How you´ve changed my life

GeschichteDrama, Romanze / P18
Dr.Addison Montgomery Dr.Naomi Bennett
01.08.2020
01.08.2020
15
22.207
 
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01.08.2020 1.602
 
Disclaimer:
Hiermit versichere ich das diese FanFiction zur Unterhaltung und
nicht zu persönlichen Zwecken dient. Ich verdiene mit dieser Story
kein Geld. Die beschriebenen Figuren gehören dem Original-Autor
bzw. TV-Network.


Kapitel 1 Ein fast normaler Arbeitstag

Mal wieder war es so weit. Ich musste für eine OP im St. Ambrose
meine Praxis verlassen. Eine meiner Patientinnen wurde eingeliefert
mit starken Wehen. Da das Baby drei Wochen zu früh war musste
ich wohl oder übel im Krankenhaus entbinden. Ich fuhr auf den
Parkplatz und parkte mein Auto vor dem Krankenhaus. Ich stieg
aus und die vertraute Hitze kam mir entgegen. Wieder einmal
wurde mir klar, dass es die richtige Entscheidung gewesen war,
Seattle zu verlassen um in Los Angeles ein neues Leben
zu beginnen. Ich sah in den Himmel hinauf und die strahlende
Sonne wärmte mein Gesicht. In Seattle würde es jetzt sehr
wahrscheinlich regnen.
"Montgomery?"
"Montgomery!" Ich sah auf und blickte in das Gesicht einer blonden
Frau.
"Hallo, Charlotte." Ich lächelte sie an was sie aber nicht erwiderte.
"Ihre Patientin." Sagte sie kühl und ich verdrehte innerlich die
Augen. Gott, ging mir diese Frau auf die Nerven.
"Ach, ja richtig." Ich setzte mich in Bewegung und lief an ihr vorbei
in Richtung Krankenhaus.
Die Automatischen Türen öffneten sich und ein kalter Luftzug
erreichte mich. Auf den Gängen des Saint Ambrose herrschte
reges Treiben. Ärzte, Krankenschwestern und Rettungssanitäter
wuselten durcheinander. Ich bahnte mir einen Weg durch die
Menschenmenge gefolgt von Charlotte. Weiter hinten in der
Notaufnahme sah ich meine Patientin auf einem der Krankenhaus-
betten liegen. Als ich näher kam bemerkte ich das sie weinte. Ihr
Ehemann hielt ihre Hand und versuchte sie zu beruhigen. Ich trat
neben ihr Bett und sie sah erleichtert auf.
"Gott sei Dank, sie sind da." Sie lächelte während ihr ein paar Tränen
über die Wangen liefen.
"Hallo, Kimberley." Ich lächelte erst sie freundlich an und dann ihren
etwas hilflos dreinblickenden Mann.
"W-Wir waren zu H-Hause und dann ist ihre Fruchtblase geplatzt.
Wir sind so schnell h-hier her gefahren wie wir konnten." Er stotterte vor sich hin und hatte anscheinend Mühe sich und seine Frau zu beruhigen.
"Dr. Montgomery, sie sagten das, das Baby frühstens in drei Wochen
zur Welt kommen würde." Kimberley schluchzte auf und mein Blick
wanderte zum Monitor. Ihr Puls beschleunigte sich immer mehr und
ihre Atmung wurde immer hektischer und flacher. Sie musste sich
beruhigen bevor sie sich und dem Kind noch schadete.
"Kimberley, hören sie mir zu. Sie müssen sich beruhigen. Es wird
alles gut." Ich fasste nach ihrer Schulter und sie legte ihre Hand auf
meine.
"Ruhig Atmen." Sagte ihr Mann und strich ihr über den Arm. Ihr Puls
normalisierte sich wieder. Erleichterte atmete ich auf doch dann
gruben sich Kimberleys Fingernägel in meine Hand.
"Was zum...?!"Rief ich doch bevor ich realisieren konnte was
passiert war, warf Kimberley den Kopf in den Nacken. Sie schrie auf
und ihr Puls schoss wieder in die Höhe. Ihre Wehen wurden immer
stärker.
"Machen sie das, das aufhört." Schrie sie und weinte.
"Kimberley, sie müssen sich beruhigen. Sie schaden sonst sich und
dem Baby." Ich sah sie ernst an und sie nickte mit zusammen
gebissenen Zähnen.
"Ich muss jetzt schauen wie weit der Muttermund schon geöffnet
ist." Sie nickte wieder und ich zog mir einen Gummihandschuh über.
Vorsichtig tastete ich sie ab und schüttelte dann den Kopf. Ich zog
den Handschuh wieder aus und legte ihn beiseite. Dann beugte ich
mich über Kimberley.
"Kimberley, ich muss operieren. Der Muttermund ist noch nicht weit
genug geöffnet"
"Nein. Wir können noch warten." Kimberley schüttelte den Kopf und
klammerte sich an den Arm ihres Mannes.
"Nein, das können wir nicht. Dem Baby läuft die Zeit davon. Es muss
raus und zwar jetzt. Es liegt in Querlagen und ich kann es so nicht auf natürlichem Wege herausholen."
„Dann warten wir bis es sich gedreht hat.“
„Es tut mir leid aber das geht nicht. Das Baby drückt zu stark auf ihr Becken und durch die Querlage kann es nicht heraus. Wenn wir warten könnten sie und das Baby Schaden davontragen. Ich kann dieses Risiko nicht eingehen.“
"Oh mein Gott, sie wird sterben." Rief Kimberley ängstlich und strich über
ihren Bauch.
"Nein, das wird sie nicht.“
"Doch und ich werde auch sterben." Tränen strömten über ihre
Wangen.
"Niemand wird sterben. Nicht so lange ich hier bin. Aber ich muss
jetzt operieren." Ich versuchte sie zu beruhigen doch sie schluchzte
noch mehr.
"Glauben sie mir. Sie schaffen das. Aber sie müssen jetzt stark sein.
Für ihren Mann und das Baby." Ich sah sie eindringlich an und sie
nickte.
"Okay." Kimberley nickte und ich drehte mich zu einer Krankeschwester.
"Ich brauche einen OP. Sofort." Die Krankenschwester nickte und lief
eilig davon.
"Ich werde mich jetzt OP bereit machen wir sehen uns dann gleich."
Ich lächelte Kimberley an und drehte mich zum Gehen. Doch sie
fasste nach meiner Hand.
"Versprechen...Versprechen sie mir das alles gut geht und das sie
es schafft?" Kimberleys Stimme zitterte.
"Ich verspreche es." Ich drückte ihre Hand und sie lächelte zufrieden.
"Danke." Flüsterte sie und ich nickte. Dann verschwand ich in
Richtung Umkleide.



Nur wenige Minuten später betrat ich den OP. Kimberley lag auf
dem OP Tisch und ihr Mann hockte neben ihr auf einem Stuhl. Er
umklammerte ihr Hand und sie lächelte.
"So Kimberley dann wollen wir die Kleine mal rausholen." Sagte ich
während die OP-Assistentin mir half den Kittel und Handschuhe
anzuziehen. Ich zog mir meinen Mundschutz über und zwinkerte
Kimberley aufmunternd zu.
"Wir werden ihnen jetzt ein Betäubungsmittel verabreichen damit
sie nichts mehr spüren. Sobald sie aber doch etwas spüren müssen
sie mir sofort Bescheid geben. Okay?"
Kimberley nickte und die OP-Assistentin gab ihr eine Spritze.
"Gut dann fange ich jetzt an. Skalpell. "Ich wandte mich an die Frau
neben mir die es mir sofort reichte. Ich atmete tief durch und mit
einem letzten Blick auf Kimberley und ihren Mann setzte ich zum
Schnitt an.



Die OP verlief gut und dann war es endlich so weit. Ich hatte das
kleine Baby auf dem Arm und die Assistentin durchtrennte die
Nabelschnur.
"Alles okay mit ihr?" Fragte Kimberley besorgt und schaute
ängstlich zu ihrem Mann auf.
Doch ich beachtete sie gar nicht. Das Baby schrie nicht und das
versetzte mich in Panik. Ich lief zu einem Tisch rüber und legte das
Neugeboren ab.
"Was ist los?" Hörte ich Kimberley von hinten rufen.
"Sekunde." Sagte ich hastig während ich dem Baby über den Bauch
rieb.
"Na, los. Schrei schon. Schrei." Flüsterte ich und das Baby öffnete
zögerlich die Augen. Sie räkelte sich und fing dann an zu schreien.
Ich lachte und drehte mich dann um.
"Alles ist gut. Sie ist gesund und absolut perfekt."
"Gott sei Dank." Sagte Kimberley erleichtert.
"Du hast es geschafft." Stolz sah ihr Mann auf sie herab.
"Nein, wir haben es geschafft." Kimberley lächelte ihren Mann an.
Dieser beugte sich zu ihr runter und gab ihr einen Kuss auf die
Stirn.
"Ja, wir. Jetzt haben wir unsere kleine Familie."
Ich lächelte und übergab dem glücklichen Paar ihr neues Familienmitglied.



Als ich aus dem Operationssaal kam stand am Waschbecken ein
Mann, ebenfalls in OP-Kleidung. Er sah nicht auf sondern wusch sich
konzentriert seine Hände. Ich stellte mich neben ihn und wusch
mir auch die Hände. Jetzt nahm er Notiz von mir und sah auf.
"Hallo." Er lächelte freundlich.
"Hallo." Ich lächelte ebenfalls und er drehte sich wieder weg. Ich
beobachtete ihn von der Seite. Er war wirklich süß. Er hatte ein
hübsches Gesicht und schöne Augen. Er war etwa so groß wie ich
und soweit ich das unter der OP-Haube sehen konnte waren seine
Haare dunkel braun. Er sah auf als er meinen Blick bemerkte und
ich drehte schnell meinen Kopf weg. Ich merkte das er grinste und
eine leichte Röte legte sich auf meine Wangen.
"Anfang oder Ende?" Fragte er mich plötzlich und ich sah wieder zu
ihm auf.
"Ende und sie?"
"Anfang." Er grinste und ich tat es ihm gleich.
"Na, dann viel Spaß." Sagte ich während er mit dem Rücken die Tür
zum OP aufstieß.
"Danke. Schönen Feierabend"
"Danke." Erwiderte ich lächelnd und dann war er auch schon
verschwunden. Ich grinste bis über beide Ohren und verließ
beschwingt den OP-Bereich.



Ich saß auf meiner Terrasse und las einen Roman. Es war dunkel
geworden und die Kerzen auf dem Tisch beleuchteten nur einen
Teil der Seiten. Ich hörte das Meer rauschen und trank einen Schluck
von meinem Rotwein. Ich streckte mich auf der Liege aus und
widmete mich wieder meinem Buch. Es fiel mir schwer mich auf
die Handlung zu konzentrieren da meine Gedanken immer wieder
abschweiften. Jedes Mal wenn ich an diesen Mann vom OP dachte
musste ich augenblicklich lächeln. Irgendwann legte ich das Buch
weg und pustete die Kerzen aus. Danach räumte ich noch auf und
legte mich dann ins Bett .Ich zog die Decke bis zu Kinn und
kuschelte mich in die Laken. Morgen war ein neuer Tag und wer
weiß, vielleicht würde ich diesen gut aussehenden Mann noch mal
wieder treffen.

...............TBC.............