Harry Potter x Star Wars II - Eine neue Welt

CrossoverFantasy, Sci-Fi / P16
31.07.2020
21.09.2020
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09.08.2020 1.495
 
“Wooowww!” Evans schrie laut auf, riss den Steuerknüppel herum. In einer mehr als fließenden Bewegung schoss das Strahlenflugzeug herum, schlängelte sich auf seine Bewegungen hin perfekt durch den engen Hindernisparcour. “Ziel voraus!” erklang über sein Headset. Sofort sah Evans nach vorne, erkannte die plötzlich auf ihn zurasende Kampfdrohne. Instinktiv riss er den Hebel zur Seite, flog knapp unter seinem Angreifer hindurch. Eine blitzscharfe Wendung, die ihm einiges abverlangte und er war hinter seinem Gegner. Grinsend richtete Evans seine Maschine aus, betätigte den Feuerknopf. Aus zwei in den Rumpf implementierten Röhren schossen hellblaue Energiegeschosse, trafen ihr Ziel und rissen die Drohne in Stücke. “Wooohhhooo!” Evans triumphierte, das Adrenalin rauschte durch seinen Körper. Das war ein wahnsinniges Gefühl!

“Na, was sagen Sie?” Ein US-amerikanischer Ingenieur in Begleitung eines anderen Majors erwarteten Evans bereits, als er seine Maschine verließ. Keuchend und lachend kam Evans näher. “Die Flugeigenschaften sind herausragend. Nur mache ich die G-Kräfte auf Dauer nicht mit”.
Der Ingenieur nickte zufrieden, notierte etwas auf einem Klemmbrett. Der Major nickte dem Ingenieur zu: “Entschuldigen Sie uns einen Moment”. Mit diesen Worten nahm er Evans zur Seite, die beiden entfernten sich einige Meter vom Flugzeug. “William, alter Freund!” Freudig umarmte der Major Evans, der die Geste sofort erwiderte. “John, schön dich zu sehen!” Beide begutachteten kurz die Uniformen des jeweils anderen. “Mann, hast es ja ganz schön weit gebracht” grinste John und deutete auf die Rangabzeichen, die Evans’ Uniform zierten
“Ein Lieutenant Colonel, ich bin beeindruckt”.
Evans lächelte. “Ja, seit der ganzen Geschichte mit London ist einiges anders.”
Beide gingen das Flugfeld entlang.
“Dass tatsächlich Zauberer existieren...so richtig will ich es immer noch nicht glauben”. John lächelte, schüttelte leicht den Kopf.
“Ja, ich auch nicht. Wie nehmt ihr die Nachricht bei euch da drüben denn auf?” erkundigte sich William.
"Schwierig. Offiziell herrscht Frieden, aber…die Leute sind skeptisch. Bewaffnen sich, kaufen teilweise jeden Mist, der gegen Zauberei helfen soll". John spottete. "Hier dürfte es doch kaum besser sein, oder?"
"Kaum". William erklärte in Kurzform, wie schwer der Schaden in London wirklich war. "Das Ganze belastet enorm. Dennoch…irgendwo ist man dankbar, dass dieser Dämon besiegt wurde."
"Du warst ja dabei. Wie war es? Und wie siehst du die Sache denn?" John war merklich interessiert, hielt sich aber zurück.
"Ich war nur auf der Brücke der Interceptor, das weißt du doch. Ich sage dir, ich habe noch nie so viel Angst gehabt."
"Vor Morgan?"
William nickte. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, wenn er an dir Spannung zurückdachte. "Vor allem. Ich weiß nicht…ich habe den Zauberern vertraut. Und ich hatte Recht: Sie haben gesiegt. Wir haben gesiegt. Und nur durch sie".
John nickte, schien allerdings nicht ganz zufrieden mit der Antwort zu sein. "Und…du bist ihnen doch begegnet. Wie sind Zauberer…denn so?"
William lächelte. "Sie sind wie wir. Einfach Menschen. Normale, nette Menschen. Nur eben mit besonderen Fähigkeiten."
Er sah zu seinem Freund. "Wieso fragst du?"
"Ach, nur aus Neugierde." John grinste. "Geht's dir sonst gut?"
William blieb stehen, sah ihm in die Augen. "John, hör auf. Ich seh doch, dass dir was auf dem Herzen liegt. Was ist es?"
John überlegte, sah sich zu allen Seiten um, dass niemand zuhörte. "Du erinnerst dich an meine Tochter, Ellie?"

"Natürlich. Ist eine Ewigkeit her, seit ich sie gesehen hab. Wie alt ist sie mittlerweile, achz?"

“Schon zehn. Fast zu lieb für ihr Alter." John lächelte stolz, doch er sah William besorgt an." Hör mir zu, ich…ich denke dass sie eine…eine Hexe sein könnte".
"Eine Hexe?" William zog überrascht die Augenbrauen hoch. "Wie kommst du darauf?"
Erneut sah sich John um.
"Ich hatte letztens einige Wochen Urlaub und war zu Hause bei Mary. Aber Ellie…ich habe Dinge gesehen, die ich nicht erklären kann".

"Was für Dinge?"

"Sie hat sich letztens beim Frühstück den Salzstreuer geholt, ohne ihn anzufassen. Er ist einfach von allein in ihrer Hand geglitten. Ich dachte ich gucke nicht richtig. Hätte halt nicht aufgepasst. Aber dann hab ich beim Spielen in ihrem Zimmer gesehen… Sie hat ihre Puppen bewegt, sie ein Gespräch führen lassen…doch sie hat keine der beiden Puppen angefasst."
Er sah ihn Williams Augen." Du hältst mich für verrückt, oder?"
William lachte leise. "Du, ich habe erlebt, wie sich ein Zauberer teleportiert hat und wie ein Dämon London überfallen hat. Ich halte nichts mehr für unmöglich". Johns Mund blieb ein gerader Strich, Besorgnis glimmte in seinen Augen. "Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Wenn sie eine Hexe ist, wird das auffallen. Früher oder später. Und wenn die Leute das wissen…"
Er musste den Satz nicht beenden. William verstand. "Hör mir zu, William: Kannst du mir da irgendwie helfen?" John flehte beinahe, sah sich wieder um. “Ich kann niemanden sonst fragen.”
William überlegte. Harry konnte er nicht bitten, der hatte genug zu tun. Oder doch? Immerhin tat er Harry auch einen Gefallen. "Ich bin kein Fachmann für sowas. Ich hätte zwar eine Idee, aber du darfst mir dann keine Fragen stellen."

"Wirklich keine?" haderte John.
"Nein. Die Lage wegen der Zauberer ist hier mindestens so angespannt bei euch, wenn auch anders. Ich kann es nur auf diese Weise machen".
"Also gut. Sag mir nur: Ist es gefährlich?"
William sah die Sorge in den Augen seines Freundes. Die Angst um seine Tochter. "Nein, ich denke nicht" gab er beruhigend zurück. Hoffentlich… dachte er.
“Danke mein Freund. John lächelte wieder, gab ihn einen freundschaftlichen Knuff gegen die Schulter. “Habt Ihr noch die Zeit, ein Gläschen mit uns zu trinken, Herr Lieutenant Colonel?” William grinste.
“Sicher doch”.

Die Bar auf dem Militärgelände war schick eingerichtet. Der schmale Gang von der Eingangstür führte direkt zur Theke, links und rechts davon waren diverse Tische mit Sitzbänken und Sitzecken angebaut worden. Weiter hinten links stand ein Billiardtisch sowie ein Wegweiser zu den WCs. William betrachtete seine Umgebung, pfiff durch die Zähne. Die Sitzbankbezüge bestanden aus teurem, dunkelbraunem Leder. Hinter der Theke standen diverse hochprozentige, edle Tropfen, und an den Wänden hingen diverse Bilder von hohen Offizieren und Kriegshelden. Mit einem breiten Lächeln ließen sich die beiden auf zwei Barhockern an der Theke nieder. “Die Herren Offiziere, was darfs sein?” fragte der Barkeeper knapp. “Zwei Bourbon Whiskey, einen wirklich guten Jahrgang” beorderte William. Keine halbe Minute später standen zwei Gläser goldene Flüssigkeit vor ihnen. “Auf das Leben”. Die beiden stießen an, genossen den warmen Alkohol, der ihre Kehlen hinabrann. John betrachtete die Bar. “Erinnerst du dich, als wir beide noch Sergeants waren und in dieser simplen Soldatenkneipe waren?”
William lachte, trank noch einen Schluck von dem flüssigen Gold, das in seiner Kehle brannte. “Verdammt will ich sein, wenn ich das vergesse. Der UNO-Einsatz im Nahen Osten, ist auch schon ne Weile her”.
“Ja, allerdings”. John sah grinsend auf sein Glas. “Es passiert so unglaublich viel in letzter Zeit. Wenn ich daran denke, mit was wir damals gekämpft haben...huh. Und jetzt bauen wir hochmoderne Strahlenflugzeuge mit Laserkanonen” Er kippte den Rest des Whiskeys. “Ich hab zwar keine Ahnung, woher wir auf einmal die Möglichkeiten haben, aber zur Hölle, diese Maschinen sind der Wahnsinn.” Williams lächelte, der Enthusiasmus seines Freundes war ansteckend. “Noch zwei Bourbon!”
John grinste breit. “Sehr spendabel, der Herr Lieutenant Colonel”.
“So kann ich sein”. Beide nippten abermals. “Weißt du denn, wo Ihr eure Maschinen baut?” fragte William.
John schüttelte den Kopf. “Nicht genau. Ich weiß nur, dass es irgendwo um Frankfurt sein muss.”
“Frankfurt? Ihr produziert eure Flugzeuge in Deutschland?”
William nahm noch einen Schluck, verarbeitete die Information.
“Jaja, da ist irgendein internationales Gelände, genaues weiß ich nicht. Aber ich sag dir, die Deutschen wissen wirklich, wie man Maschinen baut”. William nickte. Internationales Gelände...da klingte irgendwas bei ihm, wenn auch sehr entfernt. “Warst du mal dort?”
“Ha! Ich sage dir, ich würde einiges geben, das mal zu sehen. Die müssen da richtig abgefahrenes Zeug machen, so geheim wie das ist”.
William sah ihn eindringlich an. “Wenn das so geheim ist, woher weißt du dann davon?”
John grinste verlegen. “Nun ja, ich hab vielleicht mal ein Telefongespräch eines Generals mitgehört, was nicht für mich gedacht war. Warte, du meldest mich doch nicht, oder?”
“Ach, wo denkst du hin?” William nickte zufrieden. Frankfurt, das war immerhin etwas. Würde seine Chancen steigern, bei Harry Erfolg zu haben. “Schaffen wir noch einen?” fragte John, liebäugelte mit der Flasche Bourbon hinter der Theke. William ächzte, der Alkohol machte sich schon bemerkbar. “Einen letzten. Dann reichts aber”. Der Barkeeper schenkte ein letztes Mal nach. “Auf dich William. Für deine Hilfe”. John hob sein Glas. “Auf das meine Idee Erfolg hat” korrigierte William, dann klirrten die Gläser.
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