Glücksmomente

von Huelk
GeschichteRomanze / P18 Slash
Daniel Ricciardo Esteban Ocon Max Verstappen Nico Hülkenberg Sergio Pérez
07.08.2020
24.10.2020
17
43.691
15
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Dieses Kapitel
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17.10.2020 2.927
 
Kommentar: Hallo Ihr Lieben.
Und weiter geht’s! Ich denke, diese Geschichte wird nun doch um einiges länger, als ich vermutet hab, aber momentan kommen mir doch noch so einige Ideen für die Zwei. Ich hoffe, ich kann Euch damit auch eine kleine Freude machen. Erst einmal geht es einen Tag nach dem letzten Kapitel weiter.
Viel Spaß beim Lesen. :)





Ein letztes Mal

Tag 14


Silverstone, England
11. August 2020


Etwas war ganz anders, als er an diesem Morgen wach wurde.
Normalerweise war ja seine grundsätzlich erste Handlung des Tages, sich daran zu erinnern, dass Nico immer noch da war und sich dann gnadenlos um ihn herumzuwickeln, damit er bloß nicht die Chance hatte, ihm zu entkommen, aber das ging heute irgendwie nicht. Er konnte sich nämlich nicht bewegen. Schockiert riss er die Augen auf, versuchte sich einen Überblick zu verschaffen, was hier eigentlich los war und staunte nicht schlecht.
Nico hatte doch tatsächlich eine perfekte Kopie seines Klammergriffs hinbekommen und das war schon mehr als ungewohnt. Nicht, dass der Deutsche ihn niemals in den Arm nahm oder sich auch mal gemütlich an ihn kuscheln mochte, aber dass der Deutsche es exakt auf dieselbe Art und Weise tat, verwunderte ihn schon ein wenig.
Ein Weilchen betrachtete er dieses ungewohnte Bild, fragte sich, ob Nico gerade nur vortäuschte, tief und fest zu schlafen oder womöglich tatsächlich wieder eingenickt war.

„Nico?“, sprach er den Älteren also an, der aber nicht sofort reagierte.
Das war auch ungewohnt. In der Regel war der Ältere ja auch immer vor ihm wach. Klar, es war ein riesiger Fortschritt, dass er sich nicht mal wieder klammheimlich in die Dusche geschlichen und ihn hier zurückgelassen hatte, nur erwartete er sowas eben viel eher.
„Nico?“, versuchte er es noch einmal, bewirkte damit aber nur, dass der Deutsche irgendwas unverständliches Nuschelte und ihn noch fester an sich drückte.
Ein Wunder eigentlich, dass seine Knochen unter dieser Behandlung nicht ächzten. Sein Freund hatte nämlich definitiv mehr Kraft, als man ihm auf den ersten Blick zutrauen mochte. In punkto meist unterschätzter Fahrer, würde er so manches ohne zu zögern unterschreiben. Aber das war gerade ja nicht sein Problem, sondern viel mehr...
„Nico!“, wurde er etwas energischer, was zu einer Art unwilligem Protestlaut führte und diesmal glaubte er, seine Rippen doch mal knacken zu hören. Genau das meinte er damit, dass Nico stärker war, als er aussah. Der Hulk eben. Er musste seinem Spitznamen ja gerecht werden.

Tatsächlich hatte er das Gefühl, man würde ihm nun nach und nach die Luft aus den Lungen pressen, dabei würde er durchaus von sich behaupten, dass er einiges vertragen konnte. Auf dieser Ebene schenkten sie sich nicht sonderlich viel, waren da etwa gleichauf, von daher hätte er nicht geglaubt, was so ein deutscher Schraubstockgriff anrichten könnte.
„Whoa... Alter... Du erdrückst mich“, beschwerte er sich also und versuchte, wenigstens mal einen Arm freizubekommen, aber diese Rechnung hatte er wohl ohne seinen Freund gemacht.
„Mach nicht so einen Krach“, grummelte Nico verschlafen vor sich hin und schien es ihm auch tatsächlich absichtlich noch schwerer zu machen. Unglaublich! Was hatte ihn denn da auf einmal geritten, dass er ihm das am frühen Morgen zumutete?
„Krach? Ich krieg gleich keine Luft mehr!“, informierte er den Älteren, den das allerdings so überhaupt nicht zu beeindrucken schien.
„Für jemanden, der keine Luft mehr kriegt, plapperst du ganz schön viel“, versetzte Nico und machte ihn tatsächlich sprachlos. Das hätte er ihm nun wirklich nicht zugetraut und so versuchte er weiterhin sein Glück, wenigstens mal die Arme herauszuwinden, was ihm schließlich auch gelang, nur hatte er nicht bedacht, das der Druck auf die Lunge damit noch ein wenig steigern würde.

Und nicht nur das... So langsam hatte er ja auch noch ein ganz anderes Problem.
„Nico, ich muss echt aufs Klo“, wandte er ein, schlug sich aber direkt die Hand vor die Stirn, als ihm nun so langsam dämmerte, was Nico zu dieser Tat veranlasste und er bekam es auch postwenden von ihm bestätigt.
„Da müsste irgendwo noch eine Flasche neben dem Bett stehen“, wurde ihm geantwortet und jetzt musste er schon ein bisschen über diese Situation lachen. Nico zahlte ihm seine Knuddelattacken also tatsächlich heim. Er musste zugeben, dass er damit nicht gerechnet hatte, aber die Message war durchaus bei ihm angekommen.
„Okay, haha, wir haben alle sehr gelacht, kannst du mich dann endlich loslassen?“, versuchte er das Ganze zu beschleunigen, aber auch diesmal hätte er es im Grunde doch besser wissen müssen.
„Nope.“ War das sein verdammter Ernst? Er musste wirklich aufs Klo und das Nico halb auf ihm lag, machte das auch nicht gerade besser.
„Alter, ich hab echt Druck“, ließ er ihn also wissen, wobei ihm eigentlich klar war, dass Nico verdammt stur sein konnte, wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hatte und das war er offenbar auch heute und das auch noch am frühen Morgen...
„Alter, ist dein Problem. Ich lass dich nicht gehen“, blieb Nico standhaft und brachte ihn dazu, ein wenig frustriert zu seufzen.

So würde das wohl nichts werden. Er brauchte dringend eine neue Strategie, aber welche? Gegen Nico anzukommen konnte wirklich schwer sein, zumindest dann, wenn er genau das Bezwecken wollte.
Er blieb einen Moment ganz ruhig liegen, in der Hoffnung, dass Nico seine Muskeln wieder entspannte und dann vielleicht nicht richtig auf seinen Fluchtversuch gefasst sein würde. Innerlich zählte er einen Countdown runter, ehe er versuchte, sich mit einem Ruck von seinem Freund zu lösen, aber das hatte nur zu Folge, dass es seine überfüllte Blase erschütterte. Er hoffte nicht, dass Nico es wirklich drauf ankommen lassen würde.
„Okay, ich hab’s begriffen! Ich hab’s mit meinen Klammerattacken voll übertrieben, ja? Lässt mich jetzt bitte endlich ins Bad?“, hakte er noch mal so liebevoll nach, wie er es angesichts der nahenden Katastrophe eben noch konnte und erkannte das Schmunzeln auf Nicos Zügen. Ein zugegebenermaßen eher diabolisches Schmunzeln...
„Das geht bestimmt noch ein bisschen netter, oder?“ Seine Augen weiteten sich und er würde sein Cockpit darauf verwetten, dass Nico genau wusste, wie er ihn jetzt anguckte, während er sich innerlich darüber amüsierte.

Er seufzte schwer, atmete einmal tief durch, sofern Nicos Arme, die sich langsam aber sicher wie Stahlträger anfühlten, das eben zuließ.
„Also gut... Nico, ich hab es wirklich übertrieben, ich hab dir sicherlich entsetzliche Atemprobleme, einen verspannten Rücken und eine gequälte Blase verpasst, weil ich einfach nicht von dir ablassen konnte und das tut mir wirklich leid. Kannst du mir das vergeben und mich aufs Klo lassen? Bitte...“
Für einen Moment fürchtete er wirklich, Nico würde dieses Spielchen noch weitertreiben, doch da löste er tatsächlich die feste Umarmung und obwohl er den Älteren dafür ja viel lieber küssen würde, musste er nun doch als erstes ins Bad rennen.
Er hatte keine Ahnung, ob er sich das nur einbildete oder ob Nicos amüsiertes Lachen ihm tatsächlich ins Bad folgte. Das war echt knapp gewesen und er war sicherlich auch ein bisschen Blass um die Nase geworden.

Es war ihm ja eigentlich klar, aber womöglich sollte er sich öfter mal ins Gedächtnis rufen, dass man einen Nico Hülkenberg niemals unbedacht zu einer Challenge herausfordern sollte...


-*- Später an diesem Nachmittag -*-


Von den anderen Teams war niemand mehr in Silverstone. Sie waren die Letzten, die noch übrig waren und das auch nur, weil Daniel mit seinen Terminen ein bisschen tricksen konnte. Aber morgen würde er nach Barcelona fliegen müssen. Da führte kein Weg drum herum. So gerne er auch weiterhin mit seinem Australier mitreisen würde und es fiel ihm selbst auch schwer, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass das hier ihr vorerst letzter gemeinsamer Ausflug sein würde.
Wie auch schon in den vergangenen Tagen hatten sie ihr gemeinsames Trainingsprogramm abgespult und sich dann ein ruhiges Plätzchen ganz für sich gesucht. Natürlich mussten sie immer aufpassen, wenn sie etwas unternahmen, denn nach Möglichkeit sollten keine Gerüchte die Runde machen, dass sie etwas miteinander hatten.
Manchmal nervte ihn dieses Versteckspiel schon. Dass er nicht einfach mit Daniel hingehen konnte, wo sie wollten, dass er nicht immer und überall seine Hand nehmen oder einen Arm um ihn legen konnte. Als sie die letzten Jahre gemeinsam in der Formel 1 unterwegs gewesen waren, hatte es ihn oft angekotzt, dass er Daniel immer erst abends endlich küssen durfte, wenn sie in ihren Hotelzimmern ganz privat für sich sein konnten. Aber wollten sie wirklich den medialen Wirbel um ihre Person riskieren, um sich zu outen?

Natürlich wäre es eine gute Sache, wenn mehr Sportler so offen wären und sich gegen diese Zwänge stellten, die man ihnen aufbürdete, aber weder Daniel noch er mochten diese Aufmerksamkeit. Für sie war die Öffentlichkeit eher das notwendige Übel, um ihren Traum leben zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Er hatte noch nie besonders viel davon gehalten, sein Privatleben preiszugeben und er wollte jetzt auch nicht mehr damit anfangen.
Außerdem hatten sie über die Jahre doch ganz gute Strategien entwickelt, um diesem Trubel weitestgehend zu entkommen, um sich unauffällig zu verhalten und sich trotzdem genügend Zweisamkeit zu stehlen. Nur in diesem Jahr war das so viel schwieriger. Sie hatten gewusst, dass es hart werden würde, wenn einer von ihnen vorzeitig die Formel 1 verlassen musste, nur war daran auch nicht viel zu ändern gewesen. Er hatte es eben nicht eingesehen, von Renault wieder in ein noch schlechteres Team zu wechseln und daher zwei Angebote ausgeschlagen. Dass man ihm als Antwort darauf gleich alle Türen zuwerfen würde, damit hatte er nicht gerechnet, aber wer pokerte, konnte sich eben auch verzocken.
Hätte er allerdings geahnt, wie sehr es Daniel mitnahm, vielleicht wäre er damit etwas weniger leichtfertig umgegangen. Er war davon ausgegangen, dass ihnen das nicht viel anhaben konnte, doch er hatte schnell bemerkt, dass es dem Jüngeren damit nicht gut ging und das tat ihm leid. Erst da hatte er so richtig begriffen, wie sensibel Daniel tief in seinem Inneren eigentlich war und wie sehr er Harmonie um sich herum brauchte. Für ihn stand fest, dass es Daniel daran nie wieder fehlen sollte und er würde alles versuchen, damit das auch funktionierte.

„Worüber denkst du gerade nach?“, riss Daniel ihn plötzlich aus seinen Gedanken und ließ ihn ein bisschen verlegen lächeln. Es kam selten vor, dass es der Australier war, der ihn beim Träumen oder Grübeln erwischte. Das war doch oft umgekehrt, aber der Jüngere hatte ein sehr feines Gespür dafür, wenn etwas in ihm vor sich ging.
„Darüber, ob wir einem unserer Fahrerkollegen nicht doch einen Kurztrip in ein Corona-Risikogebiet spendieren können, damit ich noch ein paar Rennen bleibe“, entgegnete er also und brachte seinen Freund damit zum Lachen.
„Ich liebe es, wenn du so fies wirst“, meinte Daniel und durchaus war das so eine Eigenschaft, die sich durch das Zutun des Australiers ein wenig verstärkt hatte. Vielleicht, weil er genau wusste, dass Daniel es nicht so ernstnahm, weil er so genau verstand, wie er das meinte und gerade im Grunde nichts weiter sagte, als dass er lieber noch etwas mehr Zeit mit ihm hätte.
„Ist ja auch deine Schuld. Bevor ich dich traf, war ich immer nett zu allen“, behauptete er mit einem Schmunzeln und sah nur Sekunden später, wie auf Daniels Gesicht wieder dieses typische Grinsen auftauchte. So sah er ihn irgendwie am liebsten.
„Willst du damit etwa sagen, dass ich einen schlechten Einfluss auf dich habe?“, hakte der Jüngere nach, doch statt mit ihm darüber zu diskutieren, zog er ihn lieber wieder an sich und verwickelte ihn in einen Kuss. Das würde ihnen noch früh genug wieder fehlen, da sollten sie es jetzt und hier auskosten, so gut sie eben konnten.

„Soll ich nicht vielleicht doch auch aufhören?“, fragte Daniel, als sie sich wieder von einander lösten. Auch das war ein Punkt, den sie in der Winterpause immer wieder diskutiert hatten, aber das wollte er auf gar keinen Fall.
„Nein, das sollst du nicht“, teilte er dem Australier also geduldig mit, strich ihm ein paar Haare aus der Stirn und musterte ihn eindringlich. „Du weißt doch, dass ich das nicht will.“
„Schon, aber dann könnte ich wenigstens immer mit dir zusammen sein. Was bedeutet es denn schon, im Kreis rumzufahren, wenn man dabei nicht den Menschen bei sich hat, den man liebt?“, seufzte Daniel, während er nach seiner Hand griff und ihre Finger miteinander verschränkte.
„Es ist doch nicht für immer so. Und vielleicht bin ich nächste Saison wieder dabei und dann ist die Situation umgekehrt. Das wäre doch genauso bescheuert“, argumentierte er und sah, wie Daniel sich mal wieder auf die Lippe biss, weil er so genau wusste, dass das eine schwachsinnige Idee war.
„Klar... Aber für dich würde ich so einiges tun, was total bescheuert wäre, wenn wir dann zusammen wären“, stellte der Jüngere klar und sorgte dafür, dass er wieder lächeln musste.
„Das glaub ich dir auch. Und das darfst du auch. So lange du dafür nicht deine Karriere hinschmeißt, für die du auch so hart gekämpft hast“, erinnerte er ihn also und er wusste, dass Daniel das ab diesem Moment nicht weiter diskutieren würde, sah, wie er leicht nickte, bevor er sich seufzend wieder an ihn schmiegte.

„Aber vermissen darf ich dich, oder?“, wollte Daniel von ihm wissen und wie könnte er das auch verneinen?
„Das ist sogar deine verdammte Pflicht, mich total schrecklich zu vermissen. Wehe, wenn du das nicht machst“, gab er seinem Sarkasmus die Ehre und hörte Daniel direkt darüber lachen.
„Manchmal bist du so ein Penner“, behauptete der Jüngere, schon wieder deutlich fröhlicher als eben, als er sich wieder überlegt hatte, ob er seine Karriere hinwerfen sollte oder nicht.
„Ich liebe dich auch“, antwortete er und wusste, dass sie einander einmal mehr alles gesagt hatten.


-*- Am selben Abend -*-


Falls es Nicos Ziel gewesen war, ihn von dem dunklen Gedanken abzulenken, dass sich ihre Wege morgen wieder trennen würden, war es ihm mit dieser Aufforderung definitiv gelungen. Es kam zwar schon hin und wieder vor, dass Nico sich darauf einließ, jedoch immer noch selten genug, um nach wie vor etwas Besonderes zu sein.
Bestimmt verriet das begeisterte Funkeln in seinen Augen seinem Freund ganz deutlich, wie sehr er sich darüber freute, dass er sich nun in Position bringen durfte, dass er seine Qualitäten in Sachen sorgfältiger Vorbereitung heute unter Beweis stellen konnte. Es war auch für sie beide in Ordnung, dass sie da eine 75 zu 25 Prozentlösung gefunden hatten. Nicht, dass sie das wirklich gegeneinander aufrechnen würden, aber so in etwa verteilte sich ihre aktive Rolle wohl aufeinander und es war für ihn in Ordnung. Auch, wenn er sich das nie mit einem anderen Mann vor Nico hatte vorstellen können, genoss er das inzwischen doch sehr.
Und wenn er dann, so wie heute, zu seinen 25 Prozent kam, wollte er sich auch ganz bestimmt nicht darüber beklagen. Im Gegenteil. Er mochte den Gedanken, dass er dazu in der Lage war, Nico dazu zu bringen, von seinen üblichen Vorlieben ein bisschen abzuweichen, ohne ihn dazu überreden zu müssen. Er wusste, dass sein Freund sich zu nichts drängen ließ. Wenn er etwas für jemanden tat, dann nur, weil man ihn davon überzeugt hatte.

Inzwischen reichten ihnen Blicke auch vollkommen aus, um abzuschätzen, wann der andere bereit war. Sie hatten von Anfang an gut miteinander funktioniert und es war mit der Zeit nur besser geworden. Als er die stumme Aufforderung in Nicos Augen erkannte, verschaffte er sich ein bisschen mehr Platz zwischen den Beinen seines Freundes, stützte eine Hand neben ihm in den Laken ab, bevor er sich langsam in ihn schob.
Fasziniert beobachtete er, was sich dabei auf Nicos Gesichtszügen abspielte, wie ihn dieses Gefühl immer zuerst in Anspannung versetzte, ehe er es mit ein wenig Konzentration schaffte, diese Stück für Stück wieder aufzulösen und sich ihm ganz hinzugeben. Alleine dieser Anblick machte es ihm jedes Mal schwer, nicht sofort die Kontrolle zu verlieren, aber er wollte diesen Moment natürlich auch in vollen Zügen genießen.
Als er mehr und mehr in ihren gemeinsamen Rhythmus fand, erlaubte er es sich auch wieder, seine Hände über den Körper seines Freundes zu bewegen, seine eigene Erregung noch ein wenig zu steigern, während er tiefer in ihn eindrang. Immer wieder konnte er sehen, wie der Ältere sich auf die Lippe biss, mit seiner eigenen Selbstbeherrschung zu ringen hatte und hinter geschlossenen Lidern die Augen verdrehte.

Erst, nachdem er die ersten Laute über Nicos Lippen perlen hörte, die sich irgendwo zwischen Lust und Ungeduld bewegten, gab er seine eigene Zurückhaltung Stück für Stück auf, umschloss ihn mit der Hand, um ihren Rhythmus aufeinander abzustimmen. Zu sehen, wie sein Freund sich unter ihm wand, seine Hände tief in den Laken vergrub und ihm immer wieder aus halb geöffneten Augen diese lustvollen Blicke zuwarf, brachte ihn seinem Höhepunkt schon deutlich näher.
Lange konnte er allerdings nicht mehr standhalten. Er schaffte es, sie fast zeitgleich kommen zu lassen, bemerkte, wie Nico die Beine etwas fester um ihn schlang, um ihn dabei noch näher an sich heranzuziehen, bevor er ihn nach kurzem Durchatmen langsam wieder freigab. Bevor er sich aus ihm zurückzog, beugte er sich zu ihm hinab, um ihn in einen Kuss zu verwickeln. Deutlicher könnte er ihm in diesem Moment nämlich nicht zeigen, wie sehr er ihn liebte und wie sehr er sich über dieses Vertrauen freute.
Nachdem er die Spuren ihres Aktes einigermaßen beseitigt hatte, kam er an Nicos Seite, genoss es, dass sich sein Freund sofort an ihn schmiegte, während sie noch immer ein wenig zu Atem zu kommen versuchten. Er hoffte nur, dass er darauf nicht zu lange verzichten musste, dass er die nächsten Rennen überstehen würde, ohne vor Sehnsucht zu vergehen, aber er wusste, dass ihm diese Nacht dabei helfen würde.
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