Auf jede Nacht folgt Sonnenschein

von swimmer10
GeschichteRomanze / P16
Glorfindel OC (Own Character) Thranduil
01.08.2020
06.08.2020
5
11.482
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02.08.2020 2.630
 
Ich bereute meine Entscheidung jeden Tag für die nächsten dreihundert Jahre meines Lebens. Doch mein Wille erlaubte es mir nicht aufzugeben. Jedes Mal wenn ich am Boden des Trainingsplatzes lag, wenn ich das Schwert meines Lords an meinem Hals spürte oder wenn ich vor Erschöpfung zusammenbrach. Glorfindel bat es mir jedes Mal an, doch ich konnte nicht aufgeben. Zu meinen täglichen Pflichten als Novizin des Krieger Handwerks gehörte das tägliche Training mit den Soldaten des Hauses der goldenen Blume. Während die anderen Soldaten nach diesem Training kaum mehr regelmäßige Pflichten hatten erhielt ich täglich weitere Unterweisungen. Häufig bestimmte Glorfindel einen seiner Untergebenen der meine Fähigkeiten weiter schulen sollte. Manchmal aber nahm sich der Lord auch selbst meiner Ausbildung an. Diese Stunden entwickelten sich nicht selten zu einem öffentlichen Spektakel, den die Soldaten welche in ihrem täglichen Training ebenfalls unter Glorfindel litten genossen es nur mich schwitzen zu sehen. Ich erinnerte mich noch so gut an meinen ersten Übungskampf mit Glorfindel als wäre es gestern gewesen. Er hatte mir ein Schwert in die Hand gedrückt und sich mir ohne Waffe gegenübergestellt. „Greif mich an!“ „Nein“, ich zog meine Brauen zusammen. „Dir ist klar was der Sinn eines Übungskampfs ist pen neth?“ „Natürlich, aber ihr seid unbewaffnet!“ Er lachte:“ Glaube mir Kleines, bis ich gegen dich eine Waffe ziehen muss wird es noch einige Jahre dauern.“ Diese Äußerung verärgerte mich so sehr das ich meinen Lord mit gezogenem Schwert angriff. Ich versuchte stundenlang Glorfindel mit meinem Schwert zu treffen. Doch obgleich der Fortschritte die ich in den letzten Monaten gemacht hatte, gelang es mir nicht einmal mit der Waffe in seine Nähe zu kommen. Ich war Schweiß gebadet und zu Tode erschöpft. Egal womit ich es versuchte, Schnelligkeit, Kraft, Tricks, nichts half. Glorfindel blickte beinahe gelangweilt drein, während ich schwer atmend am Boden des Trainingsplatzes kniete. „Gibst du auf pen neth?“ „Nein“, ich schüttelte den Kopf und rappelte mich hoch,“ niemals!“ Der Blick meines Lords veränderte sich. Ich sah Überraschung und… Respekt?

Er nickte langsam. „Steck das Schwert weg, geh zum Abendessen und leg dich dann hin. Wir wiederholen das hier morgen.“ „Nein!“, ich schwankte als ich meinen Kopf schüttelte,“ ich kann weiter machen!“ Glorfindel seufzte und schüttelte den Kopf, dann bewegte er sich so schnell das ich nur das Flackern von Licht sah, dann spürte ich einen Stoß vor die Brust. Ich viel zu Boden und der Herr des Hauses der goldenen Blume blickte auf mich hinab. „Iss und schlaf pen neth und ihr“, er blickte in die Runde und fuhr die Krieger an die uns beobachtet hatten,“ verschwindet und nehmt euch ein Beispiel an dieser Hingabe!“

Es dauerte 100 weitere Jahre bis Glorfindel mich als fähig genug erachtete. Was aber auch nur bedeutete das er nun sein Schwert mit in unsere Trainingskämpfe nahm. Ziehen musste er es aber weiterhin nur selten. Das nächste bemerkenswerte Ereignis ereignete sich im 242 Jahr meiner Ausbildung. Ich war inzwischen von den Kriegern des Hauses der goldenen Blume akzeptiert worden. Ich war noch immer die jüngste, die langsamste, die schwächste, aber ich war eine von ihnen. Ich hatte Freunde gewonnen die Tag für Tag mit mir daran arbeiteten meine Fähigkeiten zu verbessern. Es war der Tag des Kriegers. Gondolin zelebrierte diesen Tag wie jedes Jahr mit einem Fest. Traditionell wurde während des Fests ein freundschaftliches Turnier zwischen den Kriegern der Stadt abgehalten. Auf dem Platz vor dem Königspalast war ein Kampfplatz abgesteckt worden und jeder Krieger hatte das Recht dazu einen jeden anderen Krieger heraus zu fordern. Ich war in den letzten Jahren nie herausgefordert worden. Ein jeder erachtete es als unter seiner Würde gegen eine Novizin zu kämpfen. Ich hatte erwartet das es auch dieses Jahr so sein würde, doch ich hatte mich getäuscht. Ich saß mit einigen meiner Freunde an einem der breit gestellten Tische und da ich nicht vor hatte zu kämpfen trank ich Wein. Die anderen Krieger und ich beobachteten die stattfindenden Kämpfe. Gerade hatte ein Krieger aus dem Haus des Schmieds gegen einen aus dem Haus der Quelle verloren. Ich wollte aufstehen und uns eine weitere Flasche Wein besorgen als ich plötzlich eine klinge an meiner Kehle spürte. „Elaria“, ich kannte die Stimme,“ aus dem Haus der goldenen Blume, ich fordere euch zum Kampf heraus.“ „Nein!“, Glorfindel war einige Tische hinter uns gesessen und ich hörte wie er aufsprang. „Ecthelion das ist Unsinn!“ Der Lord vom Haus der Quelle hielt sein Schwert noch immer an meiner Kehle. „Angst das deine kleine Schülerin dich blamiert Glorfindel?“ Ich musste meinen Lord nicht sehen um mir seinen Gesichtsausdruck vorstellen zu können. „Wenn du unbedingt spielen willst dann such dir jemanden in deinem Alter!“ Glorfindel war zornig und ich konnte nicht umhin mich zu fragen was hier vor sich ging. So etwas war noch nie da gewesen und die Ruhe die sich über den Platz gelegt hatte zeigte mir das viele uns beobachteten. „Willst du dich wirklich von deinem Lord retten lassen?“, Ecthelions Stimme war nur ein flüstern in meinem Ohr,“ ich hatte dich anders eingeschätzt pen neth.“ „Ecthelion…“, Glorfindels Stimme klang näher, er kam auf uns zu. Doch mein Ehrgeiz ließ diesem Spot nicht zu. Ich verstand zwar nicht was hier vor ging, die beiden Lords waren Freunde. Warum provozierte Ecthelion Glorfindel? Doch ich würde mich nicht zu ihrem Spielball machen lassen. Und deswegen tat ich das verrückte, das undenkbare. „Ich akzeptiere eure Herausforderung Lord Ecthelion“ Der Ellon in meinem Rücken lachte. „Wusste ich es doch!“ Als er das Schwert senkte und ich mich umdrehte sah ich Glorfindels wütendes Gesicht.

Ich hatte keine Chance diesen Kampf zu gewinnen. Das war mir ebenso klar wie allen anderen Anwesenden. Aber die Welt mochte zu Grunde gehen bevor ich mich vor Gondolin blamierte und mein Haus beschämte. „Du musst das nicht tun Elaria!“, Glorfindel stand neben mir während ich m ein Schwert an meine Hüfte gürtete. Elaria? Das waren ja ganz neue Töne, er benutzte nie meinen Namen, ich war immer nur pen neth. „Ich weiß das ich das nicht muss“, antwortete ich,“ aber ich will!“ Und mit diesen Worten trat ich einem lächelnden Ecthelion entgegen. Der Lord war größer und schwerer gebaut als Glorfindel. Ich war nicht stark genug um viele seiner Schläge aufzuhalten und ich durfte mich keinesfalls auf einen Nahkampf einlassen. Der erste Schlag den Ecthelion gegen mich richtete hallte in meinem ganzen Körper wieder. In Ordnung, er war noch stärker als ich erwartet hatte. Das hier musste schnell zu Ende gebracht werden, aber wenn der Lord sich nicht zurück hielt würde ich es auch nicht tun. Ich wich den Schlägen aus und versuchte eine Lücke in der Verteidigung Ecthelions zu finden, doch er bewegte sich wie flüssiges Wasser. Und die einzige Möglichkeit Wasser aufzuhalten war einen Damm zu bauen. Ein Damm, natürlich! Ich senkte mein Schwert, trat nach vorn und warf mich förmlich in das Schwert Ecthelions. Ein Damm stellte sich in den Weg von Wasser und ich musste dasselbe tun. Das hier war ein Trainingskampf, Verletzungen waren nicht erwünscht. Er würde seinen Angriff abbrechen. Meine Taktik zahlte sich aus, Ecthelion riss sein Schwert nach oben und stand so für einen Moment ohne jegliche Deckung da. Ich musste diese Chance nutzen, es gab nur diese eine! Mein Schwert war zu lang dafür um auf so kleinem Raum zu agieren und so riss ich den kleinen Dolch, den ich neben meinem Schwert gern verwendete, aus meinem Gürtel und presste ihn gegen Ecthelions Seite. Wäre dies ein echter Kampf hätte ich ihn ernsthaft verwunden können. Die Menge raunte, doch ich konnte meinen Triumph nur kurz genießen. Der starke Arm meines Gegners traf mich vor der Brust und ich wurde gegen die Wand geschleudert die den Platz begrenzte. Beim Sturz ließ ich sowohl Schwert als auch Dolch fallen. Innerhalb von wenigen Sekunden lag Ecthelions Schwert an meinem Hals. Als ich aufblickte sah ich das der Lord noch nicht einmal schwer atmete. Einen Moment lang sah Ecthelion mich nur an, dann breitete sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht aus. „Du hast mich verletzt Elaria“, er hob seine linke Hand und ich sah Blut an seinen Fingern. Was? Das musste passiert sein als er mich von sich gestoßen hatte. „Das hat seit über vierzig Jahren niemand mehr geschafft.“, er streckte mir die rechte Hand entgegen und ich ließ mir von ihm aufhelfen,“ ich bin beeindruckt!“ Als wir gemeinsam, unter dem Applaus der Anwesenden, an den Rand des Platzes traten nickte Ecthelion Glorfindel zu und rief: „Pass besser gut auf diese hier auf, ansonsten stehle ich sie dir vielleicht!“

Und schlagartig hatte ich den Respekt von ganz Gondolin erlangt.

Aber ich verstand nicht. Ich verbrachte Monate lang jeden wachen Moment damit darüber nachzudenken was auf dem Fest vorgefallen war. Warum hatte Ecthelion mich herausgefordert? Warum hatte Glorfindel so aufgebracht reagiert? Ich verstand es nicht und ich verstand nicht warum mein Lord mir seit diesem Tag aus dem Weg ging. Inzwischen war Sommer. Aufgrund der hohen Temperaturen trug ich nur ein weißes Hemd und Leggins als ich zu meiner täglichen Trainingsstunde ging. Ich war mit Baron am Trainingsplatz verabredet gewesen, doch als ich dort eintraf erwartete mich jemand anderes. „My Lord?“ „Komm mit pen neth.“ Wir verließen den Trainingsplatz, durchquerten einige Straßen und blieben schließlich auf dem Marktplatz stehen. Der Platz selbst war leer, heute war kein Markttag, aber am Brunnen in der Mitte der freien Fläche lehnte der große, rothaarige Elb den ich vor Monaten mit meinem Dolch in die Seite geschnitten hatte. „Hallo pen neth“ „Lord Ecthelion“, ich senkte grüßend den Kopf. „Lass das mit dem Lord sein Elaria, jeder dem es gelungen ist mich im Kampf zu besiegen darf mich bei meinem Namen nennen.“ „Aber ich habe euch nicht besiegt!“ „Nein“, bestätigte Ecthelion,“ aber du warst so nahe dran wie niemand mehr seit langem.“ „Dann“, ich nickte erneut,“ ist es mir eine Ehre Ecthelion, aber verratet mir doch: Warum bin ich hier?“ „Weil Glorfindel und ich ein Geschenk für dich haben.“ Ein Geschenk? Ich war überrascht. „Aber vorher möchte ich dir eine Frage stellen pen neth.“, schlagartig hatte ich das Gefühl, dass, das hier erheblich offizieller war als es den Anschein hatte. Ich verschränkte meine Arme vor meiner Brust und ließ meinen Blick zwischen Ecthelion und Glorfindel hin und her wandern. „Warum?“, fragte der rothaarige Elb,“ über zweihundert Jahre tägliche Schinderei, Blut, Schweiß und Tränen. Wofür?“ Ich blickte zu Boden, überlegte einen Moment und setzte mich dann auf den Rand des Brunnens um die Frage zu beantworten. „Zu Beginn war es Romantik, die Sehnsucht danach meinen Namen irgendwann in Liedern zu hören. Aber das hätte mich nicht einmal durch den ersten Trainingstag gebracht. Nach einer Stunde war ich kurz davor gewesen aufzugeben. Als ich wieder und wieder auf dem Boden des Trainingsplatzes lag stellte ich mir dieselbe Frage. Warum? Und mit dem Sand des Trainingsplatzes in meinen Augen verstand ich es“, ich lachte,“ All die Helden die in Liedern besungen werden haben eines gemeinsam, sie kämpfen für das was sei liebe, für diejenigen die sie lieben. Sie beschützen jene die sie lieben. Und während ich wieder und wieder zu Boden geworfen wurde verstand ich. Ich möchte Gondolin, meine Freunde und meine Familie beschützen und wenn ich dafür wieder und wieder aufstehen musste. Dann ist es mir das Wert! Pathetisch, nicht wahr?“ „Nein“, Glorfindel sprach das erste Mal wieder seit wir uns auf den Weg gemacht hatten,“ das ist der nobelste Grund überhaupt ein Schwert zu tragen. Gib sie ihr Ecthelion.“ Der angesprochene griff über den Rand des Brunnens und zog zwei, in Wachstuch eingeschlagene Pakete hervor und reichte sie mir.    

Als ich das Tuch zurück schlug blieb mir für einen Moment die Luft weg. Ein Schwert und ein Dolch, so kunstvoll gefertigt und so leicht wie ich es noch nie gesehen hatte. „Nach unserem Kampf sprach ich mit Fin“, erklärte Ecthelion,“ und wir waren uns beide einig das alle Waffen mit denen du bisher gekämpft hast zu schwer für dich waren. Also baten wir Rog um eine individuelle Anfertigung.“ „Rog hat das hier gefertigt?“, der Lord vom Hammer des Zorns persönlich hatte Waffen für mich gefertigt,“ ich kann das nicht annahmen!“ „Warum nicht?“, fragte Glorfindel,“ du brauchst Waffen, wenn du die Patrouillen begleitest.“ „Die Patrouillen? Aber Ich bin nicht bereit…“ „Doch“, entgegnete Ecthelion,“ du bist bereit!“ „Ist das auch eure Meinung mein Lord?“, egal wie viel Ecthelions Worte mir bedeuteten, nur Glorfindels Meinung zählte. Er war mein Lord, mein Lehrer, mein Mentor. Er zögerte eine Sekunde, dann nickte er „Ja, du bist so weit.“ „Nun“, mit einem breiten Lächeln über meine neuen Waffen streichelnd fragte ich,“ bedeutet das ihr werdet endlich aufhören mich pen neth zu nennen?“ „Nein“, Glorfindel lachte ehe er mir kurz eine Hand auf die Schulter legte,“ das werden wir nicht pen neth!“

Zwei Monate nachdem ich meine neuen Waffen in Empfang genommen hatte war es am Haus der goldenen Blume eine Patrouille in die Berge zu entsenden und Glorfindel hielt Wort. Ich war Teil der Gruppe die unter Barons Führung die Stadt verließ. Zwei Wochen nachdem ich Gondolin das erste Mal in meinem Leben verlassen hatte kehrten wir zurück. Wir waren müde und schmutzig, aber bei den Valar es war so schön gewesen außerhalb der weißen Mauer zu sein! Wir waren gerade dabei unsere Waffen abzulegen als der Lord unseres Hauses zu uns trat. Er begrüßte erst Baron und tauschte einige Worte mit dem Führer der Patrouille aus. Dann landete Glorfindels Blick auf mir. Und das erste Mal seit zwei Wochen fühlte ich mich wieder vollkommen. Es war mir auf Tag zwei unserer Reise aufgefallen. Ich hatte ein Gewicht auf meiner Brust gespürt und an Tag drei hatte es mir gedämmert. Ich hatte nicht  nur die Mauern der Stadt noch nie verlassen, ich hatte auch Glorfindel in den letzten dreihundert Jahren jeden Tag mindestens einmal gesehen. Mein Lord fehlte mir. Sein feiner Spot, seine blauen Augen, sein Lachen. Als er mich jetzt ansah war es als würde das Gewicht sich von meiner Brust lösen. Ich konnte wieder atmen. Ein erschöpftes Lächeln schlich sich auf mein Gesicht und zu meiner unglaublichen Überraschung spiegelte sich meine Geste in Glorfindels Mimik. Doch damit nicht genug der Überraschungen, als ich eine Stunde später meinen kleinen Raum in der Kaserne betrat wartete eine weitere auf mich. Auf dem Tisch in der Ecke lag ein Stück Pergament. Wenn du nicht zu müde bist würde ichm ich über deine Gesellschaft beim Abendessen freuen – Glorfindel Mein Lord lud mich zum Abendessen ein? Meine Erschöpfung war schlagartig verflogen. Ich mühte mich halbwegs präsentabel auszusehen. Ich flocht mein vom baden feuchtes Haar und strich meine Kleidung glatt, dann machte ich mich auf den Weg zu Glorfindels Gemächern. Die Wache die vor der Tür stand ließ mich augenblicklich eintreten. Ich war noch nie hier gewesen und so blickte ich mich verunsichert um, doch ich konnte ein Licht schimmern sehen. Zögerlich trat ich darauf zu. Dort stand Glorfindel, so wunderschön wie immer auf einem Balkon. „Pen neth“, er drehte sich zu mir um und lächelte breit, seine Augen so weich wie ich es noch nie erlebt hatte. Mein Herz geriet für eine Sekunde aus dem Takt. „Komm zu mir“, er streckte seine Hand nach mir aus,“ ich will alles über deine erste Patrouille hören!“

Ich konnte es selbst kaum glauben, aber diese Treffen häuften sich. Glorfindel nahm sich immer mehr meiner Trainingsstunden an und er lud mich immer wieder in seine Gemächer ein. Mir entging nicht wie wenig Leute von unseren Treffen wussten und wie unziemlich meine Anwesenheit in den Gemächern meines Lords war. Wenn ich dort war waren wir stets allein. Wir speisten gemeinsam, tranken Wein oder blickten vom Balkon der Gemächer aus über die Stadt. Und wir redeten, wir redeten viel. Ich verstand nicht was Glorfindel mit diesen Treffen bezweckte, aber nach dem zehn Jahre vergangen waren wagte ich eines mit Sicherheit zu sagen. Wir waren Freunde.
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