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12% eines Genies - Pepper Potts

von Hirnwanze
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Hogan Happy James "Rhodey" Rhodes Jarvis Natalie Romanoff / Black Widow Tony Stark / Iron Man Virginia "Pepper" Potts
01.08.2020
09.05.2021
57
105.740
8
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Dieses Kapitel
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13.04.2021 1.631
 
„Es wird ok sein.“
Das war zu den Schlagworten geworden.
Immer wieder hatte Tony es ihr ins Ohr geflüstert. Immer und immer wieder.

Es war ok.
Es war zumindest auf dem Weg dahin.
Sie hatte sich in ihre Arbeit gestürzt und versucht in die Normalität zurückzukehren.

Es wurde schleppend besser, aber es wurde besser.

Als sie das erste Mal wieder von Herzen gelacht hatte, hatte Tony angekündigt, dass sie das feiern müssten und war mit ihr Essen gegangen.
Es war ein wunderschöner Abend gewesen und sie hatten viel gelacht.

Benji, Stevie und sie waren gemeinsam zum letzten und entscheidenden Spiel der Dallas Mavericks in der Finalrunde gegangen und wurden so  Zeugen eines Erfolges, den sich ihr Vater so sehr gewünscht hatte.

Sie machten sich alle Sorgen um ihre Mutter. Sie wohnte zwar am nächsten zu ihr, sah sie aber am seltensten. Es brach ihr das Herz, aber ihre Mutter reagierte, auf Grund der Haare, nicht gut auf sie. Es bereitete ihr Schmerzen, also hielt sie Abstand und hoffte, dass es besser werden würde.

Im Sommer kehrten Tony und sie für zwei Wochen nach Malibu zurück und hatten eine art Pseudo-Urlaub.
Tony verschwand in der zweiten Woche, um bei der Bekämpfung der Waldbrände in Kalifornien zu helfen und sie arbeitete die meiste Zeit immer noch Halbtags.

In ihrer Freizeit traf sie sich mit Meg und Lucy, die gerade ihr zweites Kind zur Welt gebracht hatte (einen gesunden Jungen mit dem Namen Aron) und sie und Meghan gaben sich alle Mühe die junge Mutter zu entlasten.

Auch Stevie und seine Familie bekam einen Besuch von ihr abgestattet und sie verbrachte den Tag hauptsächlich damit, sich voll und ganz ihren Nichten zu widmen.
Marina war gerade drei geworden und sah mit jedem Tag mehr aus, wie ein Abziehbild der Potts-Familie. Tatsächlich schätze sie, dass das kleine Mädchen zu ihren Zwilling heranwachsen würde, wenn man die braunen Haare mal außen vor ließ.
Vanessa, jetzt sieben, würde nach den Ferien bereits in die zweite Klasse gehen und war noch immer das aufgeregte Mädchen, dass sie schon vor drei Jahren gewesen war.

Sie hatte den Mädchen gerade Iron Man-Eis überreicht (Tony machte sich einen Spaß daraus, allen möglichen Mitgliedern ihrer Familie Iron Man-Merch zu schenken), als Vanessa dann auch laut verkündete, dass Iron Man ihr liebster Superheld sei und Steven ernsthaft zu überlegen schien, sich aus dem Fenster zu stürzen.

Sue hatte ihr zugezwinkert und beide hatten sofort gewusst, dass Vanessa heute eine Captain America- Gutenachtgeschichte erwarten würde.

Der Stark-Tower machte praktisch jeden Tag Fortschritte und das war letztendlich auch der Grund, warum sie es sich beide erlauben konnten, diese halbe Auszeit zu nehmen.
Die Firmengeschicke hatte sie für die zwei Wochen in die Hände ihrer überaus kompetenten Assistentin gelegt und bisher schien das auch sehr gut zu funktionieren.

Tony kam am letzten Tag ihres Aufenthalts in Malibu wieder, der Anzug schwarz mit Ruß und absolut erschöpft, aber glücklicherweise nicht weiter verletzt und sehr erfolgreich.
Das Kühlsystem des Anzugs funktioniert offensichtlich, hatte er nur trocken gemeint, bevor sie ihn in die Dusche verbannt hatte, denn nach Rauch stank er trotz Kühlsystem.

Schließlich saßen sie in gemütlichen Klamotten und mit nassen Haaren (er hatte sie schnell davon überzeugt ihn zu begleiten) auf dem Sofa, als JARVIS sich zu Wort meldete.
„Ich würde Ihnen empfehlen die Nachrichten einzuschalten.“
Tatsächlich sprach er die Empfehlung nicht nur aus, sondern setzte sie auch direkt um und das Gerät erwachte flackernd zum Leben.

Die Nachrichten sprangen ins Bild.
Das erste worauf ihr Blick fiel war eine Trage im Schnee, die in einen Hubschrauber geschoben wurde.
Tony dagegen sprang auf und verschluckte sich.
Sie fing an ihm auf den Rücken zu schlagen, als sie die Bildunterschrift sah.

„Captain America lebt! Steve Rogers wurde gerettet.“

Weiß auf grellem Rot stand es da- sie erstarrte automatisch.

--

Steve Rogers starrte auf die Unterschrift.

Virginia Potts

Die Karte war ihm sofort ins Auge gefallen und das, obwohl der dutzende bekommen.
Stark Industries. Wie könnte ihm das nicht ins Auge fallen?
Er hatte direkt in den ersten Minuten nach Howard gefragt. Tod. Er schluckte.
Auch die üblichen Blumen waren nicht dabei gewesen, stattdessen Schokolade.
Die, wenn er es genau nahm, beste Schokolade, die er je probiert hatte.

Das dritte, das ihm sofort aufgefallen war, war, dass die Karte handschriftlich verfasst worden war.
Die ordentlichste Handschrift, die ihm je untergekommen ist. Naja, keine Kunst, sie konkurriert auch nur mit einer handvoll Handschriften, aber trotzdem…
Sie stach nicht nur wegen dem Firmennamen aus dem Wald der hingeschluderten Karten im Blumenwald heraus.

Howard war immer so stolz darauf gewesen, die Firma selbst zu führen.
Steve konnte nicht anders, als zu denken, dass Howard enttäuscht wäre.
Hatte er keine Kinder gehabt, die die Firma leiten konnten?
Die Vorstellung, dass sein alter Freund sesshaft geworden war, ging ihm nicht wirklich in den Kopf. Er hoffte es so sehr für ihn
Er nahm sich vor Mr. Fury danach zu fragen beim nächsten Besuch..

--

„Hatte Howard Kinder?“

Fury schien überrascht zu sein, von der Frage. Einen winzigen Moment kniff er die Augen zusammen, dann nickte er.

„Einen Sohn. Anthony Stark.“

Er tippte kurz auf seinem… Telefon herum, dann hielt er ihm ein Bild vors Gesicht.
Ihm strahlte ein Mann entgegen und die Ähnlichkeit zu Howard war erschreckend. Die brauen gestylten Haare, die braunen Augen, die Gesichtszüge.
Der Mann war kleiner und trug einen sehr seltsamen Bart, aber er schätze, das war normal in… dieser Zeit.
Er war sogar gekleidet, wie Howard.
Der Anzug sah teuer aus und saß stilsicher und perfekt.
Anthony Stark grinste selbstsicher in die Kamera (konnte er noch mehr wie Howard sein?!) und seine Finger bildeten ein lässiges Peace-Zeichen.

„Oh Gott. Er sieht aus wie…“, brachte er schließlich heraus.
An der Art wie Fury seufzte, fühlte sich Steve in der Vermutung bestätigt, dass der Mann vor ihm auch wesentliche Charakterzüge von Howard Stark übernommen hatte.
„Ist er ihm sehr ähnlich?“

„Er ist brillant. Schlauer als Howard und ich dachte bisher nicht, dass das möglich ist.“
Steve klappte der Mund auf. Schlauer?
„Ansonsten hat er Howards schlechteste Eigenschaften geerbt und eigene hinzugefügt. Er ist unkooperativ, faul, bei allem auf das er keine Lust hat, arrogant und egoistisch.“
Steve schluckte. Das klang…
Er schüttelte sich, jeder hat seine Fehler, sicher wogen die positiven Eigenschaften das auf.
„Aber Howard hatte auch große Stärken…“
Fury nickte knapp.
„Stark scheint in den letzten zwei Jahren den Ansatz von Verantwortungsbewusstsein erlebt zu haben. Würden wir das Gespräch 2005 führen, könnte ich ihnen ehrlich gesagt nichts Positives über den Mann sagen. Ansonsten…“
Er zögerte kurz.

„Das ist jetzt wahrscheinlich verwirrend für Sie, aber er ist auch eine Art… Superheld. Er hat eine Rüstung entwickelt, ich schicke ihnen eine längere Analyse, sie ist sehr fortschrittlich.“

Er bekam ein erneutes Bild und ihn blieb erneut die Luft weg.

„Er kann fliegen? FLIEGEN??“

Fury gab ihm einen kurzen Überblick zur rot-goldenen Rüstung.
Steve musste zugeben, der Mann war ein Genie.

15 Minuten später kamen sie auf die Frage zurück, die ihn schon von Anfang an auf der Zunge gebrannt hatte.
„Howard hat geheiratet?“
„Ja. Maria. Sie ist mit in dem Auto gewesen.“
Er biss eine Zähne zusammen, während er sich gleichzeitig für ihn freute. Er hatte eine Frau fürs Leben gefunden.
Fury dachte kurz nach und lachte dann leise.
„Ist ironisch, aber auch darin ähneln sich Vater und Sohn. Früherer Playboy, der, sobald er eine richtige Freundin hatte, sich zum positiven verändert.“
Er sah ihn fragend an.
„Die Zeit, die Maria in Howards Leben war, war seine produktivste und skandalärmste. Er wurde weniger egozentrisch und weniger nachlässig. Er hat sie wirklich geliebt.“
Steve’s Lächeln wurde breiter.
„Das freut mich für ihn.“

„Warum leitet er die Firma nicht? Howard war immer so stolz darauf, dass ‚Stark' nicht nur der Firmenname ist, sondern, dass auch ein Stark die Firma leitet.“

„Oh. Er hatte keine Lust mehr. Letztes Jahr hat er erst seine ehemalige Assistentin zur CEO gemacht und ist jetzt nur noch Eigentümer.“
Steve schüttelte den Kopf.
„Man muss allerdings zugeben, dass Miss Potts halbwegs fähig scheint.“
Sein Blick fiel auf die Karte.
„Wie ich sehe, haben Sie eine Karte von der besagten Dame bekommen.“

Jetzt war es an Steve zu nicken. Er konnte kaum glauben, dass dieser Anthony die Firma einfach aus der Hand gegeben hatte.

„Meinen Sie, er würde sich mit mir treffen? Ich würd ihn gern kennenlernen. Vielleicht über Howard sprechen.“
Fury schüttelte halb den Kopf.
„Er ist nicht Howard, so ähnlich er ihm ist. Ich werde Agent Coulson drauf ansetzen, er hat einen guten Draht zu Miss Potts. Machen Sie sich keine Hoffnungen, dass er mit ihnen sprechen will.“
Warum wollte er mit dieser CEO sprechen?
Fury schien die Frage auf seinem Gesicht abgelesen zu haben.
„Sie ist die besagte Freundin von Stark und die einzige, die ihn zu etwas bringen kann, dass er nicht tun will.“
Steve Rogers hoffte, dass die Frau Erfolg hatte.

--

„Ich werde mich ganz sicher nicht mit ihm treffen.“
Sie verdreht die Augen, als er sich demonstrativ wegdrehte.
„Tony, er war 70 Jahre im Eis und du bist eine Verbindung zu seiner Vergangenheit. Tu was Gutes und spring über deinen Schatten.“
„Rogers -Mr. Perfect- kommt schon klar. Glaub mir, ich hab seit meiner frühsten Kindheit ständig gehört was für ein toller Typ er ist. Er kommt klar.“
Sie ging um ihn herum, sodass sie ihm wieder in die Augen schauen konnte.
„Er will dich kennenlernen. Er würde gern mehr über Howard erfahren. Da kann ihm keiner sonst helfen. Gib dir nen Ruck.“

„Nein. Er will nichts über Howard wissen. Glaub mir, er wär glücklicher, würd er ihn einfach im Internet suchen. Er will nicht wirklich hören, was ich über ihn zu erzählen habe…“



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Heut nur ein Übergangskapitel, zum nächsten großen Knackpunkt vor den Avengers.
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