Ein mutiger Weg

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Addison Forbes Montgomery-Shepherd Meredith Grey
01.08.2020
02.08.2020
15
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02.08.2020 1.475
 
Ich hoffe das ihr alle trotz dieser kleinen Umstellung meine Geschichte gefunden habt. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen :)


Kapitel 15 Alte Wunden

Meredith POV
Am nächsten Morgen war ich früh im Seattle Grace. Ich hatte die ganze letzte Nacht wach gelegen und überlegt was ich Derek wohl sagen sollte. Ich betrat den Umkleideraum und wie am Tag zuvor sahen mich alle an.
„Was ist?“ Fragte ich beiläufig obwohl ich genau wusste weshalb mich alle so ansahen.
„Du bist gestern Abend wieder nicht nach Hause gekommen.“ Meinte Izzie und kniff die Augen zusammen während sie mich prüfend ansah.
„J-ja…genau…M-Meredith wo warst du denn?“ Stammelte George der plötzlich neben mir aufgetaucht war.
„Das geht euch gar nichts an.“ Erwiderte ich schnippisch und ich hörte Cristina hinter mir lachen.
„Lasst die doch einfach in Ruhe. Anscheinend ist es ihr peinlich uns von ihrem neuen Lover zu erzählen.“ Cristina sah mich grinsend an und mir entging nicht wie sie das Wort „Lover“ extra betonte. Seufzend drehte ich mich zu meinem Spint und begann mich umzuziehen.
„Du willst es uns also nicht sagen?“ Hakte Izzie schließlich nach die an einem der Spinde lehnte.
„Genau.“
„Wieso nicht?“ Izzie sah mich verständnislos an.
„Darum.“ Antwortete ich knapp und lief schnell an ihr vorbei. Ich riss mit Schwung die Tür zur Umkleide auf und als ich auf den Flur trat rempelte mich plötzlich jemand von der Seite an.
„Ah…verdammt.“ Rief ich und strauchelte etwas bevor mich eine kräftige Männerhand am Arm packte und mich so am Fallen hinderte. Ich nahm den vertrauten Geruch von Rasierwasser und teurem Aftershave war und auch ohne die Person anzusehen wusste ich wer es war.
„D-Danke…“ Stammelte ich etwas unbeholfen bevor ich in die klaren Augen der Person sah die mich noch immer festhielt.
„Kein Problem.“ Sagte Derek leise und ließ meinen Arm endlich los.
„I-Ich hab dich gesucht.“
„Wirklich?“ Ich sah einen Funken Hoffnung in Dereks Augen und seufzte innerlich.
„Ja ich wollte…reden.“ Erklärte ich ihm und untermalte dies mit einem übertrieben Kopfnicken. Warum verhielt ich mich in Dereks Gegenwart immer so lächerlich und unsicher?
„Worüber?“
„Ähm…können wir das woanders besprechen.“ Murmelte ich leise mit einem leichten Kopfnicken in Richtung Umkleide. Ich hatte deutlich gespürt wie sich die Blicke meiner Freunde in meinen Rücken gebohrt hatten. Ich wollte mit Derek ungestört reden ohne dass sich einer dieser Waschweiber einmischte.
„Klar.“ Meinte Derek und ich bedeutete ihm mit einer Handbewegung mir zu folgen. Ich suchte den erstbesten Abstellraum und wartete bis Derek ebenfalls in dem kleinen Raum stand um anschließend die Tür zu schließen. In dem kleinen Raum ohne Fenster war es stockfinster und bevor Derek noch auf dumme Gedanken kam schaltete ich das Licht an. Ich sah ihm eine Weile in die Augen und ein mulmiges Gefühl entstand in meiner Magengrube. Ich fühlte mich schlecht gegenüber Addison. Gestern noch standen wir in einem dieser Abstellräume und haben heftig geknutscht und nun stand ich hier Derek gegenüber.
„Also was wolltest du mit mir besprechen?“ Unterbrach Derek das peinliche Schweigen.
„Hast du mit Addison geredet?“ Fragte ich ganz direkt denn um den heißen Brei herum zu reden fand ich etwas sinnlos. Es war sicher besser wenn wir gleich zur Sache kamen.
„Was kümmert dich das?“ Derek sah mich etwas verwirrt an und ich schluckte schwer.
„Du solltest mit ihr reden.“ Antwortete ich schließlich ohne auf seine Frage einzugehen.
„Wieso?!“ Dereks Augen verengten sich ein wenig und er sah mich misstrauisch an.
„Derek, bitte. Sie will doch nur mit dir reden.“ Ich sah ihn flehend an.
„Hat sie dir gesagt dass du das sagen sollst? Spielst du jetzt etwa den Vermittler?“ Seine Stimme wurde nun etwas lauter und ich wusste das egal was ich sagte er wieder ausflippen würde.
„Nein, Derek! Ich…“
„Was?! Was willst du Meredith?! Seien wir doch mal ehrlich, du hast mich doch schon längst abgeschrieben, oder? Und jetzt stellst du dich auf ihre Seite? Seid ihr jetzt plötzlich Freundinnen?“ Derek sah mich fassungslos an. Anscheinend fühlte er sich verraten da ich mich seines Erachtens auf Addisons Seite gestellt hatte.
„Nein, aber…“ Ich suchte fiberhaft nach einer Erklärung ohne Derek gleich pikante Einzelheiten zu offenbaren.
„Aber was?“ Dereks Blick war fordernd.
„Aber ich kann ihren Standpunkt verstehen.“
„Ihren Standpunkt verstehen?! Welchen Standpunkt? Das sie hinter meinem Rücken meinen besten Freund gefickt hat?! Das ich mitansehen musste wie sie willig und völlig entblößt unter ihn gelegen hat. Wie es ihr gefallen hat wie er sie berührt und ihren Körper geküsst hat. Wie verstehst du das?! Erklär es mir! Denn ich verstehe das nicht!“ Derek schrie mich jetzt förmlich an und ich hoffte dass uns auf dem Gang kein anderer hören konnte.
„Derek, ich kann verstehen dass du wütend bist…“ Versuchte ich ihn zu beruhigen.
„Wütend?! Ich bin nicht wütend, ich bin enttäuscht. Enttäuscht dass du auch auf ihre Spielchen reingefallen bist. Das was sie getan hat das war so…niveaulos, gemein, eklig und grausam. Am meisten grausam…ich kann ihr das nicht verzeihen.“
„Derek…“ Setzte ich erneut an doch er fiel mir ins Wort.
„Nein, dieses Gespräch ist für mich vorbei.“ Sagte Derek und bevor ich noch etwas erwidern konnte, hatte er schon die Tür geöffnet und war im nächsten Moment verschwunden. Nun stand ich alleine in dem kleinen Raum und atmete geräuschvoll aus. Was sollte ich den jetzt Addison sagen?



Addison POV
Es war bereits später Nachmittag als ich durch einen der vielen Gänge im Seattle Grace Hospital lief. Mein Kopf war gesengt während ich konzentriert in einer Akte las. Plötzlich fasste mich jemand am Arm und zog mich in die nächstbeste Abstellkammer. Ich merkte sofort das es Meredith war den ihr unverkennbares wenn auch leichtes Perfum würde ich überall wiedererkennen.
„Hi.“ Sagte ich grinsend doch Meredith starrte mich nur an während sie von einem Bein auf das andere trat.
„Meredith, was ist los? Ist was passiert?“ Ich sah sie skeptisch an.
„Äh…nein…also ja…ich habe mit Derek gesprochen.“ Bekam sie schließlich heraus und fing an auf ihrer Unterlippe zu kauen.
„Und?“ Fragte ich nach einer Weile als sie keine Anstalten machte von alleine weiterzusprechen.
„Also…e-es lief nicht sooo toll.“
„Und was heißt das?“
„Er hat mir überhaupt nicht zugehört . Ich habe es versucht wirklich.“
„Ist schon gut.“ Sagte ich lächelnd.
„Nein. Es ist nicht gut. Ich wollte dir doch helfen. Ich meine Derek, du, ich…das wird mir alles zu viel. Ihr seid verheiratet und ihr sprecht nicht mal mehr miteinander. Ihr geht euch seit Wochen aus dem Weg und jetzt häng ich da auch noch mit drin. Was meinst du wir Derek reagiert wenn er das mit uns rausbekommt? Der flippt bestimmt total aus. Warum muss alles immer so kompliziert sein? Ich bin es leid wenn es kompliziert ist. Kann nicht einfach mal eine Sache leicht sein? Ich wollte dir doch helfen. Und…und ich bekomm nichts auf dir Reihe.“ Nach Merediths aufgebrachtem Redeschwall konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Ich legte die Akte beiseite und zog sie wortlos in meine Arme. Meredith schlang mir die Arme um die Hüfte und vergrub ihr Gesicht an meinem Hals.
„Bin ich bescheuert?“ Murmelte sie leise und ich fing an zu lachen.
„Nein, du bist nicht bescheuert. Wenn eine von uns bescheuert ist dann bin das ja wohl ich. Erst schlafe ich mit dem besten Freund meines Mannes und bekomme es anschließend nicht hin die Wogen zu glätten. Aber…“ Ich löste mich aus der Umarmung und nahm Merediths Gesicht in beide Hände.
„Aber ich bin dir sehr dankbar dass du es versucht hast. Für mich.“ Auf Meredith Lippen legte sich ein leichtes Lächeln und ich beugte mich vor um ihren eine leichten Kuss auf die Lippen zu hauchen. Doch als ich mich wieder von ihr lösen wollte zog Meredith mich fester an sich. Ihre Zunge glitt in meinem Mund und ich stöhnte genussvoll auf während ich ihr eine Hand unter ihr hellblaues OP – Shirt schob. In unseren leidenschaftlichen Kuss vertieft bekamen wir gar nicht mit wie jemand die Tür öffnete.
„Meredith?“ Hörten wir plötzlich eine Stimme und fuhren genauso plötzlich auseinander. Ich hätte jeden erwartet, eine Schwester, einen Assistenzarzt aber Derek vor uns stehen zu sehen riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich schaffte es nicht mich zu Meredith zu drehen, geschweige denn damit aufzuhören in Dereks fassungsloses Gesicht zu starren.  Er sah mich genauso verletzt und fassungslos an wie damals als er die Tür zu unserem Schlafzimmer aufriss und mich und Mark beim Sex vorfand. Ich fühlte mich schlecht und schmutzig genau wie damals. Ich hatte nicht gewollt dass er es so herausfindet. Eine Weile standen wir drei uns einfach gegenüber während sich im Raum eine unangenehme Stille ausbreitete. Merediths und meine Lippen waren leicht gerötet vom Küssen und  nun sahen wir Derek schuldbewusst an dessen Mund offen stand obwohl er keine einzigen Ton herausbrachte.


…………….TBC…………….