Wenn aus Langeweile, Liebe wird

GeschichteDrama, Romanze / P18
Lucy Heartfilia Natsu Dragneel
29.07.2020
21.10.2020
25
50.243
10
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18.10.2020 2.325
 
24: Ein kleiner Vorgeschmack


Ungeduldig saß ich in meinen Zimmer, mein Blick schweifte inzwischen immer wieder zur Uhr. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen, mittlerweile spielte ich schon nervös mit meinen Fingern. Ich hielt es kaum noch aus, denn heute würde Luce über das gesamte Wochenende bei uns bleiben. Es war kurz vor halb eins, in einer halben Stunde wäre sie endlich da. Die Anspannung hielt ich kaum noch aus, deshalb ging ich nach unten. Mit meiner Nervosität steckte ich sofort auch meine Eltern an. Ich war aber auch aufgeregt. Min Blick schweifte zu Plue, er lag unter dem Küchentisch, selbst sein Blick lag auf der Tür. Mir kam es so vor als wüsste er genau, wer uns gleich besuchen würde. Gerade musste ich daran denken wie sehr Plue sich freute als er Luce letzte Woche sah. Er hat sich gar nicht mehr beruhigt, so sehr hat sich der kleine Gauner gefreut. Plue ist aufgeregt um sein Frauchen herum gesprungen, als er an ihr hochsprang wäre Lucy fast nach hinten umgekippt. Zum Glück konnte ich sie gerade noch so abfangen. Vor Freude leckte er sogar ihr Gesicht ab. Es war schon süß wie sehr er sich gefreut hat. Meine Freundin schrieb mir mal in einen ihrer Briefe das ein Tier dich niemals vergisst egal was passiert ist, sie hatte damit definitiv Recht. Denn Plue bewies dies mit Perfektion.

Kurz vor eins sah ich automatisch auf die Uhr, mir kam es gerade so vor wie zu Silvester. Man starrt ständig zur Uhr und die letzten Minuten bis Mitternacht ziehen sich wie Kaugummi. Nur diesmal war es viel schlimmer. Endlich hörte ich wie ein Wagen vor unseren Haus hielt, stürmisch rannte ich nach draußen. Lucy war schon ausgestiegen, freudig lief sie zu mir. Überglücklich wirbelte ich sie im Kreis, ihr Lachen war gerade so wunderschön wie immer. Auch meine Eltern kamen nach draußen, meine Mutter umarmte meine Freundin ebenfalls und mein Paps reichte ihr freundschaftlich die Hand. Der Letzte der Luce begrüßte war Plue, seine Begrüßung war genauso eifrig wie beim letzten Mal, als sie bei uns war. Gemeinsam mit meinen Eltern gingen wir ins Haus, auch die Betreuerin meiner Liebsten war mit dabei. Uns wurden noch einige Regeln erklärt wie wir uns zu verhalten haben, da die Polizei vermeiden wollte das meine Freundin auf ihren Ex trifft wurden wir dazu verdonnert daheim zu bleiben. Mir war es ganz Recht, ich ging zwar inzwischen wieder zur Schule. Und zu meiner Verwunderung bin ich diesen Mistkerl auch noch nicht an seine Gurgel gesprungen. Was mich selbst am meisten überrascht. Ich muss sagen das ich eine enorme Selbstbeherrschung an den Tag legte. Jedoch war Luce mir das Wert.  Nachdem meine Freundin und ich geduldig meinen Eltern zuhörten, gingen wir nach oben. Für Lucy beschlossen meine Eltern unser Gästezimmer herzurichten. Auf mein Kommentar das sie auch bei mir schlafen könnte sagte mein alter Herr folgendes. „Das würde dir so passen. Lucy braucht nun mal ein eigenes Zimmer, gegen diese Vorschrift kannst du nun mal nichts machen. Also finde dich damit ab.“ Genervt stieß ich etwas Luft aus, mein Bruder schlug auf meine Schulter. Kaum hörbar flüsterte er in mein Ohr. „Nur weil sie ein eigenes Zimmer hat, heißt das noch lange nicht das deine Freundin nicht bei dir schlafen darf.“ Mein Grinsen wurde immer breiter schließlich, sagte Zeref nicht einmal etwas falsches. Immerhin brauchte sie das Zimmer nur, damit das Jugendamt zustimmte das sie bleiben darf. Was wir daraus machten mussten die ja nicht erfahren.

In ihren neuen Zimmer angekommen, bekam meine Freundin große Augen. „Wow.“ Mehr konnte sie im Augenblick nicht sagen. Und ich muss gestehen ihr Zimmer war wirklich gemütlich, wahrscheinlich würde ich wohl doch auch öfter bei ihr übernachten. Mein eigener Gedanke brachte mich zum Grinsen. Die Tapete war größtenteils weiß, an einer Wand waren hellbraune Birkenstämme zu sehen. Im Vordergrund waren die Silhouetten von zwei Hirschen abgebildet. Unter den Fenster stand ein großes Doppelbett, es gab mehrere Bücherregale. Und natürlich auch eine gemütliche Leseecke. Dekoration gab es noch nicht, dafür wollte meine Mom mit Lucy noch in ein Möbelhaus. Meine Eltern wünschten sich, dass meine Freundin sich ihr Zimmer möglichst selbst gestalten kann. Außerdem gab es einen Schreibtisch, genauso wie ein kleines Nachtschränken. Ich lies es mir nicht nehmen darauf ein Bild von uns Beiden zu stellen, selbst ein kleines Begrüßungsgeschenk, besorgte ich für sie. Ein paar Kommoden und natürlich einen Kleiderschrank gab es auch noch. Die Möbel waren alle in diesen Shabby Chic Lok. Obwohl ich persönlich damit nichts anfangen konnte doch meine Mama war der Meinung das dies Luce bestimmt gefällt. Sie sollte damit auch Recht haben, meine Freundin war definitiv begeistert. Aufgeregt wurden meine Eltern von ihr umarmt, nachdem Mavis das Zimmer begutachtete ging sie auch schon. Leider sollte Luce nach diesen Wochenende wieder zurück in die Haftanstalt, besonders begeistert waren wir zwar nicht, nur leider konnten wir daran nicht viel rütteln. So wollte es nun mal die Gefängnisleitung. Wenigstens war es fast geschafft, bald könnten Luce und ich uns sooft sehen wie wir wollten. Leider gab es da noch ein Problem und zwar die Schule, davor fürchtete sich mein Schatz am allermeisten. Obwohl ich sie gut verstehen kann. Schließlich würde sie auf den Wichser treffen, eine Sache wusste ich. Würde er es sich auch nur einmal wagen Lucy zu nahe zukommen, konnte der sich auf was gefasst machen.

Endlich ließen auch meine Eltern uns allein, begierig küssten wir uns, es dauerte auch nicht lange bis wir das Bett meiner Freundin ausprobierten. Schließlich musste es noch von uns abgesegnet werden. Mit federleichten Küssen überzog ich ihren Körper, es war unbeschreiblich ihre weiche Haut unter meinen Lippen zu spüren. Ich genoss es sie zu berühren, Kleidung trugen Luce und ich schon lang keine mehr. Mir kam in den Sinn einmal etwas neues auszuprobieren, mit meinen Lippen glitt ich zu ihrer empfindsamsten Stelle. Die Geräusche welche ich meiner Liebsten entlockte bestätigten mich in meinen Tun. Begierig glitt meine Zunge über ihren Kitzler, ein Blick zu ihr verriet mir das es ihr gefiel. Immer wieder stöhnte sie erregt meinen Namen, angetrieben von ihren Lauten, vertiefte ich meine Berührungen. Ihr Stöhnen wurde immer lauter, Lucys Hände krallten sich in das Laken. Ihr Becken drückt sie mir entgegen, begierig saugte ich mich an meiner Freundin fest. Es war ein berauschendes Gefühl welches ich gerade erlebte. „Hör nicht auf!“ Stöhnte Luce angetrieben durch ihre Lust, wenig später stöhnte sie laut und unregelmäßig in ihren Orgasmus hinein. Jetzt wollte ich sie nur noch mehr. Meine Liebste lag keuchend vor mir, da drang ich auch schon in sie ein. Wir Beide stöhnten gleichermaßen auf, mit gezielten Stößen versank in in ihren Inneren. Luce stöhnte genauso laut wie ich, es war einfach Berauschend. Gegenseitig riefen wir erregt  unsere Namen, ich liebte dieses Mädchen, ich liebte sie so sehr. Ihre Hände wanderten über meinen Rücken, ich saugte inzwischen an ihren Brüsten. Mit einen lauten Stöhnen schrie Luce ihre Lust ein weiteres Mal hinaus, meine Bewegungen wurden immer schneller. Während ich mich in ihr ergoss konnte ich mir ein zufriedenes Stöhnen nicht verkneifen. Lucy schien es auch zu gefallen, denn sie lächelte glücklich vor sich hin. Ein weiteres Mal stöhnten wir leise, während ich mich aus ihren Inneren zurückzog. Liebevoll kuschelten wir uns aneinander. Meine Lippen, verschlossen ihre ein weiteres Mal, mit meiner Stirn lag ich an ihrer. Sanft berührte Luce meine Wange, leise flüsterte sie. „Ich habe dich so sehr vermisst.“ „Ich dich auch.“ Meine Worte verstärkte ich durch einen Kuss auf ihre Nasenspitze. Ein wenig fester drückten wir uns aneinander. Die warme Decke lag über uns, im Augenblick war ich unsagbar glücklich. Für mich war es wie in einen schönen Traum, dass wir bald jeden Tag zusammen sein durften. Luce küsste mich sanft auf meinen Oberkörper. „Ich bin so glücklich das ich bei dir sein darf.“ Nuschelte meine Freundin gegen meine Brust. „Das bin ich auch.“ Durch einen Kuss, verstärkte ich meine Worte ein weiteres Mal.

Ein Klopfen an der Tür, sorgte das wir ein wenig zusammenzuckten, verständnisvoll hörte ich meine Mama sprechen. „Kommt ihr Beiden bitte nach unten, Wendy ist schon ganz ungeduldig. Sie möchte Lucy auch endlich begrüßen. Und langsam wird sie ungeduldig.“ Ein leises Lachen verriet mir das sie genau wusste das wir gerade Sex hatten. Den selben Gedanken schien auch Luce zu haben, beschämt presste sie ihren Kopf an meinen Oberkörper. „Wir sind gleich da.“ Rief ich meiner Mutter zu, es war deutlich zu hören das sie wieder nach unten ging. Ein letztes Mal küssten wir uns, zügig raffelten wir unsere Kleidung zusammen. Wir wollten vermeiden das Wendy vielleicht doch noch in Lucys Zimmer stürmt, uns reichte das eine Mal im Gefängnis. Wir waren deswegen immer noch leicht traumatisiert. So wie meine Mutter es wollte, gingen wir in die Küche, meine kleine Schwester rannte gleich auf Luce zu. Fest drückte sie sich an ihre Brust, unverständlich begann sie zu nuscheln. „Endlich bist du da. Ich freue mich so.“ Behutsam strich meine Freundin über den Rücken von Wendy, für mich war es schön zu sehen wie sehr  meine Familie Luce mochte. Lucy schrieb mir in ihren letzten Brief noch wie sehr sie sich fürchtete, dass meine Eltern und Geschwister sie nicht mögen würden. Zum Glück wusste ich von Anfang an das ihre Angst unbegründet war. Ich sah an Lucys sanften Lächeln das sie genau das Selbe dachte wie ich.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit meiner Familie, meine Eltern wollten soviel wie möglich über Luce erfahren. Nur die Sache mit diesen Arschloch verschwieg sie in Wendys Beisein vorerst. Auch Wendy plapperte viel, zur Krönung schnappte sich meine kleine Schwester mein Baby-Album. Lucy bekam sämtliche Fotos gezeigt. Immer wieder hörte ich Sätze wie. „Du warst ja ein süßes Baby.“ Oder „Ach wie niedlich, da hast du ja einen Schnuller im Mund.“ Es gab auch ein Bild wo ich heulend vor der Waschmaschine sitze. Daraufhin sagte sie. „Ach wie süß, dass ist also das Happy-Drama.“ Meine Eltern lachten über jede ihrer Bemerkungen. Und ich saß schmollend neben meiner Freundin. Sanft kuschelte sie sich an mich, wir hörten während unseres Kusses mein Schwesterchen folgendes sagen. „Iiiiihhhhhh! Das ist doch eklig!“ Abrupt lösten wir unsere Lippen voneinander, meine Eltern und Zeref fingen an zu lachen, auch wir stimmten wenig später mit ein. Luce wurde herzlichst in meine Familie aufgenommen und ich glaube das sie sich von der ersten Sekunde an wie zu Hause fühlte.

Heute war Samstag, für Luce ein großer Tag, gemeinsam mit Wendy und meiner Mama gingen wir in ein Möbelhaus. Da meine Mutter dabei war durften wir diesen, ich nenne es mal Ausflug machen. Es war deutlich zu spüren das ich hier fehl am Platz war, aber so konnte ich mit Luce wenigstens etwas Zeit verbringen. Sie sollte morgen ja schon wieder abgeholt werden, unser Wochenende war leider nur ein kleiner Vorgeschmack auf unser gemeinsames Leben. Begeistert erkundeten Wendy und Lucy die Gänge, es landeten viele Kissen, Vasen, Figuren und andere Dinge die ein Mädchen so braucht in den Einkaufswagen. Mir machte diese Shoppingtour zwar nicht sonderlich viel Spaß, durch Lucys Lächeln wurde ich jedoch entschädigt. Sie war glücklich und für mich war das die Hauptsache.

Zurück in ihren Zimmer dekorierte Luce fröhlich ihre Errungenschaften, nur ihr Bücherregal wirkte noch ein wenig leer. Mir schien es so das sie sich daran nicht wirklich störte. Wahrscheinlich war sogar das Gegenteil der Fall. So wie ich sie kenne freute meine Liebste sich viel mehr auf die vielen neuen Bücher die sie bald haben würde. Da fiel mir ein das ich Luce noch gar nicht mein Geschenk bekommen hat. Unbemerkt ging ich in mein Zimmer, die kleine Schachtel steckte ich in meine Hosentasche. Da ich Lust bekam für sie mal wieder ein Lied zu spielen nahm ich auch gleich meine Gitarre mit rüber. Sie schien noch nicht bemerkt zu haben das ich verschwunden war. Auf ihren Bett machte ich es mir bequem, nur einige Sekunden später spielte ich die ersten Akkorde.
https://www.youtube.com/watch?v=1rQwaDZKT_E Farin Urlaub - Atem


Wer hat in meinem Kopf geschaut,
und dich aus meinem Traum gebaut?

Deine Haut ist kühl und weich,
deine Augen Sternen gleich.
Und sie schaun mich spöttisch an,
weil ich nicht Süßholz raspeln kann.

Manchmal möcht ich dich verführen,
dich mit meinen Blick berühren.
Weil du so zart bist.

Und was ich am liebsten spür,
bevor ich mich in Traum verlier,
ist wie du atmest.

Ohne dich bin ich nicht viel,
wie ein Besen ohne Stiel,
wie ein Fenster ohne Glas,
wie Mallorca ohne Bars,
wie ein Vogel ohne Nest
und darum halte ich dich fest.

Ich fühle mich von dir beschützt,
du bist so schön wie du hier sitzt.
Und auf mich wartest.

Du musst nicht deine Liebe schwörn,
ich würd nur gern für immer hören.
Wie du Atmest.

Ich stell mir nie vor wie es wär,
gäbs dich irgendwann nicht mehr,
weil das zu hart ist.

Doch sollte ich dich einst verlieren,
werd ich in meinen Träumen spürn,
wie du Atmest.


Lucys Augen begannen zu schimmern, meine Freundin lies von ihren Tun ab. Genaustens betrachtete sie mich. Als ich meine Gitarre auf die Seite stellte fiel sie schon in meine Arme, mehrmals hörte ich sie sagen. „Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich.“ „Ich dich auch.“ Mit einen breiten Grinsen erwiderte ich ihre Worte. Gemeinsam sanken wir auf ihr Kissen. Ihr Geschenk kramte ich hervor. Wie sie mich gerade ansah war so süß, ich liebte diesen Blick. „Ein kleines Willkommensgeschenk.“ Nervös öffnete sie die Schachtel, ihre Augen begannen zu strahlen. Meine Überraschung war ein voller Erfolg, ich legte ihr gleich das Armkettchen an. Es bestand aus vielen kleinen silbernen Sternen, abwechselnd waren rosa und grüne Steinchen in den Sternen eingebettet. Ein weiteres Mal küssten wir uns. Wir saßen Beide einige Minuten schweigend da. Ich hielt sie fest umschlossen, meine Liebste schmiegte sich immer näher an mich heran. Luce und ich genossen es für dieses Wochenende mal ein kleines bisschen Normalität zu spüren.
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