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The Spider and The Fox

von moolycia
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
OC (Own Character) Spider-Man / Peter Parker
01.08.2020
24.10.2020
5
12.007
6
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.08.2020 1.228
 
Ich spreche jetzt am Anfang direkt eine Trigger Warnung aus, denn ich werde in dieser FF definitiv empfindliche Themen ansprechen, mit denen vielleicht nicht jeder umgehen kann.
Außerdem entschuldige ich mich jetzt schonmal, für mögliche Plot Fehler, oder Rechtschreib und Grammatik Fehler. :3

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Gedankenverloren starrte Kristina aus dem Fenster des Taxis, mit welchem sie und ihre Großeltern gerade zum Flughafen nach Leipzig fuhren, während die Musik der Kopfhörer in ihre Ohren dröhnte. Erneut hatte sie hier eine Operation über sich ergehen lassen, auch wenn sie eigentlich der Meinung war, dass es nichts mehr bringen würde. Ihr Körper würde immer entstellt bleiben, egal wie oft sie sich noch unters Messer legen würde. Natürlich leisteten die Ärzte hier gute Arbeit und sie hatte auch nichts daran auszusetzen, denn immerhin sah sie nicht mehr so schrecklich aus wie am Anfang, doch aussehen wie früher würde sie trotzdem nicht mehr. Die Ärzte meinten, ihr Gewebe wäre an den verbrannten Stellen so zerstört, dass es sich selbst nicht, oder nur sehr schwer wiederherstellen könnte. Es gab wohl zwar eine Ärztin, welche eine Maschine erfunden hatte, welche künstlich Gewebe herstellen kann, allerdings war diese Behandlung ziemlich teuer und ihre Großeltern würden sich das nie leisten können. Und Kristina wollte so etwas auch nicht von ihnen verlangen.
Nach der alljährlichen Sommerpause würde Kristina nach Jahren wieder eine Schule besuchen. Genauer gesagt würde sie auf die Midtown High in New York gehen. Obwohl sie es sich selbst gewünscht hatte, wieder zur Schule zu gehen, fürchtete sich jetzt schon wahnsinnig davor und bereute ihre Entscheidung die sie getroffen hatte. Alleine schon der Gedanke und das aufkommende Gefühl der Furcht und der Unsicherheit brachten sie dazu, ihren geliebten Hoodie, welchen sie trotz dessen das es schon später Frühling war und der Sommer bald beginnen würde trug, noch tiefer über ihr Gesicht zu ziehen, auch wenn sie noch ein bandagiert war und die Verbände auch erst in einigen Tagen oder Wochen abnehmen dürfte. Was wenn die anderen Schüler sie auslachen würden? Oder Angst vor ihr hätten? Im Unterricht dürfte sie ihre Kapuze wahrscheinlich nicht anbehalten und jeder würde ihre verbrannte Haut sehen.
Sie versuchte diese Gedanken fürs erste zu verdrängen und sich darüber später Sorgen zu machen, ihr blieben immerhin noch ungefähr zwei bis drei Monate Zeit, bis sie zur Schule müsste und wenn es ihr zu viel wurde könnte sie immer noch einen Rückzieher machen. Langsam bemerkte sie wie sich die Müdigkeit in ihrem Körper breit machte und sie schloss die Augen. Es würde sowieso noch etwas dauern, bis sie beim Flughafen ankommen.




Kristina schreckte auf und riss sich die Kopfhörer aus den Ohren. Panisch sah sie sich um, nur um dann festzustellen, dass sie sich immer noch in dem Taxi befand und alles genau so war wie es sein sollte. Sie atmete erleichtert auf und legte sich die Finger an die Schläfen, welche sie etwas massierte, um den beginnenden Kopfschmerzen etwas entgegen zu wirken. Seit einer gewissen Zeit hatte sie oft ein und den selben Alptraum. Sie saß wieder in dem Auto, während die Flammen sie einschlossen und ihre eingeklemmten Beine es ihr unmöglich machten aus dem Auto zu fliehen. Sie schrie so laut sie konnte nach Hilfe, während ihre Lunge schon voller Rauch war und unendlich schmerzte. Aber viel schlimmer waren die Schmerzen, welche das Feuer an ihrer Haut auslösten, welches sich in ihr Fleisch rein brannte wie in eine Baumrinde. Doch anders als es eigentlich damals geschehen war, kam ihr keiner zur Hilfe geeilt und sie verbannte bei lebendigem Leibe in ihrem Traum.
>>Süße ist alles in Ordnung?<<, Besorgnis klang in der Stimmte ihrer Grandma mit, welche neben ihr auf der Rückbank saß und bemerkt hatte wie unruhig Kristina plötzlich war.
Kristina zwang sich nur ein erschöpftes Lächeln auf: >>Ja, alles gut... Nur ein Alptraum, mach dir keine Sorgen.<<
Ihre Grandma wusste, dass sie nicht gerne mit jemandem darüber sprach und so etwas lieber für sich behielt. Sie sagte Kristina zwar immer wieder, dass sie mit ihr und ihrem Grandpa über alles reden könne, doch dies tat sie nur sehr selten. Doch trotzdem hatte sie Verständnis für Kristinas Verhalten. Sie nahm Kristina einfach so gut es eben angeschnallt in einem Auto ging, in den Arm, um ihr wenigstens etwas Trost zu spenden. Erst empfand Kristina dies irgendwie als etwas unangenehm, doch dann beruhigte sie sich wieder etwas und ihr Puls fuhr auch wieder runter. Sie konnte sich in den Armen ihrer Grandma zumindest etwas entspannen.
Ihre Großeltern mütterlicherseits war das einzige was sie noch an Familie hatte. Ihre Großeltern väterlicherseits hatte sie nie kennengelernt und sie schienen auch keinerlei Interesse an Kristina zu hegen, also machte sie sich auch nicht die Mühe diese zu kontaktieren, denn sie hielten es nicht einmal für nötig zur Beerdigung ihrer Eltern zu kommen. Klar war es von Japan nach Amerika ein weiter Weg, aber es war immerhin auch die Beerdigung ihres Sohnes gewesen. Nicht mal einen Brief hatten sie geschrieben. Ihre Eltern waren damals in New York bei dem Chitauri Angriff ums Leben gekommen. Man wusste seit dem Vorfall offiziell, das die Menschen auf der Erde doch nicht alleine im All gewesen sind, obwohl dies immer vermutet wurde, da Wissenschaftler nie eine andere Lebensform außerhalb der Erde ausfindig machen konnten, und für die ganzen Verschwörungstheoretiker war dies natürlich ein gefundenes Fressen gewesen. Aber niemanden interessierte es, wie viele Menschen dabei umgekommen waren. Niemand berichtete drüber. Alle waren nur an den Avengers und dem Leben außerhalb unseres Planeten interessiert. Wirklich keiner redete über die zahlreichen Opfer die es an dem Tag gegeben hatte. Darunter waren auch Kristinas Eltern gewesen. Die kleine Familie war gerade auf dem Weg zu Kristinas Großeltern, dessen Haus etwas weiter außerhalb der Innenstadt von New York lag und dann passierte es. Erst überschlug sich der Wagen, landete irgendwo mitten auf der Straße und fing dann Feuer. Kristinas Eltern waren sofort tot gewesen. Sie überlebte als Einzige in dem Wagen. Doch das Feuer hatte schon einen Teil ihrer rechten Gesichtshälfte, ihrer rechten Schulter und den Oberarm verbrannt. Mit Mühe hatten die Ärzte ihr Leben noch retten können und es war wie ein Wunder, dass sie noch lebte. Und als es ihr dann körperlich anfing besser zu gehen, wurde Kristina einer Psychotherapeutin zugewiesen, welche sie dabei unterstützen sollte mit ihrem Trauma klar zu kommen und ihr beibringen sollte sich irgendwann wieder selbst zu akzeptieren. Tatsächlich bewirkte die jahrelange Therapie, dass sie besser mit dem Tod ihrer Eltern klar kam und wurde sich irgendwann auch bewusst, dass es nicht ihre Schuld war, dass sie nicht mehr lebten, doch an der Selbstakzeptanz scheiterte es bis heute noch.




Kristina bekam die Wartezeit am Flughafen gar nicht wirklich mit, so sehr war sie erneut in ihren Gedanken versunken. Es wunderte sie, dass ihr Flug schon aufgerufen wurde und beinahe zwei Stunden vergangen sind. Den Rest der Fahrt wurde geschwiegen, was Kristina auch ganz gut so fand, denn ihr war nach dem Alptraum nicht mehr danach irgendwelche Gespräche zu führen und zum Glück konnten ihre Großeltern dies auch immer nachvollziehen.
Sie machte sich gerade mit ihren Großeltern auf den Weg zum Gate, da ertönte eine Durchsage.
„Achtung, dass ist eine Notsituation. Alle Passagiere müssen den Flughafen sofort verlassen.“
Kristina verstand es zwar nicht, da sie kein Deutsch sprach, doch es konnte laut den panischen Gesichtern der Leute um sie herum nichts gutes heißen.
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