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Ein etwas anderes Geburtstagsgeschenk...

von SM7495
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Alea der Bescheidene Jean Méchant der Tambour Lasterbalk der Lästerliche Luzi das L OC (Own Character) Till Promill
07.08.2020
21.01.2021
39
63.170
5
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.01.2021 1.850
 
Es geht weiter! :)

Ich sollte mich eventuell vorab schon mal bei den Fans entschuldigen - ihr werdet wissen, was ich meine, wenn ihr es lest!
Also: ES TUT MIR LEID!!! (wenigstens ein bisschen jedenfalls^^)

Aber euch trotzdem viel Spaß beim Lesen und lasst mir doch wieder eine Review da ;)
Ich verkrümel mich jetzt mal in meine Ecke und steck vorsichtshalber den Kopf in den Sand^^

LG, eure SM

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In ihrem Zimmer stellte er seine Tasche ab.
Es glich eher schon einer kleinen, mit einer Tür abgetrennten Wohnung, war es doch eine Mischung aus Schlaf- und Wohnzimmer in einem und auch ein eigenes separates Bad hatte sie. Aber die ‚Wohnungstür‘ und die Tür zum Schlafzimmer, erklärte Sandra, waren eigentlich immer offen, außer nachts, da die Katzen sich im gesamten Haus frei bewegten und geschlossene Türen nicht ausstehen konnten. Das Holz hatte schon einige Spuren erlitten.
„Gemütlich“, kommentierte Alea, nachdem er sich umgesehen hatte. Mit einem kleinen Lächeln bemerkte er auf dem Schreibtisch links von ihrem Laptop das Album, welches er ihr geschenkt hatte. Es stand neben der CD, die sie von ihnen zum Geburtstag bekommen hatte.
„Und deine zweite Katze liegt in deinem Bett!“, fügte er hinzu, weil er einen grau-getigerten Pelz auf der Decke entdeckt hatte.
„Dachte ich mir schon! Das ist einer von Shivas Lieblingsplätzen!“, erwiderte Sandra. Sie ging in das angrenzende Bad, um sich schnell was Bequemeres anzuziehen, wie sie sagte.
Sie zog sich rasch eine leichte Jogginghose und ein weitgeschnittenes T-Shirt an und warf ihre getragenen Klamotten in den Wäschekorb. Danach wusch sie sich die Hände, nahm sich flüssiges Jod, Tupfer und ein Papiertuch zum Unterlegen aus dem Schrank und betrat wieder den Raum nebenan.
Alea hatte derweil ihr CD-Regal näher unter die Lupe genommen und besah sich interessiert ihre Musiksammlung.
Natürlich waren Saltatio Mortis und Subway to Sally vertreten und eigentlich auch alles andere, das sie auf der Zugfahrt gehört hatten. Also auch Versengold, Beyond the Black, Powerwolf, Fiddler´s Green, Unzucht, Linkin Park, Krayenzeit, Indecent Behavior, Volbeat, aber auch einige selbstgebrannte CDs mit verschiedenen Künstlern wie AC/DC, Accept, U.D.O., Alice Cooper, Queen, the Gregorians, Uriah Heep, den Scorpions und einiges mehr noch.
Er hatte gerade eine Hülle von einem der unteren Regalböden herausgezogen und sah sie sich genauer an.
„Du hörst Garmarna?“, fragte er überrascht, als er sie bemerkte.
„Naja, ich hab nur die eine CD, weil ich wissen wollte, wie sich ‚Varulven‘ und ‚Herr Holger‘ auf Original-Schwedisch anhören!“, kam Sandra grinsend auf ihn zu.
Sie stellte ihre Mitbringsel auf das kleine Schränkchen neben den CDs. Sandra hielt den Tupfer über das Tuch und träufelte großzügig Jod drauf. „Gib mir mal deine rechte Hand.“, forderte sie.
Alea tat, wie ihm geheißen. Sie nahm seine Hand in ihre und betupfte behutsam die Kratzer.
Am Ende waren sie nicht mehr rot, sondern braun.
„Du musst jetzt halt warten, bis das getrocknet ist!“, sagte Sandra und warf Kompresse samt Tuch in den Müll.
„Danke, aber das wäre nicht nötig gewesen!“, meinte Alea und blies auf seine Hand, damit es schneller trocknete.
„Es ist besser, glaub mir! Die Haut ist zwar nur angeritzt, aber verletzt ist sie trotzdem und du weißt nicht, wo die Katze zuvor überall rumgelaufen ist!“, erwiderte Sandra und ließ keinen Raum für Diskussionen.
Alea seufzte leise. Da sprach anscheinend die Ersthelferin aus ihr. Das sollte er sich für die Zukunft merken. Eigentlich war das ja ganz süß.
Er gab sich geschlagen. „Und, wie findest du die Originale?“, wollte er wissen und hielt die CD hoch, um das Thema zu wechseln.
„Eigentlich sind sie nicht schlecht!“, erwiderte sie. Dann musste sie aber grinsen. „Es war nur beim ersten Anhören etwas sehr befremdlich, eine Frau singen zu hören. Außerdem betont sie die Silben etwas anders und spricht die Worte auch ein bisschen anders aus! Aber sonst ist die Musik echt gut!“
Alea musste lachen. „Das ist halt das Problem, wenn du die Sprache nicht wirklich kannst!“, grinste er und stellte die CD zurück ins Regal, bevor er die Arme um ihre Hüfte legte.
„Ach, wie kommst du denn nur da drauf?!“, lachte sie zu ihm hoch. „Ich könnte dich jetzt natürlich auch noch darauf hinweisen, dass du allein schon bei La Jument de Michao die Laute jedes Mal anders betonst und einzelne Silben verschluckst!“
„Boah!“ Alea sah sie einen Moment lang mit funkelnden Augen an. „Na warte!“, sagte er unheilvoll und begann auch gleich, sie durch zu kitzeln. Sandra wand sich, versuchte, seine Finger aufzuhalten, doch sie waren einfach überall. „Weis mich nie auf meine Fehler hin!“, rief er.
Er musste selbst mitlachen. Sie waren auf der Couch neben dem kleinen Schrank gelandet und Alea kniete über ihr, während er über sie herfiel.
Sandra bettelte japsend und lachend darum, dass er bitte endlich aufhören möge, doch er ließ sie noch ein bisschen länger leiden, bevor er Erbarmen zeigte.
„Bist du denn wieder lieb?“, wollte Alea mit erhobener Augenbraue wissen. Seine Hände schwebten dabei drohend über ihren Seiten. „Ja! Bin ich! Ganz lieb und brav!“, keuchte sie. Sandra hätte ihm in dem Moment alles versprochen, damit er nur aufhörte.
„Na dann ist ja gut!“, grinste er auf sie hinab und erhob sich, damit er ihr hochhelfen konnte.
„Alles ok?“, fragte er, als sie wieder auf den Beinen war. Sandra war immer noch leicht rot im Gesicht und atmete noch etwas schwer, nickte aber.
Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und legte dann wieder seine Arme um ihre Taille. Dadurch zog er sie auch leicht an sich.
Sandra legte ihre Stirn an seine Schulter, um ihren Atem gänzlich zu normalisieren.
„Hast du eigentlich noch Hunger?“, fragte sie, als sie wieder aufsah.
Zur Antwort bekam sie ein lautes Knurren aus seiner Magengegend.
„Ich werte das mal als ja“, kicherte sie und tätschelte ihm den Hinterkopf. Alea hatte nach diesem verräterischen Geräusch peinlich berührt die Augen geschlossen und seinen Kopf auf ihre Schulter sinken lassen. „Du wirst allerdings noch ein bisschen warten müssen.“
„Aber nur, wenn es dir wirklich nichts ausmacht!“, sagte er und sah sie entschuldigend an.
„Jetzt hab dich nicht so! Ich kann dich doch nicht verhungern lassen. Dann würde ich ja mindestens von dem Lästerlichen was zu hören bekommen, wenn der das rausfindet. Und ich hab tatsächlich auch Hunger. Außerdem muss ich nur Nudeln kochen, weil meine Schwester gestern schon alles andere gemacht hat, und das dauert echt nicht lang!“, wischte Sandra seinen Einwand beiseite.
„Na los!“, zog sie ihn mit zur Treppe.

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Das Essen war schnell gemacht. Während die Nudeln kochten, erwärmte Sandra die Soße langsam und goss sie auch noch etwas auf, damit es auch wirklich für sie Beide reichte.
Alea deckte währenddessen den Tisch und bespaßte anschließend Shiva, die sich endlich aus dem Bett bequemt hatte. Aber auch nur, weil es Essen gab. Ihr war es ziemlich egal, dass jemand am Tisch saß, den sie nicht kannte. Die Katze brauchte nur jemanden, der sie streichelte, während ihre Besitzer aßen.

„Es war wirklich sehr lecker!“, lobte Alea, als er Sandra dabei half, die Küche wieder aufzuräumen.
Das war es wirklich – es war keine gewöhnliche Tomatensoße mit Hackfleisch gewesen, sondern Hackfleisch mit Zwiebeln, Mais, Erbsen und Paprika, mit passierten Tomaten und etwas Wasser aufgegossen.
„Danke, aber ich hab ja nur die Nudeln gekocht. Alles andere war schon fertig!“, sagte Sandra. Sie wurde wieder etwas rot, waren solche Komplimente für sie doch eher ungewohnt.
„Glaub mir, auch beim Nudeln kochen kann man was falsch machen.“, lachte er und zog sie an sich.
„Wie soll das denn gehen? Man richtet sich einfach nach der Garzeit auf der Packung!“, zuckte sie mit den Schultern. „Du musst nur schauen, dass das Wasser nicht überkocht!“
„In der Theorie ja, aber wenn du die Kochzeit überließt und du das Ganze dann vergisst, setzt du deinen Herd unter Wasser und hast am Ende einen großen Klumpen!“, sagte Alea grinsend.
Sandra sah ihn an. „Sag bloß, dir ist das schon passiert!“
„Einige Male sogar!“, nickte er bestätigend.
„Ich werde dich in meiner Küche keine Nudeln kochen lassen!“, schüttelte sie ungläubig den Kopf.
Alea sah sie beleidigt an. „Das ist jetzt schon lange her!“, schmollte er. Bei seinem entrüsteten Blick musste sie lachen. „Das will ich auch hoffen! Hattest ja doch länger Zeit zum Üben als ich! Außerdem würde ich dir das nie verzeihen, wenn meinem Freund bei so etwas Banalem wie Nudeln kochen was passiert!“, sagte Sandra und zog ihn zu sich herunter, um ihn zu küssen.
Alea lächelte in den Kuss hinein und schlang die Arme noch etwas fester um sie.
„Und was machen wir Zwei jetzt noch?“, fragte er lächelnd, nachdem sie den Kuss wieder gelöst hatten. Er streichelte dabei ihre Wange.
„Film gucken?“, fragte Sandra zurück. Sie hatte schon eine Idee welcher es werden und bei dem er definitiv nicht ‚Nein‘ sagen würde.
„Gern“, war seine Antwort.

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„Also, Ich hätte zur Auswahl: Herr der Ringe, Bambi, Aristocats, Buffy…“ – „Buffy? Ich hätte jetzt eher gesagt, du bist ein Twilight-Fan“, unterbrach Alea ihre Aufzählung. Er saß bereits im Schneidersitz auf ihrem Bett in die Kissen an der Wand gelehnt. Sandra hatte ihn dorthin verbannt, weil zum einen der Fernseher auf einem kleinen Bücherregal gegenüber von dem Möbel stand und zum anderen wollte sie nicht, dass er ihr über die Schulter schaute.
Jetzt sah sie ihn mit einem vernichtenden Blick an. „Was hältst du von mir? Dieser ganze Schwachsinn mit Team Edward gegen Team Jacob – ich bitte dich!“
„Lass das bloß nicht die ganzen weiblichen Teenies hören!“, lachte Alea.
Sandra musste selbst grinsen und wandte sich wieder ihren DVDs zu. „Ich war halt noch nie dieses typische Mädchen!“, sagte sie. „Obwohl die Werwölfe in den Filmen ziemlich sexy und echt zum Knuddeln sind!“
„Aha! Du hast es dir also doch angesehen!“, erfasste er das Offensichtliche.
„Ich hab nie was anderes behauptet. Aber eben erst ab dem zweiten Teil und das dann auch nur, weil in dem Trailer dazu eben diese echt kuschligen und plüschigen Werwölfe zu sehen waren! Davor hatte ich noch nicht mal die Bücher gelesen und das hätte ich wahrscheinlich auch nie, denn das war mir teilweise echt zu schnulzig, wie von Anfang an befürchtet – eine der besten Szenen in den Filmen war für mich immer noch die, als Bella Jacob eine reingehauen hat, weil er sie geküsst hat! Und ich finde auch, Alec von den Volturi sah besser aus, als Edward!“
„Oh Mann, da hab ich mir ja wen angelacht!“, stöhnte Alea theatralisch. Er hatte sich dabei auch weiter in die Kissen sinken lassen und den Arm über die Augen gelegt, konnte sein Grinsen aber nicht zurückhalten und wollte das auch nicht.
Sandra sah grinsend über die Schulter. „Da bist du aber selber schuld!“
„Ich weiß, aber ich würde es auch nicht mehr anders haben wollen“.
Er blickte wieder zu ihr und zwinkerte ihr zu.
Sie drehte lächelnd den Kopf und zog die gesuchte DVD heraus.
„Oder ich hätte auch den hier noch“, sagte sie und hielt triumphierend die Hülle hoch.
Alea reagierte eigentlich so, wie Sandra erwartet hatte. Seine Augen fingen an zu Leuchten und er beugte sich etwas vor.
„Ich deute das mal als ja!“, kam sie grinsend auf ihn zu.
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