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12% eines Genies - Pepper Potts

von Hirnwanze
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Hogan Happy James "Rhodey" Rhodes Jarvis Natalie Romanoff / Black Widow Tony Stark / Iron Man Virginia "Pepper" Potts
01.08.2020
18.04.2021
51
92.259
8
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13.08.2020 1.129
 
Pepper wurde von dem Klingeln ihres Telefons aus dem Schlaf gerissen. Verschlafen tappte sie mit ihrer Hand im Dunkeln umher, bis sie es ertastete und müde auf den grünen Hörer drückte.
"Virginia Potts am Appar-"
"Es tut mir leid dich aus dem Schlaf zu reißen, Pepper, aber ich wollte, dass du es zuerst erfährst. Tony ist... er ist", Rhodeys Stimme auf der anderen Seite der Erde begann zu versagen, er räusperte sich, „Tony ist verschwunden!"
Pepper war noch viel zu müde, um die Information richtig zu begreifen.
"Er ist verschwunden? Wahrscheinlich in ein Casino..."
"Du verstehst nicht. Wir waren auf dem Rückweg von seiner Präsentation und wurden angegriffen. Sein Team haben wir tot aufgefunden. Von Tony... von ihm fehlt jede Spur."
Pepper spürte wie sich eine eiserne Faust um ihr Herz schloss und war schlagartig wach. Das konnte nicht sein! Nicht Tony!
Sie spürte wir Panik in ihr hochkam, als sie bleich wie ein Gespenst und mit weit aufgerissenen Augen auf ihrem Bett saß.
„Pepper? Bist du noch da?“
„Verschwunden?", echote sie.
„Es tut mir so leid.“, sie konnte hören, dass er es ernst meinte. Er litt selber Qualen.
„Verschwunden heißt nicht automatisch tot, oder?“, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Nein… nicht automatisch"
Sie presste sich die Hand auf dem Mund um nicht laut aufzuschluchzen. Das durfte einfach  nicht wahr sein.
„Ihr habt doch die beste Ausrüstung. Ihr könnt ihn doch finden?“, sie hatte es wie eine Aussage klingen lassen wollen, doch sie klang unsicher und fragend.
„Er ist irgendwo in der Wüste. Die Angreifer hatten es auf ihn abgesehen, da sind wir uns sicher. Sie kennen sich besser aus und bevor wir effektiv reagiert haben ist viel zu viel Zeit vergangen. Wir… wir haben ordentlich eingesteckt…“, Rhodeys Stimme klang stumpf als er ihr berichtete, „wir tun unser Bestes, aber ob es reicht...“
„Tony ist schlau. Wenn es einen Ausweg gibt findet er ihn.“, das war keine leere Phrase. Pepper hatte schon oft miterlebt wie Tony Stark aus schier ausweglosen Lagen herausgekommen war. Sie erlaubte sich diesen kleinen Hoffnungsschimmer.
Dem Colonel war anzuhören, wie gern auch er hoffen würde.
„Ich kann nicht… Pepper, er ist… wahrscheinlich gibt es diesen Ausweg dieses Mal nicht.“
Jetzt konnte sie die Tränen nicht mehr aufhalten und sie rannen ihr Gesicht hinunter und hinterließen nasse Spuren auf ihren Wangen.
„Ich kann nicht aufhören zu hoffen, Rhodey. Ich kanns nicht! Vielleicht können wir ihn mittels Lösegeld rausholen.“
„Vielleicht“
Er gab ihr zwar Recht, aber seine Tonlage verdeutlichte genau das Gegenteil. Die Minuten verstrichen und keiner der Beiden war in der Lage etwas zu sagen.
„Rhodey. Gib ihn nicht auf. Versprich es mir! Bitte sucht weiter.“, ihre Stimme war kaum mehr als ein heisernes Flüstern.
„Du weißt, das könnte ich genauso wenig wie du!“
Wieder eine Pause.
„Ich… ich melde mich morgen nochmal.“, sie stockte kurz dann fiel ihr noch etwas ein, „Und Rhodey? Mach dir bitte keine Vorwürfe!“
„Danke, Pep. Ich versuche es.“, meinte er und Pepper konnte allein an seiner Stimmlage erkennen, dass er dies schon tat. Colonel Rhodes gab sich die komplette Verantwortung für das Verschwinden seines besten Freundes.
Sie hörte das vertraute Piepen des Telefons und wusste, dass das Gespräch beendet war. Jetzt schluchzte sie auf. Tony war in den letzten Jahren längst mehr als ein Arbeitgeber geworden. Er war ein Freund. Sie vergrub ihr Gesicht in den Händen und ihre Schultern bebten unaufhörlich. Das durfte einfach nicht sein.
„Bitte lieber Gott, lass ihn nicht tot sein. Lass ihn bitte bitte nicht sterben"
Ein Gebet. Das erste seid vielen Jahren, doch trösten konnte es sie nicht. Ihr Augen fingen an zu brennen und Pepper zwang sich tief durchatmen und sich zu beruhigen. Endlich machte sie das Licht an und starrte an die Zimmerdecke. In den düsteren Farben malte sie sich ein Horrorszenario nach dem anderen aus. Tony verletzt, gefoltert, gefangen und… und tot. Wieder füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie versuchte sich mit aller Macht zusammenzureißen.
Sie half niemandem wenn sie auf ihrem Bett saß und heulte, am allerwenigsten ihrem verschollenen Boss. Sie musste jetzt nachdenken. Was war zu tun? Was gab es für Optionen?

“Toooonyyyyyyy"
Jeder Teil von Tony Starks Gehirn erkannte auch im benommenen Zustand Peppers Stimme. Wieder wurde er unter Wasser gedrückt. Kein Sauerstoff und das quälende Gefühl zu ertrinken. Immer und immer wieder. Ihre Stimme hallte noch immer in seinem Kopf wieder. Der rationale Teil seines Gehirns  wusste, dass ihre Stimme eine Einbildung gewesen war, hervorgerufen, durch den Sauerstoffmangel. Aber etwas tröstendes hatte es trotzdem ihr Stimme zu holen.
Wieder eine kurze Gnadenfrist, mit ein paar hektischen Atemzügen, dann die Schwärze des Wassers. Seine Lunge schrie nach Luft und er sah schwarze Punkte vor seinen Augen tanzen. Er würde ihnen geben, was sie wollten. Er konnte nicht mehr. Er wurde an den Haaren hochgerissen.
„Ich machs. Bitte. Ich machs", würgte er hervor und brach dann auf dem Boden zusammen. Der Boden der Höhle war eisig und er spürte, wie Wasser an ihm herabrann. Der Elektromagnet hatte ebenfalls etwas abbekommen. Regelmäßige kleine Stromstöße zuckten durch seinen Körper. Er nahm kaum war wie er hochgezogen wurde und man ihn zu seiner Pritsche führte. Er dachte nur an die Stimme seiner persönlichen Assistentin. Sie machte sich Sorgen. Ihm war klar, dass längst alle nach ihm suchten, das heißt, sie wusste, dass er verschwunden war. Es tat ihm fast körperlich weh, ihr diese Bürde aufzutragen. Sie tat, seit sie bei ihm angestellt war, nichts anderes als sich um ihn zu kümmern und sich sorgen zu machen. Ihm war klar, das Pepper Potts ein von Natur aus pessimistischer Mensch war, was unweigerlich dazu führte, dass sie sich wahrscheinlich gerade ein Schreckensszenario nach dem anderen ausmalte. Das schlimmste war, mit den meisten lag sie goldrichtig.
Er stöhnte, als er sich auf eine, wahrscheinlich, geprellte Rippe drehte und die Höhle verschwamm kurz vor seinen Augen.
Der egoistische Teil von ihm würde sich wahrscheinlich sogar ein wenig freuen, wenn sie litt, denn das hieß, dass er ihr wichtig war. Doch Tony Stark war längst über diesen egoistischen Teil in Bezug auf Pepper Potts hinaus. Er wollte nichts anderes als sie glücklich zu sehen.
Er starrte auf die Höhlendecke, unfähig sich zu bewegen. Immer und immer wieder hörte er sie seinen Namen schreien. Langsam driftete er weg, während er an sie dachte. Wie sie lächelte, wie sie genervt war, oder wie sie konzentriert arbeitend auf dem Sofa saß. Er dachte an Paris, wie sie überglücklich neben ihm auf dem Eiffelturm gestanden hatte und New York, als sie beide einfach durch die Straßen gebummelt waren. Immer mehr glückliche Momente fielen ihm ein. Tony Stark lächelte trotz der Umstände selig während er in einen tiefen Schlaf fiel.
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