Im Auge des Gleichgewichts

von TheWooop
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Gestaltwandler Ritter & Krieger
30.07.2020
08.08.2020
12
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30.07.2020 758
 
Als die Welt noch jung war, wurde sie beherrscht von Wesenheiten, die man sich heutzutage nicht einmal vorzustellen wagt. Mit der Macht, mit bloßen Gedanken Landmassen zu bewegen, Kontinente zu formen und Ozeane füllen oder vertrocknen zu lassen. Doch bei all ihrer Macht hatten sie eines nicht, was jedem Wesen seine Existenzberechtigung erteilt. Sie hatten kein Ziel. Ohne Zweck und ohne eine Aufgabe zu sein, mag so manchem einfachen Mann die Haare grau werden lassen, doch für jene Wesenheiten sagt man, zerrte diese Frage an der Substanz und schmerzte mehr als es jede körperliche Wunde hätte tun können. Mit der Zeit erlösten sich diese Wesenheiten selbst, indem sie sich bis ins All katapultierten, und dort sich mit dem Universum ausdehnten, bis es sie zerriss. Teile Ihrer Macht, die hierbei frei wurde, schuf neue Planeten und Sonnen. Andere suchten die Erlösung im Kern der Erde und man sagt, dort würden bis heute einige dieser Geschöpfe darauf warten, endlich durch die Hitze des Magmas erlöst zu werden. 5 Dieser Wesenheiten jedoch erkannten die Erlösung darin, ihre Macht auf unzählbar viele Objekte aufzuteilen bis sie selbst nicht viel mehr wie ein Insekt maßen. Diese 5 sind schuld an den Einigungskriegen. Bis heute verehren die verschiedenen Länder sie als Götter: Verona, Galon, Vicra, Menudin und Konnu. Ihre Macht veränderte die Dinge. Bäume erwachten aus ihrer Starre und begannen sich zu regen, Steine begannen jegliche Energie um sich herum zu absorbieren und Materie in sich zu Laden, Tiere mutierten und entwickelten Verhaltensmuster welche mehr als untypisch waren, und die Vorfahren der menschlichen Rasse wurden entweder an Fähigkeiten beschenkt oder bis zur Unkenntlichkeit verändert, bis die viel zu große Mach für ein sterbliches Wesen sie letztlich zerstörte. Mit den Jahrhunderten balancierte sich ein Gleichgewicht auf der Welt ein. Die Natur erholte sich und wuchs ohne Einfluss, Vulkane Gossen ihre heiße Lava in die Meere und schufen neue Landmassen. Und die Menschen hatten sich wie die Kaninchen vermehrt. Durch die Vererbung der Mutationen wurden die Kräfte abgeschwächt, bis sie kaum mehr vorhanden, oder gänzlich ausgelöscht waren. Heute im 8ten Ärum gibt es keine Zeugen dieser Kräfte mehr. Die Legenden behaupten, in manchen Uhreinwohnerstämmen, die sich nur mit ihresgleichen fortgepflanzt haben, seien die Mächte noch immer vorhanden, was aber nicht sehr glaubwürdig ist. Ebenso gibt es Theorien, das in vielen diese Kräfte über das Erbgut eingepflanzt wurden, jedoch nie aktiviert. Durch Rituale und andere heidnische Bräuche hat man versucht diese Sperre aufzuheben, doch erfolglos. Im 7ten Ärum, gab es vereinzelt Menschen, in denen diese Aktivierung von Geburt an die Kräfte freisetzte und so wurden in jeder Stadt, als besondere Helden, ihre Schattenläufer, Magier oder Runenmeister gefeiert und angepriesen.

Doch seit jeher hatten Menschen vor Dingen Angst, die sie nicht verstanden und die stärker waren als sie selbst. Nachdem so manche Stadt angegriffen wurde und die normalen Krieger von jenen "Helden" in kürzester Zeit abgeschlachtet wurden, bis es nur noch ein Kräftemessen zwischen diesen war, taten sich die größte Handelsstadt Aron und die Militärlager von Sength zusammen, um die Einigungskriege auszurufen. Im Namen der Götter zogen diese Armeen aus, um Diejenigen auszulöschen, die sich selbst auf eine Stufe mit den Gebern des Lebens stellten. Als hätten sie ihre Kräfte den 5 Wesenheiten gestohlen und müssten nun dafür bestraft werden wurden sie in allen Landen aufgespürt und hingerichtet.

Natürlich ließen sich die Truppen nicht entgehen auch jede Stadt und jedes Dorf, in das sie kamen zu unterwerfen, zu plündern und die Befehlshaber und Stadthalter durch ihre eigenen Leute zu ersetzen.

Als endlich auch der letzte Mensch mit Kräften oder wie sie seit dem genannt wurden "Isjaks", was so viel wie Hochstapler oder Ketzer bedeutet, getötet war, hatte das gesamte Land einen neuen Herrscher. Den alleinigen Kaiser von allem, der in der Hauptstadt Aron saß und mit seinen Armeen den "Frieden" in seinen Städten aufrechterhielt. Seine Familie hatte diese Macht nie mehr abgegeben und so sitzt heute Sion-un-Mendragon auf dem Thron. Der Erbe des großen Herrschers Mendragon.

Die Herrscher waren mal gütiger Mal tyrannischer, Mal präsenter und mal unscheinbarer. So haben sich viele kleine Teile des Landes abgespalten im Laufe des Äron und ihre Eigenständigkeit erklärt. Sion führt halbherzig Krieg gegen die größten dieser Abspaltungen, jedoch ist das Geeinte-Reich immer noch so übermächtig, dass ihn diese Krawalle kaum sehr beschäftigen dürften. Seine große Angst ist nur, dass die Isjaks wiederkehren würden. Ihr Erbe sich wieder erheben und ihn stürzen würde. Doch wenn es sie noch gibt, würde er sie wohl nie zu fassen bekommen.

//Auszug aus Fasir´s Wege der Macht
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