30 Mal Sirmione

KurzgeschichtePoesie, Familie / P18
Hermine Granger Sirius "Tatze" Black
01.08.2020
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Es war noch früher morgen als Hermine die Bibliothek der Blacks betrat. Sie rechnete nicht damit hier jemanden zu treffen, lag das ganze Haus vermeintlich doch noch in einem tiefen Schlaf. Sie zog sich gerne hierher zurück, hatte sie in Büchern doch schon immer den meisten Trost gefunden. Die derzeitige Situation überforderte sie einfach. Sie betrachtete immer alles mit Logik aber manches ließ sich mit Logik einfach nicht erklären. Gefühle kannten keine Logik und genau diese hatten sich zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt in ihr Herz geschlichen. Und dann auch noch für ihn. Das war doch aussichtslos. Er sah in ihr doch nur das Mädchen, die beste Freundin seines Patensohnes. Sie seufzte. Genau wusste sie nicht wann es angefangen hatte das der Animagus sich in ihr Herz geschlichen hatte, aber als sie Abends alleine in ihrem Bett, im Gryffindorschlafsaal lag hatte sie gemerkt wie sehr sie ihn vermisste, ob als Schnuffel oder Sirius. Sie lächelte als sie an die vielen Nächte dachte die sie mit ihm hier in der Bibliothek gesessen hatte und sie einfach nur geredet hatten. Nicht über Voldemort, den Orden oder den Krieg. Er hatte ihr von Regulus erzählt, seinen Eltern, seiner Zeit in Hogwarts. Sie hatte endlich jemanden gefunden der sie verstand wenn es um ihren Frust mit ihren Eltern ging. Seit ihr Hogwrtsbrief gekommen war hatte sich ihr Verhältnis mehr als abgekühlt. Sie waren enttäuscht, hatten sie sich doch immer gewünscht, dass ihre einzige Tochter Zahnmedizin studieren und die Praxis später übernehmen würde. Seit der Erkenntniss, dass dies nicht mehr passieren wird hatte sie das Gefühl, dass ihre Eltern froh waren dass sie sie nicht mehr so oft sahen. Sie hatten sich entfremdet. Sie merkte wie ihr etwas warmes die Wangen herunter lief und erst jetzt bemerkte sie dass sie wieder so in ihren Gedanken versunken gewesen war, dass sie gar nicht gemerkt hatte wie sie angefangen hatte zu weinen.
Sie erschrak als sie hörte wie sich die Tür öffnete und eine ihr so vertraute Männerstimme sanft sagte: „Guten Morgen Minchen, hast du etwas dagegen wenn ich dir Gesellschaft leiste?“ Ihr Herz machte einen Hüpfer. Rasch wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht und erwiederte hastig mit leicht brüchiger Stimme: Guten Morgen Sirius, natürlich darfst du dich gerne zu mir setzen. Wer wäre ich wenn ich dir verböte deine eigene Bibliothek zu nutzen?“ Er stieß ein leises bellendes Lachen aus und setzte sich zu ihr auf das altmodische Sofa das vor dem großen Fenster stand das in den Garten hinaus ging. Er sah sie besorgt an, legte den Arm um ihre Schultern und fragte sie mit sanfter Stimme: „Was bedrückt dich Kleines?“ Sie kuschelte sich in seine Arme und begann leise und zögerlich zu erzählen: „Ich fühle mich einfach schrecklich allein. Ich weiß das bin ich nicht weil ich Ron und Harry habe und natürlich die Weasleys...“ Sirius drückte sie an sich und strich ihr eine Haarsträhne ihrer braunen Locken hinter das Ohr. Leise unterbrach er sie: „Ich weiß was du neinst. Bei mir war es genauso. Ich hatte Remus und James, die mir wirklich alles bedeuten. Sie standen mir um einiges näher als Regulus es jemals tat. Ich liebe sie wie Brüder. Als ich nach meinem fünften Jahr von zu Hause abgehauen bin nahm ich direkt den Fahrenden Ritter zu James. Ich wusste das ich jederzeit zu ihm kommen konnte. Er hatte mir bereits seit Jahren immer wieder gesagt ich solle mit zu ihm kommen. Seine Eltern hätten nichts dagegen und so wra es auch. Effie, James Mutter Euphemia, war eine geborene Nott. Eine der schwärzesten Familien die du dir vorstellen kannst. Sie kam nach Gryffindor, verliebte sich in einen Potter und kehrte ihrer Familie den Rücken. Sie kannte meine Situation und nahm mich nur zu gerne herzlich in ihre Familie auf. Auch Monti, James Vater Fleamont war stehts sehr herzlich zu mir. Er vertrat die Andicht das nicht unser Blut uns definiert sondern wir uns selbst. Sie nahmen mich beide wie einen zweiten Sohn auf. Aber trotzdem war dort lange eine gefühlte Leere und auch jetzt ist sie wieder fast da. Ich habe nur noch Harry den ich nicht wie einen Patensohn sondern wie einen Neffen liebe. Ich habe fast meine gesamte Familie verloren und damit meine ich nicht die Blacks. Die Potters waren mir mehr eine Familie als es die Blacks je waren auch wenn nur eine sehr kurze Zeit, Du glaubst gar nicht wie sehr es mich zerreißt das ich Harry nicht die Familie sein darf die er braucht. Ich bin so froh das er Ron und dich hat. Und natürlich die Weasleys.“ Er verstummte und sah Hermine entschldigend an. Erst jetzt war ihm aufgefallen das er immer noch mit ihrem Haaar spielte. Er hatte es noch nicht einmal bemerkt, Sie lächerlte ihn warm an. „Da hast du recht. Ich bin Molly und Arthur auch sehr dankbar und nein Sirius du bist nicht alleine. Du hast Harry, auch wenn er nicht bei dir leben darf. Du bedeutest ihm alles! Du hast Remus. Wer euch etwas näher kennt weiß wie nahe ihr euch seit. Und...“ sie war zum Ende immer leiser geworden und verbarg nun ihr Gesicht an seiner Schulter. Sie spürte das vibrieren seines Lachens. Er konnte es nicht unterdrücken. Manchmal war er einfach noch der unbeschwerte junge Mann der er vor Askabahn gewesen war. Hermine hob ihren Kopf und das erste Mal in ihrem Leben erlaubte sie ihren Gefühlen die Oberhand zu gewinnen. Ohne darüber nachzudenken, gefesselt von diesen unfassbar grauen Augen neigte sie ihren Kopf zu seinem und legte ihre Lippen auf seine. Als sie bemerkte was sie da tat erschrak sie. Mit hochrotem Kopf wollte sie sich zurück ziehen, doch Sirius hielt sie sanft fest. Seine Stimme war so sanft und weich wie sie es noch nicht von ihm kannte. „Es muss dir nicht peinlich sein Minchen. Es war ein wsundervoller Kuss. Ich glaube so einen schönen Kuss habe ich noch nie mit jemandem geteilt. Aber wir wissen beide das es eigentlich noch nicht passiern darf."
Hermine war erleichtert, er hatte ihr diesen Kuss nicht übel genommen. Vorsichtig löste sie sich von ihm und richtete sich auf.
In diesem Moment wurde die Tür aufgerissen und Ron stümte in die Binliothek. „Hier seit ihr. Kommt mit in die Küche. Mum möchte das Fühstück nicht beginen ehe alle da sind und ich verhungere.“
Vorbei war der Moment der Zweisamkeit der sich so richtig angefühlt hatte, Sie erhoben sich und folgten Ron in die Küche, Viele Blicke tauschten sie in den darauffolgenden Tagen aber sehr zu beider Leidwesen fanden sie keine Zeit mehr über das Geschehene wirklich zu sprechen.