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Shokugeki no Kimiko (Deutsch)

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Mix
Erina Nakiri OC (Own Character) Soma Yukihira
01.08.2020
07.09.2020
18
106.289
4
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22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.08.2020 7.212
 
"Was für eine wundervoller Anblick!"

„Ihr beim Kochen zu zusehen, erinnert daran sich anzusehen wie ein bekannter Geiger eine Stradivari spielt! Oder einen berühmten Maler, der seinen Pinsel über die Leinwand führt. Es ist wirklich die pure Eleganz und Geschicklichkeit."

"Ich kann es kaum erwarten, bis die nächste Portion fertig ist, ich möchte ihr Gericht so unbedingt probieren !"

Die Menge, die sich um Kaori Hayamas Station versammelt hatte, beobachtete das Mädchen bei der schnellen Vorbereitung der nächsten Portion, da ihre Teller schnell verschwanden.

Kaoris Augen waren voll von Fokus und es gab nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sie die Konzentration verlieren würde, wegen all des lauten Geredes voller Lob und Achtung, das ihr gewidmet war, um sie herum. Nein, ihr ganzes Wesen hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das letzte ihrer Omeletts fertigzustellen, um sie danach auszuteilen.

"Hier kommt die nächste Portion, vielen Dank für Ihre Geduld." Sprach sie dann, als sie die Tabletts ausstellte. Sofort wurden die Gäste von einem äußerst betörenden Zimtaroma attackiert, das ihnen das Gefühl gab, es würde sich um sie wickeln und sie in einer liebevollen Umarmung aufwärmen.

Augen leuchteten auf, Kinder strahlten aufgeregt, ungeduldige Hände griffen nach den Tellern.

Nach nur einem Bissen fingen Erwachsene und ältere Teenager schon fast an zu funkeln, als Erinnerungen an ihre Jugend sich über sie ergossen. Sie verspürten den Drang, rauszulaufen und eine Partie Fangen oder Verstecken zu spielen. Die Kinder, die eifrig ihr Frühstück aufgegessen hatten, waren diejenigen, die eben diesen Drang laut äußerten, als sie mit einem heftigen Schuss Energie erfüllt herumsprangen.

"Ich fühle mich als könnte ich zu einem professionellen Boxer in den Ring treten!"

"Erstaunlich! Zu denken, dass ich vorher noch so müde war! Das fühlt sich jetzt wie eine ferne Erinnerung an!"

"Es ist so exquisit ..."

"Es ist so mächtig!"

Kaori verbeugte sich leicht, eine Fassade bescheidener Hingabe an die Gäste, wenn sie es eigentlich war die geradezu vor Adel und Macht strahlte. "Ich bin froh zu hören, dass Sie mein 'Zimt-Joghurt-Apfel-Omelett' genießen. Ich werde sofort anfangen mehr vorzubereiten."

Bevor sie sich jedoch umdrehte, nahm sich Kaori zu ihrer eigenen Überraschung eine Sekunde, um Zeit zu verschwenden und zu versuchen, einen Blick darauf zu werfen, wie die Dinge hinter den Massen von Menschen aussahen, die sich vor ihr aufstellten. Sie erhaschte einen leichten, glücklichen Blick darauf, wie leer und am Boden zerstört die andere Seite der Halle war. Fast wie eine Stadt in einem Apokalypse-Film, in dem die gesamte Zivilisation ausgelöscht war.

Dann nahm sie eine schnelle, elegante Wendung und begann mit der Zubereitung weiterer Köstlichkeiten. Und während sie anfing Eier zu knacken, ertönte eine Stimme in ihrem Kopf.

"Ich sehe das nur als eine gute Gelegenheit ... um dir zu zeigen, wozu ich fähig bin!"

‚Ich hoffe du verstehst jetzt, dass du keine bist, die ich fürchten muss, Yukihira.‘ Dachte Kaori bei sich.

‚Die Geschichte wird sich nicht wiederholen. Ich bin die Jahrgangsbeste. Die Spitze des 115. . Und eines Tages die Spitze von ganz Totsuki.‘

Pünktlich wurde ihr Sieg über Kimiko und die gesamte Generation an sich von Gins dröhnender Stimme laut angekündigt.

"Hayama Kaori, 200 Portionen komplett."

- -

Der Vierzehnte Teller - Ein siegreicher Karneval

- -

Drüben in Halle B ballte Mika ihre Faust, als die erste Ankündigung gemacht worden war. "Verdammt, dieser Heliumballon hat es geschafft, uns alle wieder einmal zu übertreffen. Aber warte nur, ich bin dicht hinter dir!"

Yasu nahm ihren grimmigen Ausdruck zur Kenntnis und sprach nach ein bisschen Zögern. "Yukihira wurde noch nicht angekündigt, oder?" Sein Lächeln wurde ein wenig größer. "Außerdem musst du mich auch noch übertreffen." Er wurde sofort mit einem herausfordernden Grinsen empfangen. „Na dann schnall dich mal an, Ibusaki!"

- -

Währenddessen hatte die normalerweise so lustige und unerschütterliche Kimiko Yukihira einen ungewöhnlich starken Drang, sich die Haare auszureißen, als das massive Gefühl der Frustration, das ihr eher unbekannt war, sich in ihr breit machte.

Sie hat verloren.

Sie hatte Kaori herausgefordert und verloren.

Vor allen anderen hatte Kaori ihre 200 Portionen vollendet und Gins Ankündigung von eben jenem Fakt hatte noch einmal für alle klar gestellt, wer an der Spitze der 115. Generation stand. Aber sie hatte die Aufgabe nicht nur schneller erledigt als Kimiko, nein. Kaoris Überlegenheit war auch noch das was Kimiko beim Erreichen ihres Ziels behinderte. Kaori’s Gericht stahl Kunden und Aufmerksamkeit und ließ Kimiko in einem Ödland zurück.

Und lasst mich sagen, das schmeckte bitter.

Kimiko war keinesfalls jemand, der viel fluchte. Schließlich war weder ihr Vater, ihre Mutter noch ihr Großvater jemand, der diese Art von Sprache sehr oft benutzte. Aber in dieser Situation konnte sie einfach nicht anders als zu murmeln. "Scheiße." Ihre Faust schlug auf die Küchentheke.

Um sie herum hörte sie die geteilte Frustration.

"Kaori-samas Stand vertreibt alle Richter."

"Es ist hoffnungslos."

"Sie schauen nicht einmal in unsere Richtung."

"Das ist es ... das ist der Tag, an dem ich endlich aussteige."

Langsam und unbarmherzig tickte der riesige Timer, der in die Halle gehängt wurde, eine unheimliche Erinnerung an ihre hoffnungslose Situation.

Kimikos Augen wanderten zu ihren ausgelegten Tellern und den unberührten Essen.

Es musste etwas geben, das sie tun konnte. Dies konnte nicht das Ende sein.

Auf keinen Fall würde ihr Ende so ... erbärmlich sein.

Aber andererseits ... was genau konnte sie tun?

In diesem Moment dröhnte Gin Dojimas Stimme erneut durch die Hall. "Nakiri Lola, 200 Portionen abgeschlossen. "

Langsam drehte Kimiko ihren Kopf zu dem Lautsprecher, der ihr am nächsten war. Als ihr Verstand die Informationen verarbeitete, die sie gerade gehört hatte, entzündete sich ein kleiner Funke in ihr.

Nur eine Minute später wurde der Lautsprecher wieder aktiviert. "Mika Aldini, 200 Portionen komplett!"

Kimiko fühlte sich anspannen, als die Worte über sie schwappten und das Feuer in ihr wie Benzin befeuerten. Erinnerungen an gestern begannen sich in ihrem Kopf zu wiederholen.

"Natürlich wird mein Gericht deins auch übertreffen, Kimiko ~"

"Yukihira! Vergiss meine Herausforderung besser nicht! Ich erwarte, dass du alles in dein Gericht steckst!"

Jetzt war es nicht nur Kaori, die sie übertroffen hatte, sondern auch Lola und Mika. Und was nur ein kleiner Funke gewesen war, hatte sich zu einem großen, tobenden Feuer entwickelt, das einen ganzen Wald niederbrennen konnte.

Okay, das reicht.

Nicht mehr hier stehen und schmollen

Sie konnte nicht hier stehen und erbärmlich aussehen, während ihre Rivalen, denen sie eine gute Show versprochen hatte, Erfolge erzielten.

"Mein Name ist Yukihira Kimiko. Tochter von Yukihira Soma und Erina. Zukünftige Besitzerin des Yukihira-Restaurant, bekannt für seine Exzellenz, Innovationskraft und gelegentlichen Wunder. Wenn es jemanden gibt, der diese Situation herumdrehen kann, bin ich es."

Sie hob wieder den Kopf, das neu entdeckte Feuer brannte in ihren goldenen Augen, als sie ihre brauen entschlossen runzelte.

Ihr Blick wanderte zurück zu ihren Gerichten und sie begann nachzudenken. Es war offensichtlich, dass sie nicht so weitermachen konnte, wie sie jetzt waren, da sie in diesem Zustand nicht mit Kaoris Gericht konkurrieren konnten. Also musste sie die Schwachstellen identifizieren und einen Weg finden, sie zu verbessern. Dazu beugte sich Kimiko noch näher und inspizierte ihre Arbeit.

Nach ein paar Sekunden wurde ihr klar: Sie sahen einfach und schlicht aus. Mit Sicherheit lecker, aber immer noch wie ein normaler, durchschnittlicher Okonomiyaki im Hiroshima-Stil. Etwas, das man auch woanders bekommen würde. Nicht wie eine besondere Kreation eines Schülers der berühmtesten Kochschule Japans.

Was sie besonders machte, Kimiko’s durchdachtes Spiel mit Gewürzen, würde man erst bei der Verkostung realisieren. Aber damit sie überhaupt zum kosten kommen, wurde Kimiko klar, dass sie sie etwas interessanter aussehen lassen musste. Sie begann sich das Kinn zu reiben. Was konnte sie dagegen tun?

Sie ließ ihren Blick durch den Saal schweifen, um das Publikum aufzunehmen, mit dem sie es zu tun hatte. Es war eine breite Mischung aus Rentnern, Erwachsenen und Kindern unterschiedlichen Alters. Bei näherer Betrachtung bemerkte Kimiko, dass viele der Ältesten zu den Ständen in der Nähe von Kaori gingen, vermutlich zu erschöpft, um in der Schlange zu warten. Und dann waren da noch die Kinder. Bekannt für ihre junge Ungeduld, sprangen viele von ihnen herum oder raubten ihre Eltern mit lautem Jammern darüber, wie lange sie noch warten mussten den letzten Nerv. Nicht wenige hatten sich Plüschtiere mitgebracht und spielten mit ihnen.

Dann klickte es in Kimikos Kopf.

Mit einem selbstbewussten Grinsen griff Kimiko nach ihrem Messer und mit einer Geschwindigkeit, die für das menschliche Auge kaum zu verarbeiten war, begann sie zu schneiden.
In nur wenigen Sekunden hatte das Mädchen Änderungen an ihren Okonomiyakis vorgenommen: Anstelle eines einzigen großen Stücks mit drei Eiern waren auf den Tellern jetzt drei kleine Stücke, von denen jedes nur ein Ei hatte. Aber es gab noch einen anderen Haken: Die kleinen Stücke hatten alle unterschiedliche Formen. Man konnte Blumen sehen, den Kopf eines Bären, Herzen, Sterne oder den Kopf einer Katze.

Kimiko grinste für sich. Jetzt musste sie nur noch die Aufmerksamkeit eines der jüngeren Prüfer auf sich ziehen und alles sollte klappen.

Sie richtete ihren Blick wieder auf die Leute in der Halle und beobachtete insbesondere die Kinder.

In dem Moment, als Gins Stimme ankündigte, "Nakiri Mona, 200 Portionen komplett“, war Kimiko in der Lage, den Blick eines kleinen Mädchens mit einer gelben Plüschente zu fangen, das ihr Kuscheltier so fest an ihre Brust geklemmt hielt, als ob ihr Leben davon abhängen würde. Sie sah schüchtern und unsicher aus. Ihre blauen Augen weiteten sich überrascht, als sie sich mit Kimikos goldenen trafen.
Kimiko handelte schnell und schenkte ihr ein warmes Lächeln, begleitet von einem leichten, freundlichen Winken.

Mit einem Anflug von Neugier und Ermutigung kam das Mädchen langsam etwas näher, um zu sehen, was die freundliche Frau denn servierte.

"Hallo!" Grüßte Kimiko, als das Mädchen nahe genug war. Sie deutete auf die Plüschente im Arm des Mädchens. "Magst du Enten?"

Die Augen des Mädchens wurden bei dieser Frage etwas größer, bevor sie das angesprochene Plüsch betrachtete, während sie rot wurde. "Icj..."

Kimiko schmunzelte. "Du musst nicht so schüchtern sein, aber wenn du Enten magst ... habe ich etwas für dich." Sie nahm einen der Teller, die vor ihr aufgereiht waren, und hielt ihn in die Luft. Die Formen der drei Okonomiyakis-Stücke, die sich auf dem Teller befanden, den sie auswählte, waren ein Herz, ein Mond und eine Ente.

"Hier, schau." Sprach Kimiko und präsentierte ihr die drei dampfenden Okonomiyakis. In dem Moment, als das Mädchen das entenförmige sah, leuchteten ihre Augen auf und sie machte automatisch noch ein paar Schritte vorwärts. "Es ist eine Ente!"

"Richtig!" Kimiko lachte. „Hoffentlich macht es dich glücklich!"

Das Mädchen nahm den Teller vorsichtig von Kimikos Händen, ihre Augen waren immer noch rund wie Schneekugeln. "Danke für das Essen ...", murmelte sie schüchtern, bevor sie plötzlich weglief.

Aber Kimiko behielt ihr selbstbewusstes Lächeln bei, sie war sich sicher, dass sie bekommen hatte, was sie wollte.

Und sie hatte recht.

Einige Minuten später kehrte das Mädchen zurück, aber nicht allein. Ihr folgten ein paar Erwachsene, von denen Kimiko vermutete, dass sie ihre Eltern waren, sowie ein Junge, der drei oder vier Jahre älter war als sie. Ekstatisch zeigte das Mädchen auf Kimiko und die Eltern folgten ihrem Finger.

"Unsere Tochter war sehr aufgeregt über das Gericht, das du ihr gegeben hast." Erklärte der Mann, während die Frau ihren Blick über die ausgelegten Teller schweifen ließ und schwärmte. "Wie süß sie alle aussehen!" Der kleine Junge kam angerannt und zeigte mit strahlenden Augen auf einen bestimmten Teller. "Das sieht aus wie ein Bär!"

Kimiko nickte nur. „Hoffentlich macht es Sie alle glücklich!"

Die Familie musste sich das nicht zweimal sagen lassen und flink nahmen sie alle einen Bissen.

Sie hatten das Gefühl, mit jedem der drei Okonomiyaki-Stücke mit den verschiedenen Gewürzen, auf ein anderes Fahrgeschäft, in einem schillernden Vergnügungspark teleportiert zu werden: erstens die Achterbahn, zweitens die Autoscooter und zuletzt das Riesenrad. Alles um sie herum funkelt warm und wo immer sie hinschauten, sahen sie niedliche Tiere oder andere entzückende Motive, die sie mit Freude und Glück erfüllten.

Zufrieden atmeten alle drei sofort tief durch, bevor die Komplimente aus ihnen geradezu heraussprudelten.

"Das hat... unglaublich geschmeckt!"

"Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein so gutes Okonomiyaki gehabt zu haben!"

"Kann ich noch einen Teller bekommen, Mama, Papa?!"

Und während sich ihre Tochter mit dem Entenplüschtier dem Gespräch anschloss, nahmen einige Leute im Hintergrund die begeisterten Ausrufe der Familie zur Kenntnis.

Erst wenige, dann immer mehr setzen sich in Bewegung. Kinder rannten praktisch darauf zu, als sie von den Motiven hörten. Und sie wurden nicht enttäuscht, was an ihrem aufgeregten Geplapper und den leuchtenden Augen zu erkennen war.
Die Stimmen um Kimiko vervielfachten sich mit jeder Sekunde und immer mehr Komplimente und Lob erreichten ihr Ohr.

Auf der anderen Seite der Halle bemerkte Kaori schließlich, dass ihre Menge schrumpfte. Ihre Stirn runzelte sich, als sich ihre Brauen sofort zusammenzogen. Sie konzentrierte ihren scharfen Blick auf ihre Umgebung und es dauerte nicht lange, bis sie den Magneten fand, der ihre Gäste wegzog.

Ihre braunen Augen weiteten sich leicht, während ihre Brauen nur noch mehr nach unten sanken. Eine Frau, die besonders nahe an ihrem Stand stand, würde später schwören, dass sie Kaori murmeln hörte. "Auf keinen Fall."

In der Zwischenzeit kochte Kimiko wieder und hatte endlich auch einen Grund dazu, da ihre Teller von hungrigen Händen eifrig weggenommen wurden. Sie hörte ein verzaubertes Aufkeuchen und ehrfürchtige Worte um sich herum, als die Menge ihren präzisen und talentierten Umgang mit Küchenwerkzeugen beobachtete.

"Sie ist so schnell ..."

"Ich hätte eine Stunde alleine gebraucht, um auch nur einen Okonomiyakis zu machen."

"Mit einem Messer so erfahren und geschickt zu sein! Unglaublich!"

In kürzester Zeit hatte Kimiko ein neues Tablett vorbereitet, das mit Okonomiyakis in verschiedenen Formen bestückt war. "Los geht's! Danke fürs Warten!"

Jubel und Klatschen brachen aus der Menge hervor, bevor ihre Hände schnell nach den Tellern vor ihnen griffen.

"Die Situation in Halle A hat eine interessante Wendung genommen." Kommentierte Gin Dojima im Beobachtungsraum. „Das hat sie sicherlich." Stimmte ihm der Typ neben ihm zu. "Yukihira Kimiko ist ihr Name! Ich kann nicht glauben, dass ich sie nicht früher auf meinem Radar hatte! Letztes Jahr war doch ein Kerl mit dem gleichen Nachnamen hier. Ein absolut herausragender junger Mann mit einem unvergleichlichen, außergewöhnlichen Geschmackssinn. " Eine andere Stimme sprach. "Jetzt wo du es sagst! Ich erinnere mich auch. Verdammt, wir hätten uns diese Überraschung wirklich ersparen können." "Ich bin nicht überrascht." Meinte Gin nur, was zu einem überraschten Aufschrei hinter ihm führte. "Ernsthaft?"

Gins weise, graue Augen blieben nur auf den honigblonden Teenager gerichtet, der in seinem Fokus war, seit er sie am ersten Tag des Trainingscamps gesehen hatte und die nun auf einem der Monitore präsentiert wurde. "Ich hatte das Gefühl, dass dieses Mädchen nicht so leicht aufgeben kann." Er konnte das kleine Grinsen auf seinen Lippen nicht unterdrücken. "Ich nehme an, das liegt ihr einfach nicht im Blut."

In der Zwischenzeit hatte Kaori sich wieder auf das Kochen konzentriert. Weil sie musste, sagte sie sich. Sicherlich nicht, um sich von dem Anblick von Kimiko abzulenken, die sich auf der anderen Seite der Halle hervorgetan hat.

‚Ich habe sowieso schon gewonnen.‘ Erinnerte sie sich in ihrem Kopf. Trotzdem konnte sie nicht anders, als die Zähne zusammenzubeißen.

Es war ein Anblick, der bei Kimiko eine kleine Freude ausgelöst hätte, wenn sie ihn gesehen hätte. Aber es gab keine Möglichkeit für sie, dies zu tun, wenn man bedenkt, dass sie zu weit weg war, aber auch viel zu beschäftigt damit, mehr Okonomiyakis vorzubereiten.

Der Timer an der Wand zählte die verbleibende Zeit herunter, aber es belastete Kimiko nicht im geringsten, da die Konzentration in ihren gelben Augen blieb, während ihre Hände keine Anzeichen von Erschöpfung zeigten, aber ihre Geschwindigkeit beibehielten.

Bald schon…

- -

"Ibusaki Yasu, 200 Portionen komplett."

Auf Yasus Gesicht war jedoch kein Anzeichen von Erleichterung zu sehen, als sein Name angekündigt wurde. Vielmehr ballte er seine Faust und murmelte. "Ich war viel zu langsam."

Bevor er jedoch im Kopf durchgehen konnte, was er falsch gemacht hat, zog Mika an seinem Ärmel. Als er den Kopf drehte, schwor er, er könne ein Feuer in ihren Augen sehen, das ihn an die feurige Sonne denken ließ, die sich an einem heißen Sommertag in den blauen Ozeanen Italiens spiegelte. "Lass uns nach Yukihira suchen, Ibusaki!"

Hinter seinem Pony blinzelte Yasu.

Er war im Allgemeinen sehr aufmerksam und nahm relativ schnell Details über die ihn umgebenden Menschen auf. Doch selbst ein Idiot würde bemerken, wie ernst Mika ihre neu entdeckte Rivalität mit Kimiko Yukihira in kurzer Zeit nahm. Sie musste die ganze Zeit Feuer und Flamme darauf gewesen sein, die Situation ihrer Rivalin zu überprüfen, seit sie ihre 200 Portionen vor einiger Zeit beendet hatte.

Und doch hatte sie auf ihn gewartet, schloss Yasu in seinem Kopf.

"Natürlich ... natürlich." Stimmte er mit einem leichten Stottern in seiner normalerweise so gefassten und ruhigen Stimme zu. Dann wurde er auch schon mitgezogen.

- -

"Marui Chieko, 200 Portionen komplett."

Als Chieko ausatmete, blies sie für eine Sekunde Teile ihres dunklen Pony nach oben. "Meine Güte. Endlich." Sie ballte ihre zarte Faust als kleine, persönliche Feier für ihren Sieg, lächelte zufrieden und stolz auf sich.

Doch schon bald hatte sie ihre Hände in den Hüften und das typische Stirnrunzeln im Gesicht, als sie klagte. "Aber jetzt mal wirklich, was für eine Art von Aufgaben geben die da oben uns jungen, verletzlichen Teenagern?! Dieses Camp dient mehr Inspiration für einen Horrorfilm als alles andere!"

- -

"Hojo Takayuki, 200 Portionen abgeschlossen."

"Hmpf, hat lange genug gedauert." War Takayukis erste Reaktion. Kazuo in seiner Nähe erklärte. "Du sagst es so, als ob es die Schuld des Gastes ist, dass du so lange gebraucht hast." Sein berühmtes Lächeln wuchs leicht. "Wie wäre es, wenn du versuchen würdest herauszuarbeiten, was du besser hättest machen können?"

Takayuki ärgerte sich. „Niemand hat gefragt, Mimasaka. Du fängst an, wie deine große Schwester zu klingen." „Für welche du sehr großen Respekt hast." "Ich meine -! Ja! Aber -!" Takayuki stöhnte ein letztes Mal und verdrehte die Augen. Kazuo kicherte, liebevoll. In diesem Moment war Gins Stimme wieder zu hören.

"Mimasaka Kazuo, 200 Portionen komplett!"

Kazuos Gesicht hellte sich intensiv auf und er klatschte in die Hände. "Yay! Ich bin froh, dass sie meine Kost genossen haben!"

Während Kazuo ein wenig vor sich hin lachte, fing Takayuki an, sich am Kinn zu kratzen. „Jetzt wo ich so darüber nachdenke... ich habe Yukihiras Namen noch nicht gehört."

"Du hast recht!" Rief Kazuo. "Oh, ich hoffe Kimiko-chan geht es gut!"

"Pfah!" Takayuki verschränkte die Arme. "Ich habe sie besiegt, das bedeutet es!"

"Komm schon, Takayuki-kun. Du machst dir Sorgen." "MIMASAKA"

- -

"Aoki Daisuke, 200 Portionen abgeschlossen." "Kawashima Hideyoshi, 200 Portionen abgeschlossen."

"WARUM WURDE DIESER VERLIERER VOR MIR ERWÄHNT?"

"Vielleicht, weil ich vor dir fertig bin!"

"Ich weigere mich, dies zu akzeptieren!"

"Fufu ~", gluckste Lola. „Das wundert einen ja, warum diese beiden noch nicht zusammen moderiert haben. Sie sind sehr unterhaltsam ~." Monas Antwort darauf war wie immer unverblümt. "Wenn du so daher redest, klingst du wie ein Sadist."

Aber Lola kicherte nur weiter, als Hideyoshi und Daisuke hin und her schwankten, während sie sich gegenseitig an den Kragen packten.

"Kimikos Name wurde noch nicht erwähnt." Sagte Mona dann. "Ich habe erwartet, dass sie eine der ersten ist."

- -

"Komm schon, Ibusaki! Wir sind fast da." Kündigte Mika an, als sie und Yasu durch die Gänge rannten. Yasu wollte gerade sagen, wenn er es nicht besser wüsste, würde er denken, dass sie sich Sorgen um Kimiko macht, aber am Ende verkniff er sich diesen Kommentar dann doch.

"Hiroshi wurde aber auch noch nicht angekündigt." Sprach Mika plötzlich, als ihre Brauen sich zusammenzogen. "Ich bezweifle nicht, dass er es schaffen kann, ich frage mich nur, warum er so lange braucht ..."

Sie warf die Tür zu Halle A auf und trat in die Halle. Yasu folgte ihr und hatte Probleme, wegen des abrupten Stopps Mikas nicht über Mika zu stolpern. Gerade als das Paar ankam, erfüllte Gins Stimme die Hallen.

"Yukihira Kimiko, 200 Portionen abgeschlossen."

Mikas Augen wurden ein wenig größer, als sie schnell die Umgebung scannte. Zuerst erblickte sie Kaori Hayama, die wie immer resigniert und unbekümmert aussah. Wenn Mika sie jedoch möglicherweise noch ein bisschen länger im Auge behalten hätte, hätte sie vielleicht bemerkt, dass Kaori genervt ihre Lippen zusammenpresste. Aber Mika ließ ihre Augen bereits weiter zum nächsten Ende der Halle wandern. Und dort  sah sie dann Kimiko breit grinsen.

"Also geht es ihr gut." Sagte Yasu hinter ihr, während Mika bereits auf Kimikos Stand zu sprintete.

Das sehr vertraute "Yukihira!" erreichte Kimikos Ohren, und sie drehte ihren Kopf in die Richtung, aus der es gekommen war und rief. "Mika-chan! Was machst du hier?" Aber statt einer Antwort erhielt sie einen Vortrag. "Was hast du so lange gebraucht?! Du weißt, wir hatten einen Wettbewerb, oder? Nimm das hier gefälligst etwas ernster-"

Mika wurde von Gins Stimme unterbrochen. "Aldini-Tadokoro Hiroshi, 200 Portionen abgeschlossen."

Kimiko lächelte und sah zu den Lautsprechern auf. "Jetzt hatte jedes Polarstern-Mitglied seine Ankündigung." Mika zog jedoch nur eine Augenbraue hoch. „Bei Hiroshi dauerte es viel länger als ich erwartet hatte. Ich sollte ihn fragen, ob es irgendwelche Komplikationen gab. "

Yasu erreichte schließlich die beiden Mädchen und hob eine Hand. "Herzlichen Glückwunsch, Yukihira." Während Mika den Kopf drehte, nickte Kimiko ihm zu. „Das Gleiche an dich."

Trotz des Lächelns konnte ein Teil von Kimiko nicht anders, als bitter zu bleiben, wenn man bedenkt, wie spät ihre Ankündigung gemacht worden war. Als Mika und Yasu sich ein wenig unterhielten, konnte sie nicht anders, als in die Richtung von Kaoris Stand zu schauen, während sie ihre Fäuste ballte.

Ein paar Minuten später zeigten die Timer an den Wänden nichts als Nullen und eine Glocke läutete durch die Hallen, gefolgt von einer Mischung aus Seufzern der Erleichterung und Schreien der Frustration.

"Damit ist die Frühstücks-Challenge abgeschlossen." Sprach Gin mit angemessener Schlussstimme.

"Das war mit Sicherheit interessant." Überlegte er dann und hielt das Mikrofon außer Reichweite. "Ich würde sagen, die diesjährige Generation scheint in der Tat eine ganz besondere zu sein."

In der Zwischenzeit hatte Kaori bereits die Halle verlassen und wollte keine Zeit mehr darin verbringen. Außerdem hatte sie im Moment keine Nerven für einen möglichen Augenkontakt mit Kimiko und verstand nicht einmal wirklich warum. Sie hat gewonnen, nicht wahr? Warum war sie so frustriert?

Als sie jedoch um die Ecke bog, erhielt sie eine Antwort darauf, als sich Nachrichten wie ein Lauffeuer verbreiteten und aufgeregtes Flüstern ihre Ohren erreichte. "Hast du gehört? Nur zwei Leute aus Halle A sind durch!" "Wirklich? Das ist aber hart!" "Aber willst du wissen wer es war? Hayama Kaori und Yukihira Kimiko." "Oh mein ..." "Kimiko-sama macht ihrem Namen bisher alle Ehre, würde ich sagen. Was denkst du ...? Ist das nicht alles ziemlich vertraut-"

Die Fortsetzung des Satzes verfing sich in der Kehle des Mädchens, als ihre Augen zur Seite wanderten und Kaori Hayama selbst dort stehen sahen. Ihr Gesichtsausdruck sah aus, als hätte sie gerade den Mord an einem geliebten Menschen miterlebt und hatte nun nichts anderes als Rache im Kopf. Das andere Mädchen, mit dem sie gesprochen hatte, zog eine verwirrte Augenbraue hoch und wunderte sich über den plötzlichen Abbruch ihres Gesprächs. Als sie dem Blick ihrer Freundin folgte, wurde sie jedoch auch blass. Schnell zogen sich die beiden zurück.

Kaori ballte ihre Faust. Ihr Blick war vergleichbar mit einem geschärften Messer.

Ihre Hände gingen dann hastig über ihren Rock und glätteten ihn. Sie fixierte ihre Haltung und ging weiter.

- -

- Der nächste Tag -

Es war spät am Abend und die 115. Generation hatte sich in der Lobby des Totsuki Resort Hotels versammelt. Es war auch der letzte Tag des Trainingscamps und man musste kein besonderes Auge haben, um zu bemerken, dass die Anzahl der Studenten seit dem ersten Tag geschrumpft war.

Die verbliebenen waren größtenteils erschöpft und trugen miserable Gesichtsausdrücke, da sie nur noch nach Hause wollten.

Hiroshi sah sich um, um den Schaden aufzunehmen, den die harten Aufgaben in den letzten Tagen angerichtet hatten. Sein Herzschlag beschleunigte sich ein wenig. Neben ihm begrub Mika Kimiko in einem Wortschwall. "Du solltest dich besser auf ein formelles Shokugeki vorbereiten, wenn wir zurück sind, Yukihira. Ich kann nicht glauben, dass das Trainingscamp uns keine Chance auf ein zufriedenstellendes Match gegeben hat." Kimiko grinste nur. "Ich werde mich darauf freuen, Mika-chan."

Kimiko hatte viele brennende Augen auf sich und Flüsterei mit dem Wort "Kimiko-sama" ging durch die Menge, die die Schüler des Polarsterns umgab. Aber wie immer ignorierte sie das hervorragend.

Chieko war in einen der schwarzen Sessel gesunken, die herumstanden und rieb sich die Stirn. "Worum geht es jetzt hier wieder? Ich will doch nur schlafen. Ist das etwa zu viel verlangt?!“ Yasu, der neben ihr im Sessel saß, blätterte durch den Zeitplan, um seiner besten Freundin eine Antwort zu geben. "Es scheint, dass heute Abend nichts aufgelistet ist." Kommentierte er dann nach einem gründlichen Studium des Papiers in seiner Hand.

Chieko setzte sich abrupt auf, als Erinnerungen in ihren Gedanken aufblitzten. "Auf keinen Fall! Als das letzte Mal nichts aufgelistet wurde, haben sie uns den Schlaf geraubt!"

In diesem Moment trat Gin Dojima mit einem Mikrofon in der Hand vor die Menge von Schülern. "Ich sehe, dass ihr alle den Weg in die Lobby gefunden habt." Alle drehten sich um, eine große Anzahl von Schülern hatte Angst in den Augen, als die Nostalgie der Frühstücks Challenge sie überflutete.

"Wir werden gleich darauf eingehen, warum wir euch hierher gerufen haben." Gin fuhr fort. "Aber bevor wir das tun, möchte ich mit euch über etwas sprechen. Möglicherweise habt ihr es bemerkt, aber 429 Studenten sind raus. Ich weiß ziemlich gut, dass eine solche Anzahl von Ausweisungen kein Standard an anderen Schulen ist und dass es ein Schock sein kann, das zu hören. Aber um ehrlich zu sein, der Grund, warum ihr alle hier in einer Reihe steht, ist, dass ihr dem Leben eines Kochs nachjagen möchtet. Als jemand, der seit vielen Jahren lebt und ein Teil des kulinarischen Geschäfts ist, glaubt mir bitte, dass diese Art von Leben nicht immer einfach ist. Das Überleben in der Welt der Kulinarik erfordert Nerven aus Stahl und die Fähigkeit, allen möglichen Herausforderungen gegenüber ruhig zu bleiben. Es wird zahlreiche Tage des starken Drucks und der schlaflosen Nächte geben. "

Er rieb sich das Kinn, bevor er weiter erklärte. "Ich mag es das Schicksal eines Kochs mit einem ewigen Marsch durch ein Ödland zu vergleichen. "

Viele der Schüler konnten es sich vorstellen, als seine Worte durch sie sanken. Ein ermüdender Lauf durch das kahle, leere Land mit starken, kalten Winden im Gesicht.

"Je mehr höher ihr klettert, desto mehr werdet ihr stolpern und desto unklarer wird euer Ziel. Bevor ihr es wisst, könnt ihr nach Erreichen des Gipfels zum Stillstand kommen und die Rückkehr aus den Augen verlieren." Seine Stimme wurde lauter. "Aber ich möchte, dass ihr euch an eines erinnert: Im Moment seit ihr immer noch auf Totsuki und ihr seit damit nicht allein. Es gibt andere die mit euch gehen, die sich entschieden haben, dasselbe Ödland zu bereisen. Denkt an diese Tage, wenn der Tag kommt, an dem ihr auf eigene Faust alleine weiterziehen müsst. Diese Erinnerungen können in langen, kalten Nächten euer Herz erwärmen. Aus tiefstem Herzen viel Glück für jeden einzelnen von euch. "

"Das war eine süße Rede, nicht wahr?" Flüsterte Hiroshi unsicher. Mika kratzte sich nur am Kopf. "Es klang für mich eher deprimierend."

Bevor sich jemand dazu äußern konnte, sprach Gin. "Nun also die Erklärung des letzten Programms.“

Chieko sprang mit einem panischen Gesichtsausdruck auf. "Bitte nicht!" Hideyoshi und Daisuke tauschten verschreckte Blicke und hielten sich gegenseitig fest.

Eine Tür wurde geöffnet und sofort drehte alles den Kopf.

Chieko kreischte. "EEEEEEKS!" Hideyoshi packte ihre linke Schulter, während Daisuke die rechte packte, während die beiden schrien. "Hilfe!" "Nicht noch einmal!"

Als sie sich jedoch zu der Tür drehten stellte sich eine Mehrheit der Servicemitarbeiter vor ihnen auf und rief gleichzeitig aus: "Willkommen!" Als viele der Schüler verwirrt blinzelten, erklärte Gin: "Das Abschlussprogramm ist ein bescheidenes Bankett zur Feier des Abschlusses des Camps, das von den Alumni von Totsuki vorbereitet wurde. Nun an alle 611 Schüler, die bestanden haben: Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß. Schlemmt nach Herzenslust! "

Die jungen Teenager warfen ihre Fäuste in die Luft, andere sprangen in erleichterte Umarmungen und es kam zu einem lauten Aufruhr der Aufregung und des Glücks. Stress und Angst wurden endlich von ihnen genommen und für viele fühlte es sich an, als könnten sie endlich wieder richtig atmen.

"Wirklich?" Daisuke schnappte begeistert nach Luft. "Ich kann es nicht glauben!" Neben ihm war Hideyoshi auch einer, der die Luft mit der Faust schlug. "Endlich ein paar gute Neuigkeiten! Ein Bankett, das einer Person wie mir würdig ist!"

Chieko trat vor und faltete die Hände, Millionen von Sternen leuchteten in ihren blaugrünen Augen. "Ah ... Was für eine Ehre. Wir werden die Exquisitheit der Genies schmecken können, die Totsuki überlebt haben und in einer so schönen, dekadenten Umgebung. Ich ..." An diesem Punkt liefen Tränen über ihr Gesicht. "... Ich bin wirklich gesegnet, heute hier zu sein. Das ist zu schön um wahr zu sein." Yasu reichte ihr ein Taschentuch, als er seufzte. "Ich bin froh, dass du endlich glücklich bist, Chi-chan, aber bitte weine nicht."

Die Studenten stürmten in die Halle und nahmen schnell Platz, was es schwer machte zu glauben, was für ein müder Haufen sie alle zuvor gewesen waren. Eifrig nahmen sie alle ihre Bissen und aufgeregte Schwärmei erfüllten die Hallen.

"So muss der Himmel sein."

"Es ist soooo lecker, ich könnte dahin schmelzen."

"Was für ein Glück, hier zu sitzen."

Sogar Emi Kusunoki zwang sich zu einem Lächeln. "Das Essen deiner Mutter ist verdammt lecker wie immer!" Lobte sie, als sie ihren Teller leer schaufelte. Itsuki neben ihr konnte nur auf seinen noch vollen Teller starren. Am Ende drückte Emi ihren Finger auf seine Wange. "Es ist praktisch unser letztes Abendmahl, Itsuki. Genieße es."

Nicht allzu weit von ihnen entfernt hing Akiko Katos Kopf tief, als sie wild Nachrichten auf ihrem Handy beantwortete, anstatt zu essen.

Kaori aß alleine und sah so anmutig aus wie immer. Gleichzeitig tat sie ihr Bestes, um alle Kommentare, die Kimikos Namen erwähnten, aus ihrem Kopf zu verbannen.

"Du würdest es nicht glauben, Takayuki-kun. Aber Mika-chans Eltern sind phänomenale Köche." Schwärmte Kazuo, als er aß. Seine blutroten Augen leuchteten in ungeheurer Freude auf und er murmelte. "Ganz klar die Arbeit der Eltern eines Engels." Takayuki konnte nur mit den Augen rollen. "Meine Fresse, Mimasaka." Er konnte jedoch nicht anders, als einen überwältigten Seufzer der Befriedigung auszustoßen, nachdem er ebenfalls einen Bissen genommen hatte.

Lola hatte gerade einen Anruf bei ihrer Mutter mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht beendet. "Nun, das war ein Kinderspiel, nicht wahr Mona?" Mona sah nicht einmal von ihrem Teller auf, als sie ihre Antwort gab. "Sicher." Lola nahm einen Schluck von dem alkoholfreien Sekt, der in ihr Glas gegossen wurde, und ließ ihren Blick zu den Tischen im Hintergrund schweifen. "Kimiko hat sich entschieden, mit ihren Kumpels im Wohnheim zu sitzen, anstatt einen privaten Tisch mit uns zu nehmen. Sie muss sie wirklich mögen, oder?" Mona zuckte die Schultern. "Kimiko war nie sehr angetan von Luxus und Prestige, das weißt du."

Chieko stieß ein aufgeregtes Quietschen aus. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass das tatsächlich passiert!" Sie nahm einen weiteren Bissen und ließ sich von den Visionen funkelnder Schlusser direkt aus Disney Filmen mitreißen. Yasu beobachtete sie mit einem amüsierten, kleinen Lächeln und tätschelte ihren Kopf ein wenig. "Wir haben das doch verdient? Richtig? Ich meine, wir haben hart gearbeitet? Ist das nicht so? Wir haben das verdient! Ich bin mir sicher.“ Hielt Daisuke ein Mantra für sich und versuchte, seine geistige Gesundheit aufrechtzuerhalten, als er die Pracht auf seinem Teller betrachtete. Hideyoshi beantwortete seine Frage laut und schnell.„Verdammt richtig, das haben wir!“

Mika schloss die Augen, als sie ihre Bissen nahm und das Essen auf ihrer Zunge schmelzen ließ und jeden Zentimeter davon genoss. "Das ist wahre Kulinarik." Flüsterte sie. Hiroshi nickte mit dem Kopf. „Damit hast du Recht, Itoko-Chan." Dann drehte er den Kopf nach links. "Was denkst du, Kimiko-san?"

Kimiko schenkte ihm ein süßes Lächeln, während ihre gelben Augen so hell wie die Sonne leuchteten. "Es ist lecker!" Hiroshi war jedoch in der Lage, einige Wolken zu erkennen, die sich vor der Sonne bewegten, und bevor Kimiko ihren Kopf wieder abwenden konnte, fragte er. „Stimmt etwas nicht?"

Überraschung breitete sich auf Kimikos Gesicht aus. "Huh? Was bringt dich auf diese Idee?" "Es ist ein Gefühl." Antwortete Hiroshi mit einer Stimme voller Ehrlichkeit. Kimiko blinzelte und sah Hiroshi mit einer Art Ehrfurcht an. Schließlich seufzte sie. "Es ist ehrlich gesagt ziemlich kindisch. Aber ich bin ein bisschen traurig, dass ich nicht in die Klasse von Chef Shinomiya musste."

"Chef Shinomiya?" Wiederholte Hiroshi und beugte sich etwas näher. Kimiko nickte. "Ja. Mein Vater hat uns einmal in sein Restaurant in Tokio gebracht, als ich jung war. Ich war überwältigt von den dort servierten Köstlichkeiten. Ich hätte gerne den Mann hinter diesen Gerichten getroffen." Sie machte eine winkende Handbewegung und lachte. „Nochmals, es ist kindisch."

Für einen Moment schwieg Hiroshi, als Kimiko weiter aß. Aber dann stupste er sie am Arm und erlangte ihre Aufmerksamkeit zurück. "Kimiko-san, lass uns für eine Sekunde wohin gehen." Er schenkte ihr ein etwas unsicheres, aber dennoch ermutigendes Lächeln. Sie stieß ein wunderndes "huh?" aus aber am Ende stand sie auf.

Die beiden entschuldigten sich bei ihren Freunden und gingen zum Ausgang des großen Saals voller übermäßig begeisterter Studenten.

"Wohin gehen wir?" Fragte Kimiko Hiroshi, welcher nur ein “Es ist eine kleine Überraschung" zurückgab.

Er führte sie zu einer der Küchen und als sie vor einer bestimmten Tür anhielten, hörte Kimiko ihn murmeln. "Hier habe ich sie zuletzt getroffen." Bevor sie sich jedoch weiter erkundigen konnte, klopfte Hiroshi bereits an die Tür.

Es dauerte ein bisschen, aber schließlich wurde die Tür von einer braunhaarigen Frau irgendwo in den Fünfzigern geöffnet, deren Gesicht sich sofort aufhellte, als ihre violetten Augen auf Hiroshi fielen. "Hiroshi! Was für eine Überraschung!" Hiroshi lächelte zurück. "Guten Abend."

Währenddessen waren Kimikos Augen so rund wie Volleybälle geworden, als sie die Erwachsene mit dem Namen Hinako Shinomiya anstarrte, die ihren Klassenkamerad fest umarmte. Und als auch der pinkhaarige Ehemann der Frau aus dem Raum trat, war sie sich ziemlich sicher, dass sie tatsächlich für eine Sekunde vergessen hatte, wie man atmet.

Koijro fuhr seine Hand durch Hiroshis blaue Locken. "Solltest du das Bankett nicht mit deinen Freunden genießen, Hiroshi?" "Das hab ich, Onkel Kojiro. Aber ich wollte euch beiden jemanden vorstellen ..."

Jetzt fiel Kimikos Kiefer herunter, als sie nach Luft schnappte. "ONKEL?!"

Die drei drehten sich sofort zu ihr um und sofort weiteten sich Hinakos und Kojiros Augen ein wenig. Hiroshi kratzte sich nur ein wenig nervös am Kopf. "Hehe, nun ja, du musst wissen ... Tante Hinako und Onkel Kojiro sind meine Paten." Dann machte er eine präsentierende Geste in Richtung Kimiko. "Aber ja. Tante, Onkel, das ist meine Freundin und Mitbewohnerin und neueste Transferschülerin von Totsuki: Yukihira Kimiko."

"Yukihira ...", flüsterten Hinako und Kojiro gleichzeitig, als sie Kimiko verständnislos anstarrten, welche den verständnislosen Gesichtsausdruck nur zurückgeben konnte. Also setzte Hiroshi das Gespräch fort. "Sie sagte, sie wollte Onkel Kojiro treffen, also dachte ich, ich könnte sie hierher bringen."

Langsam aber sicher gewann das Ehepaar seine Sprache zurück, als Kojiro langsam nickte. "Ich ... verstehe …" Hinako fügte hinzu. "Wie nett von dir, Hiroshi."

Kimiko entkam auch ihrer Trance, was daran zu erkennen war, dass ihre Wangen einen Rotton annahmen. "Ah ... ähm ..." Sie wandte sich von Kojiros scharfe, gelbe Augen ab und stammelte. "Geh ... guten Abend."

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hinako schon wieder all ihr lustiges Auftreten wiedererlangt und schoss plötzlich nach vorne um plötzlich Kimiko’s Gesicht in ihre beiden Hände zu nehmen. "Du siehst sehr süß aus." Sagte Hinako etwas unheimlich. "Ich bin froh, dass Hiroshi dich hierher gebracht hat."

"Hinako, lass das." Sagte Kojiro streng, als er die Menge an Fragezeichen in Kimikos Augen bemerkte. Er trat einen Schritt vor. "Also du wolltest mich treffen?"

Wieder einmal wurden Kimikos Wangen, von denen Hinako losgelassen hatte, leicht rot. "Äh ... ja. Sie sind ehrlich gesagt der einzige ... ähm Starkoch, den ich kenne." Kojiro hob eine Augenbraue. Kimiko fing an, mit ihren Fingern zu fummeln und starrte zu Boden. "Mein Vater hat meine Familie einmal in Ihr Restaurant in Tokio gebracht und ich habe diese Erfahrung nie vergessen."

Kojiro konnte nicht anders, als ein kleines Grinsen auf seinen Lippen zu haben. "Dein Vater hat das getan?" Er erhielt ein unsicheres "Hmmh" zurück.

Kojiro beäugte sie noch ein bisschen länger, bevor er plötzlich bellte. "Hey Lackei! Ein Koch, der Angst hat, Menschen in die Augen zu schauen, wird es nicht weit schaffen." Sofort sah Kimiko leicht geschockt nach oben.

Hinter Kojiro hob Hiroshi die Hände und stammelte. "On ... Onkel Kojiro!" Hinako hatte ihre Hände in den Hüften und schüttelte den Kopf. "Ts, ts."

"Du musst keine Angst vor mir haben." Sagte Kojiro fest. "Das Überleben auf Totsuki erfordert Mut."

Ein Blitz leuchtete in Kimikos Augen auf, als ein Schmollmund auf ihrem Gesicht auftauchte und sie verkündete. „Es ist nicht nötig, jemanden darüber zu belehren, der in ihrer ersten Woche ein Shokugeki hatte."

Dies ließ Kojiro erstmal sprachlos. Kimiko bemerkte dann auch was sie geredet hatte ohne nachzudenken und der Schmollmund verschwand, während sich ihr Gesicht mehr und mehr in eine Kirsche verwandelte. Bevor sie sich jedoch entschuldigen konnte, schmunzelte Kojiro bereits. „Das ist die richtige Einstellung." Für einen Moment wurden seine Augen ein wenig weicher. "Etwas sagt mir, dass du weit kommen wirst, Mädel"

Kimikos Augen weiteten sich bei dem Lob und sie schnappte erneut nach Luft. "Ich-" „Stell sicher, dass du mir beweist, dass ich in meiner Annahmen richtig liege. Jetzt nicht nachlassen." Kojiros Ton kehrte zu dem strengen zurück. Aber Hinako kicherte. "Er mag dich."

Kojiro rollte nur mit den Augen und wandte sich an Hiroshi. "Wir sind jedoch immer noch beschäftigt und ich glaube, ihr zwei solltet eure Belohnung genießen." "Oh! Äh ... sicher Onkel Kojiro. Danke für die Zeit!"

Kimiko verbeugte sich schnell und hektisch. "Es war mir eine Ehre, Sie beide kennenzulernen."

Kojiro sah zu ihr zurück und antwortete. "Das Vergnügen war meinerseits." Hinako nickte energisch. "Sicher! Ich bin froh zu sehen, dass mein kostbarster, entzückender Patensohn einen so süßen Freund hat!"

Das Paar sah zu, wie die beiden Teenager gingen, größtenteils in Stille. Dann sprach Kojiro. "Kannst du glauben, dass dieser Rotzbengel es nicht für notwendig hält, ein Lebenssignal von sich zu geben, aber seine Familie trotzdem in mein Restaurant schleppt, wenn ich nicht da bin?!" Hinako grinste selbstgefällig. „Du sagst das so, als ob du dich darüber ärgerst, wenn du doch wirklich eigentlich überglücklich bist. Hm? Kojiro?"

"Ich hoffe, seine Tochter ist nicht halb so nervig wie er." Gab Kojiro nur zurück, als er seine Brille richtete. Hinako kuschelte sich näher an ihn. "Glaubst du, unser Sohn wird sie mögen?" "Mag unser Sohn irgendjemanden?" "Mein Sohn ist noch lange nicht so ein Stoffel wie du, Kojiro!" "Was soll das heißen?"

Hiroshi und Kimiko hörten nichts davon, als sie wieder in der Nähe des Saals waren.

Bevor sie jedoch eintraten, musste Kimiko noch etwas tun. "Hiroshi-kun, danke." Sagte sie ernst. Hiroshi drehte nur leicht überrascht den Kopf zu ihr. "Eh? Oh ... kein Problem. Es war keine große Sache."

Kimiko lächelte. "Es war trotzdem eine unglaublich nette Geste von dir."

Hiroshi wurde leicht rot. "Es ... Es war mir eine Freude, sie dir vorzustellen, Kimiko-san wirklich."

Kimiko lachte. "Wenn du jemals ein Gespräch mit der Schulleiterin oder dem Meeresfrüchte-Genie willst, sags mir einfach! Ich kann das arrangieren. Aber diese beiden sind leider die einzigen VIPs, die ich kenne." Hiroshi erwiderte das Lachen, obwohl seins weicher und schüchterner war. „Du sagst, dass so als hätte ich viele solcher connections.“

"Aber ist das nicht die Wahrheit?" Kimiko grinste, aber es stellte sich als rhetorische Frage heraus, als sie gleich danach ausrief. "Nun was auch immer, lass uns gehen und feiern!"

Hiroshi antwortete herzlich. „Bin gleich hinter dir." Und die beiden kehrten zu ihrem Tisch zurück.

‚Hmm …' dachte Kimiko bei sich. ‚Totsuki war vielleicht doch keine so schlechte Idee.‘

- -

Währenddessen senkte Hiraku Yukihira in der Totsuki seinen Finger, nachdem er einen Vorgeschmack auf seine neueste Kreation erhalten hatte. "Es ist fertig.“ Erklärte er dann rundheraus.

Danach drehte er sich zu Akio um, welcher ängstlich mit seinen Fingern spielte. "Ich bin fertig und perfekt vorbereitet.“ Informierte Hiraku ihn.

„Ich möchte ja nich an deiner Exzellenz zweifeln, Hiraku-sama ...", begann Akio unsicher. "Aber willst du das wirklich durchziehen? Es ist noch Zeit, eine Stornierung einzureichen."

"Dann würde ich wie ein Idiot aussehen." Antwortete Hiraku, was Akio sofort zusammenzucken ließ, aus Angst, er hätte den Rothaarigen beleidigt. "Ich verstehe nicht, warum du so besorgt bist. Ich habe schon viele Drittklässlern bekämpft."

"Aber das ist anders." Murmelte Akio in einem leichten Versuch, seine Sorgen noch zu rechtfertigen.
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