Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Erin Erik Der Schatten des Wolfes

GeschichteMystery, Horror / P16 / MaleSlash
OC (Own Character)
09.08.2020
18.08.2020
7
15.832
3
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
09.08.2020 516
 
Über der heiligen Stadt Roms lag ein dunkler und mit Gewitterwolken verhangener Himmel. Aus weiter Ferne konnte man das Donnern hören. Bald schon würde es ein Unwetter geben. Auf dem großen Platz war alles leer, nur vereinzelnd huschten Schatten über den Platz um sich vor dem nahenden Gewitter in Sicherheit zu bringen. Eine, in einem Mantel verhüllte, Gestalt lief auf das Haupttor der riesigen Kirche zu und klopfte hastig an die Tür. Auf ihrem Arm trug sie ein Bündel. Als ihr keiner öffnete, rief sie, doch auch ihre Rufe, blieben unbeantwortet. Minuten lang wartete sie. Klopfte  und rief. Mit schwerem Herzen legte sie das Bündel auf die Schwelle. Sanft strichen ihre Finger über das Bündel und die Gestalt flüsterte liebevoll aber auch traurig:„ Pardonner me mon Enfant!“
Tränen liefen heiß über ihre kalten Wangen. Lange blieb sie so über den Bündel gekniet und weinte. Dann aber erhob sie sich und wandte sich um.
Schlug das Kreuzzeichen und murmelte etwas. Ein Blitz zuckte auf und das Donnern ließ die Gestalt zusammen zucken. Hastig ließ sie davon und ließ das Bündel zurück. Die ersten Regentropfen trafen das Bündel und ein Weinen war zu hören. Da öffnete sich die Pforte  und ein Mönch heraustrat. „Gott, erbarme dich unser!“, hauchte er, als er das Bündel entdeckte und es hoch hob. „Was, ist Bruder!“, rief ein weiterer Mönch, der zu seinem Ordensbruder rannte. „Jemand hat ein Baby auf unsere Schwelle gelegt!“, antwortete er an andere und hob zu seinem Bruder. „Allmächtiger!“, keuchte er dieser auf, als er das kleine Gesicht des Säuglings sah. „Was, ist hier los?“, fragte ein dritter Mann. „Pater, sehen Sie nur!“, rief der Mönch, mit dem Bündel auf dem Arm. Der Pater schritt auf die beiden Mönche zu und schaute dem Baby in Gesicht. Pater Gregor schaute dann zu den beiden Mönchen und fragte:„Ein Baby. Und?“
"Was machen wir damit?", fragte nun der andere. "Sicher nicht wieder draußen auf die Stufen legen!", sagte der Pater ernst. Und nahm das Kind dem Mann ab. Schaute es mit einer Mischung aus Rührung und Trauer an. "Welcher herzloser Mensch bringt es fertig ein Baby aus zu setzen!", flüsterte er.
Schob dann vorsichtig das Tuch zur Seite um zu sehen, ob dem Kind was fehlte. Dabei zeigte sich ein brauner Fleck auf der weißen Brust des Mädchens. Auch einer der Brüder sah es und schlug das Kreuzzeichen. "Gott, der Gerechte!"
"Was habt Ihr jetzt schon wieder?"
"Seht doch. Auf der Brust des Kindes...das ist eine Narbe!"
"Seit doch nicht albern. Und selbst wenn. Das zeigt nur, wie grausam dieser Mensch war, der das Kind hier gelassen hat!", damit wandte er sich ab. "Wie auch immer. Ich werde mich dem Kind annehmen!"
"Sie wollen...? Aber...!", kam es stockend dem Mönch.
"Nichts aber!", widersprach der Pater energisch. Blickte wieder auf das Baby, welches ihn mit großen Augen ansah. "Keine Sorge. Ich werde mich gut um dich kümmern!"
Da schenkte ihm das Baby  sein erstes Lächeln.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast