Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Shokugeki no Kimiko (Deutsch)

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Mix
Erina Nakiri OC (Own Character) Soma Yukihira
01.08.2020
07.09.2020
18
106.289
4
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.08.2020 6.577
 
Kaori Hayama könnte sich nicht weniger um die Shokugekis anderer Leute kümmern.

Sie gingen sie nichts an und es war ebenso langweilig, sie sich anzusehen.

Daher könnte es niemand den drei Schülern verübeln, äußerst überrascht darüber zu sein, dass die Jahrgangsbeste ihrer Generation plötzlich mit verschränkten Armen vor ihnen stand und düster fragte. "Wer hast du gesagt, wird einen Shokugeki haben?"

Die drei Jungen, die einen Artikel von "Totsuki Sports" in der Hand hatten, hätten fast einen Herzinfarkt bekommen.

Kaori verdrehte ungeduldig die Augen. "Und?" Forderte sie wie eine Art General.

"D...Die Transferschülerin ...", stotterte einer der Jungen. "Yu ... Yukihira Kimiko hat ein Shokugeki, in welchem sie die Französisch AG repräsentiert." "Morgen." Warf ein anderer schüchtern ein.

Kaori ballte ihre Faust bei der bloßen Erwähnung des Namens "Yukihira".

Sie erinnerte sich an ihr selbstbewusstes Grinsen bei der Zeremonie und an die Frechheit, die sie hatte, den ersten Platz für sich zu beanspruchen.

Obwohl Kaori es vorgezogen hätte, sie selbst absolut in den Boden zu stampfen, war es in der Tat ein verlockender Gedanke, zu sehen, wie das Ego aus dem Gesicht dieses Mädchens gewischt wurde.

Aber was wenn irgendein inkompetenter Verlierer Kimiko herausgefordert hat? Totsuki war voll davon.

Trotz des Grolls, den Kaori gegen Kimiko hegte, hatte sie das Gefühl, dass Kimikos Vertrauen in ihre Fähigkeiten nicht von nichts kam.

Sie konnte möglicherweise einige der niedrigsten Würmer in der 115. Generation besiegen.

Wie die Jungs mit der Zeitschrift zum Beispiel.

"Gegen wen tritt sie an?" Fragte Kaori die drei und ließ sie somit schon wieder zusammenzucken.

Einer der Jungs gab ihr die Zeitschrift mit der offenen Seite und als Kaori das Bild sah, nickte nur kurz.

Er könnte eine Chance haben.

Sie gab die Zeitschrift zurück und drehte sich elegant um. Kaori ging von den drei weg, die sie mit roten Wangen beobachteten.

Zufrieden holte sie ihr Handy heraus und öffnete den wohl am besten organisierten Kalender den es gab.

"Yukihira Hirakus Schwester - Shokugeki", fügte sie für den nächsten Tag hinzu.
--

Der siebte Teller - Eine Frage der Ehre

--

Für Kimikos Shokugeki war eine mittlere Arena ausgewählt worden.

Sie war in nur wenigen Minuten bis zum letzten Platz gefüllt, mit neugierigen Schülern, die daran interessiert waren, etwas über die eigentümliche Transferschülerin herauszufinden.

Das Shokugeki hatten noch nicht begonnen, so dass die gesamte Arena von Gesprächen und vor allem Klatsch und Tratsch erfüllt wurde. Die meisten von ihnen sprachen über "Yukihira Hiraku" und die mögliche Beziehung, die er zu Kimiko haben könnte. Aber viele sprachen auch darüber, wie neugierig sie waren, Kimiko endlich kochen zu sehen, und über die Besorgnis für die Französisch AG, die vor nicht allzu langer Zeit einen schrecklichen Verlust erlitten hatte.

Aber niemand hätte erwarted, dass Hiraku Yukihira tatsächlich in Begleitung seines Assistenten in einer der VIP-Loungen auftaucht.

Er hatte diesen typischen Tintenfischarm zwischen den Zähnen, an dem er gern zu kauen schien, und sah mit neutralem Gesichtsausdruck auf die Arena hinunter. Hinter den dicken Gläsern der Lounge hörte er wahrscheinlich nicht das Keuchen, Quietschen und Ausrufen von dort unten.

Und die Leute dort unten hörten ihn auch nicht sagen. "Na dann, mal sehen, wie es Kimiko in ihrem ersten Shokugeki geht."

Zwischen der jetzt sehr lauten Menge waren Mika Aldinis Augen mit dem Erscheinen des Prinzen der Totsuki ziemlich groß und verträumt geworden. Hiroshi sah sie mit einem wissenden Lächeln an.

Neben ihm blickten Chieko, Yasu, Hideyoshi und Daisuke ebenfalls zu der VIP-Lounge nach oben, aber nicht sehr träumerisch. Eher neugierig und verwirrt.

"Yukihira Hiraku hat erst kürzlich den fünften Platz der Elite Ten übernommen und wurde bereits in seinem ersten Schuljahr im letzten Jahr Zehnter. Etwas wirklich Außergewöhnliches." Chieko richtete ihre Brille. "Da er denselben Nachnamen wie Kimiko-cchi hat, vermuten viele Leute, dass sie verwandt sind."

Mika hörte überhaupt nicht zu, da sie zu sehr damit beschäftigt war, Hiraku anzustarren, der gerade mit seinem Assistenten plauderte. Aber wenn sie es getan hätte, hätte sie sich wahrscheinlich bei dem Gedanken erschüttert, dass Kimiko und Hiraku verwandt sind.

"Ich bin einer dieser Leute." Proklamierte Hideyoshi sofort. "Ich meine, allein die Tatsache, dass er bei einem so unwichtigen Shokugeki auftaucht, ist Beweis genug, oder?"

"Jetzt urteile nicht zu schnell." Daisuke mischte sich ein. "Yukihira Hiraku hatte anscheinend ein Shokugeki gegen die Präsidentin der Französisch AG. Da Kimiko im Namen dieser AG kämpft, könnte er bloß hier sein, um zu sehen, wie sie sich macht."

"Ach komm schon, sie sehen extrem ähnlich aus!"

"Glaubst du nicht, Yukihira hätte ein Wort gesagt, wenn sie mit einem Zehnerratsmitglied verwandt gewesen wäre?!"

"Fangt euch jetzt nicht an, über so etwas zu streiten." Unterbrach Yasu, bevor Hideyoshi etwas zurück sagen konnte. "Wir werden es früh genug herausfinden, denke ich. Im Moment sind wir hier, um Yukihira anzufeuern und nicht um Ahnenforschung zu betreiben."

Hiroshi nickte, da er nicht mehr zustimmen konnte. "Genau."

Hideyoshi grummelte. "Mann, aber ich hoffe, wir werden es eines Tages herausfinden, damit ich das Geld einstecken kann, das ...", Daisuke kam ihm dazwischen. "Warte, warte. Wer hat gesagt, dass du die Wette gewinnen würdest?"

"... Müsst ihr zwei wirklich auf alles wetten?" Fragte Chieko und hob eine Augenbraue.

Bevor die beiden antworten konnten, wechselte Yasu das Thema komplett. "Außerdem, solltest du nicht schon hinter der Bühne sein, Aoki? "

Daisuke zuckte bei dieser plötzlichen Aussage zusammen und quietschte. "Verdammt, du hast recht!" Alle Farben verschwanden aus seinem Gesicht, als seine Stimme schneller und nervöser wurde. "Ahh, ich bin spät dran! Was werden die anderen sagen? Oh, ich Idiot!"

Mit einem gewimmerten "Danke, Ibusaki" eilte er so schnell er konnte davon.

Hideyoshi sah zu und schüttelte den Kopf. "Ts, ts. Das wäre mir nie passiert."

"... aber du kommst immer zu spät zum Unterricht." Erklärten Yasu und Chieko gleichzeitig, was zu einem Fauchen von Hideyoshi führte. "Oh, könnt ihr zwei nicht die Klappe halten?!"

"Pfew." Hiroshi wandte sich von der bevorstehenden Diskussion ab und lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf seine Cousine. Sie sah immer noch mit einem Lächeln zu Hiraku auf.

"Du bist nicht gerade diskret." Hiroshi kicherte leise.

"Hm, was ist, Hiroshi?" Mikas träumerische Reaktion ließ Hiroshis Lächeln noch breiter werden. "Oh mein Gott, Itoko-Chan, findest du ihn wirklich so gut aussehend?"

Zuerst blinzelte Mika ein wenig verwirrt, aber als die Erkenntnis schließlich doch durch die rosaroten Wolken sank wurde sie rot. "Ha ... hah?! Wovon redest du, Hiroshi?! Ich ... ich ... Nein...!"

"Natürlich, Itoko-chan." Hiroshi kicherte, wechselte aber das Thema um seiner Cousines ​​willen. "Also, wie denkst du wird sich das Shokugeki abspielen?"

Die Röte ging bei dieser Frage aus Mikas Gesicht. Stattdessen wurde sie durch einen Schmollmund ersetzt. "Was weiß ich?" Brummte sie.

Hiroshi seufzte und schüttelte den Kopf. "Ach komm schon, bist du immer noch wütend darüber, dass jemand anderes außer dir ein Shokugeki gegen Kimiko-san hat?"

"Hmph." War Mikas Antwort, aber schließlich seufzte sie genervt. "Nun, aber ich kann halt keine genaue Vorhersage treffen, wenn ich Yukihira noch nicht kochen gesehen habe."

"Klingt schlüssig." Murmelte Hiroshi zurück und sah zur Arena hinunter.

"Nochmal, es wird mir schon gut gehen." Kimikos Worte klangen in Hiroshis Kopf zurück.

"Du denkst nicht, ich würde jemanden so über meine Ehre trampeln lassen, oder?"

"Jetzt, wo ich hier bin, werde ich ohne weiteres den Spitzenplatz als meinen beanspruchen."

Hiroshi konnte die Sorge, die sich in seinen Knochen angesammelt hatte, nicht leugnen.

Er mochte es nicht, Menschen traurig zu sehen, und was Kimiko im Falle eines Verlustes erleben würde, war wahrscheinlich jenseits der Traurigkeit.

Aber alles, was er tun konnte, war zuzusehen und die Sache in Kimikos Hände zu legen.

Hiroshi schüttelte sich. Im Gegensatz zu den meisten von ihnen hatte er Kimikos Fähigkeiten bereits gesehen und er musste einfach an sie glauben, so wie sie es auch tat. Kimiko hatte ihm gesagt, er solle sich keine Sorgen machen.

Er wusste nicht, dass eine andere Person sich sehr über den Gedanken freute, dass Kimiko verlieren zu sehen.

Kaori hatte sich irgendwo in den oberen Reihen hingesetzt und die verwirrten Blicke, die sie erhielt, ignoriert. Ihr Fokus lag auf der Arena.

Sie hatte ein erwartungsvolles Lächeln im Gesicht und die Tatsache, dass Hiraku hier war, erhöhte ihre Begeisterung für das bevorzugte Ergebnis des Shokugeki nur noch mehr.

Und dann gingen endlich die Lichter aus.

Diese Aktion brachte die Gerüchte und Gespräche zum Schweigen und alle richteten ihre Aufmerksamkeit auf die Bühne, die jetzt von den Scheinwerfern beleuchtet wurde. Auf der Bühne stand ein unsicher aussehender, braunhaariger Junge in Schuluniform mit einem roten Band um den Arm, das ihn als Moderator klassifizierte.

"Guten Tag allerseits." Sagte Daisuke durch das Mikrofon und lächelte schüchtern. Im Vergleich zu Hideyoshis ständigen Ausrufen und Jubelei beim Moderieren war er ziemlich leise.

"Nun und ähm ... Willkommen zum heutigen Shokugeki, zwischen der AG für Französische Küche und der AG für Chinesische Küche."

Zwei neue Scheinwerfer wurden in die Reihen des Publikums geworfen. Einer zeigte die Chinesisch AG zuversichtlich. Die Mitglieder saßen dort tiefenentspannt und machten sich nicht einmal die Mühe irgendwie aufzusehen. Die Französisch AG war sich jedoch nicht so sicher, da sie nicht mal wussten, wer sie denn tatsächlich vertreten würde. Mit Ausnahme von Kenshin Maeda, der nur auf den Eingang der Arena achtete, und Harumi Tsujimoto, die die Chinesisch AG herausfordernd ansah.

"Heute werden wir zwei Vertreter der beiden AGs haben, die in einem Kampf um Essen und Küche gegeneinander antreten." Daisuke fuhr leise fort, so dass sich einige Leute in den höheren Reihen (zum Beispiel Kaori) ein wenig nach vorne beugen mussten, um klar zu verstehen, was der Moderator da erzählte. "Ich bin Aoki Daisuke und ich werde heute euer Gastgeber sein."

"Er hat Moderier-Fähigkeiten ...", seufzte Chieko. "Aber er muss etwas lauter sprechen." Hideyoshi nickte, während Yasu murmelte. "Aoki sollte sein Vertrauen in sich erhöhen."

"A... Also gut ..." stammelte Daisuke, als er nichts als Stille vom Publikum erhielt. "Lasst uns dann die Richter reinbringen."

Die Schüler konzentrierten sich auf die Richtung, in die Daisuke zeigte, um dann drei Erwachsene zu erblicken, die sich auf den Weg zum Richtertisch machten.

Als die drei ins Licht traten, konnte das Publikum zwei Männer und eine Frau erkennen.

Die Frau hatte glattes, schwarzes Haar, das zu einem eleganten Knoten zusammengebunden war. Sie trug ein weinrotes, bodenlanges Galakleid, das ihre Kurven umarmte. Sie begleitete das Kleid mit einem flauschigen, teuer aussehenden weißen Schal, einer schwarzen Samttasche und tonnenweise funkelndem Schmuck. "Bitte heißt... Maaka Akai willkommen!" Stellte Daisuke die feine Dame vor, die sich schon viele verzauberte Blicke im Publikum verdient hatte. Sie lächelte sanft und winkte.

"Warum sieht sie so aus, als würde sie zu einer Filmpremiere gehen?" Fragte Mika. "Nun ja ...", informierte Chieko. "Maaka Akai ist eine bekannte Schauspielerin und Sängerin. Der Grund, warum sie hierher kommen, ist, dass sie sich auch in der kulinarischen Welt einen Namen gemacht hat. Anscheinend ist ihr Onkel ein Gourmetkoch, der seit ihrer Jugend für sie gekocht hat weshalb ihre Standards unglaublich hoch sind. Es gibt Geschichten, dass sie Restaurants verlassen hat, nachdem sie nur einen Bissen von einem Gericht genommen hat. "

"Aha." Antwortete Mika. Sie hatte nicht allzu viel Kontakt zu Japans Promi-Welt. "Sie mag ein bisschen übertrieben aussehen, aber immer noch sehr elegant." Kommentierte Hiroshi neben ihr.

"Ahhh ~" Alle wandten sich an Hideyoshi, der rot wurde und die Frau träumerisch ansah. "Sie sieht wirklich wundervoll aus. Was für eine Ehre, mit ihr im selben Raum zu sein!" Sie bemerkten auch, wie Daisuke dort unten stand und die Frau ebenfalls mit roten Wangen ansah.

Der Mann neben Akai sah im Vergleich zu seiner glitzernden Gesellschaft fast blass aus. Er trug ein schlichtes weißes T-Shirt mit der Aufschrift "I ❤ Beijing", schwarze Shorts, braune Schuhe und weiße Socken. Sein Haar war hellbraun und sah aus, als hätte es noch nie eine Bürste gesehen.

"... Nishimori Haruka ..." Daisuke setzte die Einführung fort, während Chieko ihren Mitbewohnern ein paar Hintergrundinformationen lieferte. "Ahh, ich habe von diesem Typen gehört. Er ist der Erbe eines bekannten chinesischen Restaurants in Japan, hat sich aber geweigert, es zu übernehmen, bis er seine Fähigkeiten irgendwo nicht vollständig verbessert hat. Also reiste er nur mit dem Fahrrad durch China, um ihre Küche vollständig zu studieren . "

"Ein chinesischer Koch als Richter für einen Konflikt zwischen chinesischer und französischer Küche?" Hiroshi quietschte. "Nicht nur, das." Bemerkte Yasu und zeigte wieder nach unten. "Schaut."

Die Person, auf die er sich bezog, war ein Mann, der viel älter war als die beiden anderen. Er hatte blondes Haar, schwarze Augen, einen Schnurrbart und trug einen hochwertigen braunen Anzug. Obwohl er lächelte, sah sein Lächeln ... irgendwie gnadenlos aus.

"Daaaaaaaaaad?!" Hörte die Arena plötzlich Harumi ungläubig schreien. Alle Grausamkeit im Gesicht des Mannes verschwand in diesem Moment vollständig und wurde durch einen Ausdruck des Glücks ersetzt. "Bonjour, mein süßer kleiner Engel."

Während Kenshin seinen Kopf kippte und "Angel ...?" wiederholte, wandte sich Daisuke schüchtern an Harumi. "D ... Du hast mich nicht sprechen lassen ..."

"Hah?!" Harumi richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Moderator, der bei ihrem Blick sofort blass wurde. "Ach... gar nichts...", schrie er und beschloss, die Voortsellung einfach zu wiederholen.

"... und schließlich Tsujimoto Ichiro."

"Er ist der Chefkoch einer französischen Restaurantbranche. Ähnlich wie Nishimori reiste er zu Forschungszwecken durch Frankreich und nahm sogar seine Tochter Tsujimoto Harumi mit." Informierte Chieko oben in den Röngen. Yasu nickte zustimmend. "Es sieht so aus, als hätten sie einen Experten für chinesische Küche und einen für Französische organisiert."

"Ah, Herr Tsujimoto wird wahrscheinlich schwer zu beeindrucken sein ...", murmelte Hiroshi nervös. "Aber Nishimori auch." Versicherte Mika ihm. "Und vergessen wir nicht Maaka Akai-Sama." Schwärmte Hideyoshi.

Als die Richter endlich Platz genommen hatten, machte Daisuke eine präsentierende Handbewegung.

"... und jetzt ... Bringen wir die Kandidaten rein!"

Er lenkte die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Westeingang.

"In diesem Moment eintretend: die neue Transferstudentin; Yukihira Kimiko!"

Kimikos Name erschien auf dem Bildschirm über der Arena, mit blauen Flammen im Hintergrund. Kimiko trug einen neutralen Ausdruck, als sie die Arena betrat und auf die Bühne zuging, wie es ihr befohlen wurde.

"Komm schon, Yukihira! Lass uns nicht im Stich! Du kämpfst um meine Handtasche!" Harumi schrie so laut, dass sogar Hiraku es in voller Lautstärke hören konnte. Der Rest der Französisch AG wirkte peinlich berührt, während Kenshin stammelte. "J ... Jetzt töte mich bitte nicht Tsujimoto-Senpai, aber ich denke, deine Handtasche ist eines der weniger wichtigen Dinge ..."

Hiraku hatte Kimikos Eingang mit einem kleinen Grinsen beobachtet und murmelte. "Zeig ihnen, was du hast, Kleine."

Jetzt wandte er sich an seinen Assistenten und fragte. "Gegen wen hat sie es zu tun?"

"Hah? Du weißt es nicht?" Sein Assistent schnappte nach Luft, völlig überrascht über die Ahnungslosigkeit seines Chefs.

"Und jetzt ..." Daisuke wandte sich dem östlichen Eingang zu.

Zum ersten Mal bewegte sich die Chinesisch AG tatsächlich und drehte ihren Kopf ebenfalls in Richtung des Eingangs, durch den gerade in diesem Moment ein etwas kleinerer Junge trat.

"Es betritt die Arena: der Herausforderer und der kleine Bruder der Präsidentin der Chinesisch AG ..."

Der Junge sah ernst aus und trug eine Uniform im chinesischen Stil.

Die Präsidentin, eine blonde Zweitklässlerin mit lila Augen, grinste stolz beim Anblick ihres kleinen Bruders.

"Eines ihrer Asse: Hojo Takayuki!"

Jetzt erschien Takayukis Name auf dem Bildschirm, mit roten Flammen im Hintergrund.

"Hojos kleiner Bruder?" Sagte Hiraku oben.

"Sie ist ihm ziemlich fürsorglich gegenüber." Erzählte sein Assistent. "Hojo Takayuki ist als Hojo wirklich unschlagbar, wenn es um die chinesische Küche geht, und neben seiner Schwester einer der Besten in seinem Club. "

"Aha." Hiraku lehnte sich in seinem Sitz zurück und konzentrierte sich wieder auf die Arena.

Kaori hatte nur ihre Arme verschränkt und Takayuki angestarrt. ‘Vermassel es nicht.‘ dachte sie nur.

Als Takayuki endlich vor Kimiko ankam, wollte Daisuke eigentlich seine Moderation fortsetzen, aber Kimiko war schneller.

"Also, du bist Hojo Takayuki? Du siehst ein bisschen weniger beeindruckend aus, als ich gedacht hätte." Sagte Kimiko kalt, bevor Daisuke in sein Mikrofon sprechen konnte und so zuckte er nur zusammen und starrte Kimiko besorgt an.

"Ja, das bin ich ..." Die Erkenntnis, was Kimiko gerade gesagt hatte, traf ihn und sofort verlor Takayuki all seine Coolness. "Hah?! Was war das?!"

"Nun, du siehst ziemlich..." "Yukihira-san, nein!" Daisuke unterbrach seine Mitbewohnerin in Panik, während er sein Mikrofon von seinem Mund weghielt.

"Wenn ich eine Sache über Hojo Takayuki weiß, ist es, dass er es nicht mag wenn Leute seine Größe kommentieren." Zitterte Kenshin. "Er ist aber wirklich verdammt winzig." Erklärte Harumi geradeheraus, was dazu führte, dass Kenshin mal wieder ihren Namen fiepte. "Tsujimoto-senpai!"

In der Zwischenzeit hatte Takayuki begonnen, einen verängstigten Daisuke anzuknurren. "Nein, nein, lass sie ihre Beleidigung aussprechen, dann wird es ihr nur noch mehr leid tun, nachdem ich sie vollständig zerstört habe! Warum bist du überhaupt so besorgt um sie? Und du nennst sie 'Yukihira-san'? Kann es sein, dass du voreingenommen bist?"

"N ... Nein ..." stammelte Daisuke und wich zurück. Takayukis Schwester seufzte und schüttelte den Kopf. "Große Güte, Takayuki, was machst du da bloß wieder?"

"Hey! Nur ich darf ihn so erschrecken." Bellte Hideyoshi von oben.

"Lass den MC in Ruhe." Forderte Kimiko scharf, was Takayuki dazu brachte, sich umzudrehen.

"Lass uns das grundlegende Einschüchtern einfach auslassen, okay? Wir wissen beide, wofür wir hier sind. Du willst eine ..." Ihr Gesicht verdunkelte sich. "...Entschuldigung."

"Genau." Antwortete Takayuki grimmig. "Ich muss bloß einem Mädel, das offensichtlich keine Ahnung davon hat was Totsuki eigentlich ist, einige Manieren beibringen."

Kimiko schwieg zuerst und starrte ihren Herausforderer nur an. Also wandte sich Takayuki nur dem immer noch blassen Daisuke zu und polterte. "Können wir jetzt weitermachen?"

"Ich weiß vielleicht nicht viel über diese Schule."

Ein wenig überrascht darüber, dass sie wieder sprach, konzentrierte sich Takayuki wieder auf Kimiko. Das Publikum auch.

"Aber ich kenne meine Fähigkeiten." Erklärte Kimiko, bevor ihre Stimme etwas lauter wurde und sie auf ihren Gegner zeigte. "Du andererseits kennst meine Fähigkeiten nicht. Zugegeben, ich kenne deine auch nicht, aber ich gehe nicht aus heiterem Himmel davon aus, dass du unter mir stehst. Aber die bloße Tatsache, wie du eine so lächerliche Handlung von mir forderst, macht diese Annahme plausibler. Du denkst, ich kann nicht die Spitze übernehmen? Wie kannst du das beurteilen, wann du mich nicht einmal kochen gesehen hast? Du kannst es Arroganz nennen, ich nenne es Vertrauen. Und du ... Du hast mich unterschätzt. "

Takayukis linkes Auge zuckte, während Daisukes Augen sehr rund geworden waren.

"Hör mal, heute werde ich es dir zeigen." Kimiko legte ihre Hand auf ihre Brust und schrie. "Dass meine Rede nicht aus dem Nichts kam."

Hiraku hob eine Augenbraue.

Kaori biss wütend die Zähne zusammen.

Hiroshi schnappte nach Luft und stammelte. "Ki ... Kimiko-San."

"Tch." Kam von seiner Cousine neben ihm, die bitter grinste. "Und dieser Idiot darf sich ihr zuerst stellen."

"Wo bist du da nur wieder reingerannt?" Murmelte Takayukis Schwester misstrauisch, während sie ihren Bruder ansah.

Takayuki ballte seine Faust und starrte Kimiko wütend an, während sie sich zu Daisuke umdrehte. "Du kannst jetzt weitermachen, Aoki."

Er nickte schüchtern und stammelte ins Mikrofon. "N ... na ja ... Das Thema des heutigen ... Sho ... Shokugeki ist Fisch. Im Falle eines Sieges für die Französisch AG, repräsentiert von Yukihira Kimiko, muss die Chinesisch AG ihren Standardplatz beim diesjährigen Mond Banquet Festival an die Französisch AG abgeben. Im Falle eines Sieges für die Chinesisch AG, repräsentiert von Hojo Takayuki ... "Daisuke holte tief Luft und murmelte praktisch die nächsten Worte ins Mikrofon. "muss sich Yukihira Kimiko für ihre Worte bei der Zeremonie entschuldigen und gleichzeitig das auch zurücknehmen, was sie gesagt hat. Außerdem muss Tsujimoto Harumi Hojo Suzume ihre Designer-Handtasche aushändigen."

Suzume konnte einfach nicht anders, als Harumi mit einem selbstgefälligen Grinsen zuzuwinken. Zum Glück konnte Kenshin seinen Senpai davon abhalten, der Präsidentin der Chinesisch AG diesen einen bestimmten Finger zu zeigen.

Kimiko und Takayuki tauschten zwei letzte Blicke aus, bevor sie zu ihren jeweiligen Kochstationen gingen, als Daisuke seine Hand hob.

"Fangt an ... zu kochen."

Und damit begann das Shokugeki.

Keiner der beiden Kandidaten zögerte und begann sofort zu arbeiten. Nachdem die grundlegende Einführung beendet war, wurde die Menge wieder etwas lauter und kommentierte die Aktionen der Köche.

"Seht!" Rief Hiroshi aus und zeigte auf Takayuki, der sich einer blauen Kiste näherte, in der die Zutaten kalt gehalten wurden. "Er ist schon dabei ...", begann Mika und Moderator Daisuke beendete den Satz. "Sieht so aus, als würde Hojo Takayuki bereits seinen Fisch herausziehen."

Tatsächlich. Zuversichtlich öffnete Takayuki die blauen Box und enthüllte einen grauen, leblosen Fisch, der zwischen funkelnden Eiswürfeln lag.

Als jemand  der in der Nähe von Häfen aufgewachsen war, wusste Hiroshi sofort, was vor ihm lag. "Dorsch also !"

"In der chinesischen Küche sind Frittieren, Rühren und Dämpfen die üblichen Methoden für die Zubereitung von Fisch." Murmelte Hiraku vor sich hin und beobachtete, wie Takayuki den Fisch aufschnitt. "Ich frage mich, wie er vorgehen wird."

"Ich habe gehört, dass er besonders für gutes Sichuan-Kochen bekannt ist." Bemerkte sein Assistent.

Takayuki hatte bereits etwas Neues herausgezogen. Ein Glas mit einer tiefroten Paste.

"Hm?" "Was ist das?" Hörte man im Publikum.

"Ach du je, wenn ich es mir nur ansehe, schwitze ich." Keuchte Hideyoshi. Yasu stimmte zu. "Du hast recht, es sieht sehr scharf aus."

"Ahhh ... Chiu-Chow Sauce!" Rief der Chinesisch-Experte Haruka aufgeregt aus.

"Eine Sauce aus Chiu Chow in China bestehend aus Chilischoten und Knoblauch." Murmelte Chieko vor sich hin.

"Sogar meine eigene selbstgemachte." Erklärte Takayuki in Richtung Haruka.

Akai klatschte in die Hände. "Schön, ich liebe scharfes Essen." Neben ihr inspizierte Ichiro die Paste etwas näher. Danach hob er eine Augenbraue zu Takayuki und zeigte fragend auf das Glas. "Ist dass..?"

"Richtig." Antwortete Takayuki und begann das Glas zu öffnen.

"Schau Itoko-Chan!" Hiroshi zeigte nach unteen. "Es ist nicht nur Chiu-Chow-Sauce im Glas... sondern auch ..."

"Garnelen!" Realisierten die Polarstern-Schüler gemeeinam.

"Eine Chiu-Chow-Shrimp-Mischung?"

"Wofür wird er das verwenden?"

In der Zwischenzeit war Kimiko endlich fertig damit, ihr Gemüse zu durchschneiden und nun zog auch sie eine blaue Kiste auf den Tisch.

"Sieht so aus als wäre es jetzt Yukihiras Zeit, ihren Fisch herauszuholen ..." Daisuke konnte nicht anders als nach Luft zu schnappen, als Kimiko ihre blaue Box öffnete. Wie Takayukis Box enthielt es Eis, aber anders als Takayukis Schachtel hatte sie nicht nur einen Fisch, nein, sie hatte Tintenfisch, Jakobsmuscheln, Barsch und einen Hummer.

Während das Publikum versuchte, herauszufinden, was Kimiko kochen würde, wussten Harumi und Hiraku es sofort. "Bouillabaisse." Sagten beide gleichzeitig.

Harumi hielt einen Vortrag. "Wie Coq Au Vin ist Bouillabaisse ein sehr bekanntes, traditionelles französisches Gericht. Eine Fischsuppe, die aus dem Meer von Marseille stammt."

"Bouillabaisse soll seine Wurzeln in normalem Mittelstand haben. Der Volksmund sagt, damals haben die Fischer die Reste des Fisches verwendet, den sie nicht verkaufen konnten, und daraus ein Gericht gemacht." Erklärte Hiraku und bemerkte nicht den bewundernden Blick, den sein Assistent ihm zuwarf.

* CLONK *

Die Aufmerksamkeit des Publikums wechselte erneut, als Takayuki den Ofen schloss und weiterging, um etwas anderes vorzubereiten.

"Also backt er den Fisch!"

"Aber was ist mit der Chiu-Chow-Shrimp-Mischung passiert?"

Währenddessen ging Kimiko ruhig mit ihren Zutaten um und nahm keine Notiz davon, was ihr Gegner tat.

"Macht sie ... nur einfache Bouillabaisse?" Fragte einer der Mitglieder der Französisch AG unsicher. Die anderen tauschten Blicke aus oder stimmten dem Kerl zu. Nur Kenshin und Harumi wussten es besser und fragten sich, welche Wendung Kimiko der Suppe hinzufügen würde.

Und so ging die Zeit weiter und weiter.

Und irgendwann hob Daisuke wieder seine Hand. Es war der Punkt, an dem sowohl Takayuki als auch Kimiko ihr Gericht beendet hatten. Gerade rechtzeitig.

"Uuuuund ... die Zeit ist abgelaufen!" Informierte Daisuke, während der digitale Zähler auf dem Bildschirm ebenfalls "00:00" anzeigte. Sofort traten beide Parteien einen Schritt von ihren Kreationen zurück und wandten sich an die Richter.

"Also wer wird zuerst gehen ..." Wieder konnte Daisuke seinen Satz nicht beenden.

"Ich gehe zuerst." Kündigte Takayuki an und ging zum Richtertisch. Daisuke seufzte. "Scheint, als würde Hojo Takayuki zuerst servieren."

Auf Takayukis Teller lag der ganze, gebackene Dorsch. Daneben lag goldbrauner Reis, und man konnte sehen, dass eine Sauce viele Teile des Gerichts überzogen hatte.

"Das Servieren des ganzen Fisches ist in China weit verbreitet." Kommentierte Chieko. "Es symbolisiert Status und Reichtum."

"Sieht so aus, als hätte er den Reis gebraten." Fügte Yasu hinzu.

"Abe nochmal, wohin sind die Garnelen verschwunden?" Fragte Mika.

"Interessant, einen kompletten Dorsch zu servieren." Sagte Akai, während sie ihre Stäbchen hob. Ichiro nickte zustimmend.

"Warten Sie, warten Sie. Ich möchte Sie nur warnen, das wird wahrscheinlich eine sehr scharfe und würzige Erfahrung sein, wenn Sie sich die Sauce ansehen." Spekulierte Haruka und wandte sich an Takayuki. "Habe ich recht?"

"Korrekt." Antwortete Takayuki. "Die Sauce ist in der Tat ziemlich scharf. Ich präsentiere Ihnen... Dorsch in Flammen."

"Also gut, mal sehen."

Langsam nahmen alle Richter ihren ersten Bissen, während das stille Publikum neugierig und gespannt zusah.

Unmittelbar nach dem ersten Biss weiteten sich alle drei Augenpaare.

Die drei Erwachsenen sahen sich gnadenlos in rote, heiße Flammen geworfen, die ihre Kleidung auseinander rissen und jeden Zentimeter ihres Körpers erhitzten.

"Ah! Es brennt, es brennt!" Jammerte Akai, schaufelte aber mehr Fisch in ihren Mund. Ichiros Gesicht war rot geworden und er fing an zu schwitzen, während er zwischen den Bissen keuchte. "Das hier ist jenseits einer 'würzigen und scharfen Erfahrung'."

"Ich dachte, dass nur die Sauce scharf sein würde, aber ich habe mich absolut geirrt!" Rief Haruka.

Das Publikum war verwirrt.

"Was ist los?!"

"Was könnte es anderes geben als die Sauce?"

Hiraku murmelte. "Ich glaube ich weiß was er getan hat."

In diesem Moment schnitten Harukas verschwitzte Hände den Fisch auf, damit alle ihn sehen konnten. Zu jedermanns Erstaunen schwoll etwas Rotes aus dem gebackenen Fisch.

Jeder merkte es gleichzeitig.

"Die Garnelen!"

"Also ist es ein gefüllter, gebackener Dorsch!" Schloss Hiroshi überrascht. "Gefüllt mit Chili-Shrimps, um genau zu sein." Mika schluckte. "Junge, dieses Gericht zu essen muss wirklich wie ein Ausflug in die Wüste sein."

"Der Reis mildert den Geschmack überhaupt nicht." Akai keuchte mit stark geröteten Wangen. Und trotzdem nahm sie noch einen Bissen. "Aber es schmeckt so gut."

Haruka sah absolut zufrieden aus. "Sauce und Füllung passen so gut und obwohl es so scharf ist, kann man einfach nicht aufhören."

Die Chinesisch AG tauschte stolze Blicke aus. Takayuki grinste. "Der gebratene Reis enthält auch Paprika, Knoblauch und Erbsen. Natürlich habe ich auch Sichuan-Pfefferkörner in der Sauce verwendet."

"Oh Mann, dieses Gericht hat wirklich eine intensive Wirkung." Murmelte Kenshin, während Harumi ihre Zähne zusammenbiss.

Akai hatte ein rein weißes Taschentuch herausgenommen und sich den Schweiß weggewischt. Sie räusperte sich, immer noch ein wenig überwältigt und sagte danach. "Wirklich ein gutes Gericht mit einem starken Geschmack ..." Als sie etwas überhitzt war, holte sie tief Luft und bat. "N ... Nächstes bitte."

Takayuki verbeugte sich, bevor er den Platz vor dem Richtertisch verließ. "Danke für das Lob."

Er machte sich nicht einmal die Mühe, Kimiko anzusehen, die ein letztes Lächeln in Richtung Harumi und Kenshin schoss, bevor sie sich der Bewertung stelltee.

Hiroshi faltete die Hände zusammen, während Mika ihre Faust ballte.

Hiraku und Kaori beugten sich beide ein wenig vor, als die Honigblondine am Richtertisch ankam.

"Und jetzt gehen wir zur Beurteilung des nächsten Kandidaten über." Informierte Daisuke. "Yukihira Kimiko, bitte zeig uns dein Gericht."

"Bouillabaisse mit Meeresfrüchten und Barsch, hoffentlich macht es Sie glücklich." Kimiko präsentierte die Teller, die sie vor die drei Erwachsenen gestellt hatte.

Ichiro, der die meiste Zeit ziemlich still gewesen war, wurde plötzlich ziemlich begeistert, als er die Schüssel Suppe, die Schüssel mit den Meeresfrüchten und dem Barsch und die Baguettestücke sah.

"Ahh, sogar separat serviert! Sehr traditionell! Es sieht auf jeden Fall vielversprechend aus."

"Sieht gut aus." Mika grinste und Hiroshi nickte aufgeregt.

"Sie hat sogar Baguette benutzt, das berühmte, traditionelle französische Brot!" Bemerkte Chieko mit einem Lächeln und fügte hinzu. "Eine gute Bouillabaisse wird immer mit Brot serviert."

"Aber ...", murmelte Yasu und alle drehten sich zu ihm um. "... wird es so wirkungsvoll sein wie Hojo Takayukis Gericht?"

Eine kleine Besorgnis zeigte sich auf Chiekos Gesicht, während Mika ihre Arme verschränkte. Hiroshi schluckte.

Die Richter nahmen ihre Löffel und Akai schnurrte. "Dann lassen Sie uns mal loslegen, meine Herren?"

Sie legten den einzelnen Fisch in ihre Brühe und nahmen den ersten Schluck.

Dann versteiften sie sich.

... Das Geräusch langsamer Wellen, die gegen den Strand krachten, erreichte ihre Ohren. Akai, Haruka und Ichiro standen im warmen Sand und vor dem weiten, breiten, funkelnden blauen Meer.

Es war so ein schöner, angenehmer Anblick für sie.

...

...

Wenn man bedenkt, wie heiß die Sonne auf ihrer Haut brannte.

Akai sprach als erste. Es war ein überwältigter Schrei. "Oh, das ist auch scharf!"

Die vielen Augen, die sie beobachteten, wurden bei dieser Aussage größer.

Kenshin und Harumi tauschten Blicke aus.

Kaori zuckte zusammen.

„Sch...Scharf?“ Wiederholte Hiroshi.

Der Rest der Polarstern-Mitglieder sah ebenfalls völlig verblüfft aus.

Die Chinesisch AG erwachte ausnahmsweise Mal aus ihrem stolzen Zustand.

Hiraku grinste.

Takayuki wirbelte herum, mit Verwirrung im Gesicht.

Kimiko lächelte.

"Ich ... es ist nicht so scharf wie das erstere, aber trotzdem definitiv scharf ..." stammelte Haruka völlig unvorbereitet. "Was hast du da reingesteckt, Kleine?"

"Ein bisschen Chili." Erklärte Kimiko. "Auch Szechuan-Pfeffer, Knoblauch, Tofu und Bambus."

Man hörte viel "Was" und "Ich kann es nicht glauben" in der Menge.

"Das klingt nicht sehr westlich." Stellte Hideyoshi fest. "Was ist ihr Plan?"

"Knoblauch und Sichuan-Pfeffer ...", wiederholte Hirakus Assistent. "Klingt sehr nach Sichuan."

"Aber Tsujimoto Ichiro hat noch nichts gesagt!" Wies Hideyoshi daraufhin hin und sah den erwachsenen Mann an, der immer noch die Suppe schlürfte.

"Du hast recht ...", antwortete Yasu, während Chieko etwas nervös ihre Brille hochschob. "Dieser Mann kennt sich absolut mit französischer Küche aus ..."

Mika ballte noch einmal ihre Faust und murmelte. "Komm schon, Yukihira. Du kannst nicht gegen diese Larve verlieren, ohne mich zuerst Kochen gesehen zu haben. Zeig mir, dass du eine würdige Rivalin bist."

"Kimiko-san ...", flüsterte Hiroshi und sah verzweifelt zu dem älteren Richter.

Plötzlich hatte dieser einen Ausbruch.

"Verfickt noch mal, Mann! Scheiße, das ist gut."

Ein absolut schockiertes "Haaaaaaah?!" ging durch die Menge.

"Eeeks!" Akai quietschte, als sie solche üblen Worte hörte, während Haruka nicht glauben konnte, was er da vor sich sah. "A...Aber woher kommt denn das auf einmal?"

Sogar Kimiko legte den Kopf schief. "Entschuldigen Sie bitte?"

"Meinen Vater scheint es sehr zu schmecken. Er reagiert immer so, wenn es das tut. « Räusperte Harumi sich und ignorierte all die gestörten Blicke, die auf sie gerichtet waren.

"Ihr zwei seid wirklich Vater und Tochter." Murmelte Kenshin und erinnerte sich an die Schlägerhaltung, die seine Präsidentin so gut zur Schau Stellen konnte.

"Trotz einiger Änderungen hast du es so gekocht, wie eine Bouillabaisse gekocht werden muss." Ichiro ging nun näher darauf ein, ohne auf all die Blicke zu achten, die eine Erklärung für sein Fluchen erforderten. "Auch ... der Fisch ... wurde verdammt gut gehandhabt!"

"Oh Junge ..." Lachte Haruka nervös, aber Akai hatte plötzlich auch ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht. "Ich habe es auch bemerkt! Der Fisch schmeckt großartig."

"Ich habe dafür gesorgt, dass ich sehr gute Qualität bekomme." Erklärte Kimiko. "Und ich habe sie auch in Meerwasser gewaschen."

"Deine Fürsorge für den Fisch zeigt sich deutlich." Antwortete Ichiro und er nahm einen weiteren Löffel voll Suppe.

"Jetzt wo ich darüber nachdenke ...", erinnerte sich Haruka plötzlich. "Ich kann mich nicht erinnern, einen so guten Fisch in dem früheren Gericht probiert zu haben."

Takayuki zuckte zusammen und sogar Suzume riss ihre Augen auf.

"Es scheint, als ob sich das erste Gericht hauptsächlich um die Schärfe gekümmert hat, aber nicht um die eigentliche Hauptzutat."

Fast jedes Wort von Haruka durchbohrte Takayuki wie ein Messer.

Aber er verstand es nicht.

Sie mochten es, nicht wahr?

Jeder mag seine scharfe Küche?

Außerdem...

Auf keinen Fall könnte diese Transferschülerin besser sein als er.

* klirr *

Das Geräusch einer Schüssel, die neben ihn gestellt wurde, störte seine verwirrten Gedanken und er drehte sich langsam um, um zu sehen, wie Kimiko wortlos ihre Bouillabaisse neben ihn stellte.

Sie hielt drei Sekunden lang Augenkontakt, bevor sie sich schnell abwandte und zu ihrer Station zurückkehrte.

Unsicher nahm Takayuki den Löffel und tauchte ihn in die Suppe.

Und sobald es seine Zunge berührte, befand er sich auch am Strand.

Verdammt.

Er riss die Augen auf und biss die Zähne zusammen.

Verdammt. Verdammt. VERDAMMT!

Das war...

Das war...

...

Gut.

Es hat das Niveau, auf dem sich die meisten Schüler der Totsuki befanden, wirklich überwunden. Dies war die Art von Kochen, die sich halten würde. Dies war die Art von Kochen, die mit den anderen Assen der 115. Generation mithalten konnte.

Dies war eine Überlegung wert für ... die Spitze.

Verdammt.

"Sehr geehrte Richter." Daisuke sprach. "Würden Sie bitte Ihre Stimme abgeben?"

Ohne weiteres drückten die Richter den Knopf.

"Ich habe sie unterschätzt." Flüsterte Takayuki schwach, wohl wissend, dass seine Schwester ihn dunkel anstarrte.

Er wusste nicht, dass auch Kimiko einen Bissen von seinem Fisch genommen hatte und ... angenehm überrascht war.

Und genau in diesem Moment erschien das Ergebnis auf dem Bildschirm, begleitet von Daisukes Ausruf.

Yukihira Kimiko vs. Hojo Takayuki

3 - 0

Gewinner: Yukihira Kimiko

"Und die Gewinnerin ist ... Yukihira Kimiko!"

Freude bei der Französisch AG. "Gute Arbeit, Yukihira-senpai!" Schmunzelte Kenshin, während Harumi hochmütig lachte. "Wirklich, ein Mitglied der Französisch AG durch und durch." Trotz ihrer Stolzen Worte umarmte sie doch erleichtert ihre Designer-Handtasche.

"Wie erwartet." Hiraku zuckte die Schultern, während sein Assistent sagte. "Ist jeder in deiner Familie so talentiert oder was?"

"Sie hat gewonnen!" Rief Hiroshi glücklich das Offensichtliche. Seine Cousine grinste. "Ich möchte mich jetzt nur noch mehr gegen dich stellen."

"Sieht so aus, als wäre ihre Rede wirklich mehr als nur leere, hochmütige Worte, hinter denen nichts steckt." Bestätigte Yasu und konnte den leicht beeindruckten Ton nicht verbergen. Chieko klatschte aufgeregt in die Hände. "Wirklich eine talentierte Köchin hat sich dem Polarstern da angeschlossen." Während Hideyoshi neben ihnen schrie. "Gut gemacht, Yukihira!"

Kaori war bereits bei der Enthüllung des Ergebnisses aufgestanden.

Viele Kommentare waren im Publikum zu hören.

"Wahnsinn!"

"Sie ist wirklich mit Hiraku-sama verwandt, da bin ich mir jetzt sicher."

"Erstaunlich, dass die Französisch AG sie rekrutieren konnte!"

"Sie müssen schließlich doch ein ziemlich guter Club sein."

Lola, die aus den Schatten beobachtet hatte, kicherte und wandte sich ebenfalls ab. "Zeit, meine Belohnung von Tsujimoto-Senpai einzusacken."

Kimiko hielt ihre Faust in die Luft und rief. "Freut mich, dass es geschmeckt hat!"

"Mit Yukihiras Sieg wird die Französisch AG beim Mond Banquet Festival den Standardplatz der Chinesisch AG erhalten und während des Festivals aushelfen sowie einige Kochutensilien zur Verfügung stellen." Erinnerte Daisuke. "Das ist das Ende des heutigen Shokugeki. Vielen Dank fürs Zuschauen."

Takayuki war unten auf dem Boden und starrte auch nur auf den Boden. Er konnte nicht den Mut aufbringen, sich den Enttäuschten Blicken der Chinesisch AG zu stellen und die chinesische RS oder in die leicht verärgerten Augen seiner Schwester zu sehen.

Gerade als er dachte, es könnte nicht schlimmer werden, erreichte die Stimme, die er im Moment am wenigsten hören wollte, sein Ohr. "Yo, Hojo."

Takayuki sah auf und sah Kimiko an, die vor ihm stand.

"Was?" Fragte Takayuki bitter und erwartete Spott oder Lachen.

"Dein Gericht war auch ziemlich gut. Du bist talentiert. Vielleicht ... können wir uns ein anderes Mal wieder stellen ... Aber fordere nicht noch einmal solchen Unsinn von mir, okay?" War alles, was sie sagte, bevor sie sich genauso schnell abwandte und zum Ausgang ging. Takayuki konnte ihr nur hinterhersehen und die Bemerkungen des Publikums mitanhören.

"Mann, die Transferschülerin ist schon wirklich ein anderes Kaliber, oder?"

"Sie hat eindeutig bewiesen, dass sie meinte, was sie während der Zeremonie sagte."

--

Kimiko streckte sich und gähnte.

Das hatte Spaß gemacht.

Sie mochte die Idee hinter Shokugekis immer mehr und konnte es kaum erwarten, dass das nächste eintrat.

Aber zuerst war es Zeit, wieder in das Wohnheim zurückzukehren.

In der ihr zugewiesenen Garderobe zog sie sich wieder ihre Schuluniform an.

Danach verließ sie die Garderobe und ging zum Ausgang.

Als sie nach draußen trat, traf sie zu ihrer Überraschung dort nicht nur ihre Mitbewohner, sondern auch ihren Bruder und fast den Rest des ehemaligen Publikums.

Hiraku hatte seine Arme verschränkt und lächelte Kimiko an. Er wurde von einem gebräunten Jungen im gleichen Alter wie er mit rosa Haaren und grünen Augen begleitet, der ein Klemmbrett hielt und Kimiko genau inspizierte.

Die anderen Schüler hatten einen Halbkreis um ihn gebildet und wechselten immer wieder den Blick von Hiraku zu Kimiko und zurück.

Kimiko hob nur eine Augenbraue und fragte ihn schweigend, was er wollte.

Die Menge war immer noch absolut still und starrte bloß das Duo an.

Dann trat Hiraku einen Schritt auf sie zu.

"Guten Tag, kleine Schwester."
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast