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Montgomery

GedichtKrimi / P12 / Gen
30.07.2020
30.07.2020
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Es ist Nacht, die Stadt zeigt ihr wahres Gesicht,
dass Lärmen und Tosen des Tages verhallt.
Nur in einem Fenster brennt noch Licht,
die Scheibe blind und schlecht bemalt.


Detective Montgomery steht unter dem Graffiti,
im erleuchteten Zimmer dahinter sitzt eine Frau,
angestrengt grübelt sie über Akten, aus Papier gelblich und rau
immer wieder greift die Linke zielstrebig nach dem Whiskey.
Dieser Fall lässt ihr keine Ruhe, er zerbricht sie.


„Eine maskierte Gestalt erschießt drei Männer in einer Bar,
zwei Wochen Später,
passiert das gleiche noch einmal,
doch keine Spur von diesem Täter.
Ein Revolver, die Waffe seiner Wahl,
ein Name auf jeder Kugel,
tief eingeritzt in das Metall.


Das Verbrechen scheint mir, wie ein sich ewig drehender Strudel,
ein Mensch, der jemanden beseitgen will, würd sich vor Zeugen nicht die Händ besudeln.
Es muss ein anderes Motiv sein,
denn die Männer hatten nichts gemein.


Vielleicht eine öffentliche Drohung,
was die Lettern auf den Geschossen gut erklärt.
Erst Gestern verhört ich ein, in dessen Wohnung,
verspürte Angst bei ihm, hat sich gegen Fragen gewehrt.


Moment, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen,
der Zeuge lebte nicht allein,
seine Tochter, ja, sie muss es sein,
oder sie sollte zumindest etwas wissen,
denn einer der Herrn hat sie aufs ärgste beschissen.
Jeder sprach von einem Mann, wie konnt ich das nur einfach glauben.


Die Zeit sie drängt, ich darf nicht verweilen,
schnell noch den Mantel, denn ich muss mich beeilen.“


Das Licht erlischt, die Türe klappt,
Montgomery läuft in eilgem Trapp.
Der Mond wirft kalte, blasse Strahlen,
die Nacht, sie will die Stille wahren.
 
 
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