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von spooky
OneshotMystery, Fantasy / P12
OC (Own Character) Waver Velvet
05.08.2020
05.08.2020
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Blasses Mondlicht fiel durch das Fenster der Kabine. Das Geräusch des Zuges, der durch die Dunkelheit auf den Schienen fuhr, hatte beinahe etwas hypnotisches. So, dass sie begann mit dem Blick in das Nichts gerichtet, ihre Karten zu mischen. Sie merkte nicht wie die Unterhaltung in der Kabine nebenan aufhörte. Bemerkte nicht, wie sich die Tür öffnete, sich jemand setzte. Sie wusste, dass es immer jemand gab der die Geschichte der Karten hörte, selbst wenn sie es nicht merkte. Nach und nach, fiel Karte um Karte auf den Tisch, an dem sie saß. Ihr Mund sprach, sagte ihren Besucher die Nachricht. Ein spitzer Schrei ließ sie aufschrecken. Der Besucher musste weg sein, allein saß sie da. Der Blick fiel auf die Karte, die umgedreht war. Große Arkana 13 la mort, der Tod. Seufzend sah sie die anderen Karten an, räumte sie wieder in das Deck. „Eine Reise wirst du haben, voll mit vielen Gefahren. Wandel steht dir ins Haus." Erschrocken zuckte sie zusammen. Der Mann, der in der Tür stand, hatte sie nur flüchtig im Speisewagen wahrgenommen. „Verzeihung, ich lege die Karten nur, ich….“, sie stoppte ihren Versuch zu erklären, das sie nur ein Gefäß war für die Nachricht war. „Man bemerkt es bereits, wenn man dich sieht und hört, das du anders bist als das was du eben meiner Assistentin gesagt hast. Nein, was die Geister ihr sagen wollten. Wahrsager interpretieren die Karten oft anders, als was mir gerade berichtet wurde.“ Unruhig rutschte sie auf ihrem Sitz umher, warum kam sie sich gerade vor wie im Unterricht? Als der Dunkelhaarige Mann sich ihr gegenüber setzte und eine Zigarre anzündete, öffnete sie hustend das Fenster. „Du hast Gray nicht absichtlich erschreckt, dass ist mehr als offensichtlich!“ Tief zog sie die kalte Nachtluft in ihre Lungen, um den Rauch zu entkommen, war ihr Kopf so weit wie möglich aus dem Fenster gestreckt. Sie bemerkte, wie sie im Nacken gepackt wurde und wieder in die Kabine zurückgezogen wurde, niemals hätte sie den Ast ausweichen können, der beinahe ihren Kopf gefordert hätte. Wild pochte ihr Herz, als sie auf den Dunkelhaarigen fiel. Zitternd kroch sie weg, sah zu wie das Fenster geschlossen wurde. „Lord El Melloi, ist bei ihnen alles in Ordnung?“ „Der Zweite! Lord El Melloi der Zweite, wenn ich bitten darf den Namen vollständig zu nennen. Fuck, ja es ist alles gut soweit. Die Lady hier aber braucht einen guten Tee für die Nerven!“ Noch immer zitterte sie beim aufstehen, während sie der Unterhaltung zwischen dem Schaffner, und ihrem seltsamen Lebensretter lauschte. Auch schien der Schaffner sichtbar irritiert über den Fluch des Lord. Manche der Worte hatte er fast gezwungen und gezischt ausgesprochen. Anscheinend hatte sie ihn im Fall empfindlich getroffen. Eleanor schwieg darüber, während sie auf den Tee wartete.
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