehte durch das kleine Schlafzimmer und bewegte die zart beigen Vorhänge. Verschlafen öffnete FP die Augen. Heute würde wieder ein heißer Sommertag werden. Ein ausgiebiges Strecken folgte und der Sheriff von Riverdale blickte kurz auf den Radiowecker. Kurz vor 6 Uhr am Morgen. In wenigen Stunden würde sein Sohn wieder nach Hause kommen und am nächsten Tag um diese Zeit wäre schon alles in geschäftigem Treiben. Mit einem vorsichtigen Ruck drehte er sich zur Seite und erblickte langes, blondes Haar das über dem Kopfpolster wie ein Fächer ausgebreitet lag. Noch selig schlafend lag seine Verlobte neben ihm: Penny Peabody.

Penny bemerkte nicht, dass ihr Zukünftiger bereits munter war. Dafür war ihr Schlaf in letzter Zeit viel zu tief. Nachdem Gladys Jones nach ihrem Attentat hinter Gitter haust, konnte Penny um einiges besser schlafen. Ruhiger und vor allem konnte sie durchschlafen, ohne zwischendurch aufzuschrecken.
Aus dem Badezimmer nebenan hörte man ein genervtes Mädchen schreien und kurz darauf knallte schon die Tür. Mit verwuschelten Haaren hob Penny ihren Kopf an. Nun war sie wach und das mal wieder viel zu früh. Da gab es noch die Ausnahmen, die Penny als nerviger Weckdienst am Morgen einordnete. Sie nannten sich Kinder und eins davon hieß  Jellybean, die soeben aufgestanden war und  anscheinend schlechte Laune hatte.
Genervt schnaubte auch FP, so schnell war der schöne Morgen futsch. Mit Jughead in diesem Alter war es nie so kompliziert wie mit diesen Teen - Zilla. Mit Schwung streifte er seine Bettdecke zurück und stieg aus dem Bett. Was war es wohl heute wieder? Jellybean war mehr als nur schwierig seit Gladys hinter Gittern war und ... nun ja seit Penny hier war. Mit einem kurzen Blick zurück auf den wuscheligen, blonden Haarschopf ging er aus dem Schlafzimmer. An der Tür drehte er sich doch noch kurz um: "Nicht aufstehen, ich komme gleich wieder zurück", zwinkerte er seiner Verlobten zu.
Auf in den Kampf gegen das Pubertier!

Jellybean war wieder in ihrem Zimmer verschwunden und hatte die Tür hinter sich geschlossen.
"Was?", motzte sie genervt, als es an der Tür klopfte und kurz darauf ihr Dad um die Ecke blickte.
Sie saß vor ihrem Mülleimer, den sie ausgeschüttet hatte und suchte augenscheinlich etwas zwischen den zerknüllten Papieren.
Kurz musste FP stocken. Wie war aus seinem kleinen Mädchen bloß so eine große Dramaqueen und Zicke geworden? Wurden alle Mädchen so? Er würde beizeiten einmal Betty fragen.
An die Zimmertür gelehnt wagte er zu fragen: "Was bringt dich denn schon um 6 Uhr früh so auf die Palme, dass du uns den ersten Hahnenschrei schenkst?" Er wusste, dass er es bereuen würde überhaupt gefragt zu haben.
Ihr Gesicht spannte sich an und sie deutete auf die Müllsammlung um sich herum.
"Mein Lernzettel ist verschwunden, Dad! Ich habe ihn im Badezimmer liegen lassen und jetzt ist er weg! Ich saß Stunden daran, verdammt!"
Sie kickte sauer mit dem Fuß gegen den Eimer, sodass dieser an den Schreibtisch stieß und wahrscheinlich Penny wieder wecken würde.
Kurzerhand trat FP in das Zimmer und fing an sich umzusehen. Ihr Zimmer war wie der Vorort zu einer Müllhalde. Überall lagen Klamotten verteilt, sie ließ alles stehen und liegen, wo auch immer es ihr aus der Hand fiel. Er war selbst nicht der Ordentlichste aber Jellybean toppte ihn um Längen.
"Na ja, wenn du hier mal etwas Ordnung reinbringen würdest, würdest du nicht immer alles suchen müssen. Warum war der Lernzettel überhaupt im Badezimmer?" Er fing an verschiedene Sachen vom Boden aufzuheben und wollte ihr so beim Suchen ein wenig zur Hand gehen.
"Dad, nicht. Du bringst alles durcheinander!"
Jellybean nahm ihm die Sachen aus der Hand und legte sie auf der anderen Seite auf dem Boden ab. Sie hasste es, wenn jemand ihr Ordnungssystem durcheinander brachte. Viel lieber wollte sie das selber machen.
"Ich habe noch in der Badewanne gelernt ...", murmelte sie frustriert und fuhr sich durch die Haare. Das konnte doch nicht wahr sein!
Mit erhobenen Händen trat FP wieder einen Schritt zurück.
"Ok, dann durchsuche ich das Badezimmer". Er machte kehrt und ging ins Badezimmer, auch hier hatte sie ein Chaos veranstaltet. Handtücher lagen verstreut und aus den Regalen gerissen, die Schranktüren waren offen und sogar den Medizinschrank hatte sie durchwühlt. Ungehalten fing er an die Dinge wieder ordentlich einzuräumen. Doch auch hier keine Spur von irgendwelchen Zetteln.

"Liebster, was suchst du?", fragte Pennys verschlafene Stimme.
Sie stand an der Tür und hatte ihren schwarzen, kurzen Seidenbademantel übergeworfen, worunter sie nur ihre Nachtwäsche trug. Penny konnte nicht mehr schlafen. Der Aufruhr hielt sie wach und verhinderte es, auch nur ein Auge zuzubekommen.
Genau das wollte er eigentlich verhindern, sie sollte sich ausruhen können, in Ruhe schlafen nach ihren schweren Verletzungen aber Jellybeans Gepolter weckte sogar Tote.
"Tut mir leid, dass wir dich geweckt haben, Jellybean findet ihren Lernzettel nicht mehr, sie dachte sie hätte ihn im Bad gelassen, nur ist hier keiner". Das letzte Handtuch wurde wieder zusammengefaltet im Regal verstaut und er ging auf Penny zu.
"Guten Morgen!", mit einem gekonnten Griff hielt er sie an der Taille und drückte ihr einen langen guten Morgen Kuss auf.
Penny legte ihre Hände in seinen Nacken und hielt ihn gefangen. So schnell wollte sie sich nicht von ihm lösen. Dafür genoss sie seine Nähe viel zu sehr.
"War das so ein bunter, teilweise mit Nagellack verschönert? Falls ja, den habe ich in JBs Tasche getan, damit sie ihn nicht vergisst ...", gestand Penny leise.
Ein breites Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
"Na dann wäre der erste Fall für heute gelöst, dank meines Hilfssheriffs hier.“

Einen Arm um Penny gelegt, zog er sie mit sich an Jellybeans Zimmertür. Immer noch  versank das Mädchen in ihrem Chaos.
"Schon mal in deine Tasche geguckt?" Er bedachte sie mit einem sanften Lächeln. Heute sollte einmal nicht gestritten werden. Es war der Tag vor der Hochzeit und er wollte diesen Tag in Ruhe genießen, mit Penny und seinen Kindern.
Jellybean raffte sich auf und durchforstete akribisch ihren Rucksack nach dem gewünschten Papier.
"Das gibt es doch nicht ... wie kommt der hier rein?"
Sie sah sich um und traf auf den Blick der Blonden.
"Hast du ihn mir hier reingetan?" Das dreizehnjährige Mädchen verschränkte die Arme. Sie wirkte noch immer angepisst, dass jemand ohne Erlaubnis ihre Sachen berührt hatte.
"Ich wollte sichergehen, dass du ihn nicht vergisst. So eilig, wie du morgens das Haus verlässt, würde es mich nicht wundern", erklärte Penny ruhig, was Jellybean aber sogleich patzig unterbrach, "Fass gefälligst nie wieder meine Sachen an, verstanden? Es reicht schon, dass du hier bist und nicht Mom!"

FP ließ ruckartig den Arm um Penny fallen und trat auf Jellybean zu. Es war ein Kampf, schon seit er ihr verkündet hatte, dass er jemanden neuen an seiner Seite habe und als er dann auch noch erwähnte es sei Penny, artet das ganze völlig aus. Nur Millimeter trennten ihn davon Jellybean zu berühren. "Hör mal gut zu junge Dame, würdest du dein Chaos nur auf dein Zimmer beschränken, hättest du keine Probleme dein Zeug wiederzufinden. Es war eine nett gemeinte Geste von Penny ihn dir einzupacken, bevor du wieder alles vergisst. Pass gefälligst auf deinen Ton auf und ich will kein Wort von deiner Mutter hören, haben wir uns endlich verstanden? Würdest du deinen Kopf einmal einschalten, dann wäre dir schon lange bewusst geworden, dass es einen guten Grund hat das deine Mutter im Gefängnis sitzt!"
Er wollte den letzten Satz eigentlich gar nicht sagen aber er rutschte einfach mit raus. Gladys und Jellybean hatten immer schon ein sehr gutes Verhältnis zueinander, doch nun war sie nicht mehr hier und Jellybean verstand anscheinend den Grund immer noch nicht. Sie hielt trotz allem zu ihr. Hoffentlich würde Jughead etwas bewirken können, denn er wusste bald nicht mehr weiter.
Jellybean schaltete auf Durchzug und blieb bockig vor ihrem Dad stehen. Sie liebte ihre Mom über alles und egal, was ihr Dad versuchte ihr einzureden, es würde nicht klappen.
Penny atmete lauthals aus und legte eine Hand an ihrer Hüfte.
"Liebster, lass es gut sein. Das bringt überhaupt nichts. Ich bin unten, falls du mich suchen solltest und trinke einen Kaffee."
Ohne eine Antwort abzuwarten, machte sich Penny auf den Weg nach unten.
Als sie außer Hörweite war, setzte FP erneut an mit einem wütenden Blick, der auf Jellybean fiel.

"Wie stellst du dir das vor? Soll ich mir ewig dein Gezicke und Genörgel anhören? Was hast du für ein verdammtes Problem mit ihr? Sie bemüht sich so dir alles recht zu machen und du benimmst dich wie eine bockige dreijährige!", erhob er seine Stimme. Anfangs dachte er noch es würde sich legen oder es war nur eine Phase aber das hier war eindeutig Schikane.
"Sie hat versucht Jug zu töten und ihn gezwungen Drogen auszuliefern. Zudem hat sie mich entführen lassen und ist an sich nicht die richtige Wahl, Dad. Mom wäre ...", begann sie und stampfte mit dem Fuß auf. Sie war uneinsichtig.
Er seufzte. "Glaubst du denn diese Dinge weiß ich nicht mehr? Penny hat viel Mist gebaut und ein paar üble Dinge getan, aber keiner von uns Serpents hat nicht schon mal richtig dumme Sachen gemacht und das Wichtigste: Sie versucht sich zu bessern und ich finde, sie macht das Ganze sehr gut. Denk mal an deine Mom, was hat die denn alles gemacht? Nur hat sie es nie eingesehen, 12 Jahre lang nicht. Deine Mom und ich wären nie wieder zusammengekommen, halt nicht an Dingen fest die nie passieren werden, Jellybean!" Ohne auf eine Antwort zu warten, knallte er die Tür zu und stapfte die Treppe hinunter in die Küche. Jetzt war Koffein nötig, und zwar in rauen Mengen.

"Kaffee?" Mit hochgezogenen Augenbrauen hielt Penny ihm eine dampfende Tasse hin. Sie ahnte bereits, dass er welchen benötigte.
"Extrem schwierig heute, was?" Penny wirkte amüsiert darüber - noch, aber sie wusste, dass sie dies auf Dauer nicht sein würde. Entspannt und locker.
Dankend nahm er die Tasse entgegen, trank einen Schluck und sah zu Penny. "Ehrlich es tut mir leid wie sie sich dir gegenüber  verhält. Ich weiß nicht was in sie gefahren ist. Früher war sie nicht so ... so...“, er suchte nach dem passenden Wort.
"Ich kann sie verstehen. Eine andere Frau, als ihre Mom, klaut ihren Dad ... das ist nicht so einfach. Gerade für Teenager in ihrem Alter." Lächelnd kam sie zu ihm und strich über seine Brust.
"Ehrlich, ich habe mit nichts anderem gerechnet..."
Sichtlich genoss er ihre Berührung. "Trotzdem ... sie bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Ich hoffe wirklich Jughead kann ihr mal die Leviten lesen, wenn er kommt!" Er stellte seine Tasse ab und zog sie mit einem Arm näher zu sich. "Und was hat meine wunderschöne Verlobte heute auf dem Plan stehen? Du bekommst doch nicht kalte Füße und setzt dich auf dein Bike um doch noch abzuhauen", ärgerte er sie.
"Tja, kommt ganz drauf an ...", erwiderte sie und hatte ihre Hände unter sein T-Shirt geschoben, um seine Haut darunter zu streicheln. Sie wusste ganz genau, was sie wollte. Und dies bezog sich auf ihren zukünftigen Ehemann.
"Ich dachte kein Sex vor der Hochzeitsnacht", zwinkerte er ihr zu. Er schob ihren kurzen Bademantel an der Hinterseite etwas nach oben und seine Hände wanderten immer weiter ihre Beine nach oben. Mit einem kleinen Seufzen küsste er sie innig.
"Wer hält sich schon an dumme Traditionen?", murmelte sie unter dem Kuss und ließ sich von FP auf die Küchentheke setzen. Seufzend warf sie den Kopf in den Nacken und kam mit der Hand dabei unglücklich gegen die Kaffeetasse, welche klirrend zersprang und ihren Inhalt auf dem Untergrund verteilte.
FP drängte sich dichter zwischen ihre Beine und öffnete ihren Bademantel, zog den Gürtel aus den Schlaufen. Wären sie nicht geweckt worden von der guten Jellybean, hätten sie schon sehr viel Spaß jetzt. Sie trug nur ihr Schlafshirt, natürlich ohne BH und während er sie immer fordernder küsste, wanderten seine Hände unter ihr Shirt. Gerade als er dabei war ihr, ihr Schlafshirt über den Kopf zu ziehen, ertönte ein lautes Husten. FP riss sich los.
Es kam aus Richtung der Tür, in der, mit mehr als schockiertem Blick Jughead stand und hinter ihm Betty.
"Scheiße", entwich es ihm laut.
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