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Die Wächter des Schattens

von Seyphir
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Mix
OC (Own Character)
30.07.2020
06.12.2022
17
58.477
11
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
12.07.2021 5.100
 
So törichter dein Hoffen, um so fester

~Marie von Ebner-Eschenbach



11.Entkommen...?






Chaos und Lärm. River kann sich nicht entsinnen, wann sie sich das letzte Mal gefreut hat, inmitten dieser zwei Faktoren zu stehen. Normalerweise würde sie einen großen Bogen um solche Aktionen machen, aber in ihrer Lage ist es wohl da Beste was ihnen passieren konnte. Wer hätte schon damit rechnen können, dass es in der Arena plötzlich vor Drachen nur so wimmelt? Es ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, dass sich ihre Lage noch zum Bessern wenden würde. Alle Karten waren gelegt worden und sie hatten verloren. Oder eher haben sie sich mit ihrer Niederlage abgefunden, da diese unausweichlich schien.
Nun sieht die Sache anders aus und trotz ihrer Verletzungen und Erschöpfung, spürt River wieder Zuversicht in sich aufsteigen.
Erneut fängt sie an sich zu wehren und versucht dem Griffen der Männer zu entfliehen. Sie zappelt wie wild und versucht nebenbei ihre Kameraden wieder in den Blick zu bekommen. Leider ist dies leichter gesagt, als getan. Ein heißer Schmerz zieht durch ihrer Glieder, als sie ihren Nacken etwas verdreht, um sich umzusehen.



Wahrscheinlich klemmt sie sich gerade etliche Nerven ein, bei ihrem Versuch wieder Oberhand zu gewinnen. Aber was sind schon ein paar eingeklemmte Nerven im Gegensatz zu dem, was ihr bevorsteht, wenn sie dort bleibt? Also reißt sie sich zusammen und bäumt sich, mit allem was sie hat, gegen ihre Gegner auf.
„Runter von mir!“, schnauzt die junge Frau zornig, durch ihre Zuversicht neuen Mut fassend.
Ihre Gegner haben anscheinend keine Zeit ihr zu antworten, stattdessen hört sie lautes Fluchen und vereinzelt angstvolle Schreie. River kommt nicht umhin zu lächeln. Anscheinend kommen wir hier doch raus.
In diesem Moment sieht River einen Schatten auf dem Boden, welcher sich ihnen rasant nähert. Rein instinktiv erschlafft sie in den Griffen und überrascht so die Jäger, die nicht begreifen können. Verwundert lassen sie etwas locker und scheinen nicht ganz sicher zu sein, was sie davon halten sollen. Ein bisschen tun sie ihr schon leid. Es muss schon eine Strafe Odins sein, sonst kann sie sich diese reine Blödheit nicht erklären. Aber sie will sich nicht beschweren, denn das hilft ihr ungemein.



Geschickt reißt sie sich ganz los und rollt sofort zur Seite, als große Krallen sich um die Körper der Männer schlingen. Keine Sekunde später ist die Schwarzhaarige ihre Gegner los und kann kurz aufatmen. Sie bleibt kurz liegen, dann stemmt sie sich auf ihre geschwächten Arme, um sich aufzurichten. Zwar fällt ihr es etwas schwer, aber der Kampfeslärm um sie herum ist ein guter Ansporn.
Als sie es dann auf ihre Beine geschafft hat, sieht sie sich kurz um und erkennt, dass einige gefangene Drache sich wohl befreit haben müssen. Denn nun machen sie den Jägern ordentlich Feuer unter ihren Hintern. Auch Angar hat sich wieder aufgerappelt und ist voll dabei. Askajia hingegen kniet am Boden und scheint schwer zu atmen. Ihr ganzer Körper zittert. Zum Glück ist Schneefunke bei ihr und hält ihr die Jäger vom Leib. Doch lange wird das nicht mehr gut gehen, also fährt sich River einmal übers Gesicht und greift nach ihrem Kurzschwert.
„Na dann, wollen wir mal“, seufzt sie und eilt in das Getümmel.



***



Der junge Mann hat nicht lange gezögert, als die Explosion zu hören war. Er nutzte den Moment und seine Gegner mit gezielten Hieben von sich befördert. Zwar ist er mehr als erschöpft, doch als ehemaliges Mitglied der Ingermanns weiß er, über seine Grenzen zu gehen. Also rappelt er sich in sekundenschnelle auf und greift zu seinem Schwert. Seine Finger zittern und sein Atmen ist flach, doch er reißt sich zusammen. Er kann es sich nicht leisten jetzt doch noch schwach zu werden. Nun, da sie eine Chance haben.
Denn durch das Chaos, sind die Jäger abgelenkt und leichter zu überwältigen. Während Angar seine Waffe fester greift, verschafft er sich einen Überblick über die Lage. Im Großen und Ganzen scheint es, allen einigermaßen gutzugehen, zumindest kämpfen sich alle wieder auf die Beine und nehmen den Kampf wieder auf. Genauso wie er, scheinen auch sie, zu merken, dass sie nun eine reale Chance haben. Die Götter müssen ihnen gewogen sein. Wenn es mehr nicht ist. Was kann da schon schief gehen?



Sich erneut ins Getümmel stürzend, atmet er tief durch und konzentriert sich. Jetzt bloß keinen Fehler machen. Ein Fehler könnte ihn den Kopf kosten, das weiß er. Er muss Zeit schinden, bis Lyren das Gitter angehoben hat. Wenn sie so lange durchhalten, dann können sie auf den Drachen flüchten. Das Chaos wäre ideal dafür, denn solange die Jäger versuchen die wilden Drachen wieder einzufangen, können sie verschwinden.
Natürlich gefällt es ihm nicht, diese Geschöpfe so auszuliefern, aber besser sie als seine Freunde. Und wenn sie alle wieder bei Kräften sind, würden sie bestimmt wieder kommen, um sie zu befreien. Rein theoretisch wäre es ja nur eine verzögerte Rettung. Angar schnaubt. Er hasst den Gedanken selbst, aber er weiß, dass es manchmal nicht für alle gut aus geht. Manchmal muss man hässliche Entscheidungen treffen und .. er kommt damit klar. Es wäre nicht das erste Mal, dass er so was tun muss. Besser er beschließt das, als wenn seine Freunde es müssen.
Sich selbst zustimmend schlitzt er einem Jäger die Kehle durch und wendet sich wieder völlig dem Kampf zu.



Dieser tobt in der gesamten Arena. Die Jäger versuchen, mit wenig Erfolg, die wilden Drachen wieder einzufangen. Angar sieht sich um. Ihre vernarbten Körper sprechen eine eigene Sprache. Die Sprache der Gewalt und Unterdrückung. Der junge Zähmer ist sich im klaren, dass die wilden Drachen dadurch, auch sie in Visier nehmen werden. Die Angst die sie antreibt, wird keinen Unterschied zwischen den Jägern und ihnen machen. Für sie sind alle Menschen eine Bedrohung. Das heißt, dass diese Chance auch sehr risikoreich ist. Aber welche Wahl haben sie schon? Entweder sie nutzen diese Chance jetzt oder gehen später unter. Das Risiko ist es wert, entscheidet Angar im Stillen und wirft sich im nächsten Moment auf einen Jäger, welcher sich ihm nähert. Zwar gehen dem Schwarzhaarigen so langsam die Kräfte aus, aber aufzugeben ist keine Option. Jetzt wo ihre Freiheit zum greifen nah ist.



Mit wenigen Schlägen befördert Angar den wuchtigen Gegner zu Boden und sticht ihm in die Brust. Dieser zuckt noch etwas, ehe er erschlafft und regungslos liegen bleibt.
Angar atmet kurz durch und gönnt sich einen Moment, um sich zu fokussieren, doch schon im nächsten Moment hört er es hinter sich explodieren und Hitze tanzt über seine Haut. Alarmiert wirbelt er herum und umschließt seine Waffe fester.
Hinter sich erblickt er den Klingenpeitschling, welcher gerade eine Reihe von Jägern mit seinem Schweif aufschlitzt. Die Jäger jaulen auf und greifen sich an die Bäuche, dies sollte ihr letzter Fehler sein, denn im nächsten Moment rollen ihre Köpfe über den Boden und der silberne Drache faucht zornig auf.
Angar weiß, dass er sich jetzt nicht zu schnell bewegen darf. Jede unüberlegte Bewegung wäre sein Todesurteil. So bleibt er also stehen und senkt sein Schwert.
,,Hey mein Großer!“, spricht er den aggressiven Drachen an, dessen Kopf sofort in seine Richtung schnellt und seine Lider gefährlich eng schließen.
,,Alles ist gut. Ich will dir nichts tun. Ich will genauso hier raus, wie du“, sagt der junge Zähmer beschwichtigend und versucht sich an einem ruhigen Lächeln, doch die silberne Schönheit bleibt skeptisch.



Angar sieht sich kurz in seiner Umgebung um, darauf bedacht eine Gefahr frühzeitig zu bemerken, doch die Gegner scheinen mit etwas anderem beschäftigt zu sein.
Wahrscheinlich halten die wilden Drachen sie ziemlich auf Trab. Diese Ruhe kann er nutzen, um den Klingenpeitschling vor sich zu besänftigen. Es kann nicht schaden einen Drachen weniger im Rücken zu haben, der dir in deinen Rücken schießen könnte.
Zur Bestätigung seiner Worte legt Angar seine Waffe wieder auf seinen Rücken an und hebt die Hände. Dabei ziert ein sanftes Lächeln sein Gesicht.
„Es ist alle gut. Ich will dir helfen“, redet er auf den Drachen vor sich ein.
Dieser zeigt sich allerdings wenig beeindruckt und peitscht mit seinem Schweif, die Stacheln leicht aufgerichtet. Eine klare Drohung. Der junge Mann seufzt.
„Ich bin nicht wie die“, sagt Angar und deutet auf eine Gruppe von Jäger.
Als der Drache seiner Bewegung mit den Augen folgt und zu den Jägern blickt, zeigt Angar wieder auf sich und schüttelt den Kopf. ,,Nicht mehr“



Der silberne Drache legt den Kopf leicht schief und beäugt ihn misstrauisch. Er scheint ihm dennoch nicht zu vertrauen, aber scheint zu überlegen ob er ihm glauben kann. Es erstaunt Angar immer wieder, wie intelligent diese Geschöpfe doch sind.
„Du musst mir nicht vertrauen, mein Großer, das ist völlig in Ordnung“, lenkt er ein und streckt vorsichtig seine rechte Hand nach dem Wesen aus, welches ihn genau im Auge behält. Es fängt an zu knurren, als er die Hand gehoben hatte.
„Ganz ruhig, mein Großer, es ist alles gut“, redet er weiter und nähert sich mit wenigen Schritten dem Drachen.
Dieser öffnet sein Maul leicht und schwenkt seinen Schweif rechts neben sich. Sein Knurren wird lauter. Angar lächelt weiter.
„Ich will dir nichts tun. Ich verspreche es“, kommt es daraufhin vom Schwarzhaarigen, welcher sich noch zwei weitere Schritte traut.
Der Drache blickt auf seine Hand, er bewegt sich nicht.



Auch der junge Zähmer rührt sich nicht und sieht besänftigend auf den Drachen. Dieser blickt gebannt auf seine Hand und hebt dann langsam den Kopf. Sie blicken sich in die Augen. Erst passiert nichts und Angar hat das Gefühl, dass der Klingenpeitschling ihm zumindest glaubt. Dieser senkt nämlich etwas seinen Schweif und seine Haltung entspannt sich minimal. Der Zähmer nickt ihm vertrauenswürdig zu und will sich dem Drachen gerade noch etwas nähern, als ein lauter Knall ertönt.
„Nichts wie raus hier!“, schallt es im nächsten Moment durch die Arena und Angar erkennt Lyrens Stimme.
Doch er hat keine Zeit nach seinem Freund zu sehen, da der Klingenpeitschling nun seine Stacheln aufstellt und ein Leuchten aus seinem Mund kommt.
Im nächsten Moment weicht er dem heißen Feuer des Drachen aus, stolpert aber über die Leiche des Jäger, welcher er in die Brust gestochen hatte. Er verliert kurz das Gleichgewicht und taumelt eine Sekunde herum, ehe er sich wieder fängt und durch ein zischendes Geräusch zu dem Klingenpeitschling dreht. Er erblickt im letzten Moment noch, wie der Drache seinen Schweif in seine Richtung schwenkt und sich die Stacheln lösen.
„Oh ver-“, murmelt er, als der Zähmer seine Arme schützend vor sein Gesicht hebt, da er nicht mehr ausweichen kann.



Plötzlich wird er zur Seite gestoßen und fällt auf sein Opfer. Verwundert sieht er auf die Stelle, wo er gerade noch gestanden hat und erblickt einen muskulösen jungen Mann, welcher dort nun steht. Er hat schwarze Haare und trägt die Kleidung eines Jägers. Warum sollte ein Jäger ihn retten? Oder sich wissentlich in Gefahr begeben?
Angar baut sich langsam wieder auf und zieht sein Schwert. Er beäugt den Fremden misstrauisch.
„Wer seid ihr und was wollt ihr?“, fragt er ruhig und bleibt auf Abstand.
Der Mann dreht sich nicht zu ihm um, als er antwortet:
„Für mich sah es so aus, als hätte ich dich gerettet“, erwidert der Mann und sieht zu dem Klingenpeitschling.
Angar kann nicht sehen, was er genau macht oder ob er überhaupt etwas macht, aber der Drache vor ihnen blickt den Mann vertrauter an, als Angar vorhin. Er scheint nicht beruhigt, aber sich seiner Sache mehr sicher. Kennt der Drache den Mann? Aber woher? Ein Drache würde doch nie einem Jäger vertrauen, oder?



,,Ich würde dir raten zu verschwinden. Würde deiner Gesundheit guttun“, meint der Fremde und nähert sich dem silbernen Drachen.
Und ich würde dir raten, dich von dem Drachen fernzuhalten. Würde deiner Gesundheit guttun!“, ruft er dem Fremden zu, dieser dreht sich endlich zu ihm um und ein verhöhnendes Grinsen ziert sein Gesicht.
„Oh keine Sorge, ich komm klar“, erwidert der Schwarzhaarige und wendet sich wieder ab. „Übrigens! Hinter dir!“
Angar dreht sich alarmiert um, um sich für einen Angriff bereitzumachen. Zwar vertraut er dem Fremden nicht, aber dieser scheint in einer Beziehung mit dem Klingenpeitschling zu stehen. Welche auch immer. Also sollte er sich gerade eher um seinen Rücken kümmern. Und tatsächlich.
Hinter ihm holt gerade ein blonder Jäger zum Schlag aus und Angar ist bereit ihn zu parieren, als ein Feuerball vom Himmel regnet und den Jäger zu Fall bringt. Keine Sekunde später schwebt ein Schatten über ihm und er blickt auf.
„Ich sagte: Nichts wie raus hier!
Und nicht: Macht euch neue Freunde.

So schwer mir ein paar Sekunden Aufmerksamkeit zu schenken?“



Angar blickt Lyren an, der ihn aber nur eines kurzen Blickes würdig, ehe er zum Fremden schaut. Dabei legt sich seine Stirn in Falten. Er betrachtet ihn kurz und schüttelt dann seinen Kopf.
„Wie dem auch sei. Wir sollten los“, bestimmt Lyren dann und Iduna erhebt sich in den Himmel.
Erst jetzt wird ihm gewahr, dass das Gitter weg ist. War das der Knall? Nachdem er Lyren hinterhergeblickt hat, erscheint Schuppenglanz in seinem Sichtfeld und landet vor ihm. Er krächzt ihm freudig zu und Angar erwidert es mit einem Lächeln.
„Hey mein Freund. Du willst auch von hier verschwinden, was?“, redet er mehr zu sich selbst und eilt auf den Rücken seines Drachens.



Als Schuppenglanz sich erhebt, blickt er nochmal hinter sich um nach dem Fremden zu sehen. Er kann noch erkennen, wie der Klingenpeitschling aufbrüllt und seinen Schweif peitscht, dann erreicht er die Anderen. Auch die wilden Drachen haben sich in die Lüfte erhoben und doch scheinen sie nicht fertig. Denn sie brüllen laut auf, um dann die Arena in einem Meer aus Feuer zu tauchen. Dadurch aufgeschreckt blickt der silberne Drache auf und verschwinden dann selbst in dem Meer aus Feuer. Das Letzte, was Angar hört ist, sein Gebrüll.
Für viel mehr bleibt aber keine Zeit, denn die Bogenschützen halten ihren Beschuss weiterhin aufrecht. So sind sie gezwungen direkt weiterzufliegen. Als Angar die frische wehende Luft an seinem Gesicht spürt, atmet er erleichtert aus. Das tut gut. Einem kurzen Moment gibt er sich dem Gefühle hin und genießt es.
Doch der Moment verweilt nur kurz, denn dann geht ein Ruck durch Schuppenglanz und er krächzt auf.
Alarmiert blickt er an seinem Freund herab und kann einen Pfeil in dem rechten Bein von ihm erkennen. Verflucht!
„Verdammt! Warte, ich zieh ihn raus!“, erklärt er seinem Drachen und beugt sich runter um den Pfeil herauszuziehen.



Auch wenn es schmerzhaft ist, es muss sein. Er muss wissen, ob an dem Pfeil Drachenwurz dran ist. Denn wenn, muss er schnellsten handeln.
Also streckt er seine Hand nach dem Pfeil aus und kann ihn gerade so packen.
„Jetzt die Zähne zusammen beißen, Kleiner.“, warnt er seinen Freund vor, ehe er mit einem Ruck den Pfeil herauszieht. Schuppenglanz zuckt zusammen und weicht im selben Moment einem weiteren Pfeil aus. Wodurch Angar beinahe den Pfeil loslässt.
Nachdem er sich wieder stabilisiert hat, sieht er sich die Spitze an und zu seinem Schrecken, sieht er eine grüne Flüssigkeit. Nicht gut. Gar nicht gut.
„Halte noch kurz durch, mein Freund“, murmelt er seinem Drachen zu und tätschelt seinen Kopf.
Dieser krächzt leise und drückt sich etwas gegen seine Hand. Angar lächelt gequält.
„Leute! Wir haben ein Problem!“, ruft der Zähmer seinen Kameraden zu, welche schon etwas weiter vorne sind.
,,Wäre mir nicht in den Sinn gekommen!“, zischt River zurück und schaut nun zu ihm.
Erst scheint sie nicht zu verstehen was er meint, doch als sie den Pfeil in seiner Hand sieht, versteht sie. Sofort fliegt sie zum ihm und guckt sich Schuppenglanz an. Dieser beginnt bereits zu schwächeln und fällt immer mehr zurück.



Rivers Gesicht nimmt einen besorgten Gesichtsausdruck an.
„Ok, das ist ein Problem. Denkst du er hält noch lange durch?“, fragt sie ihn dann und Angar schüttelt bestimmend den Kopf.
„Nein, es sieht mir zwar nicht nach viel Drachenwurz aus, aber ich denke, das war genug.“, gibt der junge Mann zurück und klopft aufmunternd den Hals seines Drachen.
River nickt leicht und schaut nach vorne, wo Lyren die Spitze übernommen hat und einigen Pfeilen ausweicht. Ihre Miene wird entschlossen.
„Wir müssen uns Deckung suchen! Schuppenglanz ist getroffen!“, ruft sie ihren restlichen Kameraden zu, welche verschiedene Reaktionen haben.
Während Askajia erschöpft nickt und scheinbar nach einer geeigneten Deckung Ausschau hält, versteift sich Lyren kurz und greift sich dann an die Schläfe. Er schüttelt den Kopf. Angar ist sich nicht sicher, aber es scheint so, als würde er etwas murmeln.



Nachdem der Weißhaarige fertig mit dem ist, was er auch immer getan hat, nickt er ihnen zu.
„Selbstverständlich meine Gute. Seid euch gewiss, dass ich zufälligerweise eine Deckung kenne, die uns bei diesem Problem behilflich sein könnte. Folgt mir“, verkündet Lyren in einem Ton, welcher einem klarmacht, was der Älteste von der ganzen Situation hält.
Kaum hat er das gesagt, erhöht Iduna das Tempo und fliegt voraus. Schneefunke, welche normalerweise ohne Schwierigkeit mithalten kann, schafft es dieses Mal anscheinend mit Mühen dem Tempo nachzukommen. Angar würde sich darüber Sorgen machen, wenn er sich gerade nicht genug Sorgen um seinen Drachen machen müsste.
„Hast du gehört, Schuppenglanz? Halt durch! Nur noch ein kurzes Stück!“, motiviert der Schwarzhaarige seinen Drachen, welcher ein angestrengtes Krächzen von sich gibt und versucht dem Tempo beizukommen.



***



Die junge Frau blickt besorgt auf den Trampler neben sich. Dieser gibt sein Bestes ihnen hinterherzukommen, doch er schafft es nicht. Er fällt immer mehr zurück und verliert an Höhe. Zwar scheint Angar recht zu behalten. Die Dosis des Drachenwurzs scheint nicht allzu stark gewesen zu sein, denn sonst hätte es den Trampler sofort vom Himmel geholt. Warum die Jäger nur so eine geringe Dosis verwenden ist zwar sehr fraglich, aber die Zeit darüber nachzudenken hat sie nicht. Stattdessen blickt sie nach vorne und hält nach einer Deckung Ausschau, doch viel kann sie nicht erkennen. Einerseits ist der Nebel nun umso schlechter für sie, andererseits gibt es hier kaum etwas, was für sie als Deckung dienen könnte. Lyren weiß, was er tut … hoffe ich.
Erneut blickt sie nach hinten und erkennt schemenhaft die Umrisse einiger Jäger, die sie verfolgen. Normalerweise würden sie diese ohne Probleme abhängen, doch durch Schuppenglanz und den stetigen Beschuss sind sie verlangsamt.
Jetzt sind sie aus der Arena raus und ihre Karten scheinen unverändert.



„Lyren, wie weit noch? Wir haben nicht ewig Zeit!“, ruft River gestresst ihrem Freund zu, welcher angestrengt nach vorne sieht.
„Gleich, meine Treue, gleich!“, gibt Lyren kurz angebunden zurück und beugt sich etwas mehr nach vorne.
Nachdem er das getan hat, dreht er sich zu ihr herum und deutet mit seiner rechten Hand nach unten. Sein Gesichtsausdruck ist schmerzverzerrten, doch er wäre nicht Lyren, wenn dieser Makel ihn von seinem süffisanten Lächeln abhalten könnte. Der Schwarzhaarigen ist es ein Rätsel, wie er immer so unbeschwert sein kann. Egal in welcher Situation. Aber River schüttelt den Kopf und treibt Wolkenklang vorwärts.
Hinter ihr versucht Angar seinen geflügelten Freund noch etwas anzuspornen, doch enden seine Worte in einem Aufschrei. Denn mit einmal erschlaffen Schuppenglanzs Bewegungen und er schließt die Augen. Verdammt!
Der Trampler stürzt Richtung Boden.



Die junge Frau blickt entsetzt auf den fallenden Trampler und Angar, welcher versucht seinen Drachen wieder aufzuwecken, doch vergebens. Der Drache hatte keine Kontrolle mehr über sich und reißt seinen Reiter mit in die Tiefe.
River ist wie erstarrt, will nicht glauben, was sie sieht. Erst als Lyren ihren Namen schreit, wacht sie aus ihrer Starre auf. Sie schüttelt den Kopf und eilt dann Angar und seinem Drachen nach. Doch zu spät.
Aus dem Nebel unter den Fallenden bricht ein Netzkatapult hervor und im nächsten Moment schießt ein Netz hervor. Die junge Zähmerin ist zu weit weg, um ihrem Freund eine Hilfe zu sein und das weiß sie auch.
Ich hätte nicht zögern dürfen. Sie versucht das Gefühl der Schuld zu verdrängen und will zur Rettung eilen, als ein Pfeifen durch den Nebel geht. Es wird mit jeder Sekunde schriller und schriller. Kurz denkt sie, dass nun noch eine Gefahr auf sie zu kommt, doch sie wird eines Bessern belehrt.



Mit einem Mal rast ein Schatten an ihr vorbei und stürzt sich in die Tiefe. Einige Jäger schreien alarmiert auf, doch es ist schon zu spät. Ein blauer Feuerball zischt durch die Luft und trifft das Netzkatapult, während das Netz die beiden Fallenden umschließt. Ehe River reagieren kann bricht unter den Jägern kurz Panik aus und der Schatten feuert ein weiteres Mal in die Menge, bevor er vom Nebel verschluckt wird.
Besorgt will sie voreilen um ihre Freunde aufzufangen, doch ihre Anführerin ist schneller, denn sie und ihr Drache tauchen hinter ihnen auf. In Schneefunkes Klauen Schuppenglanz und Angar.
„Ich hab sie! Los!“, teilt Askajia außer Atem mit und River denkt ihre Freundin bricht jeden Moment zusammen.
Auch ihr Drache hält sich mit Mühen in der Luft und hat das Netz mit ihrem Freund fest in den Klauen. Schneefunke atmet schwer, lange kann sie die Beiden sicherlich nicht halten.



„Wo bleibt ihr denn? Wir sind fast da und ihr spielt Kometen fangen!“, kommt es von vorne und nur einem Kerl kann diese Stimme gehören.
Es ist Lyren und sein Gesicht sieht nicht halb so belustigt aus, wie seine Stimme klingt. Sie gibt keine Antwort und folgt ihm einfach. Sie hat nicht mehr die Nerven ihn zu belehren. Und die Kraft. Sie will einfach nur weg und das am besten so weit wie möglich, aber auch Lyren scheint langsam ernst zu werden, ob das gut ist, weiß sie nicht.
Sie fliegen immer tiefer, immer weiter und doch scheint es als würden sie keinen Meter vorankommen. Angar bleibt erstaunlich still. Vermutlich steht er etwas unter Schock. Das alles ist .. ist einfach zu viel für einen Tag. Selbst für einen wie Angar. Es ist ja nicht so, als würden sie generell unter Hochspannung stehen. Auch River spürt die Versuchung kurz schwach zu werden und sich diesem Gefühl in ihr hinzugeben. Aber das geht nicht.
Die Anderen zählen auf sie, und wenn selbst Lyren ernst ist, dann muss sie sich zusammen reißen. Es ist nur ein weiterer Tag in diesem Chaos. Nur ein weiterer Tag, River.



Es fällt ihr erst kurze Zeit später auf. Um sie herum lichtet sich der Nebel und geben den Blick auf steile Steinwände preis. Ich glaub es nicht...
„Du hast uns in einer Schlucht geführt? Bist du noch bei Sinnen?“, platzt es aus ihr heraus, bevor sie sich kontrollieren kann. Ist das sein verdammter Ernst?
„Es ist alles gut. Ich kann dir versichern, meine Lie-“, will Lyren sich erklären, aber River lässt ihn nicht ausreden.
„Alles gut? Ernsthaft? Meine Güte Lyren! Angar und Schuppenglanz sind verletzt, Askajia und Schneefunke sind auch nicht mehr lange in der Luft und das Beste, was dir einfällt, ist uns in eine Schlucht mit Sackgasse zu führen?“, ruft sie ihm zu und klingt dabei das erste Mal erbost.
Lyren hält kurz inne und blickt dann zu ihr, in dem er sich nun vollständig zu ihr umdreht. Sein Gesicht scheint verwirrt.
„Meine Liebe. Ich bin vielleicht etwas verpeilt, aber ich bin mir zu 88 Prozent sicher, dass diese Schlucht nicht in eine Sackgasse führt. Ich hab zwar, durch euer vorschnelles Handeln, nur einen kurzen Blick auf die Karte geworfen, aber wie oft liege ich schon falsch. Vertrau mir einfach, Hübsche.“, entgegnet Lyren ruhig und will sich wieder nach vorne wenden, als seine Drachendame plötzlich auf der Stelle stehenbleibt. Die anderen Drachen tun es ihr nach.



„Ich enttäusche dich ja nur ungern, aber das sieht mir sehr nach einer Sackgasse aus!“, teilt sie dem Weißhaarigen, selbst noch nicht ganz fassend, mit.
Dieser wendet seinen Blick auch wieder nach vorne und erkennt die steile Wand vor ihnen. Einige Sekunden bleibt es still, keiner sagt ein Wort. Dann:
„Nun gut, dass...“
Lyren fängt langsam und leise an zu reden, seine Stimme klang seltsam. Die Zähmerin kann nicht sagen, was an ihr nicht stimmt. Aber eins ist klar: Ihr gefällt es nicht.
„Lyren, es ist-“, fängt Askajia beruhigend an, als sie sich unterbricht und schnell den Kopf duckt. Ein Pfeil streift ihr Haar beinahe.
Die junge Frau wendet sich schleunigst herum und versucht ihre Gegner auszumachen.
„Die können doch gar nicht so schnell hinter uns herkommen“, gibt sie leise knirschend von sich und hat gedacht, dass sie niemand hören würde.
„Sie sind nicht hinterher“, murmelt Angar und schüttelt den Kopf, um wohl etwas klarer zu werden.



Sie kommt nicht dazu ihn zu fragen, was er meint, da ein Hagel brennender Pfeile auf sie zu kommt. Wolkenklang steigt in die Höhe und weicht zur Seite aus. Ein Pfeil streift seinen rechten Unterflügel. Er jault leise, aber bringt sie dennoch auf sicheren Abstand. Vorerst, denn sie kommen näher und durch den Pfeilhagel verhindern sie, dass sie einfach herausfliegen. Sie sitzen in der Falle. Erneut. Endgültig?
„Leute..?“, fragt River in die Runde, auch wenn Lyren wohl der Einzige ist, der noch in der Lage ist, wirklich mit ihr zu reden.
„Kein Wort“, gibt Lyren zurück und blickt in die Richtung, aus der sie die Jäger kommen hören.
„Lyren, ich meinte nicht-“, setzt sie etwas schuldbewusst an, doch Lyren schüttelt den Kopf und schenkt ihr ein deutlich falsches Lächeln.
„Nicht jetzt, meine Blüte. Zurzeit sollten wir auf Taten zurückgreifen, nicht auf Worte“, gibt er zurück und verlagert sein Gewicht, fasst seinen Stab neu.
Will er wirklich noch kämpfen?
„Ich glaub, dass die Zeit auch dafür zu spät-“ , wieder lässt er sie nicht aussprechen.
Mit einer Handbewegung lässt er sie verstummen und River versteht. Sie seufzt.
„Packst du das, Askajia?“, wendet sie sich an ihre Freundin, welche wohl kaum ihnen folgen kann. Doch natürlich bejaht sie. River seufzt und packt ihr Schwert.
Das wird weh tun...



Gerade als Lyren und River zum Angriff ansetzen wollen, hören sie etwas. Es ist leise und doch klingt es so vertraut. Es kommt immer näher und nach einigen Sekunden identifiziert sie es als Flügelschläge.
Die wilden Drachen? Nein, das Geräusch kommt von hinten. Wie sollten sie hinter sie kommen und warum sollten sie ihnen helfen? Die Flügelschläge werden immer lauter und mit einem Mal erkennen sie schemenhaft einen Drachen über sie hinweg fliegen. Er ist mehr länglich, dünn. Kurz ist der jungen Reiterin so, als hätte er etwas auf seinem Rücken. Dann ist er an ihnen vorbei und peilt die Jäger an.
Als River begreift, was er vorhat, will sie ihn irgendwie aufhalten, als ein leiser Pfiff ertönte und sie versteht nicht, was vor sich geht.
Im Nebel sehen sie den Drachen Feuer speien und sie will ihm schon zur Hilfe eilen, als Lyren sie zurückhält.
Sofort will sie ihn fragen, was das soll, doch er deutet nur nach unten.
„Es ist besser für uns nicht darunter zu gehen. Glaub mir“, meinte er nur gelassen.
River versteht nicht, was er meint und will nachhaken, als das Geschrei der Männer immer leiser wird und keine Pfeile mehr fliegen. Was zum...?



„Geht es euch gut? Bin ich noch rechtzeitig gekommen?“, schallt eine Stimme über ihnen in die Schlucht hinein und die Schwarzhaarige traut ihren Ohren nicht.
Ihr Begleiter hingegen scheint damit schon gerechnet zu haben und erwidert gelassen.
„Alles gut! Aber du hast dir verdammt Zeit gelassen!“
Es kommt keine Erwiderung, aber das brauchen sie auch nicht. Ohne zu Zögern steigen sie höher und sehen einen Kettenschwanz hinter ihnen herfliegen. Dieser überholt sie nach einigen Meter und fliegt voraus. Sie folgen ihm und nach einigen weiteren Sekunden verlassen sie die Schlucht.
Draußen wartet der Kettenschwanz auf sie und dadurch, dass sich der Nebel etwas mehr lichtet können sie die Schwarzhaarige auf seinem Rücken sehen. Sie lächelt sie besorgt und unsicher an. Ihr Drache hingegen fängt an sich zu kratzen und wird unruhiger.
Ich wusste nicht genau wo ihr seid. Es hat etwas gedauert bis ich euch gefunden habe“, entschuldigt sich Elsslin bei ihnen, obwohl ihr keiner einen Vorwurf gemacht hat.
„Wozu sich entschuldigen? Niemand hat mit dir gerechnet. Wir alle glaubten dich bei deinem reizenden Gatten. Eine besser Ausrede der Rettung seiner Anführerin fernzubleiben gibt es in deiner Lage nicht!“, erwidert Lyren zwinkernd, zieht dann zischend die Luft ein und fasst sich an die Wunde mit dem Pfeil.
Elsslin beobachtet das Geschehen besorgt und streckt die Hand nach ihm aus.
„S-Soll ich dich verarzten? Tut es sehr weh?“, fragt Elsslin noch besorgter nach und will sich ihm nähern. Doch ein Pfeil saust an ihrer Hand vorbei.



Geschwind blickt River in die Richtung, aus der der Pfeil kam und kann in der Ferne einige Feinde erkennen. Sie scheinen um die Schlucht herum gegangen zu sein oder haben hier auf sie gewartet. Egal was es ist.
„Wir sollten verschwinden!“, bemerkt Lyren an und River nickt ernst.
Elsslin hingegen hat ihren Blick immer noch auf Lyrens Hüfte gerichtet. Sie scheint mit dem Drang zu kämpfen, ihn einfach zu zwingen sich von ihr helfen zu lassen. Natürlich würde Lyren das nicht zulassen, mal davon abgesehen, dass sie schlichtweg keine Zeit haben sich darum zu kümmern. Elsslins Beweggründe in allen Ehren. Bevor sie ihre schüchterne Freundin darauf aufmerksam machen kann, übernimmt Lyren das für sie.
„Gefällt dir was du siehst?“, fragt er Elsslin in einen charmanten Ton und Elsslin versteift sich.
„N-Nein! D-Das sollte nicht s-so rüberkommen! Ehrlich!“, stottert Elsslin peinlich berührt und will sich erklären, aber der Weißhaarige winkt ab.
„Keine falsche Hemme, meine gute Elsslin. Es ist nichts Verwerfliches daran, auch mal in anderen Gewässern zu fischen!“
River ist sich sicher, dass Elsslin rot geworden ist. Auch ihr ist das peinlich und sie ist diesmal nicht davon betroffen. Dieses Mal ist sie nur anwesend und das reicht ihr.



„Ich störe euch nur ungern, aber ihr müsst das unterbrechen. Wir sind immer noch auf der Flucht.“, unterbricht sie prompt die Sache, von der sie nicht weiß, worauf sie hinausgelaufen wäre.
„Das ist vielleicht ein Grund, aber kein Hindernis, meine Blüte! Du musst auch nicht eifersüchtig werden. Es ist genug für euch beide da. Du kannst auch gerne mitmachen“, erwidert Lyren unverschämt lächelnd.
River spürt Wärme in ihren Wangen aufsteigen, sodass sie schnell den Kopf wegdreht.
„Unpassend Lyren, mehr als unpassend!“, nuschelt sie verlegener als sie eigentlich will.
Selbstredend hört Lyren heraus wie unangenehm ihr das ist und setzt zum nächsten an, als der nächste Pfeil in seinen Stab stecken bleibt. Etwas erschrocken blickt er dorthin und entfernt schnell den Pfeil, bevor Elsslin entschuldigend ansieht.
„Bitte vergebt, meine Gnädige, wir holen das nach. Verzagt nicht“, wendet er sich nochmals an Elsslin, welche nun auch den Kopf verlegen wegdreht und eine Entschuldigung murmelt.
River kann nur den Kopf schütteln und gibt Wolkenklang das Signal zum Aufbruch.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Möge die Macht mit euch sein.

Hier ist der versprochene zweite Teil des Kapitels. Endlich.
Ab hier sollte es eigentlich schneller voran gehen, aber ich verspreche nichts.
Wie dem auch sei. Ich hoffe es gefällt euch.
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