Ein mutiger Weg

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Addison Forbes Montgomery-Shepherd Meredith Grey
01.08.2020
02.08.2020
15
19.074
 
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01.08.2020 1.207
 
Disclaimer:
Hiermit versichere ich das diese FanFiction zur Unterhaltung und
nicht zu persönlichen Zwecken dient. Ich verdiene mit dieser Story
kein Geld. Die beschriebenen Figuren gehören dem Original-Autor
bzw. TV-Network.


Kapitel 1 Und dann kam Addison

Addison POV
Ich hatte mir viele Sätze für diesen Augenblick überlegt. Ich hatte mich mental auf vieles vorbereitet. Ich hatte mir versucht auszumalen was mich in Seattle erwarten würde. Doch was ich letztendlich vorfand, hatte ich bestimmt nicht kommen sehen. Derek mit einer anderen Frau dort stehen zu sehen hatte mich völlig aus der Bahn geworfen. Sie war so jung und so unscheinbar und doch hatte sie etwas an sich das mich verstehen ließ warum Derek sie anziehend fand. Ich stand also in der Eingangshalle vor den beiden Menschen die mich wohl am wenigsten leiden konnten. Meinem Mann den ich betrogen hatte und seiner Geliebten der ich gerade Hals über Kopf die Tour vermasselt hatte. Und so unsicher und verletzt ich in diesem Moment auch war, ich ließ es die beiden nicht sehen. Denn eines hatte ich in meiner Kindheit gelernt, nie meine Gefühle offen zu zeigen und immer selbstbewusst und souverän aufzutreten. Und als ich dort vor Dereks neuer Freundin Meredith stand machte sich in mir ein merkwürdiges Gefühl breit das ich nicht so recht zuzuordnen wusste. Und als ich mich dann vorstellte und Dereks Nachname fiel, sah Meredith einfach geschockt von mir zu Derek. Ich konnte an ihrem Blick ablesen das sie nichts von mir gewusst hatte und diese Art es zu erfahren war sicher alles andere als angenehm. Doch sie fasste sich wieder und gab mir ihre Hand. Und als unsere Hände sich berührten hatte ich das Gefühl als würde ein Stromschlag meinen Arm durchzucken. Schnell zog sie ihre Hand weg, was mir signalisierte das sie es auch gespürt hatte. Sie wurde leicht rot und sah zu Boden. Ich dagegen sah Derek an und wollte schon den Mund öffnen um etwas zu sagen aber irgendwie hatte ich durch die Berührung den Faden verloren. Komisch, das war mir zuvor noch nie passiert.
„Addison, was willst du?“ Fragte Derek da ihm das Schweigen anscheinend zu unangenehm wurde.
„Äh…ich wollte…ich bin hier weil Richard mich überredet hat.“ Sagte ich zögernd mit einem Blick auf Meredith. Diese stand hilflos da und  sah verzweifelt von mir zu Derek. In diesem Moment tat mir die Kleine schon irgendwie leid da sie ja für all das hier anscheinend nichts konnte.
„Du meinst du wirst hier arbeiten?“ Unterbrach Derek meine Gedanken und sah mich argwöhnisch an.
„Ja, so ist es. Find dich damit ab. Auf Wiedersehen.“ Sagte ich mit meinem gewohnt scharfen Tonfall und machte dann auf dem Absatz kehrt. Ich hörte wie Meredith hinter mir erleichtert seufzte und ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. Ich lief durch die Eingangshalle ohne mich auch nur noch einmal zu ihnen umzudrehen. Trotzdem hörte ich die beiden noch reden.
„Meredith, es…“ Setzte Derek an doch weiter kam er nicht den es knallte laut und ich wusste auch ohne das ich mich umdrehte das Meredith ihn geschlagen hatte.
„Spar dir deine Ausreden. Es gibt keine Entschuldigung dafür.“ Das war das letzte was ich von Meredith hörte bevor ich außer Reichweite war.



Meredith POV
Ich saß in Joe´s Bar und kippte einen Tequila nach dem anderen hinunter. Was war das denn bitte gewesen? Derek hatte eine Frau. Wie konnte das sein? Mein Derek, war nicht mehr mein Derek. Seine Frau war so hübsch und meine Gedanken kreisten nur noch um sie. Für mich war klar dass ich mit ihr nicht mithalten konnte. Und als sie mir die Hand gegeben hatte, habe ich mich plötzlich total merkwürdig gefühlt. Es hat überall gekribbelt. Wie bei einem elektrischen Schlag. In ihren Augen konnte ich sehen, dass sie es auch gespürt hatte. Doch was bedeutete das?



Addison POV
Ich stand am nächsten Morgen pünktlich um 8 Uhr vor Richards Büro. Ich klopfte zweimal und die Tür wurde geöffnet. Der große dunkelheutige Mann mit grauen Haaren sah mich freudestrahlend an.
„Addison! Wie schön dich zu sehen! Komm doch herein.“ Rief er erfreut und trat zur Seite damit ich an ihm vorbei in sein Büro gehen konnte.
„Hallo Richard.“ Sagte ich im Vorbeigehen und schenkte ihm eines meiner warmherzigen Lächeln.
„Nimm doch Platz.“ Richard deutete mit einer Handbewegung auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch auf den ich mich sogleich fallen ließ. Richard nahm mir gegenüber hinter seinem Schreibtisch Platz.
„Gut siehst du aus.“ Stellte ich fest als ich ihn eine Weile lächelnd angesehen hatte.
„Danke.“ Sagte Richard „Und ich bin dir auch sehr dankbar dass du meiner Bitte nachgekommen bist. Du bist eine große Bereicherung für das Seattle Grace Hospital und die Neugeborenenintensivstation wird unter deiner Leitung bestimmt berühmt.“
„Richard, jetzt hör auf. Du hast es schon geschafft mich zu überreden, jetzt kannst du auch aufhören mir Honig ums Maul zu schmieren.“ Lachte ich.
„Ich sag nur die Wahrheit. Du bist nun mal die Beste.“
„Danke.“
„Okay, aber jetzt genug mit dem Herumgetratsche. Wie ich dich kenne willst du sicher gleich anfangen?“
„Ja, das wäre toll.“ Sagte ich und nickte bestätigend. Richard nickte ebenfalls und schob mir über den Tisch einen Arztkittel und meinen neuen Krankenhausausweis zu. Ich nahm die Sachen dankend entgegen und zog mir den Kittel über. Richard stand auf während ich das Namensschild befestigte. Dann streckte er mir seine Hand entgegen die ich freudig ergriff.
„Willkommen im Seattle Grace Hospital, Dr. Shepherd.“
„Danke, Dr. Webber. Ich werde mein Bestes geben.“
„Davon bin ich überzeugt.“ Richard grinste. Ich glaube er konnte seinen Erfolg kaum glauben.
Lächelnd verabschiedete ich mich und verließ dann beschwingt Richards Büro.



Ich lief durch die Gänge des Seattle Grace und suchte nach der Neugeborenenintensivstation. Ich verlief mich ein paar Mal denn ich war lange in keinem so großen Krankenhaus gewesen. In New York war ich immer in Dereks und meiner Praxis gewesen die auch ziemlich groß, aber dennoch nicht so groß wie ein Krankenhaus, war. Schließlich fand ich nach ein paar Aufzugfahrten endlich die Station.
„Sie müssen Dr. Shepherd sein.“ Sagte eine blonde, große, schlanke Frau die plötzlich vor mir auftauchte.
„Ja, die bin ich. Und sie sind?“ Fragte ich verwirrt.
„Dr. Isobel Stevens. Aber alle nenne mich Izzie. Ich bin eine der Assistenzärzte und ihnen heute zugeteilt.“ Freudig streckte sie mir ihre Hand entgegen die ich daraufhin ergriff.
„Ach so, na dann. Ich freue mich sie kennen zu lernen Dr. Stevens.“
„Die Freude ist ganz meinerseits. Sie sind ja sowas wie eine Koryphäe auf ihrem Gebiet.“
„Danke.“ Ich lächelte sie an und trotzdem war ich etwas überrascht, denn so viel Enthusiasmus bei einer Assistenzärztin hätte ich nicht erwartet.
„Ich hab hier unsere erste Patientin.“ Sagte sie dann und reichte mir eine Akte.
„Julia Morgan, 26 Jahre, Drillingsschwangerschaft. Eins musste wegen einer Komplikation früher durch einen Kaiserschnitt geholt werden. Es ist drei Wochen zu früh. Sie liegt auf der Intensivstation da sie Probleme beim atmen hat.“ Berichtete sie  mir während ich die Akte durchlas.
„Und wie geht es den anderen beiden Babys?“ Fragte ich als ich aufsah.
„Soweit unauffällig aber wir behalten die Mutter und die Babys natürlich unter ständiger Beobachtung.“ Ich nickte. Dann drehte ich mich um.
„Folgen sie mir.“ Forderte ich Izzie auf die mir schnell in Richtung Patientenzimmer hinterherlief.




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