Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Shokugeki no Kimiko (Deutsch)

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Mix
Erina Nakiri OC (Own Character) Soma Yukihira
01.08.2020
07.09.2020
18
106.289
4
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.08.2020 4.643
 
Harumi Tsujimoto war mehr als zuversichtlich.

Das Gericht, das sie gemacht hatte, war gut, wie alles, was Harumi tat. Es würde den Richtern sicherlich schmecken.

‘Heilige Zunge‘ hin oder her. Harumis Gericht würde nicht verlieren.

"Das war auf jeden Fall sehr gut." Erklärte einer der Richter und legte die Gabel hin. Harumis Grinsen wuchs bei dieser Aussage und sie hörte praktisch bereits die Worte "Und die Gewinnerin ist Tsujimoto Harumi" in ihrem Kopf, als sie das zufriedene Lächeln betrachtete, das die Richter trugen.

Ihr Gegner musste noch servieren. Harumi war sich sicher, dass er sich jetzt bestimmt ziemlich unsicher war. Sie würde diesem Jungen auf jeden Fall eine Lektion erteilen.

Sie hörte Schritte.

Hiraku Yukihira machte sich auf den Weg zum Richtertisch und trug die drei Teller wie ein echter Profi.

Harumi versteifte sich.

Er wirkte überhaupt nicht entmutigt. Seine Augen sahen eher aus als wäre er...

... gelangweilt.

Sie drehte sich hastig um und sah zu, wie die Richter das Gericht zu sich nahmen.

Bereits nach dem ersten Biss versteiften sie sich und bewegten sich nicht mehr.

Verwirrung ging durch die Menge.

Minuten vergingen.

Schmerzhafte Minuten, in denen nichts passierte.

Minuten, die sich für Harumi wie Stunden anfühlten.

Dann drückte die Richter den Richterknopf.

Harumi wurde blass und ihr Herz hörte für eine Sekunde auf zu schlagen, als das Ergebnis den Namen "Yukihira Hiraku" las.

"Was ?!" Schrie sie und wandte sich an die Richter, die sich eifrig den Inhalt der Schüssel, die Hiraku zubereitet hatte, in die Münder schoben.

Die Menge fing an zu jubeln. Sie hörte das ein oder abdere "wusste es" und "Hiraku-Sama" zwischen dem tosenden Applaus.

Harumi ballte ihre Fäuste. "Was?!"

Hiraku selbst gähnte. Er drehte sich langsam um und ging an Harumi vorbei.

"Nun, ich habe gewonnen, richtig? Also kann ich jetzt gehen?" Bei dieser Aussage verstummte alles und das Publikum sah nur zu.

Harumi konnte es nicht glauben. Sie hatte alles in dieses Gericht gegeben! Und es schien, als könnte sich dieser verdammte Bastard nicht weniger für diesen Shokugeki interessieren!

"Ist das dein verdammter Ernst?! Was zur Hölle ist bloß los mit dir!" Brüllte sie ihn an.

Hiraku drehte sich nicht einmal um. Er antwortete kalt. "Das war nur ein kleines Training für mich und wirklich nicht allzu aufregend, da es dabei kaum eine Herausforderung gab. Ich muss mich jetzt auf etwas anderes vorbereiten."

Die folgenden Wörter wurden recht scharf gesprochen.

"Den vierten Sitz, um genau zu sein."

Damit war er weg und traf sich mit einem pinkhaarigen, gebräunten und grünäugigen Jungen, der die Schuluniform trug und ein Klemmbrett in der Hand hielt.

Das Flüstern begann erneut in der Menge und Harumi sank zu Boden.

--

Der Fünfte Teller - Tōtsuki 101

--

Warmes Sonnenlicht fiel in Raum 303 und weckte das honigblonde Mädchen auf dem Bett.

Kimiko setzte sich langsam auf und gähnte. Sie sah sich um und brauchte vier Sekunden, um sich daran zu erinnern, dass sie nicht mehr zu Hause war, sondern in einem Wohnheim namens Polarstern. Das Mädchen erinnerte sich dann auch an die letzte Nacht und musste ein wenig kichern.

"Wow, es ist einige Zeit her, seit ich so sozial aktiv war ...", murmelte sie müde und stand auf, um sich anzuziehen.

Es war spät in der Nacht gewesen, als die Party für beendet erklärt wurde.

Chieko war bereits mit einem kleinen Lächeln und geröteten Wangen, die durch den Reissaft verursacht wurden, auf dem Boden eingeschlafen. Yasu hatte sie hochgehoben und seine beste Freundin auf ihr Bett gelegt. Dann hatte er ihre Haare geöffnet, ihre Brille abgenommen und ihren zarten Körper mit einer Decke bedeckt.

Daisuke und Hideyoshi hatten angefangen zu diskutieren, wer von den beiden Chiekos Zimmer ein wenig aufräumen würde. Am Ende verließen sie den Raum und diskutierten immer noch, ohne einen Zentimeter zu putzen.

Hiroshi musste Mika beim Gehen helfen, da die blauen Augen der Blondine fast alle zwei Sekunden fast zufielen und sie zur Hälfte bereits schlief. Kimiko war neben ihnen gegangen und zusammen mit Yasu hatten sie Raum 205 verlassen.

"Aber die Party hat Spaß gemacht. Das muss ich zugeben." Sagte Kimiko jetzt leise für sich, als sie ihr charakteristisches, weißes Halstuch um ihren Hals band.

Sie war eigentlich keine gallzu soziale Person. Während sie gute Beziehungen zu ihren früheren Klassenkameraden hatte, nannte sie nur einen von ihnen, Tadao Moto, ihren Freund. Sie hatte einfach nicht viel Zeit für gesellschaftliche Veranstaltungen und die meisten Leute waren auch bloß langweilig für sie.

Die Truppe, die sie gestern getroffen hatte, war zwar irgendwie ein wenig seltsam. Aber zumindest verstanden sie alle etwas über das Kochen und so hatte Kimiko endlich Leute, die nicht mit ihr verwandt wareb, mit denen sie über ihre Leidenschaft Nummer eins sprechen konnte. Daneben waren sie ziemlich lustig und freundlich gewesen.

In der Schuluniform ihrer alten Schule verließ sie dann ihr Zimmer.

Ihr Stockwerk war ziemlich still. Wahrscheinlich, weil im dritten Stock nur vier Zimmer und ein Badezimmer vorhanden waren. Aber Kimiko hörte viele Stimmen von unten.

Wie wurde das Frühstück hier eigentlich gehandhabt? Hat jeder selbst etwas zu machen? Oder ...

"Guten Morgen, Kimiko-san!" Sie hörte plötzlich eine vertraute Stimme hinter sich und drehte sich um.

Hiroshi schenkte ihr dieses reine Hiroshi-Lächeln, das selbst das dickste Eis schmelzen konnte.

"Morgen", grüßte Kimiko zurück und hob ihre Hand. "Wie hast du geschlafen? Soll ich dir den Speisesaal zeigen?" Fragte Hiroshi. "Speisesaal?" "Ja, es ist doch Frühstückszeit."

‘Ah, also isst das Wohnheim zusammen.‘ Bemerkte Kimiko in ihrem Kopf und nickte Hiroshi zu. "Na dann sicher, geh voran."

Die beiden gingen die Treppe hinunter und wie Kimiko es erwartetet hatte, war der zweite Stock sehr viel voller als der dritte. Personen zwischen 11 und 19 Jahren gingen zwischen den Türen herum, viele von ihnen gingen wie Kimiko und Hiroshi die Treppe hinunter.

"Wo ist Mika-san?" Fragte Kimiko beim Gehen. "Sie duscht schnell." Antwortete Hiroshi und wechselte das Thema. "Übrigens, Satoshi-san wird wahrscheinlich für unseren Tisch kochen, da du neu bist. Aber sonst schickt jede Generation eigentlich abwechselnd einen ihrer Schüler in die Küche, damit dieser für den Rest seiner Klassenkameraden kochen kann. Wir haben einen Zeitplan, weißt du? Du wirst darin aber auch noch unterkommen, denke ich. " "Klingt fair und gut für mich.' Kimiko zuckte die Schultern.

Das Paar erreichte schließlich den lauten Speisesaal, der von den vielen Bewohnern des Polarsternwohnheims überfüllt war. Hiroshi ging sofort zu einem Tisch, ziemlich nahe an der Küche. Während Kimiko ihm folgte, nahm sie die Sekunde, um ihre Umgebung zu inspizieren. Es war ein komfortabel aussehender Speisesaal und auch groß genug. Es gab viele Tische, alle besetzt mit einer anderen Altersgruppe.

Anscheinend saßen Yasu, Hideyoshi, Daisuke und Chieko bereits am Tisch, zu dem Hiroshi und Kimiko gerade gingen. "Das ist unser Tisch." Erklärte Hiroshi Kimiko, was sie selbst hätte ausmachen können. Und je näher die beiden kamen, desto lauter wurde eine gewisse weibliche Stimme.

"Die Bücher waren überall! Überall außer an einem Ort! Dem Bücherregal" "Oh, Marui scheint in einer großartigen Stimmung zu sein." Schloss Kimiko beim Anblick von Chieko, der einen emotionslosen Yasu, einen uninteressierten Hideyoshi und einen bereits erschöpften Daisuke ausschimpfte. "Ja, aber mach dir keine Sorgen ... irgendwann ist sie ruhig genug, um abgelenkt zu werden und dann ist sie wieder normal."

Die beiden hatten endlich ihren Tisch erreicht. "Guten Morgen." Sagten sie im Einklang. Ein kleines Lächeln erschien auf Yasus Gesicht und er nickte. "Morgen", rief Hideyoshi aus, während Daisuke es eher gähnte. "Nun ja, einen guten Morgen." Begrüßte Chieko sie angesichts ihrer Stimmung nicht allzu begeistert.

"Eh ...Lass mich raten? Dein Zimmer?" Lächelte Hiroshi schwach. "Genau." Zischte Chieko und warf einen mörderischen Blick in Richtung Daisuke und Hideyoshi.

Hiroshi seufzte bei diesem Anblick und setzte sich. Kimiko nahm neben ihm Platz.

"Satoshi-san wird heute für uns kochen!" Informierte Hideyoshi sie aufgeregt. "Die anderen sollten sowas von eifersüchtig sein." Daisuke drehte seinen Kopf zu Kimiko und Hiroshi und fügte hinzu. "Sein Essen ist wirklich eines der besten, die ich je gegessen habe."

"Buongiorno." Hörte die Gruppe dann Mika sagen. Die Viertel-Italienerin stand mit nassen blonden Haaren vor ihnen und sah ziemlich müde aus. Nach einem langen Gähnen setzte sich das frisch geduschte Mädchen dann neben Yasu.

"Ist sie noch in dieser italienischen Phase?" Fragte Kimiko Hiroshi, der den Kopf schüttelte. "Nein, das glaube ich nicht. Sie ist jetzt lang genug in Japan. Sie spricht manchmal einfach gerne Italienisch."

Mika stieß ein Grunzen aus, legte den Kopf auf die Hand und schloss die blauen Augen.

Chieko hob wieder ihre Stimme. "Wie auch immer! Ich finde es einfach extrem respektlos ..." Zum Glück für den friedlichen Morgen aller wurde sie unterbrochen.

Satoshi war in der Halle erschienen und langsam fingen die Schüler an, die Klappe zu halten und ihre Aufmerksamkeit auf den fröhlichen Wohnheimsaufseher vor ihnen zu lenken.

"Guten Morgen allerseits!" Satoshi strahlte und lachte glücklich.

"Wie kann eine Person...zu jeder Tageszeit so begeistert von allem sein?..." Murmelte Mika leise.

"Hört mal her, Kinder. Dieses Privileg, zusammen zu essen und zu sitzen, unter demselben Dach zu leben und das Brot mit anderen zu teilen. Dies ist das Leben, dies ist eure bedeutungsvolle Jugend, die ihr in vollen Zügen genießen solltet, genau wie ich es damals getan habe. Das Wohnheim ist ein wunderbarer Ort, an den ihr euch hoffentlich immer erinnern werdet und den ihr auch nach dem Abschluss immer noch im Herzen tragen werdet. Aus tiefstem Herzen wünsche ich euch einen wundervollen Tag. "

‘Dieser Typ passt definitiv als Aufseher für dieses Wohnheim.‘ Dachte Kimiko. "Das sagst du uns im Grunde jeden Tag, Satoshi-san!" Rief Hideyoshi hinter ihr.

"Na gut, dann will ich euch nicht mehr zurückhalten." Lächelte Satoshi unschuldig. "Genießt euer Essen." Der Wärter des Wohnheims verschwand wieder in der Küche und kam einige Sekunden später mit einigen Tellern und Schalen zurück, die er zu Kimikos Tisch brachte.

"Da ihr eine Neue havt, habe ich für heute die Kochaufgaben für euch übernommen." Erklärte er das Offensichtliche und stellte das Essen auf den Tisch.

"Danke, Satoshi-san." Sang die Gruppe und mit einem Schmunzeln verließ Satoshi sie auch wieder und ging zu zwei sehr jung aussehenden Schülern, die alleine an einem abgelegenen Tisch saßen. Daisuke beobachtete ihn dabei. "Oh schau, das ist die erste Ankunft der 118. Generation."

"Wen interessiert das?" So etwas konnte nur von Hideyoshi kommen. "Lass uns essen."

"Danke für das Essen."

Sobald Kimiko den ersten Bissen nahm, war sie sofort überwältigt von der puren Köstlichkeit, Geschicklichkeit und Wirkung, die dieser eine Biss auf sie warf.

Es schmeckte großartig.

Kimiko war wirklich erstaunt über die absolute Perfektion auf ihrem Teller. Es erreichte auf jeden Fall das Niveau ihrer Eltern. Etwas zu dem sie nur ihren Onkel und ihre Tante fähig geglaubt hatte.

"Ah, ich liebe Satoshi-sans Küche." Schwärmte Chieko zufrieden. Hideyoshi nickte eifrig. "Es ist sicherlich ein gut gekochtes Gericht." Kommentierte Yasu.

Hiroshi sah Kimiko an. "Und? Was denkst du, Kimiko-san?" "Es ist fantastisch." Lobte Kimiko zwischen ihren Bissen. "Wirklich, ich bin angenehm überrascht."

Mika grinste. "Das muss nicht sein, Yukihiro. Unser Wohnheimsmütterchen, Satoshi-san, war doch einmal im Zehnerrat."

Ahnungslos sah Kimiko von ihrem Teller auf. "Zehnerrat?"

Ein weiteres dieser seltsamen Wörter, die jeder hier so beiläufig benutzte, als wäre es etwas Selbsterklärendes. Was war das andere Wort gewesen? Shotu...Shogo...Shoku-........... Meki?

Ihre Mitbewohner blinzelten verwundert, außer Yasu (na ja, vielleicht hat er das getan? Aber niemand konnte es mit Sicherheit sagen). "Der Zehnerrat." Sagte Hideyoshi mit einer verwirrten Stimme, als ob Kimiko nur gefragt hätte, welche Farbe Gras hat. Daisuke war ebenfalls überrascht. "Sag mir nicht, dass du sie nicht kennst?"

Kimiko schüttelte nur den Kopf. "Transferschüler, erinnert ihr euch?" "Sicher tun wir das, aber der Zehnerrat ist etwas, das man..nun ja... einfach weiß." Chieko beugte sich ein wenig vor, was dazu führte, dass ihre Brille ein wenig über die Nase rutschte. Sie schob sie schnell wieder nach oben und begann zu erklären.

"Totsukis Rat der herausragenden Zehn setzt sich aus den derzeit zehn talentiertesten Köchen der Totsuki zusammen. Verstreut sind sie zum Großteil im zweiten und dritten Jahr der Oberschule. Nur einmal hat es jemand aus der Mittelstufe geschafft in den Rat einzutreten. Der Rat ist jedenfalls das wichtigste Entscheidungsorgan der Schule neben der Direktorin selbst. Ein Sitz im Zehnerrat bringt viele Privilegien mit sich, die sich je höher der Sitz ist erweitern. Natürlich genießen sie alle großen Respekt, ewige Ehre in der kulinarischen Industrie und sogar die Lehrer müssen ihnen gehorchen. "

Nun, das klang für Kimikos Ohren sicherlich interessant. Sie bemerkte nicht, wie intensiv Mikas Augen auf ihr brannten und stellte ihre nächste Frage. "Also, der erste Platz ... ist im Grunde der Spitzenplatz?"

"Richtig." Yasu nahm einen Schluck von seinem Tee und wandte sich an Kimiko. "Es war im Grunde der erste Sitz, den du in deiner Rede beansprucht haben."

"Oh ok." Kimiko lachte lässig. "Schön, ein klareres Bild davon zu haben. Aber es klingt nach einem ziemlich beliebten Ort, kein Wunder, dass Mika-san mich sofort herausgefordert hat."

Mika zuckte bei dieser Aussage zusammen und stammelte. "Hast du meine Herausforderung überhaupt angehört?" Hiroshi seufzte.

Kimiko antwortete nicht auf Mika, sondern wollte mehr über diesen sogenannten Zehnerrat erfahren. "Aber wie bekommt man denn überhaupt den ersten Platz?"

"Shokugeki." Sagte der gesamte Tisch gleichzeitig.

Ach ja, das war das andere unbekannte Wort.

"Und das ist ...?"

"Das weißt du auch nicht?!" Platzte Mika heraus. "Es ist das, was wir eines Tages haben werden, erinnerst du dich?!" "Ah ja, du hast gesagt, du würdest mich zu einem herausfordern, oder?" Mika konnte es nicht glauben. Ihre Stimme wurde ziemlich weinerlich, als sie antwortete, absolut frustriert über Kimikos Mangel an Totuki-Wissen. "Genau!"

Kimiko zuckte die Schultern. "Entschuldigung, aber ich habe wirklich keine Ahnung davon."

Hideyoshi schüttelte den Kopf. "Oh je, oh je, Yukihira. Nun..." Er zeigte auf das schwarzhaarige Mädchen, das vor ihm saß. "... Marui, ich denke es liegt wieder an dir."

Chieko warf Hideyoshi einen bösen Blick zu, aber dann begann sie doch zu erklären.

"Shokugekis sind unsere Art, Konflikte hier zu lösen. Wenn man es sehr, sehr, sehr einfach formuliert, könnte man sagen, dass es sich im Grunde genommen um ein Kochduell handelt. Aber das Kochduell findet in einer Arena statt und ein bestimmtes Thema dafür wird ausgesucht."

Bei diesen Worten hatte sich bereits ein Grinsen auf Kimikos Gesicht ausgebreitet. Es wurde jedoch wieder ein wenig abgeschwächt als sie hörte, was als nächstes folgte.

"Du kannst jedoch nicht einfach herumlaufen und jeden herausfordern der dir im Weg steht. Ein Shokugeki tritt nur dann ein, wenn drei bestimmte Dinge gegeben sind. Erstens muss es einen Preis geben. Beide Parteien müssen bereit sein, irgendetwas im Fall eines Verlustes aufzugeben. Ebenso müssen sich die Parteien einig sein, dass ihre Einsätze gleichwertig sind. Beispielsweise kannst du keine Ausweisung von der Schule riskieren, nur weil du jemandes Hemd willst. Das ist nicht gleichwertig. Im speziellen Fall für einen Sitz im Zehnerrat. Nun ja, nicht einmal ein Schulrauswurf ist einen Platz im Rat gleichwertig! "

Okay, das waren keine so erfreulichen Neuigkeiten. Kimiko gefiel aber immer noch die Idee hinter diesen Shokugekis. Sie klingen nach viel Spaß.

Chieko beendete ihre Erklärung. "Die anderen Bedingungen, die gegeben werden müssen, sind, dass ein Mitarbeiter von Totsuki das Shokugeki als gültig anerkennen muss und dass eine ungerade Anzahl von Richtern organisiert sein muss. Und natürlich müssen sich beide Teilnehmer dem Shokugeki zustimmen. "

Kimiko pfiff. "Klingt gut."

‘Der erste Sitz ist also das, was ich doch hier erreichen muss, interessant, interessant. Diese Shokugeki-Sache klingt auch verlockend.‘

Und Kimiko würde eher dazu kommen, als sie gedacht hatte.

-.-.-.-

"Diese Anlage ist sicherlich riesig,  der bloße Gedanke, wieder den ganzen Weg zurück zum Wohnheim zu gehen, ist anstrengend!" Beschwerte Kimiko sich und schüttelte sich.

Sie ging gerade durch die riesigen Gänge von Totsuki zusammen mit Hiroshi und Mika, da die drei heute alle ihre Klassen beendet hatten.

"Ich könnte dich mit meinem Fahrrad mitnehmen ...", bot Hiroshi an. Neben ihm nahm seine Cousine einen Bissen von einem grünen Apfel. "Du solltest dir auch ein Fahrzeug besorgen, Yukihira." Sie warf ihren Pferdeschwanz hinter ihre Schulter und fügte stolz hinzu. "Wie ich zum Beispiel. Ich fahre Vespa."

Mika wollte Kimiko natürlich eifersüchtig sehen, aber alles, was sie bekam, war ein beeindruckter Blick, der ausrief. "Woah, wirklich? Klingt cool."

"Eigentlich macht Ibusaki-kun das auch." Warf Hiroshi mit einem Seitenblick zu Mika ein, die sofort schmollte.

Der Junge wandte sich wieder an Kimiko. "Aber Itoki-chan hat recht, der Campus ist ziemlich groß. Besonders wir vom Polarstern bekommen das zu spüren. Lass mich nachdenken ... meistens fährt Marui-san bei Ibusaki auf der Vespa mit... aber wenn sie alleine ist, benutzt sie Rollschuhe um vorwärts zu kommen. Sie hat sicherlich irgendwo ein Notfallpaar herumliegen, du könntest sie danach fragen. "

"Ich werde darüber nachdenken." Kimiko verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sie wollte das Thema wechseln. Plötzlich hörte sie schnelle Schritte und eine vertraute Stimme hinter sich.

"Ki - mi - ko!"

"Lola!" Rief Kimiko aus und drehte sich um.

"Nakiri Lola!" Platzten Mika und Hiroshi gleichzeitig heraus.

Die Tochter der Schulleiterin, die gerade vor ihnen ankam, war schließlich ein ziemlicher VIP.

Jetzt bog ein anderes Mädchen um die Ecke, weit hinter Lola. Sie ging viel langsamer und trug einen stoischen Gesichtsausdruck.

"U ... und nicht nur sie ..." stammelte Hiroshi, während Kimiko grinste. "Oh, und Mona ist auch da!"

Mona Nakiri sah ihrer Zwillingsschwester ziemlich ähnlich, sie wurden ja auch schließlich nicht umsonst "Zwillinge" genannt. Gleiche Größe, gleiche Brustgröße, gleiches unordentliches Haar, gleiche blasse Haut, gleiche Gesichtszüge und natürlich die gleichen und etwas bedrohlich leuchtend roten Augen. Sie trug sogar eine identische Ying-Yang-Halskette.

Es gab jedoch einen großen Unterschied.

Monas Haare waren weiß.

Daneben war die Strähne von Mona die etwas länger war auf der rechten Seite anstatt der linken. Mona trug auch, anders als ihre Schwester, die Uniform für Mädchen wenn auch ohne die Schleife und mit geöffneten Blazer.

Lola stemmte fordernd die Hände in die Hüften. "Mona, beeil dich! Wie kann ein Mensch so langsam sein?"

Mona machte sich nicht einmal die Mühe zu antworten und so seufzte Lola nur und konzentrierte sich wieder auf ihren Cousine.

"Nun, guten Tag Kimiko! Wie läuft das Leben in Totsuki? Noch wichtiger ist, wie läuft das Leben im Wohnheim?"

"Beides ganz gut, denke ich." Kimiko zuckte die Schultern und trat dann ein wenig zur Seite, um Mika und Hiroshi in Gänze zu präsentieren, die immer noch versuchten zu verstehen, warum Lola Nakiri mit ihnen sprach. "Apropos Wohnheim, diese beiden sind meine Mitbewohner. Aldini-Tadokoro Hiroshi und Mika Aldini. Sie sind Cousins."

"Freut mich, euch kennenzulernen!" Lola lächelte, während Mona endlich neben ihr ankam. Das weißhaarige Mädchen nickte den Viertel-Italienern nur zu.

"Ich ... das Vergnügen ist auf meiner Seite ..." Hiroshi verbeugte sich, während Mika hastig nickte. "Wisst ihr, Kimiko und ich sind auch Cousinen." Kündigte Lola mit Stolz an. "Zweiten Grades."

Mikas und Hiroshis Augen weiteten sich. Mona murmelte nur. "Sie ist auch meine Cousine."

Lola klatschte in die Hände. "Aber kommen wir zu dem Punkt, warum ich eigentlich hier bin, Kimiko ..." Sie grinste. "Ich möchte dir jemanden vorstellen."

Kimiko legte den Kopf schief, aber ihre Cousine zweiten Grades war wie immer zu ungeduldig für diese Welt. "Folge mir!" Befahl sie und begann den Flur entlang zu hüpfen.

Kimiko seufzte und lächelte entschuldigend in Richtung Mika und Hiroshi. "Nun, bis später." "S...Sicher ..." "...Wir sehen uns ..."

Mona winkte ebenfalls und drehte sich dann um, um Kimiko und Lola zu folgen.

Als das Trio weg war, ballte Mika ihre Faust.

"Sie sind Cousinen​​...", murmelte Hiroshi. "Das bedeutet ..."

"Ja!" Mika fuhr fast bitter fort. "Yukihira ist verwandt mit Hiraku-sa..." Ihr Kopf wurde rot und sie schüttelte ihn schnell. "...Ich meine...Yukihira-senpai."

Hiroshi schüttelte nur den Kopf über das Verhalten seiner Cousine. Aber er konnte nicht anders, als in die Richtung zu schauen, in die Kimiko verschwunden war.

Wirklich, wirklich; Eine erstaunliche Köchin war da mit Sicherheit in ihre Generation eingetreten.

-.-.-.-

"Gib mir einen neuen Kaugummi, dieser hat seinen Geschmack verloren!"

Harumi streckte ihre Hand aus und mied wütend den Blick des jüngeren Schülers. Der braunhaarige, junge Mann mit einem süßen, unschuldigen Gesicht, verziert mit Sommersprossen und großen blauen Augen, seufzte.

"Ich bitte dich Senpai, du kannst nicht einfach den ganzen Tag hier sitzen und wütend Kaugummi kauen. Das wird unser Image überhaupt nicht verbessern."

Das ältere Mädchen starrte ihn sofort wütend an.

Ihre scharfen, grünen Augen wollten Kaugummi und sie wollten ihn jetzt.

Kenshin Meade, Schüler der 116.Generation wusste es besser, als Harumi Tsujimoto, Schülerin der 114.Generation, noch mehr zu verärgern.

Also gab er ihr den zwölften, blöden Kaugummi des Tages und beobachtete, wie die Platinblondine ihn in ihren Mund warf und ihn mit diesem verärgerten, aber auch frustrierten Gesicht weiter kaute.

Es war wirklich ein trauriges Bild.

Aber zum Glück wurde es gestört.

"Hier bin ich! Um den Tag noch einmal zu retten!"

Rief Lola Nakiri als sie in den Raum krachte und Kenshin zuckte zusammen. Das schwarzhaarige Mädchen wurde natürlich von ihrer weißhaarigen Zwillingsschwester begleitet, die einfach nicht weniger gelangweilt aussehen konnte.

Es gab aber auch eine dritte. Eine Blondine, die sich mit verwunderten gelben Augen im Raum umsah.

Harumi hob eine Augenbraue. "Was liegt an?!" "Bitte rede nicht so respektlos, Tsujimoto-senpai!" Murmelte Kenshin in ihre Richtung. "Du benimmst dich immer mehr wie eine Gangsterbraut!"

"Nun, ich wollte dich meiner Cousine vorstellen ... Yukihira Kimiko." Sagte Lola einfach und zeigte mit einem Finger auf die Honigblondine.

"Yukihi....", flüsterten sowohl Harumi als auch Kenshin, aber Lola machte das nichts aus.

"Kimiko, ich habe dir von den Arbeitsgemeinschaften hier erzählt, oder?" "Ja, das hast du." Kimiko verschränkte die Arme. "Sie sind so ziemlich Totsukis Art von Schulklubs und beschäftigen sich mit detaillierten Untersuchungen zu bestimmten Landesküchen, Zubereitungsmethoden und so weiter."

"Genau!"

Lola breitete die Arme aus und zwitscherte. "Na dann, das ist die Arbeitsgemeinschaft für Französische Küche." Sie senkte wieder die Arme. "Da du französisches Essen liebst, musste ich es dir einfach zeigen."

Kimiko sah sich noch einmal um. "Die Küche sieht beeindruckend aus."

"GNH ..."

Die beiden wurden wieder auf Harumi aufmerksam gemacht, die von ihrem Stuhl aufgestanden war und ihre Faust geballt hatte, ihre Augen sahen zu Boden.

"Das ist die Präsidentin der AG, Tsujimoto Harumi. Erbin einer sehr bekannten französischen Restaurantfiliale." War alles was Lola sagen konnte, bevor Harumi anfing zu knurren.

"Nakiri Lola. Was soll das, wenn ich fragen darf? Warum ..." Sie stampfte mit dem Fuß auf den Boden und hob schließlich den Kopf, um ihre bittergrünen Augen zu zeigen. "... willst du mich an die Quelle meines Leidens erinnern? Willst du mich demütigen ?! Ich dachte du wolltest helfen ?!"

Lola neigt den Kopf wie ein kleines Kind, das gerade ein neues Wort gehört hatte. Kimiko warf Mona einen Blick zu und fragte sie schweigend, was los sei. Aber Mona war so emotionslos wie immer.

"Ich bin hier um zu helfen." Proklamierte Lola. "Kimiko ist die Schwester von Hiraku, ja." Es machte ihr nichts aus, wie Harumi bei der bloßen Erwähnung dieses Namens zusammenzuckte und wie Kenshin schnell zur Clubpräsidentin eilte, um sie davon abzuhalten sehr üble Worte zu gebrauchen. Lola fuhr nur lässig fort. "Wer könnte besser dafür sein euer Image wieder aufzubessern als die Schwester von Hiraku selbst?"

Zum ersten Mal war Harumis Gesichtsausdruck tatsächlich ein wenig milder.

Kimiko sprach. "Jetzt warte mal Lola, was ist hier eigentlich los?"

"Kimiko" Lola kicherte. "Ich bin froh, dass du gefragt hast. Nun, um es einfach auszudrücken. Tsujimoto-senpai hier wurde von deinem Bruder in einem Shokugeki geschlagen ... weißt du was diese Dinge sind?"

Kimiko nickte kurz. "Ja, ja sicher. Weiter."

"Nun, das Image der AG ist danach natürlich ein wenig gesunken." "Fünf Mitglieder sind bereits gegangen." Brachte Kenshin mit einem traurigen Ton herein.

"Und hier kommst du ins Spiel, meine liebe Cousine." Grinste Lola und zeigte auf das Mädchen, auf das sie sich bezog. "Als Hiraku‘s kleine Schwester bist du genau richtig dafür ein Shokugeki im Namen der Französisch AG auszuführen, um das Image wieder aufzupolieren! Bin ich nicht ein Genie?"

Kenshins Augen weiteten sich vor Erstaunen und er ließ seinen Senpai los, welche Lola genauso ansah wie er.

Kimiko schwieg eine Weile.

Unsicher wollte Kenshin fragen. "B ... Bist du damit einverstanden ... Yukihira-sen-" "Ich werde es tun." Unterbrach Kimiko.

Sie fing an zu grinsen und sah zu Lola. "Schön, dass ich so bald eine Chance für ein Shokugeki bekomme!"

Kenshin atmete erleichtert aus und Lola kicherte zufrieden. Mona stand so still wie immer da.

"Aber warte eine Minute." Harumi sprach plötzlich. "Dies ist immer noch meine AG! Nicht jeder kann hier einfach so reinspazieren wie er lustig ist."

Sie setzte sich wieder auf ihren Stuhl, zwirbelte ihre blonden Locken mit ihrem Finger und kreuzte auf elegante Weise ihre Beine.

"Zuerst musst du mir zeigen, was du drauf hast, Yukihiro Kimiko."

"Tsujimoto-senpai!" Lamentierte Kenshin verzweifelt, aber Kimikos Grinsen wurde nur breiter.

"Sicher, Senpai!"

"Nun, schön, schön!" Lola lächelte. "Dann werde ich das Shokugeki malo rganisieren!"

Fröhlich packte sie ihre Zwillingsschwester am Arm und zog sie aus dem Raum. "Habt Spaß!"

Sie schloss die Tür hinter sich und somit das Bild von Kimiko, die selbstbewusst in die Küche eilte und von den kritischen Augen von Harumi beobachtet wurde.

"Was bekommst du von ihr, um zu helfen?" Fragte Mona sofort, da sie von niemandem mehr gehört werden konnten.

Lola kicherte noch einmal. "Sehr schöne Ohrringe, eine noch schönere Messertasche und natürlich ein paar Kochutensilien. Nichts allzu großes, aber trotzdem nett. Ich habe diese Aufgabe zum Großteil übernommen um Hiraku ein wenig zu foppen."

Monas neutrale, kühle Stimme wurde plötzlich ziemlich scharf.

"Und du kannst nicht einfach mal so etwas Nettes für anderen machen ... weil?"

Lola blieb auf ihrem Weg stehen. Ihre Schwester hinter ihr auch.

Sie übernahm den scharfen Ton ihres weißhaarigen Zwillings.

"Wie oft muss ich es dir sagen, Mona?"

Lola drehte ihren Kopf nur zur Hälfte, damit sie die fast herausfordernde Augen ihrer Schwester begegnen konnte.

"Es ist essen oder gegessen werden in dieser Welt."

Damit konzentrierte sie sich wieder nach vorne und begann sich zu bewegen.

''Nette Leute' halten nicht lange darin. "
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast