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Der Reiter des blauen Drachen

von Deira
GeschichteAbenteuer / P18
Arya Dorn Eragon (Elf) Murtagh Nasuada OC (Own Character)
27.07.2020
07.08.2020
9
8.283
5
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05.08.2020 980
 
Auch hier gibt es nun nach einer kurzen Pause ein weiteres Kapitel. Leider schlaucht das Real-Life im Moment ein wenig, daher hat es mit dem Kapitel etwas länger gedauert. Aber nun geht es ja weiter. Ich wünsche euch viel Spaß beim Weiterlesen.


Ein neuer Verbündeter?



Raik versuchte für sich selber herauszufinden, warum Murtagh ihn in dieser fremden Umgebung, mit dem kleinen Drachen auf dem Arm, zurück gelassen und nicht statt dessen zu Galbatorix gebracht hatte. Doron sah ihn fragend an. Auch er verstand nicht, was geschehen war. Leider konnte Raik nichts anderes tun, als dem verunsicherten Drachen über den Rücken zu streichen und ihm zuzuflüstern, dass sich irgendwie schon alles regeln würde.

Das einzige, was sicher war, war die Tatsache, dass Murtagh und Dorn verschwunden waren. Murtagh hatte ihm noch gesagt, dass er in Richtung des großen Felsens, der in einiger Entfernung zu sehen war, gehen sollte. Dort würde er auf mögliche Verbündete treffen.

Raik beschloss, dieser Anweisung Folge zu leisten. Allzu viele andere Möglichkeiten besaß er schließlich nicht. Er befand sich, mit einem frisch geschlüpften Drachen in einer vollkommen fremden Umgebung und er wusste nicht einmal, ob der Reiter mit dem roten Drachen Dorn nun ein Freund oder ein Feind für ihn und Doron war.

Noch viel weniger wusste er dies von den möglichen Verbündeten…



Murtagh beobachtete unterdessen aus der Ferne, hoch am Himmel, wie Raik sich, den kleinen Drachen auf dem Arm haltend, dem genannten Punkt näherte. Im Gegensatz zu Raik konnte Murtagh erkennen, was in der näheren Umgebung geschah. Bald würde Raik einen hoffentlich nicht zu unangenehme Begegnung mit Eragon haben.

Murtagh war sich sicher, dass sein jüngerer Bruder sich des Jungen und des Drachen annehmen würde. Dies passte zu ihm und seinem bisherigen Verhalten. Außerdem war auch Eragon pragmatisch genug veranlagt, um zu wissen, dass dieser Junge eines Tages ein wertvoller Verbündeter für ihn werden konnte.

„Wir müssen zu Galbatorix zurück kehren. Wir waren bereits viel zu lange fort. Er wird Fragen stellen“, sagte Dorn und Murtagh musste dem Drachen zustimmen.
„Du hast recht. Wir sollten nach Uru`baen zurück kehren. Aber spürst du das auch? Irgendetwas ist anders als zuvor. Ich kann es nicht genau erklären.“
„Ich weiß, von welchem Gefühl du sprichst. Ich kann es auch nicht richtig einordnen. Aber es fühlt sich nicht unangenehm an. Es ist fremd und neu. Aber nicht unangenehm“, antwortete Dorn nachdenklich und er machte kehrt, um den Rückweg zu Galbatorix anzutreten.

Weder der Drache noch sein Reiter freuten sich auf diese Begegnung, aber zumindest konnte Murtagh dem König berichten, dass er die Strafaktion gegenüber den Dorfbewohnern ordnungsgemäß ausgeführt hatte. Alles, was darüber hinaus geschehen war, würde er natürlich für sich behalten.


Raik zuckte zusammen, als plötzlich zwei Gestalten aus der Dunkelheit vor ihm auftauchten und Speere auf ihn richteten. Er wich ein Stück zurück aber dann legte sich von hinten eine Hand auf seine Schulter.

Er fuhr herum und blickte in das Gesicht eines jungen Mannes mit spitzen Ohren. Handelte es sich um einen Elf?
Zumindest ließ sich der Gesichtsausdruck seines Gegenübers sehr gut deuten. Fassungslosigkeit mischte sich mit Erstaunen als er sah, was Raik in seinen Armen hielt.
„Ein weiterer Drache“, sagte der junge Mann und streckte vorsichtig die Hand nach Doron aus und sah Raik fragend an.
„Wie lautet sein Name?“

„Doron“, antwortete Raik und dann fragte der Elf ihn nach seinem Namen. Raik beantwortete auch diese Frage und sah den Fremden fragend an. „Wer bist du?“, fragte er, all seinen Mut zusammen nehmend, während die beiden Männer auf einen Wink des Elf ihre Speere senkten.

„Ich bin Eragon“, sagte der Elf.

Diesen Namen hatte Raik erst kürzlich zuletzt gehört. „Der Drachenreiter? Aber Eragon ist doch ein Mensch, oder? Jedenfalls wird es erzählt...“, fragte er und der andere nickte. „Ja, der bin ich. Und dies ist Saphira! Ich bin eigentlich auch ein Mensch, aber ich nehme an, du wunderst dich über mein elfisches Aussehen? Nun, das ist eine lange Geschichte.“

Ein großer Drache landete hinter Eragon und Raik wich ein Stück zurück. „Noch ein Drache...“

„Wie meinst du das?“, sprach Saphira ihn direkt an und Raik deutete auf Doron, während er Saphira mit einer Mischung aus Bewunderung und Furcht betrachtete. Ich meine ihn und Dorn. Er und sein Reiter, Murtagh, haben uns hierher gebracht. Nachdem sie unser Dorf angezündet haben...“
Murtagh und Dorn zünden mittlerweile Dörfer an?“, fragte Saphira ungehalten und wandte sich an Eragon. „Dein Bruder verändert sich wirklich nicht zu seinem Vorteil.“
Leider nicht“, antwortete Eragon und die große Drachendame wandte sich nun wieder an Raik. „Woher stammt der Drache? Wo hast du das Ei gefunden?“

„In den Hügeln, nahe meines Heimatdorfes“, antwortete Raik. „Angeblich hat dort vor vielen Jahrzehnten einmal eine Schlacht zwischen Drachenreitern stattgefunden.“
„Vielleicht hat jemand das Ei dort in Sicherheit gebracht, damit es nicht den Wyrdfell in die Hände fällt“, vermutete Eragon. „Das wäre eine Möglichkeit.“

Aber ich verstehe nicht, warum Murtagh Raik und Doron nicht zu Galbatorix gebracht hat“, sagte die Drachendame und ihre Stimme klang nachdenklich. Nach wie vor sprach sie so, dass sowohl Eragon als auch Raik ihre Worte verstanden.
„Er hat darüber nachgedacht. Aber ich habe den Eindruck, dass er sich dann umentschieden hat. Und er sagte, er hätte einen gewissen Spielraum, was seine Schwüre eingehen würden“, erwiderte Raik und wandte sich an Eragon. „Aber ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat. Und er ist wirklich dein Bruder? Ihr seht euch nicht allzu ähnlich! Meine Brüder sehen mir alle ähnlich.“

„Das ändert aber nichts daran, dass wir dieselben Eltern haben“, antwortete Eragon und Raik glaubte, einen bedrückten Unterton aus der Stimme des Drachenreiters heraus zu holen. Offenbar war er auf diese Verwandtschaft nicht allzu stolz.

Raik hoffte, das er dem anderen Reiter mit seiner Bemerkung nicht zu nahe getreten war. Schließlich war es mehr als verständlich, dass es zwischen den beiden Brüdern Schwierigkeiten gab. Immerhin standen sie in diesem Krieg auf verschiedenen Seiten.
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