Everything

von LP3107
GeschichteKrimi, Romanze / P16
Dr. John Watson Mary Morstan / Watson Molly Hooper Mrs. Hudson OC (Own Character) Sherlock Holmes
01.08.2020
30.09.2020
39
50.615
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01.08.2020 948
 
Hallo :) Ich bin´s mal wieder. Diesmal mit der Fortsetzung zu meiner vorherigen Geschichte. Ich hoffe, sie gefällt euch und wie immer freue ich mich über eure Reviews ;)

Und jetzt viel Spaß beim Lesen!



2 Jahre später

2 Jahre sind inzwischen vergangen. 2 Jahre nachdem diese schrecklichen Ereignisse ihr alles nahmen. Plötzlich war sie allein und hatte niemanden mehr. Naja niemand ist vielleicht nicht ganz richtig.
Durch einen Zufall, lernte sie John Watson und Sherlock Holmes kennenlernen. Sherlock hatte ihr damals das Leben retten wollen, wusste er ja nicht, dass dies alles nur ein inszeniertes Schauspiel für eine Verbrecherorganisation, die ihren Bruder erpressten und bedrohten, war.
Und so nahm dann alles, mehr oder weniger, seinen Lauf. Nachdem sie nur knapp einer Kugel entgangen war, ging sie mit Sherlock in die 221B Baker Street. Dort lernte sie auch John Watson kennen. Sie mochte John von Anfang an. Irgendwie erinnerte er sie etwas an ihren Bruder aus früheren Jahren. Er war von Anfang an sehr mitfühlend und fürsorglich im Umgang mit ihr. Es entwickelte sich schnell eine Freundschaft zwischen ihnen und auch nachdem sie sich aus den Augen verloren hatten, blieben sie weiterhin in Kontakt.
Und dann war da noch Sherlock. Aus irgendeinem Grund wollte sie zu Beginn nichts mit dem Detektiv zu tun haben und verhielt sich abweisend und ablehnend gegenüber ihn. Doch an dem einem Abend änderte sich plötzlich alles. Er hatte sie den einen Abend zu einem nahegelegenen Hotel begleitet, um sicher zu gehen dass sie außer Gefahr ist. Der gemeinsame Spaziergang und ihre Gespräche veränderten zunehmend die Sicht auf Sherlock und seine Person. John hatte ihn immer in seinem Blog als den Detektiven, mit den beeindruckenden deduktiven Fähigkeiten, der völlig rational und ohne jegliche Gefühle einen Fall nach dem anderen lösen konnte, beschrieben. Aber dieser Mann, der da vor ihr stand, war nicht so wie er beschrieben wurde. Er war weniger überheblich und arrogant und machte sich Sorgen?! Ab diesem Zeitpunkt sah sie ihn in einem anderen Licht und bemerkte zum ersten Mal, diese seltsamen aufkommenden Gefühle. Ja und dann war ja noch dieser Kuss. Dieser Kuss, der ihre Welt um sie zum Einsturz brachte, völlig unerwartet dennoch äußerst angenehm. Der Kuss, der sie bis heute in ihren Träumen verfolgte. Damals war ihr bewusst geworden, dass sie Gefühle für diesen Mann empfand und sie war sich sicher, dass es ihm ebenfalls so ging.

Doch dann änderte eine Nachricht plötzlich alles. Eine Nachricht, die sie zwang ihr damaliges Leben, so wie es war, aufzugeben. Und jetzt 2 Jahre später befindet sie sich auf der anderen Seite des Ozeans, einem anderen Kontinent, in ihrem niedlichen kleinen 2-Zimmer Appartement mit Blick auf den Lincoln Park in Chicago.

Sherlock meinte damals, dass sein Bruder Mycroft etwas für sie organisieren konnte. Eine Art Zeugenschutzprogramm. Man organisierte ihr ebenfalls eine wunderschöne kleine Wohnung und eine neue Identität. Ihr Name lautete jetzt nicht mehr Katie Wilson. Sie hörte fortan auf den Namen Jane Matthews.

Es dauerte nicht lang, dann hatte sie sich an ihr neues Leben in Chicago gewöhnt. Die ersten Wochen verbrachte sie mit dem Kennenlernen der Stadt, der näheren Umgebung und der Menschen. Als ihre finanziellen Mittel sich langsam dem Ende neigten, entschloss sie, sich nach einem Job umzusehen.
Für den Anfang jobbte sie daher tagsüber in einem Supermarkt und nachts in einer Bar, nahe ihrer Wohnung. Wie sich schnell herausstellte, waren die üblichen Besucher der Bar Polizisten oder FBI- Agenten. Sie war schon immer interessiert an dessen Arbeit und kam sehr schnell ins Gespräch mit den Leuten. Ein wiederkehrender Besucher war Jack Hunter. Es war ein junger, nach Katies Meinung auch ein recht gutaussehender Mann. Er hatte kurzes braunes Haar, war groß und trug immer einen gut geschnittenen Anzug, der die Konturen seines sportlich gebauten Körpers hervorhob. Er kam ebenfalls nicht von hier. Sein leicht vorhandener britischer Akzent verriet ihr, dass er aus Großbritannien stammen musste. Er wuchs in Liverpool auf und ging dann nach einiger Zeit nach Amerika. Er wollte schon immer beim FBI arbeiten. Wo er auch schließlich landete. Und nun arbeitet Jack beim FBI im Bereich der Verhaltensforschung. Ihre Arbeit besteht u.a. darin, die Psyche eines Mörders mit Hilfe von Interviews und durch Analysieren dessen durch einen Kriminalpsychologen, besser verstehen zu können. Sie war sofort Feuer und Flamme von der Idee und seiner Arbeit und unterhielt sich die meiste Zeit nur noch mit ihm. Sie fingen auch an, sich außerhalb der Arbeit zu treffen. Irgendwann im Laufe der Zeit erzählte er ihr dann, dass sie ein neues Mitglied für den Bereich Kriminalpsychologie suchen würden. Katie war mit ihrem Abschluss im Bereich der forensischen Psychiatrie durchaus qualifiziert, das wusste sie. Doch leider gab es sowohl ihren Abschluss als „Katie Wilson“ nicht mehr. Mycroft hatte es irgendwie geschafft, sie und ihr Leben komplett aus dem System zu löschen. Deswegen unterstützt sie Jack hin und wieder mit Anregungen oder Denkanstößen. Mit der Zeit entwickelte sich eine Freundschaft zwischen ihnen und sie lernte durch ihn auch noch weitere seiner Kollegen kennen.

Sie war sich sicher, dass es ihr durchaus gelingen werde, hier ein neues Leben zu beginnen. Dennoch vermisste sie ihre Freunde aus London. Molly, die sich schnell zu einer sehr guten Freundin von ihr entwickelte und John, mit dem sie immer lachen konnte und der immer wieder so besorgt um sie war und der, der bei ihrem Abschied versprach, sie so schnell wie möglich wieder zurück zu holen und sogar Sherlock.
Sherlock, der ihr immer wieder jeden Nerv raubte. Derjenige, der auf ihren Gefühlen herumtrampelte und der, der den Abend vor ihrer Abreise unvergesslich machte.

Und jetzt stand sie hier an ihrer Tür in ihrem Appartement in Chicago und starrte erschrocken auf die Person, die vor ihr stand.
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