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Die Wächter des Schattens

von Seyphir
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Mix
OC (Own Character)
30.07.2020
23.02.2023
18
61.210
11
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
22.12.2020 2.897
 
An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie

~Johann Wolfgang von Goethe





6.Zweifel und Sorgen





Angar hat die Hauptinsel erkundet und ist nun auf den Rückflug zu ihrem Treffpunkt. Viel ist nicht passiert, zumindest nichts was ihn oder seinen treuen Gefährten aktiv bedroht hat. Die wenigen Male wo sie einer Wache aktiv ausweichen mussten, sind von keiner Bedeutung. Das wären sie, wenn sie entdeckt worden wären, doch das waren sie nun mal und so kann Angar guten Gewissens zum Treffpunkt zurückkehren. Doch wo Spannung gefehlt hat, war mehr als genügend Beunruhigung gewesen. Auf den ersten Blick hat die Arena schlecht bewacht ausgesehen, doch sein geschultem Jägerblick waren die versteckten Wachposten nicht entgangen. Allein die Anzahl der Wachposten in der Arena ließ ihn unruhig werden. Sollte man doch meinen, dass die Arena selbst weniger bewacht ist, als ihre Umgebung. Leider hat seine Befürchtung sich bewahrheitet und die Umgebung rund um die Arena hat auch einiges zu bieten.



Er braucht Lyren nicht, um zu wissen das ihre Chancen erheblich gesunken sind und das ist nicht gut. Gar nicht gut. Ihre Chancen sind schon sehr gering und jede noch so kleine Komplikation wird ihr Versagen bedeuten. Dessen ist er sich bewusst, dessen sind sie alle sich bewusst. Und genau in solchen Momenten verflucht er Zeal für seine gesamte Art. Jetzt, wo sie ihn alle brauchen, da lässt er sie im Stich. Ohne Begründung, ohne Entschuldigung. Einfach weg. Er ist und bleibt ein Arschloch!
Der Schwarzhaarige seufzt und versucht nicht zu sehr über dieses nicht zu tolerierende Verhalten nachzudenken. Es würde ja doch nichts bringen.
,, Er ist nicht zu ändern, was?“, fragt der 21jährige murmelnd, ehe er den Kopf in den Nacken legt und den Nachmittagshimmel betrachtet. Jetzt kann man diesen wenigstens sehen, denn Morgens ist es wirklich nebelig. So wie es Lyren gesagt hat.



Doch ob ihnen das wirklich hilft? Ob das wirklich so ein entscheidender Vorteil ist? Denn immerhin leben die Drachenjäger doch hier. Sind die wirklich so dumm und lassen sich keine geeignete Gegenmaßnahme einfallen. Gut, sie sind Drachenjäger, aber so dumm kann man nicht sein. Oder? Das Krächzen seines Freundes reißt ihn aus den Gedanken. Verwundert blickt er zu ihm und Schuppenglanz rugt mit seinem Kopf nach vorne. So will er nach vorne sehe, doch mit einem Mal steigt Schuppenglanz rasant in die Höhe. Überrascht krallt er sich in den Sattel und kneift kurz die Augen zu, um nicht den rasenden Wind in die Augen zu kriegen. Das Tempo beibehaltend stieg der Trampler immer höher und höher bis sie eine leichte Wolkendecke durchstoßen. Erst danach wird er langsamer und lässt von seinem Steigflug ab.



,, Was war denn, mein Freund?“, fragt er Schuppenglanz und blickt nach unten. Vielleicht hat sein Freund ja feindliche Schiffe gesehen und hat sie deshalb aus deren Sichtweite geholt. Doch unten sieht er weder Schiffe noch irgendeine andere Bedrohung. Da ist nur diese komische Insel, die sein Freund vorhin schon gemieden hatte. Schuppenglanz hatte doch tatsächlich einen großen Bogen um die Insel gemacht. Doch das ergibt keinen Sinn. Auf der Insel gibt es nicht mal irgendwelche Jäger oder Häuser. Dort unten ist rein gar nichts. Die Insel schien unbewohnt und gerade dieser Fakt ist ihm vorhin schon komisch vorgekommen. Wieso besiedeln die Drachenjäger eine so rohstoffhaltige Insel nicht. Von hier oben sieht sie sogar sehr schön aus.



Der Schwarzhaarige versteht es einfach nicht. Die Insel scheint so viel zu bieten und doch beansprucht sie niemand für sich. Nur warum? Nachdenklich sieht Angar zu seinem Drachen, welcher unruhig nach unten sieht und ein leises Grollen von sich gibt. Irgendwas ist mit der Insel. Irgendwas was er nicht sehen kann, aber sein Drache schon. Und dieser scheint zu dem Entschluss gekommen zu sein, dass es nicht gut für ihn ist. Wahrscheinlich wäre es das Beste, wenn ich auf ihn hören würde. Nochmals sieht er zu dem Kopf seines Freundes, ehe er seufzt und gegen den Hals seines Gefährten klopft.
,, Ok, mein Freund. Ich seh zwar nicht was dich so in Unruhe versetzt, aber ich vertraue dir. Also lass uns schnell zu den Anderen aufschließen“, wendet er sich freundschaftlich an Schuppenglanz, welcher dieser Anfrage anscheinend nur zu gern nachkommt. Denn kaum hat der 21jährige das ausgesprochen, setzt der Drache den Kurs an und beschleunigt.



Schuppenglanz scheint wirklich motiviert, denn es dauert nicht mal zehn Minuten bis sie die Insel erreichen, wo die Anderen auf sie warten. Erleichterung will sich in ihm breit machen. Erleichterung, weil er seine Freunde dort unten sehen kann und sie beide Wohlbehalten zurückgekehrt sind. Ihnen ist also nichts geschehen. Das ist gut. Ein Lächeln stiehlt sich auf sein Gesicht und erleichtert ruft er:
,, Hey Leute!“
Doch anders als erwartet dreht sich nur Lyren zu ihm um und nicht River die ihn für seine Unbeschwertheit maßregeln will. Auch Wolkenklang, so erkennt er beim näherkommen, scheint alles andere als ruhig. Schlagartig verblasst das Lächeln auf seinem Gesicht und er fällt der Unruhe erneut ein heim.



Schuppenglanz krächzt unruhig und setzt schnell zur Landung an. Und als er nah genug ist, sieht er es. Was in Odins Namen? Deshalb hat sie ihn nicht gemaßregelt. Er hat sich gewundert warum und nun sieht er die Antwort vor sich. River liegt bewusstlos auf dem Boden und regt sich nicht. Er schalt sich einen Narren, dass er angenommen hat das es allen gut ist nur, weil er die Drachen und Lyren gesehen hat. Er hat vorschnell geurteilt. Manchmal bin ich wirklich ein Idiot. Und als Schuppenglanz aufsetzt, hechtet er geschwind herunter und eilt zu seinen Freunden.
,, Was ist passiert? Geht es ihr gut?“, ruft er Lyren besorgt zu, als er sich nähert. Zu seiner Verwunderung sieht dieser ihn lächelnd an.
Der Schwarzhaarige verlangsamt seinen Schritt und kommt neben der bewusstlosen River zum stehen.



Er sieht auf sie herab und sucht schnell nach Wunden, doch da ist nichts. Hatten man River vergiftetet? Erneut wendet er sich an Lyren:
,, Was hat sie?“
Lyren schaut ihn an und wendet sich dann zu River.
,,Nichts. Ihr geht es gut“, sagt er schlicht und will sich nun wegdrehen, doch Angar glaubt sich verhört zu haben.
,, Ihr soll es gut gehen? Sie liegt bewusstlos auf den Boden! Irgendwas muss sie haben!“, meint er und verschränkt die Arme vor der Brust,, Du kannst mir nicht erzählen, dass sie nichts hat!“
Lyren dreht sich, weiterhin lächelnd, zu ihm um und zuckt mit den Schultern.
,, Ihr geht es gut“, erwidert der Ältere und kniet sich zu River. Langsam legt er seine Hand auf ihre Stirn.



,, Sie hat weder Fieber, noch hat sie irgendwelche Verletzungen“, berichtet Lyren sachlich und erhebt sich wieder.
Angar starrt ihn einfach an. Ist das sein Ernst? River liegt bewusstlos vor ihm und er sagt, dass es ihr gut geht? Das kann nicht sein Ernst sein. Unmöglich.
,, Und welche Erklärung hast du dann für ihren Zustand, wenn sie ja gar nichts hat!“, sagt Angar provokant und sieht zu, wie Lyren sich ihm zu wendet. Mit einem siegreichen Lächeln im Gesicht.
,, Ich hab nie gesagt, dass sie nichts hatte“, kontert Lyren grinsend.
Angar starrt ihn an:
,, Was?“
,, Ich habe nie behauptet das sie nichts hatte. Ich habe lediglich gesagt, dass sie jetzt nichts mehr hat“, erklärte Lyren und Angar hebt den Finger um Widerspruch einzulegen. Er öffnet den Mund und will heftigst protestieren, starrt Lyren an. Doch er besinnt sich noch eines besseren und senkt den Finger wieder. Langsam schließt er die Augen und atmet tief durch, dann fragt er:
,, Ok, Was hatte sie denn?“



***



Langsam verlässt sie die Dunkelheit, die sie so plötzlich eingenommen hatte. Sie erinnert sich dunkel, eine Insel angeflogen zu haben. Als sie auf besagter Insel angekommen war, hatte sie sich prüfend umgesehen und danach ist alles weg. Nun erwacht sie aus dieser wohligen Dunkelheit und muss feststellen, dass sie Kopfschmerzen hat. Dazu gesellt sich ein nagendes Gefühl der Sorge. Doch ihr Gehirn arbeitet langsam und kann noch nicht zusammenfassen was geschehen ist. Die 20jährige atmet tief ein und stellt fest, wie gut die frische Luft in ihren Lungen, tut. Es hilft ihr einen klaren Kopf zu kriegen und langsam lichtet sich ihr Schleier. Mühsam versucht sie ihre Augen zu öffnen und als sie es einen Spalt schafft, blendet sie ein grelles Licht. Sofort kneift sie wieder die Augen zu und gibt ein protestierendes Grummeln von sich. Dann bebt der Boden unter ihr.



,, Lyren! Sie wird wach!“, hört sie eine laute Stimme rufen und will sich die Ohren zu halten. Warum schreit der denn so? Als sie nach einigen Sekunden spürt, wie jemand neben sie tritt, versucht sie erneut die Augen zu öffnen. Langsam öffnet sie nun wieder die Augen und wird ein weiteres mal geblendet, so kneift sie erneut die Lider zusammen. Erst als sie hinter ihren Lidern sieht, wie sich ein Schatten über sie legt, versucht sie es erneut. Dieses mal ist es nicht halb so hell und viel angenehmer. Sie blinzelt ein paar mal, bevor sie die Augen endgültig offen hallten kann. Zusehen bekommt sie den blauen Flügel ihres Drachen. Sofort erhellt sich ihr Gesicht.
,, Wolkenklang!“, krächzt sie hervor und räuspert sich sofort, damit ihre Stimme wieder ihr gehört.



,, River! Schön das du wach bist!“, sagt wieder diese Stimme und eine Hand wird vor ihr Gesicht gehalten. Etwas verwirrt blickt sie hoch und sieht einen jungen Mann mit schwarzen Haaren, die ihm bis zu den Ohren gehen. Sie sind etwas struppig, aber liegen ihm dennoch glatt am Kopf. Er hat ein freundliches Lächeln auf den Lippen und tief grüne Augen sehen ihr leicht sorgenvoll entgegen. Es dauert einige Sekunden, bis sie ihn erkennt und auch sie ein Lächeln zeigt.
,, Angar“, sagt sie leicht und ergreift seine Hand. Mit wenig Aufwand zieht er sie hoch und kurz pocht ihr Schädel protestierend, doch sie ignoriert es. Langsam lichtet sich der Schleier und unschöne Erinnerungen suchen sie heim. Kurz schließt sie die Augen und atmet tief durch. Askajia braucht mich. Jetzt ist keine Zeit für Ausruhe. Zwar hält ihr Körper nicht viel von ihrem Entschluss, aber das ist nebensächlich. Jetzt muss sie Prioritäten setzen.



,, Danke, mir geht es gut. Was haben wir?“, kommt sie sofort zum Punkt.
Angar blickt sie nochmals fragt an, doch sie schüttelt den Kopf. Er versteht.
,, Ich habe die Hauptinsel ausgekundschaftet, wie du wolltest. Sie haben uns nicht entdeckt. Doch ich muss berichten, dass ihre Verteidigung weitaus stärker ist, als vermutet“, fängt Angar an zu erzählen und River nickt ihm zu.
,, Was heißt “ weitaus stärker“?“ , hakt sie nach.
,, Sie haben zehn Wachposten in der Arena, welche jeweils mit drei Mann bestückt sind. Außerdem sind in der Zuschauertribüne drei weitere Dreier-Trupps versteckt. Einer der Männer eines jeden Wachpostens geht alle zehn Minuten auf eine Patrouille. Es gibt keinen Totenwinkel in der Arena. Des weiteren liegen um die Arena herum 15 Wachposten auf der Lauer und fünf weitere die man offen sehen kann“, berichtet Angar und River beißt sich auf die Lippe. Das sieht gar nicht gut aus.
,, Ok, Lyren?“, bittet sie nun Lyren um den Report.



,, Die Nebeninsel ist nur auf einer Seite gut bewacht. Sie haben sich einen Außenposten dort errichtet und patrouillieren dort auch alle zehn Minuten. Doch die andere Seite sieht ganz anderes aus. Da sind ein Haufen Fallen, aber mehr gibt es da nicht. Weder Patrouillen, noch Wachposten. Da liegen nur über all Drachenfallen rum. Sie denken wohl, dass sich eh niemand für diese Insel interessieren würde. Und da muss ich ihnen recht geben. Die Insel hat weder strategisch was zu bieten, noch ist sie nährstoffreich. Sie bietet nur Platz, aber den haben sie ja zur genüge“, erwidert Lyren locker und sieht sie dann prüfend an.
,, Aber River“, fängt er lauernd an,,, sag mal … Wieso warst du nicht hier, als ich hier aufgetaucht bin? Hatten wir nicht vereinbart, dass du hier wartest und darauf achtest, dass keiner uns sieht. Weil dieser Platz hier eine so gute Aussicht bietet?“,
River sieht ihn direkt in die Augen und muss sich eingestehen, dass sie sich nicht an ihren eigenen Plan gehalten hatte. Sie seufzt.



,, Tut mir leid. Du hast Recht, ich habe mich nicht an den Plan gehalten, aber aus gutem Grund. Ich hatte vorhin diese Insel links gesehen, die einen guten Rückzugsort bieten könnte. Außerdem hat sie eine gute strategische Lage. Doch ich erinnere mich nicht mehr daran sie verlassen zu haben. Wahrscheinlich hat mich irgendwas erwischt, denn hätte mich jemand entdeckt, wäre hier definitiv mehr los“, erklärt die 20jährige ruhig, als sich Wolkenklang sachte an ihr rieb. Er lässt ein besorgtes Brummen von sich.
,, Ich kann nicht-“, will sie sagen, als sie unterbrochen wird.
,, Ich kann dir sagen was passiert ist!“, preist Lyren und lächelt sie an. Natürlich kann er das...



,, Ok? Und was ist passiert, du Allwissender?“, fragt sie ihn ein wenig provokant.
Worauf Lyren eine Hand auf seine Brust legt und sie geschmeichelt ansieht.
,, Oh, danke River. So sehr dein Kompliment mein Herz zum schlagen bringt und es mit Glück durchflutet, so muss ich doch leider widersprechen. Allwissend bin ich noch nicht, aber keine Sorge Mondblüte, wenn ich es bin, bist du die Erste die es erfährt“, erwidert Lyren gespielt gerührt. River schüttelt nur den Kopf. Schwachkopf.
,, Lyren, nicht jetzt“, erwidert sie nur darauf und sieht noch wie er ihr zu zwinkert und dann sein Schauspiel beendet.
,, Nun. Die Insel die du betreten hast, hatte eine bestimmte Blütenart beheimatet. Ich könnte jetzt denn Namen nennen, aber wie ich euch kenne, interessiert euch nur, was das mit Rivers Zustand zu tun hat. Also denn, diese Blüte hat einen bestimmten Effekt auf Menschen, nämlich diesen, dass sie in einer anderen Welt zu seien scheinen. Also eine Illusion erschaffen. Meist denken die Leute dann, dass die Blüte das Einzige ist, was wichtig ist. Sie beschützen sie dann mit ihrem Leben. Wahrscheinlich ist die Insel deswegen nicht besiedelt. Auf jeden Fall, sobald man ihren Duft einatmet ist man in ihrem Bann. Erst merkt man es nicht, doch die Wirkung tritt meist in wenigen Sekunden auf. Ich habe gehört das es höchstens eine Minute dauert bis man infiziert ist“, erklärt Lyren gelassen und zuckt mit den Schultern.,, Deine Symptome haben gepasst und als du hier ankamst hattest du eine Blüte in der Hand, obwohl du bewusstlos von Wolkenklang hergebracht wurdest. Wolkenklang war so nett und hat sie verbrannt. Ich war, Odin sei Dank, außer Reichweite. Es ist normal das man, wenn man nicht mehr den Duft für einige Zeit einatmet, bewusstlos wird“



River starrt ihn an und kann es nicht glauben. Nicht das es eine Blüte gewesen ist, die sie bezwungen hat, sondern dass der Kerl von dieser Gefahr gewusst hat und nichts davon auch nur angedeutet hat. Ich bin sprachlos.
,, Du hast davon gewusst, aber nichts gesagt! Hast du sie noch alle!?“, äußert sich Angar erbost und spricht das aus, was sie denkt.
Lyren bleibt unbeeindruckt und zuckt mit den Schultern.
,, Ihr habt nicht gefragt“, sagt er leichthin,, und außerdem habe ich nicht gedacht, dass einer einen Alleingang macht und dorthin geht“
Dabei sieht er sie herausfordernd an. Die Schwarzhaarige seufzt und fasst sich mit der Hand in die Haare. Recht hat er.
,, Das ist doch noch lange kein Grund!“, beschwert sich Angar, doch ehe Lyren etwas kontern kann, hebt sie ihre andere Hand und signalisiert so, dass die Beiden leise sein sollen.



,, Ist schon gut. Er hat Recht. Ich hätte meinen Posten nicht verlassen dürfen, aber Lyren, auch wenn wir nicht gefragt haben, hättest du uns sagen können, dass die Gefahr besteht“, schlichtet sie.
,, Genaugenommen wusste ich nicht welche Blüte dort wächst. Ich wusste nur, ein paar Möglichkeiten die es hätten sein können und da ich nicht wusste welche es ist, habe ich auch nichts gesagt. Das wäre dann eine Spekulation gewesen und du weißt, wie ungern ich so eine unvollständige Aussage tätige, die ich nicht verifizieren kann“, spricht Lyren und lächelt entschuldigend. River schüttelt den Kopf. Er ist echt unverbesserlich. Und dennoch … Seine Art bringt sie zum Schmunzeln.
,, Nun gut. Wenn das geklärt ist, können wir ja endlich zur Tat schreiten. Also wir haben die Information der Wachen, wissen wir denn wo die Beiden sind?“, geht die junge Frau nun zur Lagebesprechung über.
,, Leider nicht. Ich würde einen der Käfige in der Arena vermuten. Der gegenüber des Ausgangs ist Heute nicht geöffnet worden. Doch die Wachen dort waren sehr wachsam, so als würden sie etwas sehr wichtiges bewachen“, vermutet Angar und River nickt.



,, Ist zwar sehr wage, aber unsere beste Chance“, stimmt sie nachdenklich zu.
Lyren hingegen schüttelt den Kopf und zweifelt sichtlich.
,, Solange wir keinen Aufenthaltsort haben sollten wir nichts wagen! Das klingt alles immer mehr nach einer Falle!“, wirft Lyren mit ein und Angar scheint immer noch etwas verstimmt.
,, Wir können nicht warten! Askajia braucht uns! Wer weiß, was sie mit ihr anstellen, während wir hier reden!“, protestiert der 21jährige vehement und River kann ihm nur zustimmen. So gewagt es auch ist, sie sind es Askajia und Schneefunke schuldig. Sie haben keine andere Wahl. Askajia würde nicht zögern, wenn es um einen von ihnen gehen würde. Sie würde jede Gefahr in Kauf nehmen, nur um denjenigen zu retten. Sie ist unsere Anführerin. Es ist unsere Pflicht ihr zu helfen. Sie baut auf uns. Die Junge Frau atmet tief durch öffnet ihre grasgrünem Augen. Noch mal lässt sie alles Revue passieren und wägt alles nochmal ab, dann entscheidet sie sich. Entschlossen blickt sie ihre Freunde an und fragt ebenso entschlossen:
,, Also … Wie kommen wir in diesen Käfig?“
Damit ist es entschieden.

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Möge die Macht mit euch sein.
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