Die teuflische Lehrerin - Reloaded

von Swar
KurzgeschichteRomanze / P18 Slash
31.07.2020
05.08.2020
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31.07.2020 562
 
04. Mai 2020 - Berlin/Wannsee - 7:43 Uhr

Mit einer gewissen Ruhe sitzt Julia Schmidt im weißen Bademantel am Küchentisch der heimischen Villa um das Frühstück mit der kleinen Schwester Sophie Schmidt zu genießen. Die Tageszeitung oder das Smartphone lässt die junge Frau einfach links liegen. Es gibt ohnehin zur Zeit nur ein großes Thema und das ist Covid 19, über nichts anderes wird mehr geredet.

Davon will die braunhaarige Architektentochter nicht die Laune verderben lassen im Gegenteil. Den heute beginnt in diesen aufregenden Zeiten ein neuer Lebensabschnitt. Der erste richtige Arbeitstag im ihren noch jungen Leben, schon letztes Jahr wollte sie in der Fuchs Health AG einsteigen. Doch Julia versagte unerwartet in der Abitur Prüfung und musste das Jahr nochmal wiederholen.

Eigentlich kein schlechtes Jahr wenn man bedenkt, das sie die ganze Zeit mit der verdorbenen Klassenlehrerin Caroline Fuchs heimlich die Schule in ein privates Liebesnest verwandelte, aber irgendwann ist auch mal wieder gut.

Der Blick auf die Küchenuhr verrät langsam mal fertig zu werden um Punkt 9:00 Uhr muss sie am Alexanderplatz sein. Mit der stinkenden U-Bahn fährt Julia keinesfalls dorthin, dafür hat man praktischerweise einen stets verlässlichen Chauffeur.
Doch zuerst braucht die Arbeitsanfängerin ein paar brauchbare Kleider für den spannenden Tag und läuft ein Stockwerk hoch direkt ins Zimmer.

Der verstaubte Schulranzen in der Ecke ignoriert Julia komplett. Sie hätte das hässliche Teil am besten gleich nach Schulabschluss verbrennen oder noch besser in Wannsee demonstrativ versenken sollen. Diese kruden Gedanken verfliegen wieder Angesicht ihres neuen blauen Business Damen Hosenanzug der Marke Dolzer am Kleiderbügel. Sie hat stundenlang zusammen mit ihrer jüngeren Schwester im Internet nach passenden Anzügen gesucht und beim ersten Anblick unverzüglich gekauft.

„Du bist jetzt mein neuer bester Freund“ murmelte Julia leise, wenige Minuten später sitzt er wie angegossen am schlanken Körper und mit der Bürste kämmt Julia ihre langen braunen Haare zurecht. Sie will bereits am Empfang nicht als Pennerin des neuen Arbeitgebers wahrgenommen werden und mit einen Gummi bindet sie das prachtvolle Haar zu einem Pferdeschwanz und schaut erneut in den Spiegel.

„Julia du siehst wirklich Klasse aus“ sagte die junge Frau zufrieden und schaut beiläufig auf die untere verschlossene Schublade ihres Schreibtischs.
Dort liegen mittlerweile hunderte wenig sogar tausende geschossenen Fotos im unscheinbaren DIN 4 Umschlag von ihrer ehemaligen Klassenlehrerin.
Der Rest wurde auf einen nicht W-LAN fähigen Laptop gespeichert. Darauf müssten mittlerweile auch einige hunderte Abzüge sein und eines ist schmutziger als das andere.

Letzte Nacht hat sich Julia daran maßgeblich erfreut und dachte an die ältere Geliebte. Frau Fuchs ist momentan trotz der Pandemie geschäftlich innerhalb von Deutschland unterwegs und kehrt die nächsten Tage wieder zurück. Ihr scheint es offenbar blendend zu gehen, sonst würde die schwarzhaarige Geschäftsfrau nicht andauernd irgendwelche versaute Bilder schicken.

Dann taucht Sophie an der Türschwelle auf um die ältere Schwester zu bewundern.

„Ja der sieht wirklich gut aus“ sagte Sophie
„finde ich auch Team Schmidt hat gute Arbeit geleistet“ sagte Julia grinsend.
„Komm bloß nicht am deinen ersten Arbeitstag zu spät“.
„Keine Sorge kleine Schwester ich habe alles im Griff und lass dich nicht unterkriegen Sophie“.
„Danke ich wünsche dir noch einen schönen Tag Schwesterherz“.

Gegen 8:15 Uhr verlässt Julia ihre heimischen Gefilde und atmet erst mal die schöne frische Luft ein. Das strahlende Sonnenwetter sorgt einfach für gute Laune und kurz darauf steigt die braunhaarige Architektentochter in den schwarzen Mercedes ein.
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