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Bela und Farin

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
30.07.2020
24.01.2021
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31.07.2020 3.193
 
So es geht weiter. Freut mich, dass die Geschichte gelesen wird. Die Schwarzleser dürfen sich auch gerne zu Wort melden. ;-)

29. Februar 2020

Jan war am nächsten Morgen, weit vorm Wecker klingeln wach. Leise zog er sich an, nahm Schlüssel und Geld mit und ging laufen. Der Park war Menschen leer und es war noch dunkel draußen. Er lief eine große Runde, das waren 9 Kilometer und holte auf dem Rückweg Brötchen und das Hamburger Abendblatt. Er betrat gerade das Grundstück, als Konstanze mit Frederik im Auto vorfuhr.
„Papi!“, Frederik, wäre beinahe aus dem Auto gesprungen, bevor es gestanden hätte, so sehr freute er sich.
„Hey Großer“, Jan nahm Belas Mini-Me fest in die Arme. „Gut siehst du aus. Endlich Ferien, hm?“
„Ja, wir haben gestern noch Englisch und vor zwei Tagen Geschichte geschrieben.“
„Und?“
„Ging ganz gut. Vielleicht ne Zwei mit Glück ne Eins.“ Jan lächelte. Frederik prahlte nicht mit seinen guten Noten, obwohl er da wahrlich Anlass zu gehabt hätte. „Und das Zeugnis?“
„Hat Papa dir das nicht gezeigt? Er hat extra eine Kopie gemacht.“
„Ne, dass hat der werte Herr Felsenheimer unterschlagen. Frechheit. Hallo Konstanze!“ Auch hier eine kurze Umarmung.
„Moin Jan, Danke noch mal.“
„Immer gerne. Dir einen guten Flug.“  
„Danke.“ Kuss fürs Kind und weg war sie wieder.
„Dann komm mal rein, kannst deinen Vater wecken und ihm sagen, dass es gleich Frühstück gibt.“

Jan schmiss die Brötchen drinnen auf den Küchentisch und ging schnell duschen. Als er runterkam, war Rod schon wach und stand auf der Terrasse um eine zu Rauchen. Er selbst machte sich Tee und wartete dann auf die zwei Felsenheimer Jungs. In der Zwischenzeit warf er einen Blick in die Zeitung. Covid-19 war das alles beherrschende Thema offenbar. Ein neuer Virus, der sich rasch verbreitete und offenbar gerade ältere und kranke Menschen befiel. China hatte schon teilweise einen Lockdown befohlen in der betroffenen Region und auch in Deutschland, stand das zur Debatte, dass man nicht Systemrelevanten Dinge schließen wollte. Also Bekleidungsgeschäfte, Kirchen und Moscheen, Buchläden, Kosmetikstudios, Kinos, Bars und Cafés. Vielleicht sollten sie noch mal einkaufen fahren, schoss es Jan durch den Kopf, falls ihnen das auch drohen sollte, war es besser Vorräte im Haus zu haben.
„Guten Morgen, schöner Mann“, Bela hauchte ihm einen Kuss auf den Kopf.
„Morgen. Gut geschlafen?“
„Ja, viel zu gut. Du bist ja wieder da.“ Jan legte die Zeitung weg und Rod betrat die Küche.

Frederik kam herein, mit seinem Zeugnis, was Jan an sich nahm und aufmerksam las. Es war wirklich gut. Fast nur Einsen und Zweien dabei. Bis auf eine Vier Minus in Mathe. Der Gitarrist strich seinem Sohn über den Kopf und gratulierte ihm zu dem guten Zeugnis und meinte, dass da sicherlich eine Belohnung fällig sei, nachher. Frederik brachte das Zeugnis, schnell wieder in Sicherheit, damit es nicht dreckig wurde und setzte sich dann, an den Frühstückstisch.

„Wir sollten nachher mal einkaufen fahren“, schlug Jan vor, nach dem ersten Brötchen. „Bei den Zeitungsberichten gruselt es einen ja. Ich weiß schon, warum ich die so selten lese.“
„Machen wir. Alle zusammen?“, wollte Rod wissen.
„Na klar. Jeder macht mal einen Zettel, was er braucht, gerade an Lebensmitteln und ich schreibe so nette Dinge auf wie, Seife, Klopapier, Duschgel, Süßigkeiten, Brot.“ Das klang nach sehr gerechter Arbeitsteilung.

Sie fuhren nach dem Frühstück zu Real, wie erwartet, war hier die Hölle los. Sie nahmen zwei Einkaufswagen, packten alles doppelt ein, auch ein paar Tiefkühlpizzen, Fischstäbchen und Aufbackbrötchen, drei mal Klopapier, Seife, Duschgel, Rasierklingen für Bela und Rod, Deo, neues Haarfärbemittel für Jan, Zigaretten für Rod, Trockenhefe, Mehl und Milch, auch in der Mandel Variante für Jan und Bela. Wasser brauchten sie nicht, sie hatten einen Sodastream und tragen zu 70% eh lieber stilles Wasser. Fritz Cola wurde noch gekauft und ein paar Säfte.
Danach fuhren sie noch zu einem Teehaus, wo es den besten Tee in Hamburg gab. Jan deckte sich reichlich ein und hinter her, wollten Bela und Rod noch Kaffee kaufen.

Der Laden dafür lag etwas versteckt, war sehr klein und süß und hatte eine tolle Auswahl. Frederik verstand nicht, was an Kaffee so toll sein sollte. Er war da wie Jan, ein Tee Trinker. Selbst Cola und Fanta nur sehr selten. Dafür trank er Säfte umso lieber.

Zu Hause kam alles in den Kühlschrank, in den Lagerraum im Keller, in die Schränke oder in den Gefrierschrank.
„Können wir heute Schlittschuh laufen gehen?“, wollte Frederik wissen.
„Na klar. Wir sollten uns alle Handschuhe mitnehmen und uns was drunter ziehen, draußen ist es kalt“, schlug Rod vor.

Fünfzehn Minuten später war Abfahrt, ihre Schlittschuhe hatten sie alle dabei. Sie fuhren nach Planten und Blomen zur Eisbahn, zahlten Eintritt und los ging es. Sie hatten alle viel Spaß. Frederik fuhr verdammt gut und er traf eine Klassenkameradin. Bela stand in der Nähe mit Rod und lauschte dem Wirrwarr aus Deutsch und einigen französischen Sätzen. Immer wenn seine Klassenkameradin nicht weiterwusste, fragte sie auf Französisch wie etwas heißen würde.
„Sein Französisch ist echt gut geworden“, fand Rod, während sie langsam weiterliefen. Es war erstaunlich leer und nur zwei Dutzend Leute waren zu sehen, was es sehr angenehm machte.
„Das stimmt. Im Zeugnis hatte er eine 1 in Französisch wie du weißt, genauso wie in jeder anderen Sprache auch. Allerdings dafür eine Vier Minus in Mathe.“
„Ach komm, es gibt schlimmeres. Dein Sohn, übertrifft meine Mädels, schulisch um Längen.“ Bela lächelte. Jan fuhr seine Runden und atmete genüsslich die kalte, klare Luft ein. Selbst hier fielen sie keinem auf. Eine Mutter hatte sie vorhin kurz erkannt, aber nur gelächelt und sich wieder ihrer Tochter zu gewandt. Mit Mütze und Schal war das auch schwierig sie zu erkennen.  

Sie blieben zwei Stunden auf der Eisbahn, danach hatten sie alle Hunger. Da keiner Lust hatte, etwas zu kochen gingen sie Essen. Jan zu liebe, gingen sie japanisch Essen. Die einen Sushi, die anderen Fleisch. Jeder bekam vorweg eine Suppe, wo jedoch keiner von ihnen auch nur einen Löffel für in die Hand nahm. Die Suppe wurde aus der Schale getrunken und alles was da noch drinnen war hinter her, mit Stäbchen heraus geangelt und gegessen. Selbst für Rod und Frederik, war mit Stäbchen Essen kein Problem.
„Was wollen wir denn nächste Wochen machen, Großer?“, wollte Bela von seinem Sohn wissen.
„Keine Ahnung. Ich höre Euch gerne zu, wenn ihr arbeiten müsst und zeichne ein bisschen.“
„Wir wollen schon was mit dir machen. Also sag. Schwimmen, Minigolf, Kino, Museum?“
„Minigolf klingt gut. Außerdem will ich mit Papi mal wieder Schach spielen und mit Rod am Klavier sitzen.“
„Schach spielen, können wir auch heute schon“, schlug Jan vor.
„Ja. Das machen wir gleich, wenn wir heimkommen.“
„Jetzt essen wir erstmal“, mischte sich Bela in die Pläne ein. Ihr Hauptgericht kam. Gleich darauf hörte man glückliches kauen. Es war einfach unbeschreiblich gut.
„Du Papi, warst du schon mal in Burkina Faso?“, wollte Frederik von Jan wissen.
„Ne, da war ich tatsächlich noch nicht“, musste dieser zugeben. „Wieso fragst du?“
„Wir haben eine neue Mitschülerin bekommen und die kommt daher.“
„Lass mich raten, sie spricht Französisch, aber kein Englisch.“
„Ja. Das war das Mädchen, war vorhin auf der Eisbahn war.“
„Ah. Ihr Deutsch ist aber wirklich gut. Wie lange ist sie schon hier?“
„Zwei Jahre jetzt. Ihre Mama hat jetzt einen Job, sie ist Journalistin und durfte in der Heimat nicht mehr Arbeiten, weil sie die Regierung kritisiert hat. Sie hat mir mal auf der Karte gezeigt, welchen Weg sie nach Deutschland genommen haben. Außerdem gibt es da wohl in Teilen Krieg.“
„Das ist ziemlich weit. Das Land soll zwar sehr schön sein, aber durch die Dürre auch sehr arm. Krieg ist dafür das falsche Wort. Die Dschihadisten haben einen Teil der Macht übernommen in bestimmten Landstrichen, das heißt das Schulen schließen musste und sehr viele Menschen zur Flucht gezwungen wurden.“
„Ja, das hat sie auch erzählt. Sie versteht gar nicht, wie wir Lebensmittel wegwerfen können.“
„Das verstehe ich aber auch nicht“, kam es von Rod, der ja selber in den 70er Jahren nach Deutschland gekommen war. „Manches bleibt echt so im Kopf drinnen, gerade wenn man schon mal auf sehr vieles verzichten musste.“
„Kann ich sie mal einladen, nächste Woche?“
„Klar, gerne“, Bela und Jan waren sofort einverstanden. „Frag sie aber vorher, was sie essen möchte, bitte“, bat Bela seinen Sprössling.

Zu Hause verzogen sich Frederik und Jan ins Kinderzimmer und spielten Schach. Bela saß im Wohnzimmer und malte etwas, er hatte echt Talent, was Jan immer bewunderte. Rod saß im Keller am Klavier. So war jeder beschäftigt und keiner ging dem anderen auf den Sack.

„So Sohnemann, dann zeig mal, dass du nix verlernt hast“, Jan hatte seine Figuren aufgebaut. Wer weiß und wer schwarz sein durfte, wurde vorher immer ausgeknobelt. Heute war er schwarz. Frederik machte den ersten Zug und setzte die Uhr in Bewegung. Sie hatten fünfzehn Minuten eingestellt. Jan überlegte kurz und zog dann ein Pferd nach vorne, vielleicht ungewöhnlich aber durchaus machbar. Er schlug auf die Uhr und weiter ging es. Am Ende gewann Belas Mini-Me, wenn auch knapp. Er setzte ihn genau eine Minute vor Ablauf der Zeit ins Schachmatt.
„Mist“, Jan fand das gar nicht witzig, denn beim Schach verlor er gar nicht gerne. „Revanche!“
„Klar. Die Figuren wurden neu aufgebaut und das Brett gedreht, jetzt musste Jan mit weiß beginnen. Sie spielten bis kurz vor sechs und Rod sie hinunterrief. Frederik sollte nicht mit leerem Magen nach Hause, wenn seine Mutter ihn nachher abholen würde. Es gab belegte Brote und Salat. Bela hatte sich um die Wäsche gekümmert und die untere Etage geputzt. In den nächsten Tagen würde Hausarbeit durch das neue Album eh, viel zu kurz kommen.

Um 20 Uhr war Konstanze da und holte Frederik ab. Von seinem Papi, hatte er schon was für sein Zeugnis bekommen. Für gute Noten gab es Geld und da er nur Einser und Zweier hatte, gab es davon etwas mehr. Er bekam von Jan außerdem noch seine Mitbringsel in die Hand gedrückt. Auch eine Decke und zwei neue Bücher auf Spanisch, versteht sich.
„Ach Jan, noch mehr Bücher“, Konstanze schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Wir müssen bald anbauen!“
„Das macht nichts Mama“, lachte Frederik und verabschiedete sich von seinen Vätern. „Bis Mittwoch.“ Sie winkten bis das Auto durch das Tor war und schlossen dann die Tür hinter sich.



1.     März 2020

Bela erwachte am nächsten Morgen als erstes. Es war nichts, wenn man älter wurde, stellte er fest. Entweder konnte man nachts nicht schlafen, aus welchen Gründen auch immer, oder die Natur verlangte ihr Recht. Gähnend streckte er sich und schlich leise ins Badezimmer. Als er sich schließlich die Hände wusch, blickte er seinem Spiegelbild entgegen. Er hatte Falten dazu bekommen und inzwischen benötigte er zum Lesen, permanent eine Brille, aber ansonsten fand er, hatte er sich gut gehalten. Da er sich körperlich und geistig fit hielt, mit Sport, viel lesen und Musik, war er durchaus noch fit. Außerdem sorgten Jan und Frederik schon dafür, dass er sich nicht gehen ließ. Keine Chance. Langsam wurde ihm kalt und er huschte zurück ins Schlafzimmer, wo Jan sich sein Kissen gekrallt hätte.
„Ne, ne mein Freund, so nicht“, grinste Bela leise und schob sich neben Jan, um ihm sein Kissen abzuluchsen.
„Mhhh“, Jan war knatschig.
„Na komm mein Schatz, mit mir kannst du besser kuscheln, als mit dem ollen Kissen“, flüsterte Bela und es schien anzukommen. Der Blonde ließ los und kuschelte sich stattdessen an seinen Mann.

Zwei Stunden später wurden sie durch leises Klopfen geweckt. Rod war anscheinend schon wach und voller Tatendrang. Der war ja auch noch so unverschämt jung. In der Küche hatte ihr Lieblings Bassist schon alles verdeckt. Rührei, Brötchen und Kaffee und Tee waren auch schon fertig. Selbst eine Thermoskanne für Jan hatte er bereit gestellt für nachher.
„Wollen wir gleich ins Studio, so bald ihr zwei Grazien wach seid?“, wollte Rod wissen.
„Mhhh“, war die einzige Zustimmung, die er erhielt, Bela war noch nicht wach und Jan schnupperte an seinem Tee. Rod hatte die Zeitung aufgeschlagen, im Gegensatz zu Jan, las er diese fast täglich und hielt sich so auf dem laufenden.
„Sie erwägen gerade alles weitere zu schließen“, teilte Rod ihnen mit. „Anscheinend soll das auch Spielplätze und so betreffen. Eisbahnen, Skaterparks. Was sollen denn die Eltern mit den Kindern machen? Es hat ja nicht jeder den Luxus eines Gartens oder eines Balkons?“
„Keine Ahnung“, Jan zuckte mit den Schultern. „Was ist mit den Schulen?“
„Sieht bis jetzt so aus, als würde nach den Ferien erstmal Homeschooling sein, bis auf weiteres.“
„Na super.“
„Großveranstaltungen sind schon abgesagt“, teilte Rod ihnen mit. „Erstmal bis Ende Mai und dann will man weitersehen.“
„Dann hoffen wir mal, dass nächste Woche noch was aufhat, wenn Frederik kommt“, Bela war vorsichtig optimistisch. Denn nur zu Hause herum zu hängen oder im Park Fahrrad zu fahren, war jetzt auch nicht so prickelnd.

Eine halbe Stunde später saßen sie im Studio. Jan war heute derjenige der anfangen durfte, schließlich hatte er wie üblich am meisten Songs geschrieben und da siebten sie ganz ordentlich aus. Fünf Stück, stellte er ihnen vor, einer davon gefiel weder Rod noch Bela, die anderen vier waren gut, aber an zweien wurde noch etwas gefeilt. Dabei war Jan sonst im-mer sehr eigen, was seine Lieder betraf. Das eine Lied spielte er schließlich auf einer Akustiggitarre und Zack, war es gleich viel besser.
„Das ist gut“, auch Bela war begeistert. Rod schlug vor, dazu einen Teil am Keyboard zu machen und zeigte gleich, was er da für eine Idee hatte und auch die nahmen sie auf.
„Leute es macht echt Spaß mit Euch, mal wieder kreativ zu sein“, Bela war euphorisch und das merkte man ihm auch an. Das Lächeln wollte gar nicht mehr aus seinem Gesicht verschwinden.
„Ja, wir hätten uns viel früher zusammensetzen sollen“, war auch Jan der Meinung, obwohl er derjenige war, der sonst immer unterwegs gewesen war. Oder sie hatten halt anderweitige Verpflichtungen gehabt. Sie hatten alle viel Solo gemacht in der Zeit. Bela Musikalisch, Jan seine Fotobände und das Racing Team. Rod hatte es da deutlich ruhiger angehen lassen.

Zum Mittagessen wurde Pizza bestellt und es ging nahtlos weiter bis zum Abend. Erst als Rod lautstark nach einer Zigarette verlangte, sahen sie mal auf die Uhr, die im Proberaum hing. Es war schon neunzehn Uhr.
Sie streckten ihre alten Knochen und gerade bei Bela, knackte es richtig.
„Ich geh noch eine Runde laufen, kommt wer mit?“, fragte er in die Runde.
„Wir kommen alle mit“, beschloss Rod, obwohl er sonst nicht der Läufer war. Er ging lieber schwimmen um sich fit zu halten, oder halt an seine Geräte, die er zu Hause so hatte.

Sie zogen sich um und machten sich auf den Weg. Um diese Uhrzeit, war kaum eine Menschenseele noch unterwegs und in dieser Gegend schon mal gar nicht. Es tat gut sich nach so einem Tag mal zu bewegen, immerhin hatten sie heute viel gesessen, bis auf Bela am Schlagzeug. Wenn sie demnächst proben würden, fürs Album, da würden sie wieder stehen. Aber Proben war bei die Ärzte, eh nicht Proben im herkömmlichen Sinne. Da einigte man sich eher über die Set Listen und welche Version, man von welchem Lied sang. Es gab ja Dinge, welchen sie seid Jahrzehnten, nicht mehr in der Originalversion sangen. Zu spät, Rock Rendezvous und auch Westerland, waren nur ein paar Beispiele.
„Schön“, Bela, der regelmäßig lief und hin und wieder sogar am Hamburger Marathon teilnahm, hatte genug Power, um während des Laufens zu reden. „Das sollten wir viel öfter tun, gerade wenn wir jetzt demnächst, nirgendwo anders hinkönnen.“
„Ich gehe morgen noch mal schwimmen“, beschloss Rod. „Gleich morgen früh, wartet nicht mit dem Frühstück. So lange die Schwimmbäder noch aufhaben, will ich das ausnutzen.“
„Mach das ruhig. Wir sollten uns alle ein bisschen fit halten“, fand Jan. „Ich hoffe echt das meine Maschine bald ankommt.“
„Ja, du hast ja noch zwei Tage. Du musst erst am vierten in Berlin sein“, schmunzelte Bela. Inzwischen hatten sie ja alle ein Motorrad. Sie hatten schon tolle Touren gemacht im Laufe der letzten Jahre. Sie waren einmal zu dritt, runter nach Frankreich an die Küste gefahren und hatten da drei Wochen verbracht. Sie waren Kanu fahren gewesen, hatten Fahrradtouren gemacht, waren im Atlantik schwimmen gewesen. Sie hatten einfach mal die Seele baumeln lassen. Da Jan fließend Französisch sprach, waren sie gut klargekommen.

Sie liefen heute zwei Runden und kamen erschöpft aber guter Dinge wieder zu Hause an. Rod schnaufte wie eine alte Dampflock, Jan hatte gut mitgehalten und Bela hätte noch zehn Kilometer mehr machen können.

Lachend zog seine bessere Hälfte ihn Richtung Badezimmer, was dieser sich gerne gefallen ließ. Ehe Bela es sich versah, war er nackt und stand unter dem warmen Wasser ihrer gro-ßen Dusche. Jans Augen blitzten und er beeilte sich zu Bela zu kommen. Dieser Anblick alleine, sorgte bei ihm dafür das sich was ganz anderes regte. Nach all der Zeit waren sie immer noch so geil aufeinander. Manchmal fand er das selber beängstigend.

Bela, keuchte überrascht, als er plötzlich von hinten umarmt wurde und er Farins bestes Stück spürte, welches sich groß und hart an seinen Arsch drückte. Einen Moment später, spürte er zwei Finger, die sich vorsichtig in ihn schoben. Jans lange schlanke Finger, fanden zielsicher seinen Lustpunkt und er konnte nicht anders, als seine Lust heraus zu stöhnen. Scheiß drauf, ob Rod das hörte, oder er die Alarmanlage am Auto auslöste. Der Jüngere wusste wahrlich was er tat und seinen Mann so langsam, aber sicher, an den Rand brachte, doch springen durfte dieser noch nicht.

Jan zog seine Finger zurück, drehte den Drummer um und hob ihn hoch. Sofort schlangen sich zwei wohl geformte Beine um ihn, während er so zärtlich wie es ging, in seinen Mann eindrang. Er war nicht gerade klein und gab Bela daher entsprechend einen Moment zum Durchatmen und wartete auf ein Nicken, das er weiter machen konnte. Das sanfte Nicken kam ziemlich schnell und er spürte einen leichten Schmerz, weil Bela ihm in die Schulter gebissen hatten. Der Drummer wusste nicht mehr, wohin mit sich. Jans Stöße, katapultierten ihn jedes Mal in eine andere Umlaufbahn, er wusste nicht mehr wo oben und unten war und seinen Namen hatte er schon lange vergessen.
Jan stöhnte an Belas Hals, er liebte es diesen süßen, knackigen Arsch zu ficken. Seine großen Händen hielten seinen Mann an Ort und Stelle, während er sich immer wieder in ihm versenkte. Schließlich merkte er wie Bela sich verspannte und dieser heftig kam. Um seinen Schwanz wurde es verdammt eng, so sehr wurde Bela von seinem Orgasmus durch geschüttelt. Sein eigener Höhepunkt, riss ihn fast von denen Beinen, doch er hielt sich aufrecht und schnaufte, als ob er sieben Stunden lang gerannt wäre.

Weniger später waren sie gewaschen und umgezogen für die Nacht und standen in der Küche, um sich noch einen Snack zu machen. Sex machte hungrig. Von Rod war nichts zu sehen oder zu hören, anscheinend war er in seinem Zimmer. Die Brote waren schnell verputzt und der letzte Schluck Tee getrunken dann ging es ins Bett. Es war spät und morgen würde wieder ein aufregender Tag sein.

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