Die teuflische Lehrerin - Reloaded

von Swar
KurzgeschichteRomanze / P18 Slash
31.07.2020
05.08.2020
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01.08.2020 561
 
04. Mai 2020 - Berlin/Alexanderplatz - 8:43 Uhr

Die Fahrt durch die größte Stadt Deutschlands klappt verhältnismäßig problemlos und Julia Schmidt steht jetzt neben der Weltzeitzuhr um ein letztes Mal in den kleinen  Handspiegel zu schauen.
Vor ihren Augen erstreckt sich der 70 Stockwerk hohe eindrucksvolle, mächtige wirkende Firmensitz der Fuchs Health AG. Dagegen verblasst sogar der allseits bekannte Berliner Fernsehturm regelrecht vor Neid.

Die braunhaarige Frau zieht ihre schwarze Mund-Nasen Schutzmaske auf und schreitet frohen Mutes durch den gläsernen Haupteingang.

Am Empfang sitzt hinter der Plexiglasscheibe eine scheinbar gelangweilte ältere Dame und betrachtet skeptisch den Neuankömmling. Nach einen freundlichen Guten Morgen überreicht Julia ihr die geforderten medizinischen Unterlagen.

Sie ruft kurz in der Personalabteilung an und bittet die junge Frau so lange Platz zu nehmen. Es ist um diese Zeit ziemlich wenig los und kurz nachdem sich Julia auf den Stuhl gesetzt hat, erscheint eine Dame im hellblauen Business Dresscode aus dem Aufzug um sie herzlich zu begrüßen.

Anhand der auffälligen blonden Haaren erkennt sie Emma Schneider auf Anhieb. Vorletztes Jahr absolvierte die fast Gleichaltrige an der Helmut Schmidt Mädchenschule mit großen Erfolg das Abitur und wurde hinterher gleich in der Firma von Thomas Fuchs eingestellt. Mittlerweile ist Emma durch ihre innige Beziehung zu Francesca Moretti sehr bekannt und die gebürtige Freiburgerin scheint Berlin mittlerweile irgendwie halbwegs zu mögen.

Zuerst erklärt sie Julia das innerhalb des Firmengebäudes keine Mundschutzpflicht herrscht, außer in den Laboren wo diverse Impfstoffe erprobt werden. Die liegen im unteren Bereich und dürfen nur von bestimmten Personen betreten werden.

„Wir haben uns lange nicht gesehen Emma“ sagte Julia
„ja ich glaube das war am Silvester“ meinte Emma nachdenklich.
„Ist ja wenig los hier“ stellte Julia fest.
„Kein Wunder die meisten sind auch im Home Office und daran wird sich denke ich so schnell nichts ändern, wir haben Glück in ein Pharmakonzern arbeiten zu dürfen“.
„Ja das ist bestimmt besser als im Hotel, Flugzeug oder auf einem Kreuzfahrtschiff“.

Emma nimmt die gute Freundin mit in den 40. Stock und zeigt ihr den neuen Arbeitsplatz in der Buchhaltung. Die ist in Gegensatz zu den anderen Abteilungen relativ gut besetzt. Rechnungen zahlen sich nämlich nicht von selber und Julia Schmidt kommt gerade zur rechten Zeit.

Weil vor gut zwei Wochen eine schwangere Kollegin in Mutterschutz gegangen ist und momentan keine weiteren Personen aufgrund von Covid 19 eingestellt werden. Die Geschäftsführung hat absolut kein Interesse den Firmensitz durch eingeschleppte Viren in Quarantäne stecken zu müssen.

Lustigerweise erkennt die braunhaarige Architektentochter einige der älteren Mitarbeiterinnen wieder, die stammen ebenfalls aus der Helmut Schmidt Mädchenschule. Fehlt noch Frau Fuchs dann können sie alle nochmal Unterricht nehmen und wenn man von Teufel spricht betritt im selben Augenblick die schwarzhaarige Geschäftsfrau das Großraumbüro.

Die 29 jährige Tochter von industriellen Geschäftsmann Thomas Fuchs ist fester Bestandteil im Unternehmen. Sie unterrichtet nämlich nicht nur aus Spaß an der Helmut Schmidt Mädchenschule sondern lotst mit großen Erfolg frisch gebackene Absolventinnen in den Konzern.

Aktuell gibt es in der Schule aufgrund des Virus nicht wirklich was zu tun. Deshalb wirkt die Geschäftsfrau aktuell in der Geschäftsführung mit und grinst innerlich beim schönen Anblick der jungen Liebhaberin.

Zuerst aber verteilt Frau Fuchs neue Aufgaben für die Mannschaft, damit ihnen bloß nicht langweilig wird und Julia denkt sofort an die Schulzeit zurück.

Mehr von Emma Schneider und Francesca Moretti gibt es in "Eine Schülerin im Cafè"
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