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Die Wächter des Schattens

von Seyphir
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Mix
OC (Own Character)
30.07.2020
06.12.2022
17
58.477
11
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30.01.2021 3.702
 


Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist.

~Erskine Caldwell




8.Misstrauen






,, Askajia?“, fragt River perplex, als sie ihre Anführerin und Freundin vor sich sieht. Doch auch Askajia sieht sie verwundert an.
Rivers Gedanken rasten, denn damit hat sie nun wirklich nicht gerechnet. Zwar hat ihr Begleiter ihr gesagt, dass sie Askajia hier finden. Doch daran geglaubt, hat sie nicht. Das alles hat zu verlockend gewirkt, zu passend. Wie wahrscheinlich ist es denn auch, dass man zufällig auf Jemanden trifft, der einen aus einer brenzligen Situation rettet und dann auch noch zu seinem Ziel bringen kann? Geschweige denn zu wissen was das Ziel ist? River ist von Natur aus, bei so was misstrauisch. Das hat einfach zu gut gepasst. Natürlich hat eine kleine Stimme in ihr gehofft, doch mehr hat sie nicht zugelassen. Zu ernst ist die Lage, als das sie sich auf so was verlassen würde.



Dieser Kerl war zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Das konnte gar nicht stimmen. Das er die Schreckenspost, als Argument verwendet hat, hat sie nur umso misstrauischer gemacht. Die 20jährige ist mit der Erwartung in diesem Raum getreten, dass sie sich direkt in die Hände von dutzenden Drachenjägern begeben würde. Nun ihre Anführerin vor sich zu sehen, bringt sie nun doch etwas aus dem Konzept. Selbstredend das sie sich freut, doch die Überraschung über ihre Missdeutung der Situation, lässt sie starr werden. Einige Sekunden vergehen in den River die 20jährige einfach nur anblickt und die Situation begreift. Dann erscheint ein sanftmütiges Lächeln auf dem Gesicht der Weißblonden und sie erhebt sich.
,, River! Was machst du denn hier?“, fragt Askajia sie, als sich River aus ihrer Starre löste und auf ihre Freundin zu geht.



,, Was ich hier mache? Ich befreie dich!“, sagt die Schwarzhaarige an ihre Freundin gewandt. Sie ist froh darüber das es ihr anscheinend gut geht. Askajia kann aufstehen. Das ist mehr als sie sich zu hoffen gewagt hatte. Umso freudiger ist nun die Erkenntnis das es der Gleichaltrigen gut geht.
Diese sieht sie jedoch erst verwundert an, ehe sich wieder ein Lächeln auf ihren Lippen formt.
,, Das hättest du nicht tun müssen. Es ist doch viel zu gefährlich hier, als das du allein so etwas wagen solltest“, sagte die Weißblonde ruhig, während sie sich an der Wand abstützt und sich völlig aufrichtet. Einige Sekunden steht sie nun vor ihr, bevor ihre Beine unter ihr nachgeben und sie droht zu stürzen. Doch ehe River reagieren kann, schnellt ihr Möchtegern Verbündeter nach vorne und will Askajia auffangen. Ihm scheint es aber nicht vergönnt Askajia aufzufangen, da mit einem Mal ein weißer Schatten bei ihrer Freundin ist und sie stützend fängt. Im selben Moment schlägt ein Schweif ihren Weggefährten um und lässt ihn gegen die Wand prallen.



,, Alles gut?“, fragt River leicht besorgt ihre Freundin. Das der Mann verletzt sein könnte, interessiert sie nicht. Er ist nicht ihr Freund und ein möglicher Feind, also geht sein Wohlergehen sie nichts an.
Statt den Mann weitere Beachtung zu schenken, nähert sie sich ihrer Freundin, welche sich langsam wieder aufrichtet.
,, Verzeih. Ich wollte euch nicht erschrecken, doch mir scheint, dass meine Beine etwas geschwächelt haben“, sie lächelt entschuldigend und streicht über das weiße Wesen hinter ihr,, Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr erschreckt?“
River sieht sie mit unbewegter Mine an. Sie ist keine Person die offen zeigt wie es um ihre Gefühle steht, wenn sie auf einer Mission ist. Euch? Warum euch? Ich mein, die Meinung von dem Typen kann ihr doch egal sein. Sie versteht nicht ganz.
,, Keine Sorge. Dich vor mir stehen zu sehen, ist mehr als ich mir erhofft hatte“, beschwichtigt sie ihre Freundin, welche sich nun auf den Beinen halten kann.



,, Verstehe. Doch es ist immer noch sehr gefährlich, alleine hier her zu kommen“, erwidert ihre Anführerin, als sie einige Schritte macht um ihren Kreislauf, wieder in Schwung zu bringen.
,, Ich denke nicht, dass das ein Thema ist, was wir vor einem potenziellen Feind besprechen sollten“, wirft die Schwarzhaarige ein und deutet vielsagend zu dem Fremden, der sich nun wieder vorsichtig erhebt.
Askajia folgt ihrem Finger und sieht verwundert auf den jungen Mann, welcher sich gerade an der Wand anlehnt. Doch zu Rivers Erstaunen fängt Askajia leicht an zu Lächeln und winkt mit der Hand ab.
,, Sven ist doch kein Feind. Er hat mir doch geholfen“, meint Askajia und will sich Sven nähern, doch Schneefunke versperrt ihr den Weg mit ihrem Schweif und knurrt in die Richtung des Fremden.
,, Sven? Ihr kennt euch?“, fragt die Grünäugige etwas verwirrt und beäugt den Fremden misstrauisch.


,, Ja, er kam vor ein paar Tagen zu mir, um mir zu helfen“, berichtet die Weißblonde ihr und schiebt den Schweif von Schneefunke etwas beiseite, während sie dieser gut zu redet.
,, Und das glaubst du ihm so einfach?“, hakt River nach, die der ganzen Sache nicht traut.
Askajia sieht sie kurz an, ehe sie seufzt und leicht den Schweif von ihrem Drachen klopft.
,, Nein, natürlich nicht. Aber seitdem hat er mich in eine Einzelzelle bringen können und gibt mir und Schneefunke mehr zu Essen und zu Trinken. Außerdem hat er es einrichten können, dass Schneefunke die letzten Tage nicht hat kämpfen müssen“, erklärt ihre Anführerin klar und will sich dem Fremden zu wenden, als ihr scheinbar was klar wird. Sie dreht sich nochmals zu ihr und sieht sie fragend an.
,, Wie kommt es eigentlich, dass ihr hier gemeinsam auftaucht?“



Gebannt sah sie ihren Angreifer in der Dunkelheit an und achtete auf jede Bewegung die er machte. Währenddessen stand eben dieser an der Türe und schien draußen lauschen zu wollen. Auch sie konnte die Stimmen, der Jäger draußen hören, welche sich immer noch beschwerten, wieso die Fackeln aus waren. Nach eignen Minuten kamen sie auf die glorreiche Idee neue Fackeln zu holen. Was eigentlich unnötig war, da sie diese eigentlich nur wieder anzünden müssten. Aber anscheinend hatten sie nicht ausreichend Hirn, um auf so eine Idee zu kommen. Sie sind und bleiben Idioten. Und langsam hörte sie, wie die Stimmen sich entfernten und mit ihnen ihre Besitzer. Es schien eine Ewigkeit, bis es ganz still um sie wurde und sie sich sicher sein konnte, dass die Jäger weg waren. Außer der vor ihr.



,, Sie sind weg“, stellte ihr Gegenüber flüsternd fest, was sie mit dem heben ihrer Augenbrauen quittierte.
Ansonsten hielt sie ihre Position und beobachtete genau, was ihr Gegenüber machte. Jede Regung, die er tat, verfolgte sie aufs kleinste. Ihr Angreifer schien sich zu entspannen, da er aufatmete und seine verspannte Haltung sich leicht auflöste. Ein Seufzer entfloh seinen Lippen und eine seiner Hände fand den Weg in sein Haar. Langsam konnte sie das Bewegen seiner Hand sehen, welche leicht die Haare zerzauste.
,, Das war knapp. Du hättest einfach still halten sollen“, seufzte der Schwarzhaarige und wandte sich ihr zu. Blaue Augen trafen auf die ihren und kurz passierte nichts. Sie verharrten in dieser Position und keiner schien das Wort erheben zu wollen. Es dauerte einige Sekunden, bis ihr Gegenüber den Kopf schief legte und sie verwundert musterte. Auch in dieser Dunkelheit konnte sie seinen Blick auf sich spüren.



Auch er schien ihrem misstrauischen Blick gewahr zu werden, denn er zuckte mit den Achseln und gab einen desinteressierten Ton von sich.
,, Hör mal. Tut mir leid, wenn ich deinen Stolz oder so verletzt habe, warum auch immer. Aber im Moment gibt es wichtigeres zu tun“, sagte der junge Mann in einer Tonlage, welche einen signalisierte, dass er jetzt keine Lust hatte lange Reden zu schwingen. River griff ihr Schwert fester, als er sich ihr näherte und hob es drohend höher.
,, Keinen Schritt weiter!“, zischte River den Jäger an, welcher auch stehen blieb und sie anstarrte, scheinbar nicht begreifend, wieso sie so handelte. Und dann seufzte er erneut, wobei seine rechte Hand sich ihr entgegen streckte.
,, Jetzt hör mal, Kleine. Wenn ich dich angreifen oder dich an diese Flachpfeifen da draußen verraten würde wollen, hätte ich das doch gerade machen können. Es ergebe keinen Sinn, dich noch zu retten, nur um dich Minuten später in die Pfanne zu hauen. Also schieb deinen Argwohn beiseite und vertrau mir doch stattdessen“, erwiderte er, so als würde er mit einem Kind sprechen.



,, Kein Interesse! Entweder du gehst jetzt beiseite oder ich bring dich dazu den Weg frei zu machen!“, warnte sie ihn und machte einen Schritt auf ihn zu. Ihre Waffe lauerte erhoben.
Ihr Gegenüber war wenig beeindruckt und hob seine Hand etwas höher, tippte mit seinem Finger auf die Spitze ihres Kurzschwertes. Leicht wollte er es wegschieben, doch sie hielt dagegen.
,, Gewalt ist hier nicht von Nöten. Ich werde dir den Weg freiwillig frei machen“, beschwichtigte er sie und trat sachte beiseite.
Lauernd guckte sie ihn an und veränderte ihre Position so, dass sie ihn wieder vor sich hatte und die Türe nicht in ihrem Rücken stand. Wenn er einer von ihnen ist, würde er mir nie helfen. Die besitzen keine Intelligenz, die einen so ausgeklügelten Plan zu Stande bringen würde. Zu so einem Katz und Maus Spiel sind sie nicht fähig und dennoch … Ich sollte sie nicht unterschätzen. Zu viel steht auf dem Spiel. Langsam ging sie einige Schritte zur Türe, nicht einen Augenblick den Anderen aus den Augen lassend.



Sie traute ihm kein Stück und war fest überzeugt, dass das eine Falle war. Die Frage war nur, wann sie zu schnappte. Sie war sich sicher, dass er nur darauf wartete, das sie ihre Deckung fallen ließ. Sie musste vorsichtig sein. Immer weiter gingt sie Richtung Tür und lauschte ob sie irgendwas von draußen hören konnte. Doch sie hörte nichts. Entweder ist das kein Hinterhalt oder er ist hinterlistiger als ich denke. Mit leisen Schritten näherte sie sich der Tür und öffnete diese langsam. Leise knarzte die Türe, als sie geschoben wurde und gab den Weg auf einen dunklen Gang frei. Anscheinend hatten sie die Fackeln noch nicht wieder entzündet. Das bedeutete aber auch, dass sie bald zurück sein würden um eben diese wieder zu entzünden. Das war ihre womöglich letzte Chance.
,, Wenn du willst bring ich dich zu ihr. Diese Gänge sind sehr verworren und wenn man sich nicht auskennt, kann es geschehen das man sich verläuft“, ertönte die Stimme ihres Angreifers und sie vernahm Schritte hinter sich. Schnell wandet sie sich um.


Sie hatte ihre Waffe erhoben und funkelte den Schwarzhaarigen warnend an. Doch ihr Gegenüber schien wenig beeindruckt, denn er lächelte sie nur vertrauensselig an.
,, Ich will nur helfen und außerdem wirst du sie nicht in dem Käfig finden, in dem du sie zu wissen glaubst. Sie und ihr Drache wurden verlegt und ich gehe recht in der Annahme, dass du keine Ahnung davon hattest, noch wo sie jetzt ist“, gab er Preis und wieder hatte sie das Gefühl er würde die Wahrheit sagen, doch vertrauen konnte sie ihm nicht. Egal was er sagte.
,, Das ist ja schön und gut, aber wer sagt mir, dass das der Wahrheit entspricht?“, fragte sie konternd und er zuckte mit den Schulter.
,, Das kann jetzt wohl niemand. Du wirst mir wohl oder übel vertrauen müssen“, lenkte er ein und kam trotz Kurzschwert näher. Er lächelte.
,, Aber du kannst mich gerne hier und jetzt niederschlagen und dein Glück versuchen. Mir soll es recht sein. Ich denke nur, dass du mit mir bessere Chance hast, als wenn du ohne mich losziehst“, konterte er, wissend das er Recht hatte und sie eine Närrin wäre, wenn sie dem Angebot entsagen würde.



Selbst wenn es eine Falle wäre und davon ging sie fest aus, dann war sie eh schon zu tief drin. Es brauchte nicht viel um sie alleine zu schlagen. Sie ist eine Jägerin, keine Kämpferin. Im direkten Nahkampf ist sie leicht sie zu besiegen, wenn sie alleine einer Übermacht gegenüber steht. Wenn es keine Falle war, dann wäre es wirklich hilfreich. Doch die Chancen dafür standen mehr als schlecht. Selbst wenn sie es wollen würde, sie konnte ihm nicht vertrauen. Doch eine Wahl hatte sie nicht, so musste sie sich geschlagen geben.
So drehte sie sich halb zu ihm und guckte ihn über ihre Schulter hinweg an. Sie suchte in seinem Gesicht irgendein Anzeichen von Gefahr oder Verrat, doch sie fand nichts. Sie seufzte.
,, Na los!“, befahl sie ihm böses schwanend, während sie mit ihrer rechten Hand zur Türe deutete.
Er lächelte sie wissend an und Schlak blitzte kurz in seinen Augen, doch sobald der Moment verstrichen war, verschwand es so schnell, wie es gekommen war. Mit diesem Lächeln schritt er an ihr vorbei und passierte die Türe. Sie folgte ihm und wurde das Gefühl nicht los, dass sie in ihr Verderben lief.



River wirft Sven einen schiefen Blick zu, ehe sie sich wieder ihrer Freundin zu wendet. Den amüsierten Blick von dem Schwarzhaarigen auf sich spürend, blickt sie die Gleichaltrige undefinierbar an.
,, Das tut nichts zur Sache. Wichtiger ist, dass wir nun hier heraus kommen, bevor einer was merkt!“, erklärt River, während sie sich Sven nun doch zu wendet und ihn warnend ansieht.
,, Keine falschen Bewegungen, sonst wirst du es mit deinem Leben bezahlen!“, zischt sie ihm zu und wie zur Bestätigung ihrer Wort, grollt Schneefunke warnend auf.
Doch Sven hebt beschwichtigend die Arme.
,, Ich habe nichts der Gleichen vor“, beteuert er und lächelt sie vertrauenswürdig an, wobei sie sich abwendet und ihrer Anführerin zu nickt. Die Weißblonde versteht den Wink und lässt sich beim Laufen von Schneefunke stützen.



So machen sie sich gemeinsam auf den Weg, dieser Hölle zu entfliehen. Da River ihren vermeintlichen Verbündeten in etwa so weit vertraut, wie sie ihn werfen kann, läuft sie an vorderster Stelle und die Anderen hinter ihr. Dabei lässt Schneefunke den jungen Mann keine Sekunde aus den Augen, während sie ihre Reiterin stützt. Diese humpelt leicht und hat den Kopf erschöpft gesenkt. Auch ihre Kleidung ist an einigen Stellen zerrissen und schmutzig, wobei ihre Haare auch nicht viel besser aussehen. Alles in Allem macht Askajia ihr eine Menge Sorgen. Doch es wäre hinderlich, wenn sie sich jetzt von ihrer Sorge leiten lassen würde und sich dementsprechend verhalten würde. Wenn ich das tue, dann ist unsere Flucht dem Untergang geweiht. Während sie über eine gute Fluchtroute nachdenkt, schweift ihr Blick zu Sven. Dieser geht seelenruhig neben Schneefunke her und schaut sich scheinbar nach Feinden um. Was auch einfach eine Täuschung sein kann, um sie in Sicherheit zu wiegen.



,, Wie weit ist es noch?“, fragt River angespannt, als sie hinter einer Ecke herschaut und sicher geht, dass im nächsten Gang keine Jäger sind.
Ihr gefällt es gar nicht, sich auf die Aussage von diesem Sven verlassen zu müssen. Das ist mehr als gefährlich und sie ist sich immer noch sicher, dass er ein abgekartetes Spiel mit ihnen treibt.
,, Nicht mehr weit. Wir sind bald da!“, versichert er ihr flüsternd, als auch er um die Ecke schaut und nichts entdeckt.
Nachdem er sich nun vergewissert hat das dort niemand ist, dreht er ihr wieder den Kopf zu und nickt ihr langsam zu. Wieder pulsiert ihr Misstrauen tief in ihr, dennoch nickt sie ihm zu. Danach winkt sie mit ihrer linken Hand hinter sich und signalisiert nun den weiter Marsch. Ihre Gefährten kommen der Aufforderung nach und kommen zu ihnen. Als sie das bemerkt, geht sie voran und lauscht in die Gänge hinein. Doch es bleibt still.


Ihnen kommt nichts entgegen und von den Wachen fehlt auch jeder Spur. Für die Schwarzhaarige sind das eindeutige Zeichen und ihr ungutes Gefühl steigert sich erneut. Einer Einbildung folgend, wirft sie Sven einen vielsagend Blick zu. Doch dieser erwidert diesen nicht wie sonst. Nein, er sieht sich ebenso wie sie um und eine Falte hat sich auf seiner Stirn gebildet. Es macht den Eindruck, als würde er sich selbst wundern, dass hier kaum jemand ist. Und dieser Ausdruck in seinen Augen spricht von einer Wahrheit, die sie ihm nicht zu gesteht. Nein! Er lügt. Diese ganzen Zufälle sind zu passend, als das sie stimmen könnten. Doch sie muss ihm zugestehen, dass er ein verdammt gutes Schauspiel aufzieht. Viele wären ihm schon längst auf dem Leim gegangen. So wie er sich umguckt, könnte man wirklich glauben, dass er es ernst meint.



,, Hey! Sven!“, zischt sie leise, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen und tatsächlich wendet er seinen Kopf ihr zu. Dabei unterbricht er seine Beobachtung und sieht ihr entgegen. Sein Gesicht ist verschlossen und verweigert die Einsicht in seine wahren Gedanken.
,, Wenn wir draußen sind, wirst du dich nicht von Schneefunkes Seite bewegen. Wenn du mir nicht verrätst, warum du uns hilfst, kann ich dir nicht vertrauen. So musst du bei uns bleiben, bis die Gefahr vorüber ist. Klar?“, wagt sie die Offensive und beobachtet seine Reaktion.
Eine Sekunde lang huscht ein Schatten über seine Augen, welcher genauso schnell verschwindet, wie er gekommen ist. Währenddessen sieht er sie weiter ausdruckslos an und einige Sekunden verstreichen, wo er nichts von sich gibt. Dann nickt er, mit der ausdruckslosen Miene, nach vorne und leicht wendet sie die junge Frau ihren Kopf nach rechts, um zu sehen auf was er deutet. Dabei lässt sie ihn dennoch nicht aus den Augen. So wendet sie langsam den Kopf und erblickt eine Holztüre am anderen Ende des Ganges. Sie blickt diese einige Sekunden prüfend an, ehe sie sich wieder zu Sven und den Anderen wendet.



,, Ausgang“, murmelt er und seine Stimme hat einen seltsamen Klang, welcher ihr es kalt den Rücken runter laufen lässt.
Vorsichtig blickt sie in seine Augen und erkennt den Schatten, welcher sich über diese gelegt hat. Erst will sie sich darauf berufen, dass das ein Zeichen für seine Lüge ist. Das es sich um sein schlechtes Gewissen handelt, welches sich nun zeigt. Doch sie bremst sich, denn was sie in seinen Augen sehen kann, ist kein schlechtes Gewissen. Nicht mal ein Funke einer Verachtung oder List. Nein, es ist etwas anderes. Doch ehe sie es benennen kann, schüttelt der junge Mann den Kopf und seufzt. Kurz darauf senkt er den Blick und atmet tief durch, dann sieht er sie wieder an. Der Schatten ist verschwunden und ein Grinsen ziert sein Gesicht.
,, Ausgang!“, meint er wieder und deutet zur Türe.,, Das beutetet, dass es dort nach Draußen geht“
Sein Gesicht spiegelt Belustigung wieder, als sie sich kopfschüttelnd erhebt.



,, Ja und jetzt kommt“, befiehlt sie den Anderen und beobachtet, wie Askajia ihr einen ebenfalls belustigten Blick zu wirft. Dabei verzieht sie jedoch das Gesicht, als Schneefunke sie ausersehen an einer empfindlichen Stelle trifft. River beobachtet dies schweigend und wendet sich um. Leise nähert sie sich der Türe und macht sich auf alles gefasst. Eine Falle. Ganz sicher. Bevor sie jedoch an die Türe herankommen, hören sie plötzlich Stimmen und verstecken sich in einen kleinen Nebengang, welcher in einer Sackgasse führt. Was die Jäger sagen, hört die Junge Reiterin nicht, da diese zu weit weg sind um klare Sätze zu verstehen. Sie sieht nach Sven, welcher sich ebenfalls versteckt hält. Er entspannt sich, als die Stimmen leiser werden und River versucht erneut ein Anzeichen von Verrat zu erblicken. Doch dem bleibt er ihr schuldig und so wendet sie sich wieder der Türe zu. Wieder lauscht sie, nach Gefahren und eilt vor, als sie nichts hört. Ihre Freunde folgen ihr und leise erreichen sie die Türe.



Es ist eine normale Holztüre, nichts Besonderes und die Schwarzhaarige fragt sich, wieso sie mit was anderem gerechnet hat. Als würde sie anhand der Türe erkennen können, ob Sven lügt. Sie schüttelt über sich selbst den Kopf. Das wäre zu absurd. Lächerlich.
,, Wir sind bereit“, wispert Askajia ihr zu und sie nickt sachte, um ihr Verstehen zu zeigen.
Bin ich bereit? Das ist eine Falle und ich spüre, dass sie kurz davor ist zu zuschnappen. Kann ich diesen Schritt gehen? Unsicher blickt sie von der Türe zu Askajia und Schneefunke, rüber zu Sven. Dieser nickt ihr entschlossen entgegen. Sie seufzt und schweifend sieht zur Türe. Hat sie denn eine Wahl? Nein. Nein, hat sie nicht. Die Augen schließend, greift sie zur Türklinke und öffnet die Türe. Sie schreiten heraus.



Und sie soll mit ihrer Vermutung Recht behalten, denn als sie wieder die Augen öffnet, erblickt sie steinernde Wände und lautes Gebrüll. Von überall her kommen laute Rufe und sie klingen überrascht, aber auch vorfreudig. Sie stehen in der Arena. In der Arena, wo sie Drachen aufeinander hetzen und quälen. Die Erkenntnis jagt durch ihren Geist, durch ihren ganzen Körper. Das ungute Gefühl quillt über und der Verrat wird ihr gewahr. Alles ausblendend wirbelt sie herum und kann gerade noch sehen wie Sven in der Türe steht und diese zuschlägt. Er hat sie hintergangen. Sie hat es gewusst! Sie hätte nie mit ihm gehen sollen. Natürlich kann Schneefunke nicht schnell genug reagieren. Sie muss Askajia stützen. Ich bin so dumm! Die Türe anstarrend, wallt die Wut in ihr auf und sie versucht gar nicht, diese zu unterdrücken. Sie weiß, dass die Türe nun verschlossen ist und jeder Versuch diese zu öffnen vergeblich wäre. Selbst wenn Schneefunke sie zerstören würde, würden sie bestimmt ein dutzend Jäger erwarten und niederringen. Sie sitzen in der Falle und Sven hat diese zuschnappen lassen! Sven hat sie verraten!
,, Verräter!“, schreit sie Sven hinterher, welcher hinter der Türe verschwunden ist.

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Möge die Macht mit euch sein.

So meine Lieben! Endlich habe ich gefunden, was ich in den Steckbriefen vergessen habe! Juhu! Hat gar nicht lange gedauert XD
Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass ich die Verwandtschaft der Charakter vergessen habe. Und diese ist nun mal auch ein Bestandteil der Charaktere. So will ich das nun nachholen.
Schickt mir einfach das folgende einfach per PN und ich füge es zu den Steckbriefe hinzu:

Familie

Mutter:
Name:
Alter:
Herkunft:
Aussehen:
Charakter:
Beruf:
Beziehung zu dem Charakter:

Vater:
Name:
Alter:
Herkunft:
Aussehen
Charakter:
Beruf:
Beziehung zu dem Charakter

Geschwister: ( Wenn keine vorhanden, dann kann dies auch ausgelassen werden)
Schwester:
Name:
Alter:
Herkunft:
Aussehen:
Charakter
Beruf:
Beziehung zu dem Charakter

Bruder:
Name:
Alter:
Herkunft:
Charakter:
Beruf:
Beziehung zu dem Charakter

Sonstige Verwandte:( Dies ist nicht unbedingt wichtig und kann daher ausgelassen werden, wenn es keinen ausschlaggebenden Faktor für den Charakter hat.)
Verwandtschaftsverhältnis( Tante/ Onkel/ Cousin usw.)
Name:
Alter:
Geschlecht:
Herkunft:
Beruf:
Beziehung zu dem Charakter:


So, das wäre es auch erst mal wieder. Ich hoffe ich habe nun wirklich nichts mehr vergessen. Ich bin im Moment auch so schusselig XD
Auf jeden Fall wünsche ich euch einen angenehmen Tag und ein schönes Wochenende.
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