Harry Potter x Star Wars II - Eine neue Welt

CrossoverFantasy, Sci-Fi / P16
31.07.2020
21.09.2020
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Prolog

“Ahhh!” Der Schlag auf Evys Wange war hart, riss ihr Gesicht zur Seite. Ihr sonst langes, hellbraunes Haar hing in unzähligen Strähnen über ihr Gesicht. Nur langsam sah sie wieder nach vorne. Tränen liefen ihre Wange herunter. Das runde, weiche Gesicht zierte von Schlägen und Messerschnitten. Sie zitterte, doch das sah man nur in ihrem Gesicht. Ihre Arme und Beine waren mit Seilen fest an einen hölzernen Stuhl gefesselt. Der kleine, aber robuste rechteckige Küchentisch, an dem der Stuhl vorher gestanden hatte, lag umgekippt auf dem Boden. Zwei Einschusslöcher mit schwarzen Brandspuren zierten die Platte, während das zentrale Beingestell an mehreren Stellen gebrochen war.

Ein Stromschlag raste durch ihren Körper. Abermals schrie Evy auf. “Du verdammte Zauberer-Hure”. Ein großgewachsener Mann mit Glatze sah sie tadelnd an, ein fieses Grinsen auf den Lippen. Er trug eine Art robustes, rot-weiß kariertes Hemd, dass allerhand Gebrauchsspuren aufwies, aber seinen Dienst noch gut verrichtete. Evy hatte bereits den kleinen, metallischen Anhänger um seinen Hals erkannt. Ein silbernes Kreuz mit einem Totenkopf in seiner Mitte.
“Auaa!” Wieder schlug der Mann zu. Eine Geruchswelle seines billigen Rasierwassers schlug Evy entgegen. Sie heulte.
“Bitte, ich weiß nichts!”
Der Mann sah sie unschuldig an. “Ich weiß auch nichts. Wie oft hab ich sie schon geschlagen? Hm?” Er sah um sich. Vier weitere Männer in gleicher Montur und Waffen in den Händen lachten hämisch. “Dreimal? Erst dreimal, oder?” Da ist ein weiterer doch sicher drin”. “Immer drauf, Jack." gröhlte einer der Anderen. Wieder flog die Hand hinab und traf.

Lothar grinste in sich hinein. Er lehnte lässig an der Hausfassade, beobachtete die Straße. Kein Mensch weit und breit. Ein leiser Schmerzensruf drang an sein Ohr. “Die gebens ihr richtig” sagte er zu sich selbst. “Vielleicht kann ich die Kleine vögeln, bevor der Boss sie umlegt? Die kecken Titten sehen wirklich zum…” Er unterbrach sich. Hatte sich da vorne was bewegt? Er kniff die Augen zusammen, sah zu den entfernten Laternen. Niemand zu sehen. Er schüttelte den Kopf. “Einbildung ist auch ne Bildung”. Er grinste, knetete imaginäre Brüste. “Mann, die Dinger der Kleinen…” Diesmal erhob er sich. Er hatte doch was gehört. Ganz sicher. Ein leises Klappern. Von rechts. Vorsichtig schlich er vorwärts, zog eine kleine Pistole aus seinem Halfter. Die Waffe sirrte leise, als er sie auflud. Da vorne, eine der Tonnen rappelte leicht. Schritt für Schritt schlich er näher, richtete die Pistole aus…
“Miau!” Lothar erschrak sich genauso wie die schwarz-weiß gestreifte Katze, die mit einem Mal hinter der Tonne hervorsprang. Sie sah ihn ratlos an, leckte sich eine der Pfoten. Erleichtert senkte Lothar seine Waffe. “Mann Mietze, du hast mich vielleicht erschreckt.” Er steckte die Waffe wieder ein. “Nun los, ab. Husch husch.” Die Katze sah ihn einen Moment lang weiter an, dann maunzte sie erneut und verschwand in der Dunkelheit. Abermals stieß Lothar beruhigt die Luft aus. “Mann, ich lass mich von ner Katze ersch…”
Es sirrte hinter ihm, ein Licht schoss seitlich auf ihn zu. Ein Schnitt, dann ein Erlischen. Lothars aufgerissene Augen starrten ins Nichts, während sein Kopf von seinen Schultern fiel und sein Körper zusammenbrach.

“Bitte!” Evy flehte. Ihr ganzer Körper brannte von den Stromschlägen, die verhinderten, dass sie disapparierte. Jack hielt ihr grinsend ein Messer an die Kehle. “Ich kann es schnell machen, versprochen.” Er besah das Messer, schnitt ihr ein wenig in den Hals. “Doch dazu musst du reden!” Er wurde lauter. “Wo ist der Eingang zum Ministerium?!” Evy war am Ende. Sie würde ohnehin sterben. “Er...er ist…” Die kleine Glühbirne, die den Raum erleuchtete, zersprang mit einem Mal. Sofort war es stockdunkel, die Männer zuckten zusammen. Ein Sirren erklang in der Ferne. “Was ist das?” rief einer der Männer. Die schwarze Gestalt schoss wie aus dem Nichts hervor. Eine blaue Klinge wirbelte umher, blaue Energieschüsse wurden abgefeuert, reflektiert und schlugen in die Umgebung ein. Glas zersprang, es herrschte absolutes Chaos. Evy schrie, dumpfe Aufschläge auf den Boden erfolgten. Dann mit einem Mal Stille. Fluchend zog der Anführer der Truppe ein kleines Gerät hervor, klickte einen Knopf und warf es auf den Boden. Es piepte einmal, dann strahlte ein hellblaues Licht in den ganzen Raum. Sofort erschrak er. Seine Männer lagen alle tot am Boden, teilweise waren Arme und Oberkörper durchtrennt. Evy saß völlig panisch auf ihrem Stuhl, neben ihr eine in einen schwarzen Umhang gehüllte Gestalt. “Stehenbleiben!” Jack feuerte sofort einen kleinen Pfeil mit grünlicher Flüssigkeit ab, traf die Gestalt in den Hals. Diese ächzte, zog den Pfeil heraus. Jack erahnte Gesichtszüge unter der Kapuze. “Ein falscher Schritt und ich vaporisiere dich!” Die Gestalt sah auf die Pistole in Jacks Hand, die einen hohen sirrenden Ton von sich gab. Dann trat sie vor. “Wie du willst”. Jack zögerte nicht, drückte ab. Ein Schuss blauer Energie flog auf die Gestalt zu und prallte an einer unsichtbaren Mauer ab. Jack blinzelte. Wie konnte...Panisch feuerte er nochmal, doch das Ergebnis änderte sich nicht. Er wich zurück, lud erneut, als eine unsichtbare Macht ihm die Waffe aus der Hand riss, ihn gegen die Wand schleuderte und würgte. Jack rang nach Luft, röchelte. Die Gestalt stand nun direkt vor ihm. Langsam zog sie ihre Kapuze ab. “Das ist...unmöglich”. Jack kämpfte mit seinem Atem. “Der Pfeil...du hast...keine Zauberkraft…”
Der Unbekannte sah ihn finster, hasserfüllt an. “Ich bin weit mehr als das. Und nun rede du: Wer hat euch geschickt?” Jacks rang sich ein Lächeln ab. “Aus mir bekommst du gar nichts heraus.” Der Unbekannte hob die andere Hand, schien sich zu konzentrieren. Jack wand sich, zappelte und strampelte. “Nein, du dringst nicht in meinen Kopf!” Die Gestalt ließ ab, sah ihn frustiert und wütend an. Jack lachte schwach. “Egal was es für ein Zauber ist, du brichst meinen Geist nicht”.

“Nein. Aber dich”. Dann krachte Jacks Genick, er sank leblos zu Boden. Der Unbekannte seufzte schwer, atmete tief durch. Evy sah zitternd auf ihren Retter, brachte kein Wort heraus. “Es tut mir Leid, was sie dir angetan haben.” Er löste ihre Fesseln. “Doch nun komm, wir müssen hier weg.”
“Wer...wer...wer bist du?” Er antwortete nicht, sondern legte ihren Arm über seine Schultern, hob sie hoch und stützte sie. Gemeinsam erreichten sie die Vordertür, humpelten hinaus auf die Straße. “Ich bring dich jetzt in Sicherheit”.
“Nein, bitte...warten.” Sie zitterte noch immer, atmete schwer. “Wer seid ihr?”.
Der Unbekannte hob seinen Kopf, sah sie mit Augen an, deren warmes Grün eine seltsam beruhigende Wirkung auf Evy ausübten.
“Ich bin Harry Potter”.


Und mit diesem Auftakt herzlich willkommen zu “Harry Potter II-Eine neue Welt”. Ich, Sarius, melde mich eigentlich nicht direkt in meinen Geschichten, will dies hier aber einmal tun, weil diese Geschichte wie der Name verrät der zweite Teil einer Reihe ist. Somit gibt es eine Vorgeschichte, wie nicht unerheblich ist, um zu verstehen, wieso die Ausgangslage so ist, wie sie ist. Lies also zuerst “Harry Potter I-Eine neue Dunkelheit”. Für diejenigen, die hiermit allerdings unbedingt zuerst einsteigen möchten, will ich die Ausgangslage einmal kurz zusammenfassen.

WARNUNG: TROTZ STARKER VEREINFACHUNG IST DER FOLGENDE ABSCHNITT STARK SPOILERLASTIG! SPOILER! SPOILER!




Was bisher geschah: Als in Hogwarts seltsame Vorkommnisse geschahen, wurde Harry als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Hogwarts angestellt und um Hilfe gebeten. Recht schnell stellte sich dabei heraus, dass hinter den Vorkommnissen ein ehemaliger Jedi-Ritter, Quinlan Vos steckte, der allerdings einem Zugriff immer wieder entkam. Doch Harry und das Ministerium erhielten Hilfe in Form von Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi und Ahsoka Tano, die gemeinsam mit den Auroren und Dumbledores ehemaliger Armee Vos schließlich stellten und gefangennahmen.

Doch nun ergab sich ein Problem: Während Vos in Askaban eingesperrt wurde, musste eine Möglichkeit gefunden werden, die Jedi samt Vos wieder nach Coruscant zu schicken. Noch auf der Suche nach einer Lösung häuften sich bei Harry, bei dem eine Machtsensivität festgestellt worden war, dunkle Visionen von Dementoren und Vernichtung. Zunächst sah es aus als würde Harry richtig liegen, doch schließlich änderte sich das Bild komplett. Es gab einen Zwischenfall mit Harry und Ahsoka, der beinahe kritisch geendet hätte und zunehmend nahm Harrys Ruf ab. Am Ende gab es eine Möglichkeit die Jedi zurückzuschicken und Harry wurde für die falsche Verbreitung von Angst, Vernachlässigung von Pflichten und weiteren Punkten zur Haft in Askaban verurteilt.

Bevor es allerdings soweit kam, brach die wahre Bedrohung aus ihrem Schatten: Bei dem Rückkehrversuch der Jedi nach Coruscant, den Harry nur knapp verhinderte, stellte sich heraus, dass der eingesperrte Vos nur eine Kopie seiner Selbst gewesen war und das Original viel stärker und mächtiger. Eben dieser originale Vos hatte in der Zwischenzeit unbeabsichtigt einen Dämon namens Kabandha beschworen und war Herr über die Dementoren, die inzwischen zur Schattenkriegern mutiert waren.

Kaum nach dieser Enthüllung wurden Harry, die Jedi und einige weitere Personen von einem Ministeriumsmitglied gefangen genommen, der Anhänger eines dämonischen Kultes war. Trotz aller Bemühungen starb Ginny durch die Kultisten und ein darauf tobender Harry vernichtete den Kult mit der dunklen Seite der Macht. Doch auch Ahsoka lag durch eine Verletzung eines Schattenkriegers im Sterben, woraufhin ein seltener, uralter Trank sowohl der schwachen Ahsoka als auch dem bis dahin gefangen genommenen Harry verabreicht wurde. Die Kräfte beider wuchsen daraufhin um einiges, ebenso fand Neville, einer alten Spur folgend, die Ginny vorher gefunden hatte, zusammen mit Luna einen blauen, energiereichen Würfel: Den Tesserakt.

In einer Reihe schlimmer Ereignisse entschieden sich die Zauberer die Muggel in Kenntnis zu setzen, da diese nach ihrem Wissenstand gewisse Möglichkeiten hatten, sich gegen die Schattenkrieger zur Wehr zu setzen. Die Nachricht machte weltweit die Runde, gleichzeitig fand nach einiger Zeit eine letzte, finale Schlacht in London statt. Ein Eliteteam aus Harry, seinen Freunden, den Jedi und einem Trupp Muggelsoldaten griff Vos, der sich als Anführer im Zentrum von London aufhielt, an. Durch verschiedene Probleme blieben am Ende nur die Jedi und Harry übrig, um gegen Vos zu kämpfen. Als dieser geschwächt war, übernahm Kabandha  die Kontrolle und nur knapp gelang es Harry Vos zu töten.

Nach diesem scheinbaren Sieg brach Kabandhas wahre Form aus der Hülle heraus, streckte alle in seinem Umfeld nieder und tötete Harry per Genickbruch. Durch einen Trick seines Geistes schaffte es Harry, beide Kraftwelten gleichzeitig zu nutzen, was ihn ins Leben zurückbrachte und erlaubte, die Schattenform und damit Kabandha endgültig zu töten.

Zuletzt schickte Harry die Jedi und sich selbst mithilfe des Tesseraktes nach Coruscant zurück und nahm Abschied. Besonders von Ahsoka, was beiden schwerfiel, da der alte Trank bereits eine Verbindung zwischen den beiden geschaffen hatte. Dennoch kehrte Harry zurück und machte weiter. Und nach einem halben Jahr beginnt Teil 2...
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