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von Lucehlia
GedichtAllgemein / P16
07.08.2020
05.10.2020
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07.08.2020 282
 
Mein Kaffeefilter-Verstand
besteht aus Bitterkeit.
Ich lasse alles hinein,
allen voran die Nichtigkeit.
Etwas, das ich gerne festzuhalten erfuhr
fließt immer durch
diese papierdünnen Wände,
die mich da kleideten in Trauer nur.

Ich wünsche mir, geliebt zu werden,
und Freundschaften zu pflegen,
Ich möchte existieren

und sei es auch nur für unbewusste Glückseligkeit.

Ich gebe es zu.

Stattdessen verstecke ich mich
in einem metaphorischen Getränkeautomaten,
der die Geschmacksknospen entzückt von
jedem schlaftrunken missratenen
Liebhaber von Koffein.

Ich sehne mich heimlich
nach den Dingen, die ich so verachte
weil ich so verdammt ängstlich bin zu zerreißen

meine papierdünne Fassade.

Mein Kaffeefilterverstand
bemächtigt sich, mehr oder weniger, des Schreiens,
weil es unangenehm ist, in der Nähe
von anderen ihrer Art zu verweilen.

Ich möchte, dass jemand mein Herz aufreißt,
nicht um ungebeten einzufallen, sondern versöhnend

meinen unausstehlichen Kaffeefilteranteil zu trösten.

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my coffee filter mind
consists of bitterness.
I let everything in
especially nothingness.
Something, I would like to keep
always flows through
these paper thin walls,
which only made me blue.

I wish to be loved,
I wish to be friends with,
I wish to exist

if only for oblivious bliss.

I admit it.

Instead, I hide myself
in a metaphorical beverage machine,
that enchants the taste buds of
every sleep-deprived lover of caffeine.

I secretely long
for those things I despise
because I'm so f*cking scared

of ripping my paper thin disguise.

My coffee filter mind
more or less cries.
Because it's not comfortable being around
others of her kind.

I want someone  to tear open my heart,
not to invade but rather comfort

my obnoxious coffee filter part.


© fey (16/07/17)
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