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Mystische Freundschaften

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P6
Mia Silber OC (Own Character) Olivia "Liv" Silber
02.08.2020
08.08.2020
3
2.829
 
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05.08.2020 899
 
Als mir Mia nach unserem ersten Schultag entgegen kam hatte sie ein seliges Lächeln auf ihren Lippen und ohne mich wirklich zu beachten stieg sie mit mir und Persephone in den Bus. Ich wusste nicht ganz, ob ihr Lächeln davon kam, dass sie nun Secrecy sein konnte oder weil Artur nicht mehr an der Schule war oder doch einen anderen Ursprung hatte. Aber als ich sie darauf ansprach meinte sie nur es sei einfach schön wieder zur Schule zu gehen.
Kurz war ich besorgt, dass sie wie der in eine dieser Traumzustände war in die Artur letztes Jahr so einige gesetzt hatte. Aber ihr Blick schien mir ganz normal und es war ja auch nicht so abwegig, dass sie die Schule und ihre Freundinnen vermisst hatte. Aber als wir wieder zu Hause waren kam auch schon Henry und ich verdrängte Mias seltsames Verhalten einfach. Er war nur kurz vorbeigekommen, um mir eine Jacke zu bringen die ich bei ihm vergessen hatte. Aber da wir uns auch noch in dem Traumkorridor verabredet hatten ging ich nach dem Abendessen sofort ins Bett und wenig später befand ich mich im Korridor.
Erstaunt stellte ich fest, dass sich gegenüber von Mias Tür eine mir fremde Tür befand. Die Tür war schwarz und sah nicht gerade einladend aus. Sie war von einem silbernen Baum geziert. Im Hintergrund glitzerten die Sterne und eine Mondsichel leuchtete in der oberen rechten Ecke. Und am Fuße der Tür stand in roten Schnörkelbuchstaben: Traue Niemandem. Aber bevor ich darüber nachgrübeln konnte, von wem die Tür wohl sein könne trat auch schon Henry in den Korridor und zog mich durch seine Traumtür. Mit Henry war es mal wieder wundervoll gewesen und er hatte mich alle Sorgen, die ich wegen Mia hatte vergessen lassen.
Am Ende der Woche fand ich aber endlich heraus von wem die Tür gegenüber von Mia war. Mia die nun schon in die 10. Klasse geht ist nun natürlich auch in der Cafeteria der älteren und als ich sie an diesem Tag sah war sie nicht allein. Ein kleines Mädchen in Mias alter war bei ihr und als ich sie sah war ich mir sicher, dass diese schwarze Tür ihr gehört. Von ihr ging eine kalte abweisende Energie aus und sie schien nicht gerade so als wolle sie mit anderen Mitschülern agieren. Aber Mia war dies wohl nicht aufgefallen. Sie redete pausenlos auf das Mädchen ein und hatte dabei dieses selige Grinsen im Gesicht, das mir schon am ersten Schultag aufgefallen war. Die Haare des Mädchens waren genauso schwarz wie ihre Tür und ihre großen grauen Augen funkelten wie die Sterne, die ihre Tür zierten. Ich nahm mir vor Mia nach der Schule über das Mädchen auszufragen und sie darauf hinzuweisen das auf deren Tür „traue niemanden“ stand.
Wie sich herausstellte musste ich Mia gar nicht ausquetschen, denn als wir abends am Esstisch saßen fragte Mia Mum ob sie für Sonntag eine Freundin einladen könne. Und dann begann sie ganz von alleine zu erzählen. Wie ich wenig später wusste hieß das Mädchen Tara Black. Sie war erst seit diesem Sommer in London und lebte mit ihrem Bruder bei ihrer Grandma. Warum wusste Mia nicht, aber ich wollte es herausfinden. Tara wurde von ihrem Bruder am Sonntagvormittag zu uns gebracht. Ihr Bruder hatte dieselben Augen und Haare wie seine kleine Schwester nur das er offener und geselliger wirkte. Ich musste mir eingestehen, dass er ziemlich gut aussah und das mystische das von ihm ausging machte ihn umso interessanter. Das fand wohl auch Florence die den beiden die Tür geöffnet hatte. Als sie Taras Bruder Aaron gesehen hatte war sie rot angelaufen und hatte gerade so ein „Kommt doch herein“ herausgebracht. Lottie war heute auch bei uns sie meinte Mias neue Freundin solle schließlich einen guten Eindruck von uns bekommen und Lotties Köstlichkeiten mussten natürlich dazu beitragen. Mia blökte leise. Die anderen nahmen es nicht war, aber ich verstand das sie damit Florence meinte. Diese guckte nämlich verzückt in Aarons Richtung, um nicht zu sagen sie glotzte ihn an als sei sie ein hirnloses Schaf.  
Den ganzen restlichen Tag über ging mir Taras Tür nicht aus dem Kopf. Ich wollte unbedingt wissen was dieses geheimnisvolle Mädchen verbarg. Und glücklicherweise hatte ich schon beim Abendessen die Möglichkeit einen persönlichen Gegenstand von Tara abzustauben. Als wir nämlich auf den Braten von Lottie warteten der schon den ganzen Nachmittag so köstlich geduftet hatte spielte Tara die ganze Zeit mit einer silbernen Haarspange. Doch als sie für einen kurzen Augenblick Moms Fragerei mehr Aufmerksamkeit schenkte glitt ihr die Spange aus der Hand und fiel zu Boden. Tara saß neben mir und so war es ein leichtes meinen Fuß auf die Spange zu legen und sie somit verschwinden zu lassen. Tara und Mia krochen sofort unter den Tisch, um das Schmuckstück zu suchen und auch ich tat so als wollte ich helfen nutzte die Gelegenheit aber nur um di Spange schnell in meine Hosentasche gleiten zu lassen. Doch wenige Augenblicke später bereute ich den Diebstahl schon. Tara kam mir nämlich ziemlich mitgenommen durch den Verlust vor und wenn mich nicht alles irrte sah ich sogar eine Träne in ihren Augen glitzern. Fast schon hätte ich ihr die Haarspange zurückgegeben aber meine Neugierde siegte über mein schlechtes Gewissen. Ich nahm mir fest vor ihr den gestohlenen Gegenstand schnellstmöglich wieder zurückzugeben. Aber zuerst musste ich sichergehen das dieses Mädchen Mia keinen Schaden zufügen würde.
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