Hexenjagd - Zugabe

von KKlever
GeschichteDrama, Angst / P12
Chloé Saint-Laurent Frédérique Simone Kancel Grégoire Lamarck Thomas Rocher
01.08.2020
04.08.2020
2
3.834
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.08.2020 1.693
 
Hallo zusammen,

hier bin ich mal wieder. Mein Gott, ist das lange her, dass ich hier etwas gepostet habe. Echt irre, wie die Zeit vergeht! Vier Jahre ist es her!

Da sich die Zeiten auch ändern, ändern sich auch die Geschichten, die man schreibt (zumindest bei mir). Meine Glee-Zeit ist vorbei und im Moment habe ich eine "Profiling Paris"-Phase, da ich den Charakter des Hauptkommissars Thomas Rocher gerade äußerst "liebe". Der Darsteller Philippe Bas ist auch wirklich echt schnuckelig.....aber mal davon ab.

Für alle, die Profiling Paris nicht kennen..... Seht es euch an..... Es lohnt sich!!!

Hier kommt also mal endlich was Neues von mir. Ich hoffe, es gefällt euch.

Die Geschichte fängt dort an, nachdem Thomas Rocher zusammen mit Katharina Dunckel entführt wurde.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure
KKlever


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Hauptkommissar Thomas Rocher erwachte mit hämmernden Kopfschmerzen. Zuerst konnte er nicht ganz klar erkennen, wo er sich befand. Es war dunkel um ihn herum und der Schmerz in seinem Kopf zwang ihn dazu seine Augen sofort nach dem Öffnen wieder zu schließen. Nach ein paar Momenten, in denen er tief ein- und ausgeatmet hatte, öffnete er langsam seine Augen erneut und erkannte diesmal, dass er sich in einem dunklen Keller befand. Als er versuchte, sich aufzurichten, bemerkte er noch etwas. Er war an ein Heizungsrohr gefesselt und das mit seinen eigenen Handschellen. Verdammt, was war nur passiert?

Er setzte sich vorsichtig auf, so gut es ihm irgendwie möglich war und sah sich um. Erst jetzt entdeckte er, dass er nicht allein in diesem Keller war. An einen Stuhl gefesselt in der Mitte des Kellerraumes saß Katharina Dunckel, die offensichtlich geknebelt worden war.

Thomas fiel wieder ein, was zuletzt passiert war, oder eher gesagt, an was er sich als letztes erinnern konnte. Er war zum Gare de Lyon gefahren, um alle Züge, die in Richtung Italien abfahren sollten zu überprüfen. Im Parkhaus des Bahnhofes, nachdem er den Bahnhofsvorplatz abgesucht hatte, war ihm Katharina völlig überraschend über den Weg gelaufen und in dem Moment, wo er sie festhalten wollte, hatte ihn jemand hinterrücks mit etwas auf den Kopf geschlagen, so dass er das Bewusstsein verloren hatte.

Der Hauptkommissar sah sich weiter um. Dieser Raum befand sich auf keinen Fall im Bahnhof. Katharina und er mussten von dort entführt worden sein, was bedeute, dass seine Kollegen sie beide nicht so einfach finden konnten. Er sah auch die Kamera, die auf Katharina gerichtet war und ihm wurde klar, dass dies nichts Gutes bedeuten konnte. Er wusste nur eins, sie mussten beide so schnell wie möglich hier raus. Sein Handy befand sich nicht mehr in seiner Hosentasche, wie er enttäuscht feststellte, aber dies war ihm eigentlich auch schon vorher klar gewesen.

Thomas untersuchte das Heizungsrohr, an das er gekettet war, doch auch nach festerem Rütteln und Zerren bewegte es sich kein Stück. Neben Katharinas Stuhl lag ein Eisenrohr auf dem Boden. Damit konnte er vielleicht das Heizungsrohr von der Wand hebeln, wenn er es nur irgendwie erreichen könnte.

„Katharina? Katharina?“, flüsterte er. „Hören Sie mich?“ Er hoffte darauf, dass sie nicht ohnmächtig war, doch erleichtert bemerkte er, das sie den Kopf drehte und ihn ansah. Als er in ihre Augen blickte, sah er die Angst darin.

„Katharina, rechts von ihnen auf dem Boden liegt eine Eisenstange“, flüsterte er und deutete mit dem Kopf in die Richtung. „Können Sie versuchen, sie mit dem Fuß zu erreichen und sie zu mir zu schieben?“

Die blonde Frau sah suchend auf den Boden und erkannte, was er von ihr wollte. Da sie nur mit Händen, aber nicht mit den Füßen an den Stuhl gefesselt war, versuchte sie die Eisenstange zu erreichen, doch dies klappte bei den ersten Versuchen nicht. Erst beim dritten Mal bewegte sich die Eisenstange ein wenig und Hoffnung keimte in Thomas auf. „Ja, genau so, Katharina!“, bestärkte er sie. „Versuchen Sie sie herzuschieben!“ Er machte sich so lang wie er konnte, um die Stange so schnell wie möglich zu erreichen, wenn es ihm möglich war.

Katharina gab der Eisenstange einen verzweifelten Stoß, so das diese zwar in die Richtung von Thomas schlitterte, dabei aber eine leere Flasche, die auf dem Boden lag, traf und diese klirrend zu Bruch ging.

Noch bevor Thomas die Möglichkeit hatte, die Eisenstange irgendwie zu erreichen, flog die Tür des Kellers auf und zwei maskierte Männer stürmten herein. „Was soll der Scheiß?“, brüllte der eine. Beide schienen die Situation sofort zu erkennen, denn einer der Männer trat die Eisenstange zur Seite, während der andere an Katharina herantrat und ihr eine Ohrfeige verpasste. „Du wolltest wohl abhauen, oder?“, brüllte er die weinende Frau an.

„Hören Sie auf, sie zu schlagen!“, rief Thomas wütend und setzte sich wieder auf.

Der Maskierte, der Katharina geschlagen hatte, stürmte auf ihn zu und riss sich die Maske vom Kopf. „Du, verdammter Bulle, hast hier gar nichts zu sagen. Ist das klar?“ Er hob die Hand und schlug Thomas seine Faust ins Gesicht.

Thomas verzog schmerzhaft das Gesicht, er schmeckte Blut, aber er sah seinen Angreifer weiter trotzig, aber auch ungläubig an. Er hatte ihn sofort erkannt. „Bauchart, was tun Sie nur? Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein?“ Es war erst einen Tag her, dass dieser Mann ihn vor etlichen Presseleuten direkt vor dem Polizeipräsidium angespuckt hatte. Thomas hatte sich sehr zurückhalten müssen, um nach dieser Aktion nicht aus der Haut zu fahren, doch er hatte in diesem Moment noch etwas Verständnis mit dem Mann gehabt, da er selbst Vater war und sich nicht vorstellen wollte, was er tun würde, wenn jemand seinen Sohn ermordet hätte. „Versuchen Sie doch einen klaren Kopf zu bewahren!“, sprach er eindringlich auf Christophe Bauchart, doch dieser sah ihn nur hasserfüllt an.

„Du und deinesgleichen seid Schuld daran, dass der Mörder meines Sohnes immer noch ungestraft frei herumlaufen kann. Ihr Bullen seid doch alles nur jämmerliche Versager und Nichtsnutze, die völlig unfähig seid. Ich werde dafür Sorgen, dass diesmal die Gerechtigkeit siegt.“

„Aber denken Sie doch auch an Ihren Jungen“, sprach Thomas auf ihn ein. „Guillaume hätte nicht gewollt, dass sein Vater...“

Bauchart holte wütend aus und schlug Thomas erneut die Faust ins Gesicht. Doch diesmal beließ er es nicht bei einem Schlag. Wutentbrannt holte er wieder und wieder aus. „Nimm gefälligst den Namen meines Sohnes nicht in den Mund, du dreckiger Bulle. Hörst du? Du weißt gar nichts über meinen Jungen, gar nichts. Halt einfach dein Maul!“, schrie Bauchart zornig, während er immer weiter auf Thomas einschlug. Die Schläge prasselten auf den Kommissar herab und er konnte seinen Kopf oder sein Gesicht nicht vernünftig schützen, da er an das Heizungsrohr gefesselt war. Er spürte, wie ihm Blut über das Gesicht lief. Der Schmerz in seinem Kopf wurde stärker und stärker, doch bevor er ohnmächtig wurde, nahm er wie durch einen Nebel war, dass die Schläge aufhörten. Er hörte die Stimme eines anderen Mannes wie durch Watte zu ihm dringen. „Hör auf, Christophe! Du bringst ihn noch um!“

„Was glaubst Du, was wir mit ihm machen, wenn wir diese Hexe verbrannt haben? Wir werden ihn sicher nicht laufen lassen“, erwiderte Bauchart wütend. Thomas erwartete eigentlich daraufhin weitere Schläge, doch die blieben aus. Er versuchte sich auf seine Atmung zu konzentrieren, doch die Schmerzen lenkten ihn immer wieder ab.

Nach einer Weile bemerkte er eine Veränderung im Raum. Er schreckte auf und wusste nicht, ob er geschlafen hatte oder vielleicht doch einfach ohnmächtig geworden war, doch die Veränderung, die ihm auffiel, war der Geruch. Es roch mit einem mal stark nach Benzin. Thomas konzentrierte sich darauf, die Augen zu öffnen und er sah gerade noch, wie Bauchart einen leeren Kanister zur Seite warf. Er hörte die erstickten Angstlaute, die Katharina ausstieß und erkannte, das diese komplett nass war. Aber es war kein Wasser, welches Bauchart über ihr ausgegossen hatte, es war Benzin.

Noch eine Veränderung im Raum fiel Thomas in diesem Moment auf. Jemand anderes war in den Raum gekommen und diesmal war es eine Frau. Eine Frau, die er kannte. Langsam und vorsichtig setzte er sich so gut wie möglich auf. Sein Kopf schmerzte ihn und er hatte Probleme, sein rechtes Auge zu öffnen. Er bemerkte aber dennoch, wie Bauchart der Frau ein Feuerzeug hinhielt.

„Nicht, Anne!“, flüsterte er flehend und sah, dass Anne Richer ihn gehört hatte, denn diese sah ihn mit großen Augen, in denen Tränen glitzerten, an. „Tun Sie es nicht!“

„Anne, du musst es tun! Denk an das, was diese Frau deinem Gaspard angetan hat.“ Christophe Bauchart sprach eindringlich auf Anne Richer ein. „Sie hat ihn umgebracht. Nimm das Feuerzeug!“

„Nein, Anne, tun sie es nicht. Dieser Frau wird in Frankreich der Prozess gemacht und mit großer Sicherheit in ein Gefängnis gesperrt. Sie wird ihre Strafe verbüßen für das, was sie getan hat. Aber Sie sind doch keine Mörderin!“ Thomas blickte Anne an und sah den Zweifel in ihren Augen. „Katharina wollte Ihren Sohn nicht umbringen. Es war ein Unfall und….“

Weiter kam Thomas nicht, denn Bauchart stand plötzlich mit wutverzerrtem Gesicht vor ihm. „Du verdammter Bulle hältst jetzt endlich dein Maul!“, schrie er und trat Thomas mit seinem Fuß in den Magen.

Die gesamte Luft entwich seinen Lungen als ihn der Tritt in den Magen traf. Vor Schmerzen krümmte sich Thomas zusammen und konnte sich auch vor dem zweiten Tritt nicht schützen, der ihn diesmal in die rechte Bauseite traf. Den nächsten Tritt sah Thomas noch kommen, doch als er ihn an den Kopf traf, war da nur noch Dunkelheit.

Er bekam nicht mehr mit, dass im nächsten Moment die Kellertür aufgerissen wurde und seine Kollegin Kommissarin Fred Kancel zusammen mit einigen Kollegen des Reviers den Keller mit gezogener Waffe stürmten. Er bekam auch nicht mehr mit, dass Anne das auf dem Boden liegende immer noch brennende Feuerzeug aufhob und nach kurzem Zögern zuklappte bevor sie es mit zitternden Händen an Chloé weiterreichte, die ebenfalls den Keller betreten hatte.

Was er auch nicht mehr mitbekam, war, dass Chloé sich besorgt und mit kreidebleichem Gesicht neben Fred kniete, während diese fieberhaft nach einem Puls bei ihm fühlte. Er bekam all dies nicht mehr mit, da er das Bewusstsein verloren hatte.

------------------------------------------------------------------------------


Ach ja, für alle die es noch nicht wissen: ICH LIEBE CLIFFHANGER!!!
Review schreiben