So sick of love

von RomyFee
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Draco Malfoy Hermine Granger
29.07.2020
04.08.2020
4
7.607
15
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Dieses Kapitel
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01.08.2020 1.918
 
Vielen lieben Dank nochmal, für eure super tollen Reviews zum Auftakt dieser FF :D
Ich hoffe sie wird euch auch weiterhin gut unterhalten können ;)
Nun viel Spaß, mit Kapitel 2 ^^

Eure Romy ♡
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Er kniff seine Augen zusammen, um durch dass grelle Lichtergewirr etwas erkennen zu können, da er - durch die dröhnende Musik - eh schon einen Hörsturz erleiden würde und er somit hoffte wenigstens ein Teil seines Orientierungssinns wiederzuerlangen.

Da packten ihn Pansys zierlichen Finger auch schon um sein Handgelenk und er ließ sich zu einer Nische ziehen, an welcher ein Tisch und exakt drei Barhocker standen.

Blaise saß bereits auf einem davon und lächelte seinem Freund schief zu, welcher sich nun in die Mitte der beiden schieben ließ. Mit einem kurzen Winken - seitens Pansy - zur Hauselfe hinter der Bar - standen auch schon drei gut gefüllte Gläser auf dem Tisch und Draco schloss kurz kopfschüttelnd seine Augen.

Als er sie wieder öffnete, hielt ihm Pansy bereits ihr Glas unter die Nase und er hob seines ebenfalls, um lustlos gegen dieses zu stoßen. „Weil du es bist...“, nuschelte er, was sie trotz der massiven Lautstärke dennoch verstand und erwiderte es mit einem Luftkuss, den sie ihm zuwarf.

Er wandte sich ohne große Regung seinem Glas, nahm einen kräftigen Schluck und sah nun weitläufig durch den Laden, um sich zumindest ein bisschen mit der Situation anzufreunden.

An der Bar fiel ihm dann plötzlich etwas ins Auge, was ihm nun noch mehr die Lust an diesem Abend vermieste...

Erblickte er dort nicht allen ernstes den roten Schopf von Ronald Weasley, der gerade im Begriff war ein paar Getränke zu bestellen.

‚Bei Salazar... Wenn der hier ist, kann Potter ja nicht weit sein...‘, dachte er und verzog leicht angesäuert seinen Mund.
Blaise und Pansy bekamen davon jedoch wenig mit, da sie gerade versuchten sich über die Lautstärke hinweg zu unterhalten und Dracos Laune dadurch nur noch tiefer in den Keller sank.

Er deutete Blaise, dass er aufstehen wollte und sein Freund ließ ihn ohne zu zögern vorbei, um sich dann direkt weiter mit Pansy unterhalten zu können.

Draco überlegte kurz, direkt die Toiletten anzusteuern, um sich anschließend unbemerkt hinauszuschleichen... Aber als er wieder zu Pansy sah, machte sich ein leicht schlechtes Gewissen in ihm breit.

Er seufzte und beschloss erstmal die Toilettenräume aufzusuchen.
‚Drei Kreuze, wenn dieser Abend endlich vorbei war…‘
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„Schau dir Mione an...“, lachte Harry und beobachtete, wie sie gut gelaunt von Ginny über die Tanzfläche geschoben wurde.

„Tut wirklich gut sie mal wieder so ausgelassen zu sehen. Das letzte Jahr war viel zu viel für sie...“, erwiderte Ron, während er Harry gegenüber saß und sie eine Ecke gefunden hatten, in der es ein wenig gedämmter schien.

„Nun hat es ja vorerst ein Ende...“, setzte Harry nach und hielt sein Glas zu Ron, der seines klirrend dagegen stieß. „Bis zum nächsten Projekt“, warf Ron ein und sprach damit das aus, was auch Harry in diesem Moment dachte.

Sie lächelten schief und sahen wieder zu den beiden tanzwütigen Hexen, welche gerade nicht ausgelassener hätten sein können.
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„Sieh mal. Sind das nicht die Weasley und Granger?“, fragte Pansy plötzlich, während Blaise bereits an seinem zweiten Glas nippte und sich gerade fragte, wo Draco so lange abblieb.

Doch als er zur Tanzfläche blickte, erkannte er sie und biss sich innerlich fluchend auf die Zunge.

„Der Rotschopf hat sich echt gemacht. Wenn man bedenkt, wie sie zu Schulzeiten ausgesehen hat...“, führte Pansy ihre Beobachtung fort, während Blaise noch immer damit zu kämpfen hatte, sich nicht an seinem Feuerwhisky zu verschlucken.

Pansy sah mit einem wissenden Grinsen zu ihm und lehnte sich leicht über den kleinen runden Tisch. „Du hattest mal was für sie übrig. Nicht wahr?“, neckte sie ihn und Blaise schoss ihr augenblicklich einen warnenden Blick zu, welcher sie nur noch mehr amüsierte.

"Wer erzählt denn so einen...", begann er und stoppte, als er Pansys vielsagenden Blick erkannte, während sie bloß selbstgefällig eine Augenbraue in die Höhe zog. „Draco. Du Mistkerl...“, zischte er und Pansy zwinkerte ihm zu.

Er räusperte sich und richtete seinen Kragen, um sich dann - von den beiden Hexen abwendend - umzusehen. „Wo steckt dieser Typ eigentlich wieder?“
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Das grelle Licht tat selbst hinter geschlossenen Augen weh und Hermione zog bloß stöhnend die Decke über ihren Kopf.

‚Merlin. Wie viel habe ich gestern eigentlich getrunken?‘, dachte sie und stellte mit Schrecken fest, dass sie sich nicht mehr daran erinnerte, was sie eigentlich zuletzt getrunken hatte... geschweige denn, wie sie nach Hause gekommen war.

Ein kurzer Schock durchfuhr ihren Körper und sie setzte sich ruckartig auf, während sie sich die Decke vom Kopf riss.

Ja. Sie war definitiv zuhause... und dass allein.

Erleichtert ließ sie sich in die Kissen sinken und legte ihre Hand auf die ihr schmerzende Stirn.

Sie brauchte definitiv einen 'Katertrank'.

Schwerfällig schob sie ihre Beine über die Bettkante und setzte sich auf, nur um dann langsam aufzustehen. Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den andern, während die Dielen unter ihren Füßen trotz aller Vorsicht lautstark knarrten.

Bei diesem Geräusch verzog sie angewidert ihr Gesicht und setzte ihren Weg tapfer fort, bis sie das Badezimmer und den dazugehörigen Medizinschrank endlich erreicht hatte.

„Nie wieder Alkohol...“, nuschelte sie und kippte sich das grünliche Gebräu die Kehle herunter, als es auch schon an ihre Haustür klopfte.

Murrend trat sie aus dem Bad und steuerte geradewegs auf die noch immer laut hämmernde Tür zu, welche sie genervt aufzog und eine überaus stürmische Ginny wie ein wildgewordener Tornado an ihr vorbei schoss, während sie Hermione am Arm mit sich durch den Flur zog. Sie war froh, dass sie gerade noch die Tür hinter sich zuwerfen konnte.

„Merlin. Ginny, was ist denn bitte in dich gefahren“, quietschte sie überrascht, während Ginny kaum ein Wort herausbekam und ihr schließlich einen aufgerissenen Umschlag unter die Nase hielt.

„Wann wolltest du mir davon erzählen? Meinst dass das gestern nicht angebracht gewesen wäre? Ich dachte es weiß keiner davon“, wirbelte sie weiter um sich herum, während ihr Hermione nichtsahnend das Pergament abnahm, auf welchem eine Einladung des Medicus Kongress im Ministerium ausgeschrieben war... und das für heute Abend.

„Ich... Ich... verstehe nicht. Von wem hast du das? Und von gestern weiß ich so gut wie gar nichts mehr“, fragte sie, während ihr Schädel noch immer unaufhörlich brummte.

„Keine Sorge. Nachdem du auf einer Sitzbank eingeschlafen bist, hab ich dir einen Elfentransport besorgt, der hat dich nach Hause gebracht. Ich hatte genug mit den beiden anderen Schwachköpfen zu tun. Die Einladung ist von meinem Vater... Aber das ist jetzt egal. Wichtig ist die Rückseite. Du hättest mir ruhig sagen können, dass deine Entdeckung vorgestellt wird“, sprach Ginny noch immer leicht eingeschnappt, bis sie Hermiones verwirrten Blick erkannte.
„Moment mal. Du wusstest nichts davon?“, fragte sie und Hermione blickte endlich zu ihr auf, während sie nur verwirrt ihren Kopf schütteln konnte. Sie konnte sich nicht mal darüber eschauffieren, dass Ginny sie einfach mit dem Elfen-Taxi nach Hause geschickt hat, obwohl sie diese Art von Transportmittel boykottierte.

„Nein... Wirklich. Ich verstehe gerade überhaupt nichts mehr“, erwiderte die Brünette und Ginnys Blick nahm mit jeder Sekunde an Skepsis zu.

„Wir sollten vielleicht mal mit Kingsley sprechen“, schlug sie vor und wieder schaffte es Hermione bloß zu nicken. Ginny schob sie mit sanfter Bestimmtheit zum Kamin, damit sie umgehend das Ministerium anflohen konnten.
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In seinem tiefschwarzen Anzug betrat er den großen Saal, in welchem sich hunderte von Professoren, Heilern und Ministeriumsbeamten aufhielten und überflog einige Gesichter, während das Stimmengewirr um ihn herum deutlich zunahm.

Vom gestrigen Abend eher weniger gezeichnet, griff er galant nach einem Glas Whisky - welches von einem Elf auf dem Tablett durch den Raum getragen wurde - und stieß klirrend mit seinem breiten Siegelring dagegen, um es sich anschließend an die Lippen zu führen.

Er konnte umhin sagen, dass er ein dreiviertel - von den hier anwesenden Magiern und Hexen - nicht ausstehen konnte und machte wie immer gute Miene zu bösem Spiel. Denn genau in diesem Moment, eilte ausgerechnet Rita Kimmkorn auf ihn zu, welche er sogleich galant abwimmeln würde.

„Mister Malfoy. Wie erfreulich sie auf dieser Veranstaltung anzutreffen. Wären sie für ein kleines Interview zu haben? Man munkelt, dass sie eine Testreihe zu einigen Tränken durchführen werden und außerdem… Interessiert es die weiblichen Leser mit Sicherheit sehr, was unser beliebtester Junggeselle in seiner Freizeit macht oder gibt es da vielleicht jemanden an ihrer Seite?“, säuselte die blond gelockte Hexe und ließ ihre unansehnlichen Zähne hervorblitzen.

Draco sagte dies bezüglich nichts und schürzte bloß leicht die Lippen, um den Whisky in seinem Mund ein wenig hin und her schwenken zu lassen, bevor er ihn gänzlich herunterschluckte. „Mich jedenfalls überrascht es nicht, Sie hier anzutreffen und hoffe inständig, dass Sie Ihren Tratsch bei den vielzähligen anderen Gästen erhalten, aber leider muss ich mich jetzt empfehlen, denn dort oben warten einige Wissenschaftler auf meine Wenigkeit und dies hat für mich gerade leider oberste Priorität. Sie entschuldigen mich also“, erwiderte er und zwang sich galant an der blonden Hexe mit ihrer nervigen Schreibfeder vorbei, welche ihm immer weiter auf die Pelle gerückt war.

Er nickte einigen Gästen grüßend zu und steuerte das Podium an, als plötzlich ein lauter Knall durch den Saal hallte.

Viele waren in die Hocke gegangen, während Draco sich alarmiert herumdrehte und bereits die ersten Verletzten erwartete. Doch dem war nicht so…

Es waren die breiten Schwingtüren, die gegen die steinharten Wände aus Marmor geknallt waren und inmitten einer Menschentraube, machte er ein ihm sehr altbekanntes Gesicht aus, welches in diesem Moment nicht wütender wirken konnte.

Er rührte sich nicht und sah einfach zu, wie sie sich in Bewegung setzte und noch vor ihm die kleine Bühne erreichte, auf welchem sie Professor Jennings ausmachen konnte.

„Sie... Sie sind wirklich das letzte. Ich habe Ihnen vertraut und Sie erdreisten sich allen Ernstes, meine Arbeit als die Ihre auszugeben“, fauchte sie wütend - was Draco wegen des Abstandes leider nicht hören konnte - doch der Professor schien sich davon nicht beeindrucken zu lassen und sah überheblich grinsend auf sie herunter.

So wie er selbst, waren auch alle anderen Anwesenden, in einem feinen Zwirn gekleidet, während Hermione so aussah, als wäre sie gerade aus dem Bett gefallen.

Ihre Locken flogen in sämtliche Richtungen ab, während sie in Jeans, Sneakers und einer schwarzen Lederjacke in den Saal gestürmt war. Direkt vor dem Podium hielt sie inne und blieb dort wie angewurzelt stehen, um ihrem ehemaligen Tutor einen Blick zuzuwerfen, der selbst dem des Basilisken blass ausgesehen lassen hätte.

Ein paar Auroren waren ihr nachgeeilt und wollten sie wieder hinausbegleiten, doch Jennings hob bloß abwehrend seine Hand, während er ihr - mit einer flüssigen Bewegung - den Weg zu einer Tür abseits des Podiums wies.

Draco sah wie Hermione sich nachdrücklich aus dem Griff der Auroren entzog und ihnen nochmals einen vernichtenden Blick zuwarf, bevor sie dann anschließend mit Jennings in den anderen Raum verschwand.

Er überlegte kurz, ob er ihnen nachgehen sollte, doch da erschien auch schon Astoria vor ihm, die ihm wie immer umwerfend zulächelte. „Draco Darling. Ich wusste gar nicht, dass du heute auch hier bist“, schnurrte sie und er sah nochmals misstrauisch zu der Tür, als er beschloss, dass es ihm egal war, was diese brünette Vogelscheuche für ein Problem hatte.

Er wandte sich räuspernd Astoria zu. „Was verschlägt dich denn zu dieser Veranstaltung?“, fragte er, während sie sich grinsend herumwandte und auf ihren Vater deutete, welcher ebenfalls Teilhaber in der Firma von Lucius war und anscheinend mit Blaise gekommen war.

Zähneknirschend wandte er sich wieder der dunkelhaarigen Schönheit zu und begab sich nun doch in die Höhle des Löwen.