Human Blood

von Mej-Chan
GeschichteRomanze, Übernatürlich / P12
01.08.2020
01.08.2020
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01.08.2020 1.569
 
Eine Höllenfahrt, der Taxifahrer rast quer durch London und ich werde von einer Seite auf die andere geschleudert, Gott sei Dank ist meinem Magen so etwas egal... Wir verlassen die Stadt und etwa eine halbe Stunde später hält der Wagen mit quietschenden Reifen vor einem riesigen Gelände mit mehreren großen Gebäuden. Mit großem Staunen steige ich aus und ehe ich mich versehe drückt mir der Fahrer meine Tasche und meinen Koffer in die Hand, öffnet den Maulkorb, welchen ich noch immer tragen musste und mit einem Hecht-Sprung springt er ins Taxi und rast davon...
"Und jetzt?" Ohne irgendeinen Plan betrete ich langsam das Gelände des Campus. Niemand ist zu sehen, also steuere ich Gedanken verloren auf das mittlere und größte Haus zu aber...

Unsanft pralle ich gegen etwas festes und verliere das Gleichgewicht, doch ehe ich auf dem Boden ankomme, greifen zwei Hände an meine Hüfte und heben mich sanft auf meine Füße zurück. ich blicke in ein paar wunderschöner blauer Augen, welche mich aus einem hübschen Gesicht anblicken.
"Tut mir leid. Ich habe überhaupt nicht auf meine Umgebung geachtet." Erst jetzt als ich seine Stimme höre bemerke ich, dass ich ihn förmlich anschmachte und schüttle den Kopf um mich auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.
"Es war meine Schuld." Ich stottere etwas während ich den blonden Jungen vor mir mustere. Seine Haare sind kurz und leicht zerzaust, seine Augen hell-blau, die Lippen schmal und sein Körper erscheint unter einem weißen T-Shirt muskulös, schlank und athletisch. Erst als mein Blick wieder nach oben zu seinem Gesicht wandert, merke ich, dass auch er mich mustert bis unsere Blicke sich treffen und ich leicht rot anlaufe.

"Du bist Rose, richtig?" Ich schaue ihn verwirrt an, doch bestätige seine Frage mit einem Nicken. Was er mit einem Wunder-vollem schiefem lächeln erwidert.
"Mein Name ist Aden, ich wurde dir zugeteilt um dich ein wenig zu unterstützen und dir alles zu zeigen."
"Das ist wirklich eine Erleichterung, vielen Dank." Ich lächle ihn schüchtern an "ich dachte schon ich müsste hier herumirren um am Ende irgendwas zu finden."
Er antwortet mit einem kichern und so machen wir uns auf den Weg an den Häusern entlang, während wir uns unterhalten. Am Ende der Tour weiß ich also wo ich Unterricht habe, wo der Speisesaal und das Büro des Rektors sind und nun stehen wir vor einem den kleineren Häusern.
"Hier ist das Wohnhaus in dem du wohnen wirst, ich habe den Schlüssel zu deinem Zimmer bereits abgeholt. Die Schüler haben alle Einzelzimmer. Du besitzt ein eigenes kleines Bad und die Erlaubnis andere zu dir einzuladen bis zur Nachtruhe um 23:00 Uhr, danach ist es uns untersagt auf den Fluren oder anderen Zimmern zu sein. Am Wochenende, gibt es die Möglichkeit länger draußen zu sein." Ich höre ihm aufmerksam zu, während wir die langen Flure entlang gehen. Wir bleiben vor einer Tür am Ende des Flures stehen, auf dem Namensschild- mein Name. Aden öffnet die Tür und ich staune nicht schlecht:" Ein kleines Zimmer? Das ist größer als meines Zuhause."

Er lacht:" Ja, das Ziel ist es, es uns hier so gut wie möglich erträglich zu machen. Sie wollen uns nicht mehr bestrafen, als nicht ohnehin schon."
"Darf... ich... Darf ich wissen was du bist?" Es ist mir etwas peinlich es so direkt zu fragen und werde erneut rot.
"Eigentlich bin ich wie du, ich bin ein Vampir, allerdings wurde ich so geboren und nicht wie du verwandelt." Er spricht sehr ruhig und gelassen, was mich beruhigt ihm wohl nicht zu nah getreten zu sein.
Plötzlich knallt die Tür auf und ein Junge mit rotem, lockigem, wildem Haar tritt ins Zimmer:" Du bist also Rose, mein Name ist Samuel, süße Mädchen wie du dürfen mich aber auch Sam nennen." Ich war vor Schreck Rücklinks aufs Bett gefallen und suchte in Adens Augen nach Hilfe, doch er sieht den Jungen nur an. Auch ich lasse nun meinen Blick über Samuel schweifen. Er ist ein ganzes Stück kleiner als Aden aber von gleicher Statur. Meine Augen suchen seine, doch sie sind von einer schwarzen Binde verdeckt (wie hatte er dann feststellen können, dass ich "hübsch" bin?). Er grinst mich an und legt den Kopf etwas schräg, was ihn, wenn ich ehrlich bin etwas süß aussehen lässt.
"Wenn du was brauchst frag einfach, Babe. Ich werde dir bei allem helfen, brauchst dich also nicht zurückhalten." Er grinst noch breiter und zum Vorschein kommen zwei Reihen weißer Zähne mit bedrohlichen Fangzähnen (etwa noch ein Vampir?)

"Warum überrascht es mich nicht dich hier zu finden, "Prinz der Hölle"." Eine ruhige stimme ertönt vom Flur und ein weiterer Junge betritt den Raum. Größer als die anderen beiden, schlanker und mit kalten blauen, eher grauen Augen, über dem rechten- eine Narbe. Seine Haare sind schulterlang, blondbraun und zu einem Topf gebunden, auf seiner Nase- eine schwarze Brille.
"Prinz der Hölle?" Ich ziehe eine Augenbraue hoch. Samuel seufzt als Antwort und lässt sich auf einen Stuhl fallen, seine Arme und sein Kinn auf der Lehne.
"Du hast richtig gehört, Babe. Vor dir hast du einen waschechten und unglaublich gutaussehenden Teufel."
"Und unglaublich selbstverliebt." Aden verdreht die Augen und wendet sich nun an den zuletzt eingetretenen Jungen:" Warum Sam hier ist kann ich mir denken aber was machst du hier Yuki?"
"Irgendwer muss ja aufpassen, dass die Schule stehen bleibt, wenn er hier herum wandert." Er deutet auf Samuel und sein Blick zeigt Missgunst, Samuel hingegen grinst höhnisch.

"Wie auch immer, wir sollten sie jetzt erstmal ankommen lassen." Aden schaut mich an und lächelt freundlich woraufhin sich alle drei erheben.
"Wenn du noch Fragen hast, ich wohne genau nebenan."
"Danke Aden." Ich lächle ihn verlegen an und sehe in seine weichen, blauen Augen. Nun da alle drei weg sind schließe ich die Tür. Als wäre eine neue Schule nicht genug, nun hatte ich auch noch drei attraktive und alle auf ihre Art nett wirkende Jungen kennengelernt. Mit noch immer kreisenden Gedanken beginne ich meine Sachen aus dem Koffer zu räumen.

Am Ende des Tages Falle ich todmüde ins Bett. Das sollte nun also mein neues Leben sein, der Gedanke daran erschaffe ein unwohles Gefühl in meiner Magengegend, doch gleichzeitig entsteht eine kleine Hoffnung mit meinem neuen Ich klarzukommen.

Am nächsten Morgen verlasse ich in meiner neuen Schuluniform mein Zimmer. Kaum das ich abgeschlossen habe, steht Aden neben mir, bevor wir uns gemeinsam auf den Weg zum Frühstück machen. In der Mensa angekommen lasse ich meinen Blick über die Menge schweifen und sehe zwei bekannte Gesichter. Auch Aden hatte die beiden bemerkt und so steuern wir von der Essensausgabe direkt auf den Tisch zu, an dem Sam und Yuki bereits auf uns warten.
"Guten Morgen." Ich begrüße die beiden etwas schüchtern bevor ich mich setze.
"Guten Morgen, ich hoffe du konntest etwas Schlaf finden." Yuki sieht mich freundlich an und seine Stimme klingt weich. Plötzlich, ehe ich antworten kann, spüre ich eine Hand auf meiner Schulter. Sam, der zu meiner rechten saß, grinste mich an:" Natürlich hat sie gut geschlafen, schließlich hat sie die ganze Nacht von mir geträumt."
"Wenn dem so ist, bezweifle ich, dass sie überhaupt Schlaf gefunden hat." Aden lachte und auch Yuki konnte sich nicht zurückhalten.
"Was soll das denn heißen?" Mit gespielter Entrüstung wendet sich Sam den anderen zu und ich kann mir ein kleines Kichern nicht verkneifen.

Eine Weile sitzen wir zusammen und essen, bis Yuki sich mir zuwendet und mich mit einer ruhigen und doch kalten Miene beäugt:" Es tut mir leid aber ich habe es gestern wohl versäumt mich richtig vorzustellen, mein Name ist Yukiro Fournier. Ich bin so etwas wie die rechte Hand von Samuel und gehe, genauso wie er in den Jahrgang über Aden und dir. Als Shinigami oder wie es gängiger ist, Todesgeist ist es natürlich nahezu selbstverständlich, dass ich an der Seite eines Teufels stehe."

" Und hier komme ich ins Spiel." Mein Blick schwingt von Yukiro zu Sam, der sich nun näher zu mir beugt "Wie du bereits mitbekommen hast heiße ich Samuel, es sagen aber alle nur Sam. Ich bin zwar eine Klasse über euch, habe aber ein paar Kurse mit dir, sodass du mich, zu deinem Glück, häufiger sehen kannst." Er lächelt nun nicht mehr so verspielt wie zuvor, sondern warm und freundlich. Ich kann nicht anders als mich etwas geborgen zu fühlen.

"Und du bist wirklich ein Teufel? Ich meine... Ich hatte mir Teufel irgendwie böse vorgestellt." Gebe ich schüchtern von mir.
"Das höre ich oft." Sam scheint noch immer ruhig und ich bin froh ihn nicht erzürnt zuhaben.

"Sam kann tatsächlich ein echter Hitzekopf sein aber die meiste Zeit hat er sich gut im Griff." Aden meldete sich damit zu Wort und ehe er geendet hatte, klingelte die Schulglocke.

Wir stellten unsere Tablette weg und machten uns auf den Weg zum Unterricht. Obwohl das Frühstück mit meinen neuen Freunden mich beruhigt hatte, stieg nun die Anspannung in mir hoch als ich Sam und Yukiro verabschiedete und mit Aden das Klassenzimmer betrat...