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Shokugeki no Kimiko (Deutsch)

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Mix
Erina Nakiri OC (Own Character) Soma Yukihira
01.08.2020
07.09.2020
18
106.289
4
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Dieses Kapitel
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26.08.2020 8.611
 
Satoshi war draußen in der Morgenluft, vor seinem geliebten Wohnheim und wartete gespannt auf die Rückkehr seiner kleinen Küken aus der 115. Generation.

Als er schließlich ihre Silhouetten am Horizont entdeckte, die aus dem Dunst auftauchten, hellte sich sein bereits lächelndes Gesicht sofort noch mehr auf und er hob schnell seine Hand, um damit energisch zu winken. „Meine geliebten Erstklässler! Da seit ihr ja wieder!" Rief er nach ihnen und mal wieder hörte es sich an als wäre er kurz vorm losheulen.

Je näher sie kamen, desto mehr bemerkte Satoshi, dass sich ihr Aussehen stark verändert hatte, was dazu führte, dass seine Hand sank und sein Lächeln ein wenig verwirrt verblasste.

Etwas, das ihn sehr beunruhigte, war das plötzliche "Vroom-Vroom", das seine Ohren erreichte.

Nur eine Sekunde später erschien Kimiko aus dem Dunst, endlich in voller Sicht. Sie trug zerrissene Jeans, schwarze Lederstiefel und ein Jeansoberteil, das nur ihre Brust bedeckte, sonst nichts. Ihr Körper war plötzlich mit allerlei Narben verziert und sie hatte die Spitzen ihres blonden Haares schwarz gefärbt. Zusätzlich war ihr weißes Halstuch gegen eines ausgetauscht worden, auf dem das Muster der amerikanischen Flagge raufgedruckt war.

"Yo, Satoshi, alter!“ Grüßte sie. Satoshis Augen weiteten sich geschockt. "Ki-Ki-Kimiko-chan ...?!" Kimiko nickte bloß. „Yep. Das ist mein Name, yo." Da Satoshi sie nur wortlos anstarren konnte, schnippte sie mit den Fingern und redete weiter. "Nun, was auch immer. Dieser heiße Feger hier hat entschieden, dass sie keine Köchin mehr sein wird."

Alle Farben verschwanden aus Satoshis Gesicht, als er kreischte. "WAS?!"

Kimiko blieb von seinem Schock unberührt und fuhr nur fort. "Ja, ja, ich habe beschlossen, stattdessen..." Ihre Hände formten mit ihren Fingern die Form von zwei Pistolen, die sie dann auf Satoshi zeigte. "... eine Stuntfrau zu werden."

Wieder einmal konnte Satoshi kein anderes Wort in seinem Wortschatz bilden als "... WAS?!"

"Ayeee." Kimiko breitete die Arme aus und verkündete. "Von nun an wird diese Fanfic den Titel 'Hollywood no Kimiko' tragen." "F-F-Fanfic?!" „Mein erster Stunt wird sein mit einem Motorrad eine Rampe hinunterfahren und über einen Pool voller Haie springen!" Das "vroom-vroom" wurde immer lauter und bevor Satoshi darauf hinweisen konnte, dass eine solche Art von Stunt in Cartoons bleiben sollte, zeigte Kimiko nach links und erklärte. „Mein Kumpel hier wird mir dafür sein Baby leihen."

Nachdem sie das gesagt hatte, raste plötzlich ein Motorrad mit voller Geschwindigkeit an ihnen vorbei. Nur verschwommen konnte Satoshi Hiroshi darauf erkennen, in einer Lederjacke und einem Kopftuch um den Kopf. Satoshis Herz sank genau wie die Erkenntnis, dass Hiroshi keinen Helm trug. "Warum ist Hiroshi-kun auf einem Motorrad?!" Kreischte er.

Kimiko zuckte nur mit den Schultern. „Der Junge plant von nun an in einer Motorradbande zu sein." "HAH?!"

Aber Satoshi konnte sich nicht weiter nach Hiroshis plötzlicher Zunahme der Rücksichtslosigkeit erkundigen, als Mika nun neben Kimiko erschien, gekleidet in einen Khaki-Overall und mit einer Schlange um den Hals, einem Affen auf dem Kopf, einem Papagei auf der rechten Hand und einem Stachelschwein neben ihr. "Hallo, Satoshi-san.“ Begrüßte sie und hob die Hand mit dem Papagei ein wenig. "Ich habe beschlossen, das kulinarische Geschäft aufzugeben und stattdessen Zoowärterin zu werden."

"Ein Zoowärterin?!" Platzte Satoshi heraus. Mika nickte zweimal. "Ja genau." Der Papagei wiederholte. "Ja genau!"

Mit einer Stimme voller Schock und Unglauben fragte Satoshi. "Aber was ist mit euren Restaurants? EUREN TRÄUMEN?" Die beiden zuckten die Schultern und schienen sich bis jetzt keine Gedanken darüber gemacht zu haben. Satoshi hatte jetzt beide Hände in seinen braunen Locken, fast gedrängt, sie herauszuziehen. "War das Camp dieses Jahr etwa so ​​hart, dass ihr das Kochen aufgegeben hast?!" Dabei tauschten Mika und Kimiko Blicke aus, bevor sie gleichzeitig nickten. "Yo!" "Jep." Mikas Papagei dachte, er müsse es auch nochmal unterstreichen. "Yo! Yup!"

Satoshi war sprachlos. Aber er hatte keine Zeit mehr, dies zu verstehen, da jetzt Daisukes Stimme zu hören war. "Ich werde von nun an Friseur!" Sagte er glücklich.

Satoshi drehte den Kopf und sah ihn mit einer Haarbürste in der einen und einer kleinen Schere in der anderen Hand. Was jedoch wirklich Schauer durch Satoshi schickte, war Hideyoshi neben Daisuke. Sein Haar oder zumindest die letzten Teile davon waren rosa gefärbt und sehr unprofessionell rasiert worden. Es sah schrecklich aus. "Ich habe schon geübt!" Rief Daisuke stolz aus und machte eine präsentierende Geste in Richtung von Hideyoshis Haar.

"Ich ... Eh ..." War alles, was Satoshi antworten konnte, bevor Hideyoshi sprach. "Und ich werde ein Autor sein." Hinter seinem Rücken holte er ein Bündel weißer Papiere mit aufgeregtem Gesichtsausdruck heraus. "Ich arbeite bereits hart an meinem ersten Manuskript! Es wird der erste Teil meiner ersten Serie sein: Harry Potter-" "Das wurde bereits geschrieben-" "Aber geschlechtsumgekehrt!" Hideyoshi nahm den Stift, den er hinter sein linkes Ohr geklemmt hatte, und verkündete stolz. "Der erste Teil trägt den Titel 'Henriette Potter und der Stein der Weisen'."

Satoshi fügte: „Hideyoshi-kun sagen, dass er höchstwahrscheinlich wegen Plagiats verklagt werden wird" auf die lange Listen von Themen, über die er sich später mit den Kindern unterhalten musste, als er etwas ruhiger geworden war. Aber jetzt musste er erstmal herausfinden, wie groß der Schaden denn war.

"Mr. Isshiki." Hörte er plötzlich eine vertraute Stimme hinter sich.

Ein Schreckensschrei entkam ihm, als er den Kopf drehte. "YASU-KUN DEIN HAAR!"

Yasu stand in einem grauen Anzug und einer braunen Aktentasche in den Händen vor ihm. Das Bemerkenswerteste war jedoch, dass er einen Großteil seines langen, seidigen, kastanienbraunen Haares abgeschnitten hatte. Und er hatte Haargel in das geschmiert, was noch übrig war.

Da sein, jetzt kurzes, Haar jedoch immer noch seine Augen bedeckte, zeigte Yasu nicht viel Emotionen, als er sagte. "Ich habe mich für eine Karriere im Bankwesen entschieden."

"... Bankwesen?" Flüsterte Satoshi praktisch. Yasu nickte kurz und professionell.

Satoshi sah sich um und inspizierte seine so entstellten Küken, bevor er sich wieder Yasu zuwandte. Er hatte fast Angst zu fragen. "Was ... was ist mit Chieko-chan? Wo ist sie? Welche neue Berufswahl hat sie?"

Für einen Moment blieb Yasu still, bevor er sagte. "Miss Marui? Oh ..." Er hob seine Aktentasche, um sie zu öffnen.

Satoshis Pupillen schrumpften, als er sah, wie Yasus Hand eine sehr vertraute runde Brille herauszog.

"Nein ...", flüsterte Satoshi.

„Tragischerweise muss ich Ihnen mitteilen, dass ...", sprach Yasu. "... das, Miss Marui sich entschieden hat, eine Karriere als Engel zu verfolgen."

Satoshi trat einen Schritt zurück, die Augen voller Schmerz. In verzweifeltem Unglauben schüttelte er langsam den Kopf nach links und rechts. "Nein ... nein ..." Zu diesem Zeitpunkt spürte er die Tränen in seinen Augen, als er zu Boden fiel und in den Himmel rief. "CHIEKO-CHAAAAAAAN"

Und irgendwo in den Wolken hörte er das glockenhelle Lachen eines schwarzhaarigen Mädchens in einem rein weißen Kleid, das ihre ebenso weißen, fedrigen Flügel ausbreitete, um wegzufliegen.

.

"GAH" Satoshi setzte sich abrupt und schweißgebadet in seinem Bett auf, sobald er die Augen aufgerissen hatte und sich befreite von dem schrecklichen Albtraum, den er gerade ertragen hatte.

Es dauerte ein bisschen, bis er wieder normal und ruhig atmete. "Was für ein Horror...", hauchte er, erschöpft von dem, was sein eigener Verstand ihn gerade durchgemacht hatte lassen. Er drehte den Kopf zum Fenster neben seinem Bett. "Hoffentlich sind meine kostbaren Erstklässler in Ordnung."

- -

Der Dreizehnte Teller - Der Ruf der Königin zum Frühstücksbankett

- -

Der Mond schien hell über dem Totsuki Resort, das so stark beleuchtet war, dass man annehmen konnte, dass es versuchte, mit all seinen Funkeln und Leuchten in einen Wettbewerb mit dem Mond zu treten.

Von außen war es ein wunderschöner atemberaubender, aber auch ruhiger Anblick. Im Inneren des massiven Gebäudes sah es jedoch anders aus.

"Das ist ein einziger Albtraum." Murmelte Chieko Marui (ja, lebendig). Ihre Stimme wurde etwas lauter. „Ein wirklich langer, schrecklicher Albtraum ! Ich will das nicht mehr!"

Wie viele der Schüler ging, oder schwankte eher, sie in einem Yukata gekleidet durch einen der vielen Gänge des Resorts, wobei die Jungen blaue und die Mädchen rosa trugen. Chieko wurde dabei natürlich von ihren Wohnheimkollegen, ebenfalls in der Kleiderordnung, begleitet.

„Eine Folter ist das! Absolut unmenschliche Folter!" Klagte Chieko weiter, was zu einem Seufzer von Yasu führte. "Chi-chan, du bist da ein bisschen zu dramatisch."

Chieko sah über ihre Schulter, Gefahr blitzte in ihren blaugrünen Augen auf. „Bin ich nicht"

Yasu wurde davon nicht engeschüchtert. "Wenn du so müde wärst, wie du es behauptest, würdest du nicht einmal die Kraft finden, dich so lang und breit zu beschweren." Daraufhin stieß Chieko einen empörten Atemzug aus.

Aber bevor sie einen Wutanfall bekommen konnte, entschied Hideyoshi, dass er an der Reihe war, stattdessen zu schimpfen. "Dieses ganze Camp der Hölle hat meinen Schlafplan wirklich durcheinander gebracht. Ich habe viel Schönheitsschlaf nach zu holen, wenn wir hier raus sind!" Daisuke, der neben ihm ging, musterte ihn mit gerunzelter Stirn. "Schönheitsschlaf?" "So viel Stress kann deinen Taint ruinieren!"

Yasu schüttelte den Kopf.

"Das eigentliche Problem ..." Mika sprach jetzt, als sie ihren Kopf zu Kimiko drehte. "... ist, dass Yukihira noch nicht gegen mich angetreten ist!“. Neben ihr seufzte Hiroshi. "Itoko-chan ..."

Kimiko streckte nur ihre Arme über ihren Kopf, als ein Kichern ihr entging. "Sie hat aber Recht. Wir konnten uns tatsächlich noch nicht richtig messen, auch wenn ich es wirklich will!"

Mika stieß ein Grummeln aus, aber man konnte sehen, wie sich ihre Mundwinkel bei Kimikos Worten ein wenig hoben.

Yasu hatte beschlossen, sich von den Beschwerden seiner Mitbewohner abzulenken, und dazu hatte er den Zeitplan des Camp herausgezogen.

"Hm ... das ist komisch." Sagte er dann, nachdem eine Inspektion des Papiers in seiner Hand . Neugierig drehte Hiroshi seinen Kopf in Yasus Richtung und fragte. "Was ist komisch, Ibusaki?"

Yasu begann sich das Kinn zu reiben, als er antwortete. "Ich sehe keine gelistete Zeit für Licht aus heute Nacht ..." Hiroshi legte seinen Kopf schief. "Oh?" Bevor er weitere Nachforschungen anstellen oder ein wenig mehr über diese Informationen nachdenken konnte, äußerte Mika bereits schnell ihre Spekulationen. "Vielleicht ein Druckfehler."

Kimiko konnte nicht anders, als bei diesem Satz ein amüsiertes Schnauben auszustoßen, was ihr ein paar verwirrte Blicke ihrer Gefährten einbrachte. Sie machte eine leichte, winkende Bewegung mit ihrer Hand. „Ach nichts, es wäre einfach lustig, wenn diese schicke Schule, die so stolz darauf zu sein scheint, jederzeit alles perfekt zu machen, so etwas wie einen Druckfehler machen würde. Ich könnte meine Tante stundenlang damit ärgern!"

"Totsuki wird immer noch von Menschen organisiert, Yukihira. Nicht von Göttern.“ Sprach Yasu. Kimiko zuckte nur die Schultern und argumentierte. "Aber einige der Schüler mögen es sicherlich sich so zu benehmen, asl wären wir hier im Olymp.“ "Derzeit fühlt es sich eher an, als würde die Schule von Dämonen betrieben werden." Grummelte Chieko ganz vorne.

Genau wie sie das gesagt hatte, war ein klackendes Geräusch von den Lautsprechern überall im Hotel ertönt und kurz darauf war eine Stimme in den zahlreichen Gängen zu hören. "Schüler der Totsuki-Akademie. Es wird erwartet, dass ihr euch innerhalb einer Stunde im Bankettsaal versammelt. In Schulkleidung gekleidet."

Während der Ankündigung hatte sich jeder Kopf auf magische Weise in die Richtung des Sprechers gedreht, der ihnen am nächsten war. Jetzt gerieten die ein oder anderen in Atemnot und mehrere Augen weiteten sich. Und dann folgte die völlige Verwirrung.

"Hah?!" "Auf keinen Fall!" „Was ist denn jetzt?!"

Und wenn man Chieko Marui im ​​geringsten kennen würde, würde man wissen, dass sie auch nicht allzu begeistert von der Ankündigung war.
„Die wollen mich wohl veralbern!" Sie schnappte nach Luft und betrachtete den Sprecher, als hätte er sie persönlich beleidigt.

Mika blies sich einen Teil ihres blonden Haares aus dem Gesicht und schmollte. "Uff." War alles, was sie dazu sagen musste. Hiroshi legte nur den Kopf schief und blickte mit runden, blauen, fragenden Augen zu den Lautsprechern auf.
"Wirklich?!" Platzte Hideyoshi heraus, während Daisuke neben ihm seufzte. "Ich habe da ein ganz mieses Gefühl."

Unnötig zu erwähnen, dass es trotz Daisukes schlechtem Gefühl und Chiekos wachsender Frustration unmöglich war, dass die beiden den Befehl einer Schule missachteten.
Und so gingen die Schüler des Polarsternwohnheims innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne in ihre einzelnen Räume, zogen sich wieder ihre Uniformen an und liefen schließlich gemeinsam zu dem genannten Ort.

Sie fanden einen Platz zwischen ihren Klassenkameraden, an dem sie stehen und darauf warten konnten, was passieren würde. Hideyoshi gähnte, während Daisuke sich die Augen rieb. Chiekos Kopf hing tief, während ihre beiden, dünnen Ärmchen leblos an ihren Seiten baumelten. Mika schabte nur ungeduldig mit den Füßen, während sie die Hände in die Hüften stemmte. Neben ihr fummelte Hiroshi etwas nervös an seinen Fingern herum.

Kimiko nahm sich den Moment, um ihre Augen durch die Halle schweifen zu lassen. Sie nahm zur Kenntnis, wie schnell die Zahl der Schüler geschrumpft war. Und diejenigen, die bis jetzt geblieben waren, sahen zum Großteil müde und düster aus.

Bei ihrer Inspektion entdeckte sie auch Takayuki und Kazuo, die wie immer nebeneinander standen und neben den anderen warteten. Sie fand Augenkontakt mit Kazuo und winkte mit einem leichten Lächeln. Ekstatisch antwortete Kazuo auf die Handbewegung mit einem viel, viel breiteren Lächeln.

Gerade als Kimiko ihre Hand ein wenig gesenkt hatte, hörte sie eine vertraute Stimme, die ihren Namen rief. "Ki - mi - ko!" Einen Moment später erschien Lola Nakiri bereits in ihrem Blickfeld und erschreckte Kimiko trotz der Ankündigung ein wenig. Sie trat einen kurzen Schritt zurück und rief dabei "Lola".

Lola verschwendete keine Sekunde des Nachdenkens, ob sie sich für den leichten Schock entschuldigen sollte oder nicht und fing eher an zu kichern. "Fufu ~ Guten Tag auch dir, meine liebste Cousine!" Dann stemmte sie die Hände in die Hüften und schmollte. "Wir haben in letzter Zeit nicht viel geredet, was mir Sorge bereitet, dass du Totsukis Bräuche und Tugenden nicht richtig kennenlernst, du kleine, verlorene Straßenkatze.“

Kimiko verdrehte dabei die Augen. "Mir geht es gut und ich mach dir darüber mal keine Sorgen. Ich glaube, ich bekomme schon eine ganz gute Vorstellung davon, wie diese Schule funktioniert." Lola
tat, was sie am besten konnte, nämlich schelmisch grinsen. Zusätzlich fing sie an, mir ihrem Finger an ihr Kinn zu tippen. "Vielleicht tust du das ja tatsächlich. Ich habe schon im ganzen Camp von deinen kleinen Herausforderungen gehört."

Kimiko antwortete nicht, sondern nickte Mona zu, die, wie Kimiko es erwartet hatte, hinter Lola auftauchte und so müde und emotionslos aussah wie immer.

Lola beugte ihren Oberkörper ein wenig zur Seite, damit sie die Menschen hinter Kimiko ansehen konnte, die das Gespräch mit unterschiedlichem Gesichtsausdrücken verfolgt hatten. "Also das sind deine neuen Mitbewohner?“ Nahm sie an, bevor einer der besagten Mitbewohner, die während ihres Gesprächs näher gekommen war, neben Kimiko erschien und seine Hand auf ihre Schulter legte.

Mit einem selbstbewussten Lächeln streckte Hideyoshi Lola die Hand entgegen und sagte. "Kawashima Hideyoshi, Lola-sama. Du kennst mich." Dann beäugte er Kimiko, die nur eine Augenbraue hochgezogen hatte. "Ich bin ein guter Freund deiner Cousine." Daisuke dicht dahinter schüttelte bei dieser Aktion den Kopf. Lola inspizierte nur ein paar Sekunden lang die Hand, bevor sie zu Hideyoshi zurückblickte und nicht einmal den Versuch unternahm ihre Hand ein wenig zu heben. „Ah ja, ich seh schon.“ Rief sie nur aus aus. "Du bist der Moderier-Typ # 1." Sie zeigte dann auf Daisuke, der nicht auf den plötzlichen Augenkontakt mit der Tochter der Schulleiterin vorbereitet war und daher zusammenzuckte und gleichzeitig ein wenig rot wurde. "Und das da ...", fuhr Lola nur fort, ohne auf Daisukes Reaktion zu achten. "... ist Moderier-Typ # 2. "„ Aoki Daisuke ", murmelte Mona hinter ihr.

Monas Stimme führte dazu, dass Hideyoshi seine Aufmerksamkeit nun auf sie richtete und seine Hand mehr in ihre Richtung bewegte. "Mona-sama, was für eine Freude, dich auch zu treffen." Genau wie Lola inspizierte Mona die Hand ein wenig. Im Gegensatz zu Lola machte sie jedoch tatsächlich ein paar Schritte nach vorne und schüttelte die Hand, wenn auch nur für eine Sekunde und ohne etwas zu sagen. Sobald die Formalität erledigt war, trat sie sofort wieder zurück.

"Also Yukihira." Hideyoshi richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Kimiko. "Warum triffst du dich denn nicht mal mehr mit deinen Cousinen? Lad sie doch mal ins Wohnheim ein. Oder nimm uns, ich meine, geh sie doch mal irgendwann in ihrem Wohnort, der Nakiri-Villa, besuchen?“ Er legte die meiste Betonung in das Wort "Villa".

"Kawashima ist wie immer so ein Pfosten, wirklich.“ Murmelte Mika beim Zusehen. Yasu und Daisuke nickten gleichzeitig. "Itoko-chan ...", flüsterte Hiroshi. "Tu nicht so, als würdest du die Nakiri-Villa nicht besuchen wollen, wenn man bedenkt, wer dort lebt." Mika errötete sofort heftig und spuckte aus. "Ich weiß nicht, worauf du hinaus willst, Hiroshi!"

Kimiko sah Hideyoshi an und antwortete. "Wenn sie wollen, können sie ja ins Wohnheim kommen. Aber ich will vorerst nicht in die Villa gehen, es sei denn, ich muss mit Tante Alice sprechen."

"Ich verstehe ...", sagte Lola, bevor Hideyoshi etwas anderes sagen konnte. "Also bist du und Hiraku immer noch in einem Streit?" Dies ließ Hiroshi überrascht aufblicken und erregte ebenfalls sofort Mikas Aufmerksamkeit. Kimiko nickte jedoch nur sehr schnell und sagte. "Ich denke da sind wir."

Wieder begann Lola zu schmollen. "Hmph! Und gerade wenn deine Totsuki-Tage gerade erst begonnen haben! Was für ein Ärgernis!" Sie stemmte die Hände in die Hüften. Kurz darauf meldete sich Mona. "Hiraku ist in letzter Zeit viel weniger in der Villa. Fast jeden Tag kommt er irgendwann spät in der Nacht zurück." Kimikos Brauen zogen sich ein wenig zusammen. Misstrauisch antwortete sie mit einem "Oh?".

"Er trainiert in einer seiner zahlreichen privaten Küchen, denke ich." Lola zuckte die Schultern. "Oder er ist bei einem Geschmackstest." "Ah." War alles, was Kimiko im Gegenzug sagte.

Hideyoshi wollte gerade seinen Mund wieder öffnen, konnte aber nicht anfangen zu sprechen (etwas, das wahrscheinlich das Beste war), als Gin Dojimas tiefe Stimme plötzlich durch die Halle dröhnte. "Guten Abend, Schüler! Bitte seit doch so nett und fokussiert euch auf die Bühne."

Und so taten alle, was ihnen gesagt wurde, und konzentrierten sich nach vorne, wo sie den muskulösen Mann im Anzug sahen, der in ein Mikrofon sprach, während er sein markantes, aber professionelles Lächeln beibehielt. "Wir haben euch heute Abend hier versammeln lassen, um die morgige Aufgabe zu erläutern."

Yasu kippte seinen Kopf leicht und murmelte vor sich hin. "Aber warum denn jetzt?"

Gin setzte seine Rede fort. „Eure Aufgabe für morgen wird es sein, einen Beitrag für das Frühstücksmenü des Hotels zu erstellen. Viele sagen, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, da dies einen in den Tag startet und natürlich möchte jedes gute Hotel seinen Gästen einen perfekten Start in den Tag bieten. Ich würde euch raten, dies zu berücksichtigen, sobald ihr anfangt, euch euer Gericht auuszudenken. " Dann nahm er etwas Weißes heraus, etwas, das in seinen großen Händen relativ klein aussah, und da das Etwas bekanntermaßen leicht zerquetschbar war, konnten einige Schülerr vorne nicht anders, als sich Sorgen zu machen, dass das Etwas Risse bekam. "Die Hauptzutat ist das Ei." Kündigte Gin an. "Die Beurteilung eurer Arbeit beginnt morgen um 6 Uhr morgens."

In diesem Moment wurden viele Gesichter in der Menge noch blasser als zuvor. Überall war ein Keuchen zu hören und panische Blicke wurden ausgetauscht.

"6 Uhr morgens?!" Schrie Hideyoshi und nahm schließlich seine Hand von Kimikos Schulter. "Da-Da-Da-Das bedeutet ..." stammelte Daisuke, der nicht in der Lage war, den Satz zu beenden und die vernichtende Realität dessen, was gerade gesagt worden war, auszusprechen. Chieko übernahm es für ihn, als sie vor Entsetzen kreischte. "Jetzt haben sie uns sogar unseres Schlafes beraubt!"

Gnadenlos beendete Gin seine Rede. "Verbring die restlichen Stunden, wie ihr wollt. Alle Küchen sind euch offen, damit ihr experimentieren könnt. Wir sehen uns dann morgen um die gegebene Zeit. Ihr seit entlassen"

Was folgte, war ein Aufschrei der Schüler voll von Elend und Schock.

"Das muss ein Witz sein!"

"Ich bin so kurz davor auseinander zu fallen, wie in aller Welt soll ich überhaupt ein Messer halten?!"

"Es ist ein Albtraum!"

"Ich will nach Hause!"

"Mein Gehirn ist viel zu müde um mir jetzt noch irgendein Gericht zum überlegen!"

"Weinerliche Idioten." Murmelte Mika leise. Auf breite Weise hob sie dann ihren Arm, damit sie mit ihrem Finger auf Kimiko zeigen konnte. Diese Aktion wurde von einem festen und lauten "Yukihira!" Begleitet.

Sofort drehte Kimiko ihren Körper auf halbem Weg in Mikas Richtung, während sie sie mit einem überraschten Ausdruck ansah. "Was ist, Mika-chan?" Mika grinste zuversichtlich, bevor sie kühn ankündigte. "Morgen, Yukihira, werde ich dich mit einer exquisiten und köstlichen Eierspeise konfrontieren, welche mit jahrelangem Training in der italienischer Küche und dem besonderen Funken der Trattoria Aldini zubereitet sein wird! "Hiroshi schüttelte den Kopf und flüsterte leise.„ ... Itoko-chan. "

Bevor Kimiko jedoch antworten konnte, hob Lola ihren Zeigefinger und setzte eine naive und unschuldige Stimme auf. "Oh? Aber Vesuv ..." Mikas Auge zuckte bei dem neuen Spitznamen. "Vesuv?!" "... Ich habe bereits gehört, dass sie uns in verschiedenen Hallen urteilen würden. Es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Kimiko dein Gericht gar nicht sieht."

Mikas Wut darüber, nach einem Vulkan in Italien benannt zu werden, verschwand, als sie von dieser Enthüllung überrascht wurde. "Was?!" Lola lächelte nur so, als wäre sie ein unschuldiges, junges Mädchen, das auf dem Land aufgewachsen war und ihr ganzes Leben lang Tierbabys mit einer Flasche Milch gefüttert hatte. Kimiko, die sie ein bisschen besser kannte, konnte nur die Augen verdrehen. "Ja, zumindest habe ich das gehört." Es folgte ein charmantes Augengeklimper.

Für ein paar Sekunden behielt Mika ihren verwirrten Gesichtsausdruck bei, bevor sich die Verlegenheit schließlich auf ihrem ganzen Gesicht ausbreitete und sich ihre Wangen dabei erhitzten. "Was auch immer." Sie versuchte so gleichgültig und hart wie möglich zu klingen, während sie ihre Hände in die Hüften stemmte und zur Seite sah. "Meins wird immer noch das bessere sein." Hiroshi seufzte. "... Itoko-chan."

Diesmal war Kimiko schneller und konnte sprechen, bevor Lola etwas anderes sagen konnte. "Ich würde dich das gerne versuchen sehen." Sie grinste nur herausfordernd, was Mikas Erröten ein wenig verblassen ließ.

"Hm-hm." Lola summte vor sich hin, während sie mit dem Finger an ihr Kinn tippte. Dann sagte sie. "Natürlich wird mein Gericht dich auch übertreffen, Kimiko." Dies brachte Kimiko dazu, ihren Kopf zurück zu Lola zu drehen und Mika ballte ihre Faust. "Wir werden sehen." Antwortete Kimiko nur, aber mit viel Zuversichtlichkeit im Ton.

Plötzlich hörten sie verzaubertes Keuchen und bewunderndes Flüstern um sich herum. Bald fanden Worte ihren Weg in die Ehrfurcht der Menge. "Kaori-sama!" "Es ist Kaori-sama!" "Anmutig und elegant wie immer ...!"

Kimiko verlagerte sofort ihren Fokus. Und die meisten Menschen um sie herum auch.

Als ihre Augen die berühmte Jahrgangsbeste der 115. Generation fanden, konnte sie nicht anders, als der Menge und den Attributen, die sie Kaori zugewiesen hatten, zuzustimmen, so sehr sie es auch nicht wollte. Sie hatte eine perfekte Haltung und ihr Gang war das, was man nur als königlich und edel beschreiben konnte. Ihr Blick war distanziert und vornehm, genau wie der einer selbstbewussten, aber eisigen Königin.

„Ohh, da ist ja unsere Herzogin der Verbitterung!" Rief eine Stimme plötzlich und Kimiko war ein wenig überrascht herauszufinden, dass es eine mehr als vertraute Stimme direkt neben ihr war. Gleichzeitig runzelte Kaori leicht genervt die Stirn.

Lola fing an zu kichern. "Fufu ~ So kratzbürstig und mürrisch wie immer. Du bist genau wie Orangensaft wenn man ihn nach dem Zähneputzen trinkt."

Kaoris Gesicht verdunkelte sich etwas mehr, als sie ihren Kopf ein wenig drehte. Als sie dann auch noch Kimiko entdeckte, verhärtete sich ihr Blick nur noch mehr. "Hör auf mich zu belästigen, Nakiri." Sagte sie dann kurz angebunden und ziemlich harsch. Dies schüchterte Lola jedoch kein bisschen ein. "Ich hoffe, du behältst mein Angebot im Hinterkopf, als meine Assistentin zu arbeiten! Ich bin sicher, du würdest einen hervorragenden Job machen!"

Wenn Kaoris Stimme zuvor schon das Gefühl vermittelt hatte, inmitten eines Schneesturms in Russland zu stehen, fühlte sich ihre Stimme jetzt so an, als würden man ins Eis brechen und im Arktischen Ozean versinken. Ihre Augen waren wie aus Stahl und ihr Ton scharf wie Glas, als sie ihre Antwort gab.

"Ich werde niemals als irgendjemandes Assistentin arbeiten." Ihr ärgerlicher Blick wanderte zu Kimiko. "Und ich möchte nichts mit einem Mitglied deiner Familie zu tun haben."

Kimiko behielt eine unbeeindruckte Miene, als sie dem Blick standhielt. Was genau war bloß das Problem von diesem Mädchen?! Kimiko kannte sie kaum und dennoch tat sie so, als hätte Kimiko ihren Hund ermordet oder so. Aber Kimiko verspürte immer mehr den Drang, dieses Mädchen von ihren hochmütigen Thron zu schubsen.

"Wenn ihr mich entschuldigen würdet." Verabschiedete Kaori sich und beschleunigte ihr Tempo in genau dem richtigen Maß, um schneller von ihnen wegzukommen, aber immer noch wie eine Ballerina, die ausgewählt wurde, um in "Schwanensee" zu spielen, auszusehen.

Lola kicherte und beobachtete sie. Daisuke und Hideyoshi hatten beide verträumte Augen, die sich einfach nicht von Kaoris Rücken losreißen konnten. Hiroshi sah nur auf seine Finger. Mika grummelte. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Mädchen nur voller Helium ist."

"Also hast du auch Probleme mit diesem Mädchen?" Sagte Kimiko zu Lola. "Oder was genau ist ihr Anliegen?!"

"Ah, ich mag es einfach sie hier und da ein wenig zu ärgern." Schnurrte Lola. "Es ist ja auch zu einfach." Kimiko wollte gerade fragen, welches Problem Kaori dann mit ihr hatte, aber Lola packte bereits Monas Arm und proklamierte. "Nun, es war schön mit dir zu reden und deine Wohnheimfreunde zu treffen, aber ich und Mona müssen uns jetzt eine private Küche reservieren. Willst du mit uns kommen?" Kimiko seufzte nur und schüttelte den Kopf. "Nein Danke." "Wie erwartet." Lola lächelte und begann zu winken, während sie die emotionslose Mona mit sich zog. "Schönen Abend noch."

Sobald sie weg waren, sprach Mika wieder. "Yukihira! Vergiss meine Herausforderung besser nicht! Ich erwarte, dass du alles in dein Gericht steckst! Ich möchte Feuer und Hitze sehen und ..." "Itoko-chan, ich bin sicher, Kimiko-san wollte sich auch so Mühe geben." Murmelte Hiroshi. Seit Gins Erklärung der Aufgabe war er sehr viel blasser geworden. Mikas Gesicht wurde jedoch bei Hiroshis Worten mal wieder rot. "Hiroshi!"

Kimiko drehte sich nur wieder zu ihr um, ein Lächeln auf ihrem Gesicht, das von Mikas typischen überdramatischen Herausforderungen hervorgerufen wurde. "Mach dir keine Sorgen, Mika-chan, das werde ich!"

Hideyoshi und Daisuke befanden sich immer noch in ihrer kleinen blassrosa oder eher blassvioletten Blase. "Kaori-sama ist so schön wie immer." "In der Tat in der Tat.“ Schwärmten sie.

"Chi-chan ..." Yasu kratzte sich am Kopf und wandte sich an seine beste Freundin. "Du bist jetzt seit einigen Minuten da auf dem Boden. Glaubst du nicht, es ist Zeit aufzustehen?"

Chieko hatte sich niedergekniet und der Gruppe den Rücken zugewandt. Sie umarmte ihre Beine und blickte auf den roten Boden der Halle. Wenn man sehr genau hinhörte, könnte man ein leises Kichern hören.

"Oh, Chi-chan ..." Yasu seufzte. Hiroshi erschien neben ihm und stammelte unsicher. "Ma-Ma-Marui-san?" Er erschrak, als Chieko aus dem Nichts blitzschnell vom Boden aufstand und laut proklamierte. "Okay, das reicht!"

Hiroshi zitterte, als Chieko sich flink umdrehte und auf ihn und Yasu zustampfte, wobei sie anfing, den viel größeren Yasu nach vorne zu schieben, während sie schimpfte. "Komm schon, Yasu! Wir werden ihnen zeigen, wozu wir fähig sind. Es wird ihnen verdammt leid tun, dass sie mir meinen Schlaf geraubt haben! Sie wollen eine Eierspeise? Sie werden eine bekommen!"

"Du weißt, dass du nicht wirklich bedrohlich klingst, wenn du nur lautstark ankündigst, den Menschen, die du bedrohen willst, genau das zu geben, was sie wollen, Chi-chan."

"Halt die Klappe, Yasu und beweg dich!"

- -

Die Polarstern-Studenten hatten sich in verschiedene Küchen getrennt.

Aber egal wo sie waren, jeder von ihnen hörte frustriertes Stöhnen, deprimiertes Murmeln und wirklich elende Klagen von seinen Klassenkameraden. Die Atmosphäre war mit Sicherheit angespannt und hoffnungslos.

Kimiko war von der düsteren Stimmung um sie herum nicht betroffen und kratzte sich eher am Kinn, während sie verschiedene Gedanken in ihrem Kopf durchging.

Ei.

Eine Grundzutat in sowohl der östlichen und westlichen Küche. Und deshalb natürlich auch häufig in Verwendung in ihrem Restaurant.

-

„Mama, was ist das?" Fragte eine junge Kimiko mit runden, gelben Augen, die etwas inspizierten, das für sie wie ein kleiner goldener Kuchen aussah. "Ist es etwas Süßes?" Hirakus violette Augen waren genauso beeindruckt wie Kimikos, als er sagte. "Es funkelt."

Ein leichtes, verzücktes Schmunzeln entkam Erina. "Es ist nicht etwas, das in einer Gaststätte serviert wird, aber ich wollte, dass ihr es mal probiert. Es ist ein westliches Gericht namens Eier Benedict, mit meinen eigenen Ergänzungen natürlich." Sie machte eine präsentierende Geste. „Genießt es."

Aufgeregt klatschte Kimiko in die Hände. "Danke für das Essen!" Hiraku klatschte etwas träger in die Hände, als auch er die Standardphrase murmelte. "Danke für das Essen."

Nachdem sie ihre Bissen genommen hatten, fühlten sich sowohl Kimiko als auch Hiraku wie auf einen goldenen, großen Thron gesetzt, der in einem ebenso goldenen, großen Thronsaal stand. Egal wo man hinsah, alles schien zu glitzern, zu funkeln und zu leuchten. Hiraku trug eine feine Uniform und Kimiko ein funkelndes Prinzessinnenkleid. Beide hatten glänzende Kronen, die etwas zu schwer für ihre Köpfe waren und so leicht nach unten rutschten.

Hiraku saß links und Kimiko rechts. Und in der Mitte? Eine Frau in dem schönsten, glänzendsten und atemberaubendsten Kleid; eine Frau mit einer eleganten, perfekt königlichen Haltung; eine Frau mit einer goldenen Krone auf dem Kopf, die perfekt zu ihr passte. Ihre Mutter: Yukihira Erina.

Beschützend und liebevoll tätschelte sie ihre Köpfe, als ihr Hof mit verschiedenen Butlern und Dienstmädchen gefüllt wurde.

"Mama! Das schmeckt ja unglaublich!" Schwärmte Kimiko und schaufelte sofort mehr von der Delikatesse in ihren Mund. So auch Hiraku, der daher nur eifrig auf den Kommentar seiner Schwester nicken konnte.

Erina lachte. "Ich bin froh, dass es euch gefallen hat.“

-

Kimiko lächelte leicht bei der Erinnerung, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie musste sich konzentrieren. Sie musste sich etwas Großartiges einfallen lassen. Etwas, das sie als Frühstück im Yukihiras servieren würde. Etwas, das den Kunden, der es bestellt, für den Rest des Tages in eine gute Laune versetzten würde. Etwas, das gleichzeitig Wirkung hatte und unvergesslich war.
Sie begann nachzudenken und zu experimentieren.

Und nach nicht allzu langer Zeit hörten die Schüler, die sich in derselben Küche wie Kimiko befanden, einen Ausruf. "Ich glaube, ich habe die perfekte Idee!"

Und auch in anderen Küchen sahen einige Schüler der 115. Generation am Ende des Tunnels ein Licht.

Lola schnippte mit den Fingern und grinste hochmütig. "Ich weiß was ich machen werde." Sie drehte den Kopf ein wenig und zwitscherte. "Was ist mit dir, Mona?" Kaum hörbar, antwortete Mona mit ihrer müden Stimme. "... ich denke, das tue ich auch."

"Sie wollen aufwachen? Ich werde sie wecken." Knurrte Takayuki vor sich hin, als er weitere Chilischoten hackte. „Nach meinem Gericht werden sie nicht mal mehr an Müdigkeit denken!" In seiner Nähe rührte Kazuo glücklich etwas faul-riechendes in einer Schüssel. "Nyehehe, ich hoffe, die Richter werden mein Angebot mögen."

Yasu griff nach weiteren Eiern. "Ich nehme an, das könnte funktionieren." Sagte er für sich selbst, als er anfing, den Stern des Abends aufzuknacken. Etwas weiter entfernt hackte Chieko wütend etwas Fleisch, während sie irgendetwas über "unmenschlich" und "unglaublich" murmelte. Ihre Stimme wurde jedoch laut, als sie ihr Messer hinlegte und lieber Daisuke und Hideyoshi anschrie, die sich in ihrer Nähe stritten. "Könntet ihr zwei Dummköpfe zwei Sekunden lang den Mund halten?!"

An anderer Stelle hob Mika ihre Faust hoch in die Luft, als sie kühn verkündete. "Das war’s! Ich hab das Bild in meinem Kopf! Splendido!" Sie senkte ihre Faust wieder, aber sie blieb geballt, als sie grinste. "Das wird Yukihira mit Sicherheit übertreffen, ich kann es kaum erwarten, dass sie es sieht."

Nur Hiroshi betrachtete die Innenseiten seines Topfes mit einem nicht allzu glücklichen Ausdruck und er war zu sehr mit seinen eigenen, elenden Gedanken beschäftigt, um seiner Cousine zu antworten.

Eine Stunde später ging Mika ins Bett. Sie gab Hiroshi das Angebot, zu bleiben, bis er fertig war, aber er hatte sich mit einem süßen Lächeln geweigert, das ihr die Illusion gab, dass es ihm gut ging. Und so hatte sie ihm viel Glück gewünscht, Ermutigung geäußert und die Küche verlassen.

Als sie weg war, flüsterte Hiroshi vor sich hin. "Hoffentlich kann ich das ohne sie schaffen."

Er zitterte leicht.

- -

Als der Morgen kam, ging Kimiko in die Halle, die ihr für die Beurteilung zugewiesen wurde, genau wie alle anderen. Halle A in ihrem speziellen Fall.

Als sie ankam, entkam ihr ein leises Pfeifen beim Anblick wie groß und protzig diese Halle war. Sie hatten auch viele verschiedene Küchenstationen darin platziert und Kimiko erkannte, dass es einige Zeit dauern könnte, die ihr zugewiesene zu finden.

Sie ließ ihre Augen durch die Halle schweifen, in der Hoffnung, ein bekanntes Gesicht zu entdecken. Und am Ende hatte sie das auch entdeckt. Aber keines, das irgendeine Art von Freude in ihr entzündete.

Nicht allzu weit von ihrem derzeitigen Platz entfernt war Kaori Hayama in rein weißer Kochkleidung, die ihre Zutaten fleißig mit fokussierten Augen sortierte.

Kimiko verzog das Gesicht. Sie hätte es vorgezogen, in derselben Halle wie Mika zu landen.

- -

In Halle B ballte Mika gerade ihre Faust, während sie murmelte. "Verdammt."

Yasu, der neben ihr stand, drehte verwundert den Kopf. "Ist etwas, Aldini?"

Mika hatte ihre Hände in den Hüften und einen Schmollmund auf den Lippen, als sie antwortete. "Yukihira ist nicht hier." Um ihr Missfallen über diese Tatsache richtig auszudrücken, stampfte sie auf den Boden. "Ich wollte mit ihr konkurrieren, verdammt noch mal!"

Für einen Moment sah Yasu sie nur an, nicht wirklich sicher, was er sagen sollte. Dann spielte sich jedoch ein kleines Lächeln auf seine Lippen und obwohl man leichte Unsicherheit in seiner Stimme hören konnte, war es immer noch warm und freundlich. "Du kannst mit mir konkurrieren, wenn du willst ..."

Mika bewegte ihren Kopf in seine Richtung, Überraschung in ihren ozeanblauen Augen. Nach ein paar Sekunden, in denen Yasu langsam aber sicher innerlich in Panik geriet ob er möglicherweise das Falsche gesagt hatte, linderte Mika seine Sorgen, indem sie sein Lächeln erwiderte.

"Weißt du was, warum nicht?" Dann stieß sie ein leicht hochmütiges Lachen aus und zeigte auf ihn. "Aber ich werde dich nicht verschonen!" Dabei wurde Yasus Lächeln wieder größer, als er antwortete. "Gut. Ich werde es nämlich auch nicht. Geben wir beide unser Bestes!"

- -

In Halle C eilte Chieko eifrig mit ein paar schwarzen Tabletts durch die Halle.

Als sie ihre Station erreicht und die Tabletts abgestellt hatte, bemerkte sie. "Ich habe nicht genug bekommen, denke ich." Und so machte sie eine schnelle Drehung und rannte direkt in eine große Gestalt hinein, die an ihrer Station vorbeikam.

"Au!" Rief sie als sie rückwärts stolperte. Nachdem sie den Kopf gehoben hatte, sah sie zunächst nur einen sehr muskulösen Arm, der an einer ebenso muskulösen Brust befestigt war.

Da Chieko im Allgemeinen sehr klein war, musste sie ihren Kopf noch etwas heben, damit sie das Gesicht der Person sehen konnte.

Es stellte sich heraus, dass es Itsuki Kumai war der da herum stammelte, sobald Chieko sein Gesicht sah. "Ma-Marui Chieko!" Fast schon so, als hätte er Angst vor ihr oder irgendetwas, was Chieko ziemlich verwirrte. Angesichts ihres zierlichen und kleinen Körpers wurde sie auf den ersten Blick kaum als Bedrohung angesehen. Und im Vergleich zu ihr war Itsuki praktisch ein großer Bär, was auch hervorragend zu seinem Nachnamen passte.

"Es tut mir leid." Sagte Itsuki und ging weg, viel schneller als nötig.

Chieko konnte ihn nur beobachten, als er sich einer Station näherte, an der ein elend aussehendes, orangehaariges Mädchen mit geneigtem Kopf wartete.

War das Höllencamp wirklich so schwer für sie oder ist ihnen etwas anderes Schlimmes passiert?

Und woher wusste der Typ eigentlich ihren Namen?

- -

"Ich kann nicht glauben, dass ich die gleiche Station wie du habe, du langweiliges Mauerblümchen!" Tobte Hideyoshi derweil in Halle D. Daisuke, der neben ihm seine Werkzeuge ausbreitete, verdrehte die Augen. "Es ist nicht so, als hätte ich mich dafür entschieden, neben dir zu sein, du arroganter Dummkopf!"

"Was hast du gerade zu mir gesagt, Nerd?!" "Wasch deine Ohren, Hollywood-Möchtegern!"

Ihr Streit wurde von einem amüsierten Kichern unterbrochen. "Oh mein Gott, bitte sagt mir, dass ihr immer so unterhaltsam seit."

Überrascht von dem plötzlichen Geräusch drehten Hideyoshi und Daisuke gleichzeitig ihre Köpfe in die Richtung, aus der es gekommen war, und fanden heraus, dass Lola Nakiri und ihre Zwilling Mona Nakiri die Station direkt vor ihnen hatten. Lola schnurrte. "Es wäre sicher lustig, einer Komödie beim Kochen zu zusehen!"

Daisuke wurde angespannt und suchte hastig, aber sinnlos in seinem Kopf nach Worten. Hideyoshi auf der anderen Seite brauchte das nicht zu tun. Mit einem arroganten Grinsen beugte er sich ein wenig über seine Station und rief aus. "Oh, die Nakiri-Zwillinge. Was für ein Vergnügen." Er beäugte Daisuke. "Gott sei Dank gibt es am Ende hier doch noch ein paar wichtige Persönlichkeiten." Daisuke verzog das Gesicht.

Lola spielte nur mit ihrer längeren Haarsträhne. "Sie sagen, manchmal muss man auf die Worte des einfachen Volkes hören und ausnahmsweise glaube ich, dass sie damit Recht haben." Das Lächeln verschwand aus Hideyoshis Gesicht und er blinzelte ein wenig verwirrt. „Einfaches Volk?"

Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Daisuke seine Stimme wiedererlangt. Oder zumindest Teile davon. "Äh, ich …Vie-Vie-Vie-Vie-Viel Glü-Glück, ihr zwei.“ Stotterte er, hochrot.

„Brauch ich nicht." Sagte Lola direkt. Mona murmelte jedoch. "... Danke, nehme ich mal an. Ich wünsche dir das Gleiche"

- -

In Halle E traf Kazuo melancholisch die ersten Vorbereitungen an seiner Küchenstation. "Ich wünschte, ich wäre in die gleiche Halle wie Mika-chan gekommen, es wäre das größte und süßeste Vergnügen gewesen, sie ihre beeindruckenden und übermäßig kompetenten Fähigkeiten zeigen zu sehen. Sie ist so anmutig und schön beim kochen! Ich meine, sie ist immer anmutig und schön. Aber es ist immer so eine bezaubernde, umwerfende Aufführung, wenn sie in der Küche ist. Oh, Schicksal. Wie ich wünschte, ich könnte da sein, um es mitzuerleben. " Er seufzte tief und traurig.

Takayuki schüttelte den Kopf und grunzte. „Nicht mal Protagonisten in dummen Shoujo-Mangas sind so schnulzig wie du, Mimasaka." "Aber Takayuki-Kun!" Jammerte Kazuo dramatisch als Antwort.

Etwas, das die beiden nicht bemerkten, war Mikas Cousin irgendwo im Schatten. Seine Lippen und Hände zitterten, als er die Dinge, die er für sein Gericht brauchte, auf die Theke stellte. Augen voller Elend und Panik.

"Hoffentlich schaffe ich das." Flüsterte Hiroshi mit zittriger Stimme.

- -

"Also wir sind also wirklich in derselben Halle gelandet, huh?"

Wir wenden unsere Aufmerksamkeit wieder der Halle A und Kimiko Yukihira zu, die dieser aktuellen Aktion einfach nicht widerstehen konnte.

Kaoris Augen verengten sich in dem Moment, als sie Kimikos Stimme hörte und als sie ihren Kopf hob, war dieser in dunkle und gefährliche Schatten getaucht. "Du." Fauchte sie schon fast.

"Hör zu ...", begann Kimiko, ungestört von der sehr klaren und offenen Feindseligkeit. "... ich weiß wirklich nicht, welches Problem du mit mir hast, aber ..." Sie hob ihren Zeigefinger. "... ich bin froh, dass wir heute in derselben Halle sein dürfen." Kaori verzog das Gesicht. "Nun, ich bin sehr unzufrieden mit dieser Tatsache."

‚Wow, du musst auf Partys ja richtig spaßig sein.’ Dachte Kimiko bei sich. ‚Ich kann richtig sehen, dass alle sofort zu dir eilen um mit dir ins Team zu kommen, wenn es Zeit ist, Pictionary zu spielen.‘
Lola hatte recht. Kaori Hayama war wirklich wie Orangensaft, direkt nach dem Zähneputzen.

"Ich sehe das nur als eine gute Gelegenheit ...", fuhr Kimiko fort. "... um dir zu zeigen, wozu ich fähig bin!"

"Ich verstehe ...", zischte Kaori leise, aber voller Verachtung und Gefahr. "Ich hoffe du merkst, dass es genauso gut umgekehrt sein kann." Sie legte ihre Hand auf ihre Brust, als eine Warnung in ihren braunen Augen aufblitzte. "Ich bin nicht umsonst die Jahrgangsbeste, Yukihira." Kimiko konnte nicht anders, als zu bemerken, wie viel Gift Kaori im Aussprechen ihres Nachnamen gesteckt hatte.

Kimiko verschränkte die Arme und strich sich eine Strähne blonder Haare aus dem Gesicht. „Na dann, auf einen fairen Kampf, Hayama-san." Und sie machte sich auf den Weg ihre Station zu suchen und dachte sich dabei, wie viel freundlicher Kaoris Bruder gewesen war.

Später, als Kimiko ihre Station gefunden und alles vorbereitet hatte, was sie brauchte, leuchteten die großen Fernseher an den Wänden der Halle auf und zeigten Gin Dojima mit einem Mikrofon in der Hand. Seine männliche, natürlich laute Stimme war in jeder Ecke der Halle perfekt zu hören.

"115. Generation, aufgrund meiner Beobachtungen nehme ich an, dass ihr alle bereit seit, eure Arbeit zu präsentieren. Lasst mich dann eure Aufgabe näher erläutern. Zunächst einmal die Richter ..."

Genau wie er es gesagt hatte, flogen die riesigen Türen der Halle auf. In dem Moment, in dem dies geschah, füllte sich der Saal sofort mit fröhlichem Lachen und verschiedenem Geschwätz.

Ein paar Augen wurden größer, als sie sahen, wie Kinder in die Halle rannten, gefolgt von einer Menge Erwachsener, von jung bis alt. "Und hier kommen sie." Sprach Gin über den schnell wachsende Lärm, den die Menge machte. "Sie sind die Richter für heute, die Menschen, die die Zutaten für das Totsuki Resort Hotel anbauen und produzieren, begleitet von ihren jeweiligen Familien. Sie übernehmen jedes Jahr die Beurteilung."

„Das hier wird besser gut!" Rief ein Kind, das mit seiner Familie eintrat. "Ich möchte mein Videospiel zu Hause beenden!" Er stampfte auf den Boden. Ein jüngeres Mädchen, vermutlich seine Schwester, hatte ebenfalls das Bedürfnis, ihre Wünsche der Welt mitzuteilen. "Ich will etwas Süßes!"

Kimiko ballte ihre Fauste und spürte ein Grinsen auf ihrem Gesicht.

Was für ein Kinderspiel. Das waren ja so gut wie die üblichen Kunden des Yukihira. Sie war sich dieser Aufgabe sicherer als je zuvor.

Inzwischen war eine neue Gruppe von Menschen an der Tür erschienen. Alle waren Erwachsene und trugen entweder Kellner- und Kellnerinnenuniformen oder Kochuniformen.

"Zusätzlich ...", sprach Gin. „Wird das Koch- und Servicepersonal des Totsuki Resort wird an der Bewertung."

Bei dieser Enthüllung konnte man Aufkeuchen von den Schülern hören.

"Sie haben den Chef der Serviceabteilung geholt, Sakuma Tokihiko!" Quietschte Daisuke, als er einen braunhaarigen Mann mit blauen Augen in feiner Uniform auf dem Fernsehbildschirm in seiner Nähe erscheinen sah. "Und Chef Dojimas rechte Hand! Sena Hiromi!" Rief Hideyoshi in Bezug auf einen brünetten Mann mit weichen, braunen Augen und weißer Kochkleidung aus. «Wirklich erfahrene Männer.« Lola pfiff, während Mona nur nickte.

Gin gab weitere Erläuterungen über das Mikrofon. "Bei der heutigen Aufgabe müssen zwei Kriterien erfüllt sein: Zum einen muss euer Gericht von den Produzenten, ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitern anerkannt werden. Zum anderen müsst ihr mehr als 200 Portionen zubereiten und servieren. Das Bestehen des heutigen Tests erfordert, dass sie beide Kriterien innerhalb der nächsten zwei Stunden erfüllt. "

"Das ist mit Sicherheit eine interessante Aufgabe ...", überlegte Mika laut und ließ Yasu sie noch einmal ansehen. "Sie haben eine reale Situation an einem Hotelbuffet mit einer Vielzahl von Kunden die es zufrieden zu stellen gilt genau nachgebildet." "Es ist das, was man von Totsuki erwarten würde, nehme ich an ...", fügte Yasu hinzu.

"Na dann." Gins Stimme nahm einen fröhlicheren Ton an. "Alles ist gesagt. Liebe Kunden, hoffentlich genießen Sie das heutige Frühstück!"

Dann wurde er wieder lauter. "Lass das Richten BEGINNEN!"

Sofort taten die Schüler der 115. Generation, was ihnen gesagt worden war. Jeder von ihnen stellte seine Tabletts mit einer Reihe von Tellern oder Schalen auf, die sie in einer langen Nacht, in der sich viele die Haare ausgezogen hatten, zusammengeschustert hatten

"Bedienen Sie sich!"

"Ich hoffe Sie werden es genießen!"

"Bitte!"

Mit ihrem typischen, optimistischen Grinsen im Gesicht stellte Kimiko auch ihre Tabletts ab. "Okay, los geht's."

Auf ihren Tellern konnte man sehen, was jeder einen ansprechend aussehenden Okonomiyaki nennen würde. Jeder von ihnen wird mit drei Spiegeleiern belegt.

"Okonomiyaki im Hiroshima-Stil, Three Eggs Edition!" Sagte Kimiko stolz.

Sie hatte ihre klassischen Okonomiyakis mit perfekt gebratenen Yakisoba-Nudeln gestapelt, in die sie auch Speck- und Schinkenstücke gemischt hatte. All das war mit den typischen Saucen bedeckt worden und wurde von den drei Titel-gebenden eiern gekrönt. Der Kicker war, dass ein Ei nur mit Salz gewürzt worden war, das andere nur mit Pfeffer und das letzte mit beiden. Je nachdem, mit welcher Seite das Ei gegessen werden würde, würde die Verkostung geringfügige, aber spürbare Unterschiede aufweisen.

Zufrieden nickte Kimiko sich selbst zu, nachdem sie alles hingelegt hatte. "Dann werde ich mich an die zweiten Portion arbeiten."

Und so wandte sie sich ab und tat, was sie gesagt hatte, selbstbewusst, dass ihre Teller leicht weggehen würde.

Nachdem sie die zweiten Portionen beendet hatte, wurde sie jedoch eines Besseren belehrt und blickte zurück auf ihre Tabletts, um ihre neu hergestellten Okonomiyakis zu präsentieren. Ihr Herz setzte jedoch einen Schlag aus, als sie sah, dass grade mal die Hälfte der Okonomiyakis, die sie schon ausgelegt hatte, verschwunden war. Aber es lagen immer noch viele übrig, die glücklich und vollkommen unberührt vor sich hin dampften.

Ein leises "Was?" entkam Kimiko, als sie das Bild vor sich aufnahm. Sie hätte erwartet, dass fast alle zu diesem Zeitpunkt verschwunden sein würden. Ganz zu schweigen davon, dass kaum Kunden in der Nähe ihrer Station waren. Kimiko bemerkte, dass die meisten Studenten in ihrer Gegend das gleiche Problem hatten.

Was ist passiert...?

Kimiko suchte ihre Umgebung ab und suchte nach einer möglichen Antwort.

Ihre Augen blieben stehen, als sie die Stelle am anderen Ende der Halle fanden, und auch ihr Herz, als die Erkenntnis fiel, dass dies Kaori Hayamas Stelle war.

Der besagte Ort war überfüllt. Sehr, sehr stark überfüllt. Fast alle im Moment in Halle A anwesenden Richter hatten sich vor ihrer Station versammelt. Und selbst Kimiko, die viel weiter weg war, konnte die verzauberte Schwärmerei hören.

Diese Szenerie ließ sie mit nur einer Frage zurück.

"Was hat sie gekocht?"

Auf den Tellern, die Kaori für ihre Kunden ausgegeben hatte, sah man ein kleines, goldenes Omelett, zwischen dem Joghurt zu sehen war, in den grüne Äpfel eingemischt waren. Die Luft um Kaori war voller vertrauter Düfte, die an gemütliche Winternächte in einer Holzhütte erinnerten: Zimt.

Jeder Gast, der einen Bissen nahm, fühlte sich wie in die warmen, schützenden Arme einer Mutter genommen, bevor sie davonstürmten, um die Welt in all ihrer neu-erweckten jugendlichen Energie zu entdecken.

"Der Joghurt, der zwischen dem Omelett eingeklemmt ist ...", bemerkte Gin als er das ganze aus dem Überwachungsraum beobachtete. "... Ich wurde informiert, dass sie Chiasamen reingemischt hat. In der Maya-Sprache bedeutet Chia 'Stärke' und ist dafür bekannt, die Energie zu steigern. Für viele ist es Teil der Morgenmahlzeit geworden. Die Gäste, die wir hier sehen, fühlen sich energetisiert und bereit für den Tag nachdem sie einen Bissen genommen haben.« Einer der Köche, die bei ihm waren, nickte erstaunt, als Gin fortfuhr.» Dann ist da noch der Faktor Zimt. Es ist nicht nur bekannt, dass er Müdigkeit reduziert, was auch für das Aufwachen der Gäste vom Vorteil ist, nein, sein Duft ist auch kraftvoll, bekannt und sehr verlockend.“ Echtes Beeindrucken zeigte sich in seiner Stimme, als er sagte."Strategisch gesehen ist es das das perfekte Gericht für diese Aufgabe. Es hat einen Duft, der Kunden anzieht, und die Zutaten, die sie verwendet hat, regen die Gäste auf eine Weise an, die Kaffee Konkurrenz macht, nein, sogar übertrifft. Für ein Frühstück ist es wirklich ausgezeichnet. "

Einer der Köche, der bei ihm war, meldete sich zu Wort. "Es ist, als wäre die Aufgabe maßgeschneidert für ihren Erfolg, Chef Dojima. Sie ist die Tochter desjenigen, von dem bekannt ist, dass er einen außergewöhnlichen Geruchssinn hat, und obwohl Hayama Kaori diesen nicht geerbt hat, wurde ihr trotzdem die Kraft die Duft und Aroma haben kann und wie man das zum Vorteil nutzt beigebracht. " Ein dritter mischte sich ein. "Und dann ist da noch ihre Mutter, eine Expertin für medizinisches Kochen. Ich habe gehört, dass Hayama Kaori dafür bekannt ist, ein so großes Verständnis für das Handwerk ihrer Mutter zu haben, dass sie vielen steinalten Seelen das Gefühl gab, wieder voller Energie und Tatendrang zu sein. Sie gibt die Jugend zurück. Ihre Gerichte energetisieren. Man nennt sie auch die Jugend-Bewahrerin.“

Gin rieb sich verständnisvoll das Kinn, während er beobachtete, wie Kaori ein weiteres Tablett voller Teller mit ihren perfekten kulinarischen und exquisiten Weckrufen aufstellte. Ihr Gesicht war von ruhiger und ausgeglichener Anmut.

"Ich denke, man könnte fast sagen ...", murmelte er und richtete seinen Blick auf einen der anderen Monitore, die sich vor ihm befanden. Alle zeigten andere Stellen in den 5 Hallen. Der, den er gerade ansah, zeigte einen blonden Teenager, der ihre Zähne zusammenbiss und ihre Faust ballte. "... die Leute, die in Hayama Kaoris Halle landen, sind schon fast verflucht."

Hinter ihm hörte er ein Lachen von einem seiner Gefährten. "Warum sich die Mühe machen, zum Stand einer der Bauern zu gehen, wenn die Königin des Landes selbst beschließt, auf den Markt zu kommen und einen eigenen Stand zu eröffnen?"
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