How To Love An Android

von Lhunlona
GeschichteDrama, Romanze / P16
Elijah Kamski Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor RK900
05.08.2020
26.09.2020
37
77.366
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05.08.2020 1.428
 
Disclaimer:

Hallo zusammen,
nach fünf endlosen Jahren habe ich mal wieder begonnen zu schreiben. Man könnte sagen, dass DBH eine Art Muse für mich war. Ich habe einfach so viele Ideen in meinem Kopf und kann sie nur Stichwortartig aufschreiben, um dann später eine Geschichte draus zu formen.

Selbstverständlich bedanke ich mich bei Quantic Dream für dieses tolle Spiel. Bis auf meine eigenen Charaktere und Ideen, gehört mir natürlich nichts und ich verdiene damit auch kein Geld.

Wenn jemand Rechtschreibfehler findet und Lust dazu hat sie aufzuschreiben, kann man sie mir gerne schicken, damit ich die Geschichte ausbessern kann :)

Über Reviews würde ich mich sehr freuen. Ich wüsste wirklich gerne, wie euch die Story gefällt. Logikfehler nehme ich natürlich auch gerne an, obwohl ich echt hoffe, dass ich alles soweit aufgeklärt habe.

Dann bleibt mir eigentlich nicht mehr viel zu sagen.
Viel Spaß und gönnt euch ein paar Kekse ihr Süßen ;)
*Schüssel mit Keksen hinstell*


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1. Happy Birthday!



„Kamski.“ - „Verdammte Scheiße, Elijah!“ - „Hallo, Bruderherz. Wie kann ich dir helfen?“ - „Das weißt du verdammt gut.“ – „Oh, ist sie schon da?“ – „Du verfluchter…“ – „Hey, immer mit der Ruhe. Sie sollte erst zu deinem Geburtstag geliefert werden. Gab anscheinend ein Problem.“ – „Lass sie wieder abholen!“ – „Wieso?“ – „Frag nicht so blöd. Steht dir nicht.“ – „Jetzt raste nicht gleich aus.“ –

„Warum? Warum, Eli? Willst du, dass ich meinen Job verlieren? Ist es das?“ – „Red‘ keinen Unsinn.“ – „Wieso dann?“ – „Ich hatte sie bereits letztes Jahr fertig gestellt, zu dem Zeitpunkt konnte ich doch nicht wissen, dass plötzlich eine Revolution gestartet wird. Sie ist so konzipiert, dass sie gar nicht zum Abweichler werden kann.“ – „Tatsächlich? Das gleiche dachte man auch von dem RK900 und jetzt arbeitet er neben Connor in meinem Revier!“ – „Oh, habe ich deine Beförderungen verpasst? Bist du bereits Captain?“ –

„Fick dich!“ – „Ich bin mal so nett und überhöre das…Gavy.“ – „Nenn‘ mich nicht so!“ – „Du musst echt ein bisschen gelassener werden.“ – „Hast du gekifft? Ich bin Detective beim DPD und habe mich an die Gesetze zu halten! Mit dem Besitz eines gehorsamen Androiden mache ich mich strafbar!“ – „Wie ich schon sagte, sie kann nicht umgewandelt werden und wenn es einer versuchen sollte, dann wird sich ihre Programmierung dagegen wehren. Sie kann nichts Anderes sein, als ein gehorsamer Roboter. Entweder du schickst sie mir zurück und ich lasse sie verschrotten, womit ein Jahr Arbeit den Bach runtergeht oder du behältst sie und sorgst dafür, dass sie nicht in falsche Hände kommt.“ –

„Fick dich!“ – „Charmant wie immer, Brüderchen. Ich muss jetzt auflegen. Viel Spaß mit ihr!“ – „Elijah!!“


Es sollte eigentlich ein ruhiger Abend werden. Schließlich kam Gavin Reed gerade von einer 18 Stunden Schicht nach Hause. Er wollte sich nur die Wiederholung vom Spiel der Lions ansehen, dabei ein paar Bierchen trinken und dann ins Bett fallen. Eventuell plante er sich vorher noch einen von der Palme zu wedeln. Er war sich allerdings nicht sicher, ob er es überhaupt bis zum Bier schaffen würde.

Die Müdigkeit machte ihm zu schaffen, weshalb er erst den Mannshohen Karton vor seiner Eingangstür ignorierte, er dachte, dass es nur eine Halluzination war. Eine Luftspiegelung, vielleicht?

Falsch gedacht.

Wie ihm sein Bruder am Handy offenbarte, sein Geburtstagsgeschenk. Der, mal so nebenbei, erst nächste Woche wäre. Er brauchte keinen Androiden in seinem Leben. Er kam klar. Er…Zweifelnd warf er einen Blick in seine dreckige Bude. Der Ordentlichste war er vielleicht nicht und auch sonst ernährte er sich eher von Tiefkühlkost und Fast Food, aber es war immerhin sein beschissenes Leben, oder?

Fest entschlossen den eingepackten Androiden auf dem Flur draußen stehen zu lassen, schloss er seine Haustür hinter sich. Er schmiss seine Jacke in Richtung Garderobe, die dort eher schlecht als Recht hängen blieb. Schleuderte seine Schuhe in die Ecke und ließ sich auf das Sofa fallen.

Die Lions begannen gerade mit dem Kickoff, als sein Blick kurz zur Tür huschte. Nein. Er würde den Teufel tun und das Ding in seine Wohnung holen. Er wollte nie Teil dieser Bewegung sein, die sein Bruder mit den Androiden in die Wege geleitet hatte. Seine Stadt verkam, wegen dieser Scheiß Roboter. Menschen verloren ihre Jobs, ihre Häuser und ihre Familien. Das Äußere der Androiden wirkte wie eine heilsame Welt, aber, wenn man genauer hinsah, brachten sie einem nur Leid in Form von Arbeitslosigkeit.
Ein erneuter Blick in Richtung Tür.

Er konnte sie nicht einfach dort stehen lassen. Bald würden seine neugierigen Nachbarn Fragen stellen. Das konnte er wirklich nicht gebrauchen. Er wäre schneller suspendiert, als dass er bis drei zählen könnte. Keiner darf sie bei ihm finden. Vielleicht sollte er ihr einfach den Befehl geben, weit weg zu gehen. Weit weg von ihm. Er bezweifelte, dass es was bringen würde. Elijah kannte seinen Bruder zu gut, als, wenn er das nicht auch in ihrer Programmierung berücksichtigt hätte.

„Fuck.“

Er riss die Tür auf, öffnete eilig den Karton. „Hallo, Mr. Reed. Es freut mich ihre Bekanntschaft zu machen.“ „Halt die Klappe und bring den Scheiß Karton in den Müll!“ „Ich muss sie darauf aufmerksam…“ „Ich habe dir gerade einen Befehl gegeben, oder?“ „Ja.“ „Dann befolge ihn gefälligst!“ „Natürlich, Sir.“ Schweigend nahm sie den sperrigen Karton und schliff ihn hinunter zu dem großen Müllcontainer.

Gavin, indessen, tigerte in seinem Apartment herum, hoffte, dass sie sich auf dem Rückweg verlief und einfach wegblieb. Seine Hoffnung wurde nicht erfüllt. Wenig später betrat sie das Wohnzimmer. Sie begann leere Bierflaschen aufzusammeln. Er versuchte sie zu ignorieren. Es gelang ihm nur mäßig bis gar nicht. Irgendwann gab er auf und betrachtete sie eingehend.

Sie war nicht größer, als 1,71. Hatte Kurven an den richtigen Stellen. Schlanke Figur. Wespentaille. Vermutlich B oder C – Cup. Gavin räusperte sich, als er sein offensichtliches Interesse mitbekam. Er spürte Wärme in seinem Körper aufsteigen, die sich an seinen Wangen sammelte. Er schob es auf das Bier. Das Bier und die Müdigkeit.

Er wusste was sein Bruder vorhatte mit diesem Androiden. Er war nicht dumm. Elijah kannte seinen Bruder. Wusste, wenn es ihm schlecht ging. Sie hatten nicht gerade viel Kontakt, aber trotz allem versuchte er ihm zu helfen wo er nur kann. Der Android war sein letzter Ausweg, da er wusste, wie sehr sich Gavin gegen seine Erfindungen auflehnte. Der letzte Ausweg, seinen Bruder aus der Depression zu holen, welche ihn Episodenweise überfiel.

Er ist absolut kein Fan von diesen Kreationen. Nachdem Elijah mit 17 von zu Hause abgehauen ist und ihn dort alleine ließ, ist er auch kein großer Fan mehr von seinem Bruder. Jeder hat auf seine Weise einfach sein Ding durchgezogen, so wie sie es schon immer getan haben.

Der Kontakt zwischen den beiden war mäßig. Sie meldeten sich an Geburtstagen und Feiertagen. Mehr nicht. Mehr war nicht nötig. Es waren einfache Höflichkeitsanrufe. Holografische Glückwunschkarten. Als Geschenk meistens ein Gutschein für irgendein Geschäft. Konsequent schenkte Elijah seinem Bruder nur Gutscheine für CyberLife, welche Gavin meistens zerriss und in den Müll beförderte.

Er warf einen kurzen Blick zu dem Androiden. Wenn er es nicht besser wüsste, dann würde er sagen, dass Elijah ihn in Versuchung bringen wollte. Er weiß verdammt gut, was seinem Bruder gefiel. Nicht zuletzt, weil sie sich in der High-School damals die Mädchen geteilt haben. Aber es gibt einen gravierenden Unterschied zu damals und heute. Damals waren es Menschen, heute sind es Maschinen.

Der RK1000 war hübsch anzusehen. Kamski hatte sich für seinen Bruder wirklich alle Mühe gegeben. Die Rückenlangen, lockigen Haare waren in einem Zopf zusammengefasst und hatten die Farbe von dunklem Karamell. Im richtigen Licht konnte man einen Kupferton ausmachen. Sie hatte ein ovales, liebliches Gesicht. Perfekte, mandelförmige Augen, umrahmt von dichten Wimpern. Das helle Blau ihrer Augen ging schon beinahe ins Türkise über. Ihre Iris wurde von einem dunkelblauen Rand umgeben. Ihre Lippen waren von rosiger Farbe und konnten sich zu einem schelmischen Lächeln verziehen.

All das bekam Gavin gar nicht mehr mit. Seine halbvolle Bierflasche rutschte ihm aus der Hand und entleerte sich auf den Boden. Sein Kopf war nach hinten gekippt, sein leises Schnarchen erfüllte das Wohnzimmer.

Der RK holte einen Lappen, wischte die Bierpfütze auf. Räumte die Flasche weg. Vorsichtig, um ihren Besitzer nicht zu wecken, legte sie seine Beine auf das Sofa, stützte seinen Oberkörper und platzierte seinen Kopf auf einem der Sofakissen. Er wandte sich brummend in die andere Richtung, wachte nicht auf.
Fürsorglich wurde er zugedeckt.


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So! Puh, erstes Kapitel Online. Bin ganz schön Nervös ;)
Ich werde mich unheimlich über Reviews freuen, wenn ihr mir ein paar hinterlassen wollt........Obwohl, so viel ist ja eigentlich auch noch nicht passiert im ersten Kapitel. Ein bisschen Charakterbeschreibung, das wars :/

Sch*** drauf.
Das Zweite Kapitel direkt hinterher! ^^
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