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12% eines Genies - Pepper Potts

von Hirnwanze
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Hogan Happy James "Rhodey" Rhodes Jarvis Natalie Romanoff / Black Widow Tony Stark / Iron Man Virginia "Pepper" Potts
01.08.2020
10.10.2021
79
157.217
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09.08.2021 2.779
 
„Bitte einmal Platz machen, hier kommt mein Bodyguard.“
Happy Hogan verdrehte die Augen. Dieser Witz wurde ja so schnell alt…
Sein Arbeitgeber kutschierte ihn just in diesem Moment durch eine belebte Fußgängerzone und machte sich einen Heidenspaß aus der Tatsache, dass seine Ärzte ihn gezwungen hatten fürs erste einen Rollstuhl zu benutzen.
Nicht das ihn das davon abhalten konnte, jeden niederen Verbrecher zur Not fertig zu machen, aber es lieferte dummerweise auch eine gute Vorlage für Tonys ständige Frotzeleien.

Wie übliche starrten ein paar Leute nach dem Ausruf erst ihn und dann Tony an und fingen dann an zu kichern.
Er ließ seinen Gesichtsausdruck noch grimmiger werden und verfluchte die Tatsache, dass man im Rollstuhl einfach nicht furchteinflößend oder abschreckend aussah.

„Sind sie nicht Tony Stark? Kann ich ein Foto mit Ihnen machen?“
Misstrauisch musterte er die Frau vor sich, die sich plötzlich von hinten genähert hatte.
Keine Frage, mit den offenen blonden Haare, der geblümten Bluse und den hautengen Jeans sah sie auf den ersten Blick ungefährlich aus, aber er hätte nicht so lange in der Sicherheitsbranche überlebt, wüsste er es nicht besser als dem ersten Eindruck zu vertrauen.
Praktisch jeder kann ein Messer benutzen oder Pfefferspray bedienen…
Tony sagte grinsend „Klar", im selben Moment als er beschloss sich sicherheitshalber den Ausweis zeigen zu lassen und dieses Anliegen auch grimmig (und ein bisschen krächzend) vortrug.

Ihr Gegenüber sah jetzt gleichermaßen erschrocken, eingeschüchtert und verwirrt aus, aber versteckte sich hinter diesen Emotionen auch die Wut eventuell ertappt worden zu sein?

Natürlich lachte Tony hinter ihm nur.
„Seien Sie froh, dass er im Rollstuhl sitzt, sonst hätte er wahrscheinlich auch versucht sie zu durchsuchen.“
Er verdreht die Augen.
Klar, dass sein Boss das nicht ernst nahm, aber wer weiß, wie oft er schon ernsthaft zu Schaden gekommen wäre, würde er, Harold Hogan, nicht IMMER wachsam sein.
Das Mädel lachte etwas nervös.
„Äh, ist das ihr… Bodyguard?“
Es war klar, dass sie es als Scherz meinte und er verfluchte sie innerlich.
Er konnte praktisch vor sich sehen, wie die Augen seines Begleiters jetzt vor Schalk funkelten.
„Wie es der Zufall will, ist das tatsächlich Iron Man's Bodyguard. Nur durch ihn habe ich bis hierhin überlebt…“
Jetzt lachte die andere wirklich.

Pah! Sollten sie nur lachen. Er konnte sich an Dutzende Gelegenheiten erinnern, an denen er Tony das Leben gerettet hatte!

Er begegnete Tony Stark das erste Mal im grauen Februar 1992.
`Türlich hatte er wie der Rest der Welt vom Tod der Starks gehört, aber er würde lügen, wenn er sagen würden, dass ihn das besonders getroffen hätte.
Zu dem Zeitpunkt hatte auch er seine Eltern schon verloren und keinen Kontakt mehr zu seinem Nichtsnutz von einem kleinen Bruder.
Er hatte überlegt zur Armee oder zur Polizei zu gehen, aber es hatte sich herausgestellt, dass er ein so passabler Boxer war, dass er tatsächlich davon über die Runden kommen konnte (mal davon abgesehen, dass er sowohl bei der Polizei in der Ausbildung, als auch später bei einem Kurs für Personenschützer gescheitert war und ihm nichts anderes blieb (die Army hatte er einfach so ausgeschlossen)).

Sein späterer Boss hatte sich einen seiner Kämpfe angesehen, zusammen mit einem hochgewachsenen, dunkelhäutigen Typen, der eindeutig zu abschätzig dreingeblickt hatte.
Seinen Gegner (einen Typen namens Connor) hatte er schließlich mit einer rechten Gerade und einem Haken ausgeschaltet und als er hochgeblickt hatte und in die Augen des jungen Mannes am Rand, hatte dieser sein Glas gehoben und ihn angegrinst.
Die Stimmung im Rest der ramponierten Halle war weniger gut.
Jeder der Ahnung vom Boxen gehabt hatte, hatte gegen ihn gesetzt.
Tatsächlich hatte er an diesem Tag seinen Sieg selbst nicht so richtig fassen können, als er sich den Schweiß aus den Augen geblinzelt hatte und dabei gewesen war zu versuchen seinen Atem zu beruhigen.
Da er aber grundsätzlich niemand war, der in Freudentänze ausbrach, hatte er grimmig seinen Sieg akzeptiert und war in die Umkleiden verschwunden.

Tony Stark hatte an diesem Tag auch einen Sieg gefeiert, denn er hatte auf den grimmigen Bullen gewettet und kassierte jetzt ab.
ER aber war jemand der in Freudentänze ausbrach und so akzeptierte er seinen Sieg, in dem er ihn jedem anderen in der Halle unter die Nase rieb.

Als er also geduscht in die Halle zurückkam brodelte es schon heftig und im Zentrum der Aufmerksamkeit stand ein junger Multimilliardär, der aussah, als sollte er um diese Uhrzeit noch zu Hause bei Mami sein (nur das diese Mami halt tot war).
ER war vielleicht kein Genie, aber er raffte schnell, erstens, wie die Situation aussah (er fühlte sich kurz geschmeichelt, dass tatsächlich jemand auf auf ihn gesetzt hatte) und zweitens, dass das nicht lange gut gehen würde.
Entschlossen hatte er sich den Weg zum dunkelhaarigen Jungspund  gebahnt, denn man konnte viel von Harold Hogan behaupten, aber wenn er sah, dass jemand in Schwierigkeiten steckte, dann half er (außerdem hatte der andere auf ihn gesetzt).

An diesem Tag brach er zwei Nasen, renkte eine Schulter aus, brach eine Rippe und bekam einen Job angeboten, nachdem er es tatsächlich geschafft hatte Tony Stark lebend aus dieser Halle herauszuschaffen.

Seine Knöchel waren blutig gewesen und seine Gesicht hatte schon angefangen anzuschwellen, als sich der andere im Licht einer Straßenlaterne noch einmal umgedreht hatte.
„Ach, Hogan? Lächeln Sie eigentlich auch Mal? Sie haben diesen Connor ausgeschaltet und danach ausgesehen, als wäre ihre Großmutter gestorben.“
Sein zukünftiger Boss hatte ein breites Grinsen aufgesetzt.
„Es ist mein Job zu gewinnen. Ein Lehrer feiert ja auch nicht jedes Mal wenn er s
einem Kind Bruchrechnung beigebracht hat.“
Sein Tonfall war neutral gewesen und sein Gesicht unbewegt.
„Wenn das so ist… dann sehen wir uns am Montag, Mr. Happy Hogan.“

Ab diesem Tage war es sein Job Tony Stark am Leben zu erhalten (und ihn von A nach B zu fahren).
Er war gut in seinem Job.
1995 verhinderte er, dass eine Ex-Flamme von seinem Boss ihn vergiftete.
Die falsche Schlange hatte kurz nach der gemeinsamen Nacht tatsächlich die Dreistigkeit besessen einen vergifteten Kuchen vorbeizuschicken, in der Annahme, dass sie dumm genug wären, diesen kümmerlichen Versuch Tony unter die Erde zu schicken, nicht zu durchschauen.
Das Gegenteil war der Fall gewesen!
Gut, er hatte ihn nie darauf getestet, aber wer würde denn einem anderen etwas Gutes tun, nachdem der denjenigen gerade auf die denkbar gröbste Weise verletzt hatte?
Richtig: NIEMAND!

1997 rettete er Tony das Leben, als ihn gegen drei Uhr nachts Kleinkriminelle um seine Wertsachen erleichtern wollten und dieses Anliegen mit Messern verdeutlichen.
Den vordersten hatte er überraschend attackiert, sodass dieser nach hinten taumelte, dann hatte er kehrt gemacht, den Kleineren praktisch am Kragen mitgezogen und hatte Fersengeld gegeben.
Auf den ausgestorbenen Gehsteigen von Los Angeles, hatte er seinen Boss vor sich hergestoßen und war so gleichzeitig immer zwischen Tony und den Angreifern gelaufen.
Abhängen taten sie sie schließlich, als sie zwei Mal direkt hintereinander scharf abbogen und eine Feuerwehrtreppe heraushasteten, wo er den anderen dann flach auf den Boden zog, damit man ihre Silhouetten nicht sehen konnte und ihn ermahnte still zu sein.
Totenstill hatten sie auf dem kühlen Metallgitter gelegen, als ihre Verfolger schließlich in der Gasse ankamen und bange Sekunden gewartet, bis die drei jungen Männer ratlos verschwunden waren.

In den nächsten Jahren rettete er ihm das Leben hauptsächlich durch die Tatsache, dass er verhinderte, dass der andere betrunken fuhr, betrunken Leute aufbrachte oder in irgendeiner Weise Pepper's furiosen Zorn auf sich zog (man könnte meinen, dass wäre nicht weiter schwierig, da ihre Toleranz sehr groß war, aber er redete hier schließlich von Tony Stark).

Gar nicht zählen konnte er die Male, an denen er gefährliche Gegenstände beim durchsuchen fand und so von vornherein Schlimmeres verhinderte.
Der unbescholtene Durchschnittsmensch konnte gar nicht ahnen, was so alles höchst gefährlich sein könnte, aber er wusste wie Kriminelle dachten und war ihnen stets einen Schritt voraus.

2003 rettete er Tony das Leben, als die Holzhütte, in der er gerade ein romantisches Candlelight-Dinner mit einer Dame hatte, die nach dem Abend bei wieder in ihrem Leben aufkreuzen sollte, in Flammen aufging, nachdem einer der Kerzenständer umgefallen war und das Tischtuch in Brand setzte.

2009 rettete er Tony das Leben, als er Natasha Romanoff dabei half Tony's Leben zu retten. Es war definitiv der Kampf seines Lebens gewesen und er hatte ein paar SEHR gute Schläge gelandet und den Sicherheitsmann schlussendlich überwunden.
Ms. Romanoff war aber sicherlich auch nicht schlecht gewesen, aber sie hatte auch ein paar Gimmicks gehabt, die er nicht gehabt hatte…

Wo es endete, wenn er nicht da war um für Tony’s und Pepper's Sicherheit zu sorgen, sah man, wenn man die Ruine betrachtete, die mal eine Villa gewesen war.
Die Explosion im Chinese Theater hatte ihn außer Gefecht gesetzt und sorgte jetzt dafür, dass er sowohl einen gebrochenen Arm, als auch eine angeknackste Hüfte hatte und so im Rollstuhl unterwegs war.
Er hatte getan was er konnte, um es zu verhindern, aber er war in seiner Selbsteinschätzung meistens realistisch und gegen Super-Menschen kam er nunmal nicht an, auch wenn er es immer wieder versuchen würde…

Das Selfie-Mädel verabschiedete sich mit ihrem Foto und der Rollstuhl setzte sich wieder in Bewegung.
Sie waren einen Anzug kaufen gewesen, den Tony sofort angezogen hatte, da er ihn heute brauchte und Sachen gerne in der letzten Minute regelte.
Ewig lang hatte sich sein Boss beraten lassen, dutzende Exemplare anprobiert und im Spiegel studiert, während er mit jeder Minute nervöser geworden war.

Er wusste, dass sich sein derzeitiger Chauffeur heute Abend mit Pep treffen würde, erst im Restaurant und dann auf einem Dach an der Ecke 56te, von dem man einen wundervollen Blick auf die Stadt hatte (Tony hatte ihm den kompletten Abendplan durchgeben müssen, schließlich war ER der verantwortliche Sicherheitschef).

Tony (und auch Pepper, die er als einen der wenigen Menschen, die er kennengelernt hatte, fast sofort gemocht hatte) war schon lange nicht mehr nur sein Boss.
Über die Jahre hinweg war das dunkelhaarige Genie zu seinem Freund geworden.
Er kannte ihn gut und so wusste er, wie wichtig der Abend für ihn war.
Sie würden feiern, dass der blau leuchtende Reaktor endlich weg war, dass Pep geheilt war und dass sie zusammen und als Paar überlebt hatten.

Er hatte selbst kurze Zeit für Pep geschwärmt, zurück in der Zeit, als sie noch nicht die CEO von Stark Industries war und Tony noch kein Superheld.
Seiner Meinung nach war es schwer nicht für sie zu schwärmen, wenn man sie einigermaßen gut kannte (und auch sonst nicht).
Doch ihm war klar geworden, dass er und sie nicht zusammengehörten.
Tony und sie gehörten zusammen.
Sie waren beide seine Freunde und tief in seinem Inneren hatte er schon damals gewusst, dass sie schließlich auch zusammen enden würden.
Damals war es schmerzhaft gewesen, es sich selbst einzugestehen, aber das hatte ihn nicht daran gehindert zurückzutreten, damit die beiden aufeinander zugehen konnten.

Als Tony dann aus Afghanistan zurückgekehrte und sogar für den unromantischsten Typen auf der ganzen Welt (soll heißen: ihn) klar war, dass er praktisch Herzen in den Augen hatte, jedes mal wenn Pep den Raum betrat, es Pepper selbst aber nicht so recht kapierte, begann er dann doch ein wenig durchzudrehen.
Auf der einen Seite kaufte Tony einen Verlobungsring, auf der anderen Seite sprach Pepper ihn noch immer mit ‚Sie' an.

Als sie sich schließlich auf einem Dach in New York küssten, bestätigten sich all seine Vermutungen, als die Beiden tatsächlich bewiesen, dass sie ein gutes Paar abgaben.
Die Sicherheit in den ersten Monaten zu gewährleisten war ein Albtraum, aber immerhin waren seine Freunde zusammen glücklicher denn je.

Er fluchte innerlich, als sie erneut für ein Selfie angehalten worden.
Sie erregten viel zu viel Aufmerksamkeit, aber wie immer stieß er was Sicherheitsbedenken anging bei dem anderen auf ein taubes Ohr.
In Zeiten wie diesen vermisste er Tony's aufgesetzte Arroganz, die ihn immer wieder dazu verleitet hatte, jegliche Wünsche seiner Fans zu ignorieren (und damit das Sicherheitsrisiko ‚Fan' bzw. ‚vermeintlicher Fan, der dir aber in Wirklichkeit an die Gurgel will' komplett umgangen war), aber dummerweise hatte Pep wirklich einen positiven Affekt auf ihn.

Als sie schließlich vor dem Restaurant standen, an dem sich Tony mit Pepper treffen wollte und an dem er einen Tisch in ihrer Nähe, aber nicht in Hörweite hatte, umrundete Tony den Rollstuhl so, dass er ihn sehen konnte.
„Also Hap, auf einer Skala von ‚Unglaublich' bis ‚Umwerfend', wie gut sehe ich aus?“
Die Tatsache , dass er nachfragte, zeigte wie nervös der andere wirklich war.
„Gut.“
Positive Bestärkung gehört nicht zu seinen Stärken, außerdem konnte man mit nem Anzug ja sowieso nicht so viel falsch machen, oder?
Tony nickte ein wenig abgehackt.
„Gut. Einer von uns muss ja den Maßstab hochhalten, richtig?“
Er würdigte dem Versuch zu Scherzen keine Antwort, vor allem, da er in einem Geplänkel sowieso immer den Kürzeren zog.
Sein Gegenüber blieb kurz still.
„Pep hat dein Taxi für 9 Uhr bestellt, kommst du klar?“
Er würde sie nicht aufs Dach begleiten und so nach Hause fahren, wenn die beiden das Restaurant ungefähr verließen
„Ja. Ich komme klar. Bin telefonisch erreichbar, falls etwas passiert.“
„Klar, ohne Rollstuhl-Man an meiner Seit hätte ich keine Chance, gegen jegliche Bedrohungen.“
„Ha. Ha.“
Er riss unschuldig die Augen auf.
„Aber ich scherze doch nicht! Was würde ich nur ohne dich tun?“
Er schnaubte nur als Antwort.
Wieder versunken sie kurz in Stille, dann gab er sich einen Ruck.
„Nur damit du es weißt. Den Ring hab ich noch. Hab ihn sogar dabei. Nicht verloren, oder so.“
Tony sah kurz überrascht aus.
„Naja, ich hoffe doch, dass du ihn noch hast. Das Ding war teuer!“
„Nur, du weißt schon, falls du ihn zum Einsatz bringen möchtest.“
Der andere lachte trocken.
„Hast du dich mit unserem Musteroffizier abgesprochen?“
Er schüttelte nur den Kopf.
„Lustiger Zufall dann. Hat mir ne ähnliche Frage gestellt. Hab auch drüber nachgedacht.“
„Und?“
Das Lächeln auf Tony's Gesicht wurde freudlos.
„Wie könnte ich so egoistisch sein? Überleg mal, du Super-Bodyguard. Pep hat in Lebensgefahr geschwebt, weil sie meine FREUNDIN war. Wie viel größer, schätzt du, ist die Gefahr, in der sie schwebt, wenn sie meine FRAU ist?“
Er machte eine kurze Pause, um ihm Zeit zu geben, etwas zu sagen, doch er wusste nicht was.
„Glaub mir, das Letzte was ich tue, ist sie zu fragen, ob sie mich heiraten würde! Ich helfe ganz sich nicht dabei eine noch größere Zielscheibe auf sie zu malen.“

Happy Hogan kam der Gedanke, dass er seine Aussage korrigieren musste.
Tony scherte sich durchaus um Sicherheitsfragen, sofern es bei diesen um Pepper ging.

--

Fünf Stunden später stand Tony Stark auf einem Dach mitten in Los Angeles, Stirn an Stirn mit dem Menschen den er auf dieser Welt am meisten liebte.

Er atmete ihren vertrauten Duft an, hielt ihre zierlichen Hände in seinen, warme, weiche Haut an seine Raue geschmiegt und nichts zählte außer ihr.
Ihre rotblonden Haare fielen ihr in leichten Wellen offen über ihre Schultern und um ihren Hals lag jetzt die Kette, die er ihr geschenkt hatte.
Ihr lilanes Kleid war dünn, doch sie strahlte eine angenehme Wärme aus und wenn er ihr später am Abend seine Anzugsjacke anbieten würde, würde sie ihn neckend einen verwöhnten Sommerjungen nennen und spöttisch behaupten, dass ihn das bisschen Wind vielleicht abschrecken würde, sie aber mich lange nicht.
Dann würde sie ihm einen Kuss auf die Wange drücken und ihm ernsthafter für das Angebot danken.

Ihr Atme ging gleichmäßig, ihre Gesichtszüge waren völlig entspannt und ihre Augen geschlossen.
Sie war wirkte völlig friedlich in seiner Gegenwart und das sorgte dafür, dass auch seine Anspannung von ihm abfiel.

Er dachte daran, dass Happy ihm nicht allzu subtil den Vorschlag unterbreitet hatte, ihr einen Antrag zu machen, ebenso wie Rhodey.
Er war angetan gewesen von der Idee, als Rhodey ihn gefragt hatte.
Jedes Wort hatte er genauso gemeint, als er sagte, dass er warten wollte, bis Gras über die Sache gewachsen war und er sie geheilt hatte.
Bis dahin hatte er den Ring völlig verdrängt gehabt und er war enthusiastisch gewesen.
Das war er wirklich.
Doch dann hatte er darüber nachgedacht, was es für sie bedeuten konnte.
Die Frau, deren Sicherheit für ihn über allem anderen stehen musste.

Vorsichtig strich er ihre Haare hinter ihr Ohr zurück, genoss das Gefühl, wie es sich in seinen Händen anfühlte, genoss die Tatsache, dass sie nicht mehr zurückgezuckt war.
Das Schlimme an der Tatsache, dass Happy und Rhodey ihn auf den Ring angesprochen hatten, war, dass er seitdem ständig daran denken musste.
Denn er WOLLTE sie fragen.
Er WOLLTE sie seine Frau nennen können.
Er WOLLTE sie heiraten.

Aber er durfte nicht.
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