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The Spider and The Fox

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Spider-Man / Peter Parker
01.08.2020
20.01.2021
6
14.931
9
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
29.09.2020 2.630
 
Hallöchen mal wieder. :3
Erstmal kommt jetzt die typische Leier, dass ich leider im Moment nicht so die Zeit habe, aktiv zu uploaden (ich gebe trotzdem mein bestes!) aufgrund von Schulstress und Klausurenphase.
Dann muss ich mich noch selbst korrigieren: als ich mir Homecoming noch einmal angesehen hatte, ist mir aufgefallen, dass erwähnt wurde, dass das mit dem Flughafen wohl in Berlin war und nicht in Leipzig... Anscheinend habe ich irgendetwas durcheinander gebracht (ich denke weil das glaube ich in Leipzig gedreht worden ist? korrigiert mich wenn ich falsch liege), aber wir tun jetzt einfach mal so, als wäre das Ganze in Leipzig passiert. :D
Nun denn, jetzt wünsch ich euch erstmal viel Spaß mit dem Kapitel, auch wenn es nicht allzu lang oder spannend geworden ist. ♡

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Kristina versuchte in ihrem Gedächtnis hervorzurufen, woher sie diesen Namen kannte, doch egal wie sehr sie sich anstrengte, sie kam einfach nicht drauf. Dabei war sie sich ziemlich sicher, sie hatte diesen Namen aufjedenfall schon einmal gehört, doch wann und wo bloß? Sie fand einfach keine Antwort auf diese Frage.
Als die Beiden die Naturwissenschaftlichen Fachräume erreichten und gemeinsam einen davon betraten, lagen erstmal alle Augen auf Kristina. Sie geriet in eine Art Starre und blieb knapp vor dem Türrahmen stehen. Plötzlich hatte sie wieder den Drang, sich einfach umzudrehen und wegzurennen. Versuchen dieser schrecklichen Realität zu entfliehen, einfach zurück nach Hause zu gehen und sich in ihr Bett zu werfen. Sich dort auszuheulen und darüber zu klagen, wie schlimm ihr Leben sei. Peter jedoch hatte bemerkt, dass sie ihm nicht weiter gefolgt war, und als er fast schon an seinem Platz angelangt war, ging er zu ihr zurück und fragte sie ob alles okay bei ihr sei.
Peters Worte drangen zuerst nicht zu Kristinas Verstand durch und sie sah ihn nur sichtlich angespannt an, ehe sie etwas blinzelte, um der Welt ihrer Gedanken zu entfliehen und seine Stimme wieder wahrnehmen zu können, und er sich wiederholte: >>Ist alles gut bei dir, oder geht es dir nicht gut?<<
>>Doch, doch... Es ist nur...<<, ein gestresstes Seufzen entfuhr ihr und sie sah sich etwas um, um eine schnelle Antwort zu geben, wollte sie Peter, welchen sie erst seit einigen Minuten erst kannte, nicht erzählen, dass sie eigentlich gerade kurz vor einer Panikattacke stand und gar nichts gut bei ihr sei, auch wenn er noch so freundlich und hilfsbereit im Moment zu ihr war, >>Ich... Ich weiß nur nicht wo ich sitzen soll...<<
>>Neben mir ist noch ein Platz frei, wenn du möchtest, kannst du gerne neben mir sitzen.<<, bot er ihr an und lächelte sie etwas schüchtern an.
Normalerweise war Peter, gerade Mädchen gegenüber, sehr zurückhaltend, doch irgendetwas hatte dieses Mädchen vor ihm an sich, was ihn offener werden ließ und er konnte nicht sagen, dass er sich in ihrer Nähe nicht wohl fühlte, auch wenn sie sich nun mal wirklich nicht gerade lange kannten.
Erleichtert ließ Kristina die Schultern sinken, welche sie beim Betreten des Raumes direkt angespannt hatte, und entspannte sich sofort sichtlich: >>Gerne... Wenn das kein Problem für dich ist.<<
>>Warum sollte es?<<, erneut lächelte der dunkelblondhaarige Junge sie an, und ging dann wieder in die Richtung von seinem Sitzplatz.
'Gerade nochmal gut gegangen...'
, dachte Kristina sich und folgte ihm diesmal, während ihr Puls sich langsam wieder beruhigte.
Sie ließ ihre Tasche neben dem Stuhl auf den Boden gleiten und nahm zu Peters Rechten Platz. Dieser hatte natürlich ihren schnellen Stimmungswechsel bemerkt, und er glaubte ihr auch nicht so wirklich, dass bei ihr alles okay sei. Er vermutete zwar schon, dass dies vielleicht mit der großen Narbe, welche sich fast über ihre ganze rechte Gesichtshälfte zog, zu tun hatte, doch wollte er sie nicht danach fragen. Sie kannten sich dafür nicht gut genug. Peter konnte sich gut damit abfinden, wenn sie es nicht erzählen würde, auch wenn er zugeben musste, dass es ihn schon interessierte, wie diese Narbe zustande gekommen war, konnte er seine Neugier diesbezüglich zügeln. Entweder schenkte sie ihm irgendwann genug Vertrauen und würde es von sich aus erzählen, oder eben nicht. Doch Peter setzte nicht wirklich Hoffnung darin, dass die beiden Freunde werden würden. Sie war zwar nett, doch konnte er es nicht wirklich einschätzen und machte sich keine großen Hoffnungen. Sonst wollte auch nie jemand mit ihm befreundet sein. Sein einziger, und bester, Freund war Ned. Zwar unterhielten sich die Beiden auch des öfteren Mal mit MJ, doch wusste Peter nicht, ob er sie zu seinen Freunden zählen konnte, auch wenn sie eigentlich ganz nett war.
Kristina bereitete sich innerlich schon darauf vor, gleich aufstehen zu müssen und sich vorzustellen, während jeder sie von allen Seiten anstarrte. Wie sollte sie dies bloß schaffen, ohne erneut kurz vor einer Panikattacke zu stehen? Ihr Puls stieg wieder an und sie hatte gleichzeitig total warm und kalt vor Nervosität. Und als der Lehrer den Raum betrat, wünschte sie sich mal wieder, sie wäre nicht hergekommen.
Doch anders als sie erwartet hatte, begann der Lehrer direkt mit seinem Unterricht und kontrollierte die Anwesenheit der Schüler erst, als sie Aufgaben bearbeiten sollten. Und auch dann wollte er nicht, dass Kristina sich einmal vorstellte. Das Einzige was geschah war, dass einige Schüler sich umdrehten und in ihre Richtung schauten, als der Lehrer, dessen Namen Kristina nicht einmal kannte, da er es auch nicht für nötig hielt sich bei ihr vorzustellen, ihren Namen aufrief. Sie war zwar etwas beschämt und gleichzeitig schäumte auch etwas Wut in ihrem Inneren auf, da sie wieder einmal nur doof angestarrt worden ist wie ein Tier im Zoo und man sie nicht einmal hier begrüßt hatte, doch war sie auch froh darüber, sich nicht vor mindestens 30 anderen Schülern und Schülerinnen vorstellen zu müssen. Natürlich galt Peter als Ausnahme, er war der einzige hier, der sie nicht blöd anstarrte.
Damit die Selbstzweifel nicht wieder zu stark in ihr hochkommen würden, blickte Kristina auf das Arbeitsblatt, was sie vor sich auf dem Tisch liegen hatte. Zwar würde sie jetzt wirklich am liebsten einfach nur in Tränen ausbrechen, jedoch wollte sie nicht, dass irgendwer hier sie weinen sah und sie versuchte sich selbst klar zu machen, dass sie später noch genug Zeit zum Heulen hatte, und sich jetzt erstmal auf den Unterricht ansich konzentrieren sollte.
Dies war einfacher gesagt als getan, denn als Kristina das Arbeitsblatt vor sich durchlas, zog sie die Augenbrauen zusammen und sah schon fast verzweifelt aus, denn sie verstand kein einziges Wort von dem, was auf diesem Blatt stand. Sie hatte vorher noch nie in ihrem Leben Chemie Unterricht gehabt, natürlich konnte sie das ganze hier nicht verstehen. Ihr war bewusst gewesen, dass ihr Lernstand viel weiter unten war, aber sie hätte nie gedacht, dass die Unterschiede wirklich so groß, beinahe riesig seien. Irgendwie kam sie sich jetzt gerade ziemlich dumm vor, ihrer Meinung nach hätte sie sich nun wirklich besser vorbereiten können.
>>Brauchst du Hilfe?<<, flüsterte eine Stimme ihr zu, und als sie den Kopf etwas nach links drehte, dorthin woher die Stimme kam, sah sie in das fragende Gesicht von Peter.
>>Ähm...<<, begann sie, doch wurde von Peter unterbrochen, als er ihre Antwort eh schon erahnen konnte.
>>Also, so schwierig ist das gar nicht, du musst nur...<<, er beugte sich zu ihr und zeigte mit dem Finger auf die verschiedenen Texte und Lücken auf dem Arbeitsblatt, und fing an ihr die Aufgabe zu erklären. Und obwohl sie ihm aufmerksam zuhörte, verstand sie trotzdem nicht so ganz, um was es ging.
Kristina nickte verstehend und bemühte sich dann darum, irgendwie das Arbeitsblatt auszufüllen: >>Danke...<<
>>Kein Problem.<<, Peter lächelte sie an und wandte sich dann wieder seinen eigenen Aufgaben zu.




Der Chemie Unterricht zog sich für Kristina quälend in die Länge. Sie konnte keine der Fragen richtig beantworten und auch der Physik Unterricht, wo sie ebenfalls neben Peter saß, lief nicht gerade besser.
Seufzend verließ sie den Physikraum. Es war jetzt 12:35 Uhr und Kristina hatte jetzt Mittagspause. Danach finden für eine Stunde Club Aktivitäten statt, bevor der Unterricht normal weiterging. Doch da sie sich noch für gar keinen Club gemeldet hatte, musste sie sich wohl oder übel für zwei Stunden alleine die Zeit vertreiben.
Sie bemerkte gar nicht, dass Peter neben ihr herlief, erst als er sich räusperte und anfing zu reden, normalerweise tat er so etwas nicht, aber er hatte irgendwie das Bedürfnis danach, dass Gespräch mit ihr zu suchen: >>Chemie und Physik gehören nicht so zu deinen Stärken, oder?<<
Er klang etwas unsicher mit dieser Annahme, doch war ihm, genau so wie in Chemie, in Physik aufgefallen, wie sie wieder nichts, oder nichts richtiges auf ihre Blätter schrieb, auch wenn er ihr die Aufgaben erklärte.
>>Oh, ähm... Na ja... Ich...<<, Kristina versuchte sich schnell eine Antwort zurecht zulegen, ihr was dies ziemlich peinlich und sie wollte doch noch nicht so viel von sich preisgeben, >>Ehrlich gesagt, fehlen mir die ganzen Grundlagen... Ich hab sehr viel Schule verpasst... Die Middle School hab ich gar nicht besucht... Wegen eines...<<
Kristina wusste jetzt nicht genau, was sie sagen sollte. Sie spürte, wie ein riesiger Kloß sich in ihrem Hals breit machte, und sie musste ihre Zähne zusammenbeißen, um sich zu beherrschen, und hoffte somit, dass die aufkommenden Tränen, nicht ihren Weg nach draußen in die Freiheit finden würden.
>>D-du musst nicht darüber sprechen...<<, Peter wusste ganz und gar nicht, wie er sich jetzt verhalten sollte, noch nie hatte ein Mädchen während eines Gespräches mit ihm fast angefangen zu weinen.
>>I-ich meine...<<, fuhr er fort, und hoffte, dass er die richtigen Worte für diese Situation wählte, auch weil sie sich noch nicht so wirklich kannten und vielleicht noch gar nicht richtig vertraut miteinander waren, >>Wenn du es erzählen willst, weil es dich so belastet, werde ich zuhören, aber wenn du es nicht erzählen willst, ist das vollkommen okay. Du hast bestimmt viel durch gemacht, und ich kann mir vorstellen, dass es nicht gerade einfach ist, dies zu verarbeiten... Deshalb, lass dir Zeit. Und auch wenn du niemals darüber sprechen willst, kann ich das akzeptieren.<<
Peter musste kurz selbst an seine Vergangenheit denken. Erst verlor er seine Eltern, und dann auch noch Onkel Ben. Vielleicht hatte Kristina ja so etwas ähnliches durchgemacht, doch sah er sich nicht im Recht, sein eigenes Leid mit dem ihren zu vergleichen, geschweige denn es über ihres zu stellen.
Kristina sah ihn erst so an, als hätte sie gerade einen Geist oder dergleichen gesehen, hatte sie doch noch nie von jemandem, den sie gerade mal einige Stunden zuvor kennengelernt hatte, so etwas nettes gehört. Sie konnte gar nicht fassen, dass er nicht unbedingt wissen wollte, was mit ihr passiert war.
Für einige Momente war sie sprachlos und Peter wollte sich schon bei ihr entschuldigen, weil er aufgrund ihrer Reaktion erst dachte, er hätte etwas falsches gesagt, aber dann fing Kristina endlich an zu sprechen: >>Danke... Ehrlich, noch nie hat jemand zu mir gesagt, er gebe mir Zeit und meinte das wirklich ernst.<<
Mehr konnte sie dazu auch nicht mehr wirklich sagen, also lächelte sie ihn einfach nur noch breit an. Aber scheinbar brach dieses Gespräch das Eis zwischen den Beiden, denn Beide wurden lockerer und die Zweifel in Peter, dass sie keine Freunde werden würden, schwanden sogar etwas.
>>Na ja, wenn du möchtest kann ich dir beim Nachholen helfen. Ich hab meine ganzen Notizen noch zu Hause.<<, er blickte sie fragend an, und irgendetwas in ihm hoffte sogar, dass sie sein Angebot annehmen würde.
Kristina überlegte etwas. Was sprach denn eigentlich dagegen? Er war ihr immerhin nun jetzt wirklich kein Fremder mehr, schien in allen Fächern gut zu sein und außerdem war er nett zu ihr. Den Gedanken, dass er vielleicht nur so tat und ihr bald in den Rücken fallen würde, schob sie guten Gewissens einfach beiseite. Noch nie fand Kristina jemanden auf Ansatz so sympathisch wie Peter.
>>Warum eigentlich nicht?<<, nahm sie Peters Angebot an, >>Also... Natürlich nur wenn das kein Problem für dich darstellt... Du musst ja deine Freizeit nicht unbedingt damit verbringen irgendwem beim Lernen zu helfen.<<
>>Das ist schon okay für mich. Ich bin nur an einigen Tagen des öfteren Mal verhindert, wie zum Beispiel heute wegen meines Praktikums, aber morgen könnte ich. Falls du schon morgen anfangen möchtest.<<, sagte Peter und log etwas, da er ja nicht wirklich ein Praktikum hatte, auch wenn es offiziell hieß er hätte eines.
>>Meinetwegen, ich hab Zeit.<<, sie lächelte wieder etwas, ehe ihr etwas einfiel, >>Ähm, wo sollen wir uns denn treffen?<<
Peter überlegte, es kam ihm schon ein bisschen komisch vor, wenn er sie einfach mit zu sich nach Hause nehmen würde, und so wie er seine Tante, May, kannte, würde sie ihm wahrscheinlich tausende von Fragen stellen und ihn wie eine Zitrone ausquetschen.
Aber er kam relativ schnell auf eine Idee und äußerte seinen Vorschlag: >>Wie wäre es mit der Stadtbibliothek? Die ist nicht weit von hier entfernt und wir hätten unsere Ruhe.<<
Kristina nickte: >>Klingt gut. Und um wie viel Uhr?<<
>>Einfach nach der Schule?<<, fragte Peter, >>Irgendwie scheinen wir ja die meisten Kurse sowieso miteinander zu haben. Ich kann dir aber auch meine Nummer geben, nur um sicher zu gehen. Also, falls du eher als ich Schluss hast, oder andersrum. Dann können wir uns immer noch absprechen.<<
Aus irgendeinem Grund errötete Kristina leicht, als er das mit der Nummer vorschlug, und konnte sich nicht erklären warum. Das war doch nur ein ganz normaler Vorschlag gewesen. Doch als Antwort holte sie nur ihr Handy raus. Er tat es ihr gleich und die Beiden tauschten ihre Nummern aus.
Da sie Peter beim Laufen einfach gefolgt war, standen sie nun vor der Caféteria, und Kristina wurde schnell wieder unsicher. Sie wusste nicht, wo sie sich jetzt hinsetzen sollte, denn es war in der gesamten Caféteria kein einziger Tisch mehr frei.
Peter bemerkte, wie sie einfach stehen geblieben war, vermutlich wusste sie nicht, wo sie sich hinsetzen sollte, daher fragte er: >>Möchtest du mit uns zusammen sitzen?<<
'Uns?'
, fragte Kristina sich zwar, nickte dann aber einfach nur, weil sie auch sonst nicht wüsste, wo sie hin sollte, und folgte Peter einfach stumm. An dem Tisch, zu welchem Peter ging, saßen noch ein Junge und ein Mädchen. Automatisch wurde Kristina wieder total nervös.
>>Ned, MJ, dass ist Kristina, Kristina, dass sind Ned, mein bester Freund, und MJ.<<, machte Peter die drei miteinander bekannt und Kristina lächelte Ned und MJ als Begrüßung nur schüchtern an, während Beide sie jeweils auch nur mit einem „Hey“ begrüßten.
Kristina war das hier gerade einfach total Unangenehm, wahrscheinlich lag dies daran, dass sie Ned und MJ noch gar nicht kannte, und irgendwie schienen die Beiden nicht so, als wären sie an ihrer Person interessiert, anders als bei Peter. Anscheinend hatte Ned wohl nicht gedacht, dass Peter jemanden mitbringen würde, wo sie sonst doch nur zu zweit waren, oder höchstens, so wie heute, mal mit MJ am Tisch saßen. Kristina nahm einfach still neben Peter Platz und da sie langsam wirklich sehr hungrig wurde, holte sie die kleine Tüte mit den zwei Thunfisch Sandwiches, dem Apfel und dem Trinkpäckchen raus, welche ihr Grandpa ihr heute Morgen extra gemacht hatte.
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